Nadelwald

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aboutpixel.de / Nadelwald © Marlene W.

Der Firmenblogger

Liebe Firmenchefs in Deutschland,

fast jedes Unternehmen, das etwas auf sich hält, hat heutzutage auch einen “Corporate Blog”. Klaus Eck hat gerade auch sehr anschaulich erläutert, worin der Nutzen eines Firmenblogs liegt.

Auch sehr spannend fände ich aber einen Firmenblogger – in abgewandelter Form habe ich das ja dem Bahnchef Grube vorgeschlagen, der sich zu meiner Idee des Bahnbloggers unverschämterweise noch nicht geäußert hat.

Aber vielleicht ist ja einer von Ihnen von der Idee des Firmenbloggers angetan.

Der Firmenblogger bloggt über Ihr Unternehmen und über Themen, mit denen Ihr Unternehmen zu tun hat. Er bekommt dazu ein Netbook, eine Handykarte mit Datenflatrate, eine Kamera, eine Aufwandsentschädigung und ein Spesenkonto. Letzteres darf er aber nicht ergo-mäßig* nutzen.

Außerdem versorgen Sie ihn mit ein bisschen Futter, was Pressemitteilungen und so angeht. Auch bekommt er Ansprechpartner in verschiedenen Bereichen Eures Unternehmens, die er befragen kann.

Ganz wichtig ist aber: er ist nicht in Ihr Unternehmen eingebunden. Er sitzt woanders und berichtet darüber aus der Sichtweise eines Außenstehenden. Er ist auch keiner aus einer Agentur oder ein Social-Media Experte. Er ist eben einfach Blogger, der sich am besten in der Blogosphäre schon ein wenig bewiesen hat. Der Mann mit dem roten Irokesenschnitt muss es ja nicht gleich sein…

Das ganze könnte so aussehen: Die Firma OLGI stellt Tiefkühllebensmittel her und hat einen Firmenblogger. Der veröffentlicht Infos über neue Produkte, Rezepte dazu, fährt mal bei Bauer-Ewald vorbei und berichtet vom Möhrenacker oder es gibt mal ein Video von einem der Kutter, aus dem die Fischstäbchen kommen. Und wenn es EHEC gibt, recherchiert er, ob auch die Sprossen im asiatischen Pfannengemüse damit infiziert sein könnten.

Der Firmenblogger darf auch schreiben, wenn er mal etwas nicht so gut findet. Es soll gerade keine bezahlte Jubel-PR sein, sondern irgendwie authentisch. Er darf Ihr Unternehmen nur nicht in den Dreck ziehen. Er ist sowas wie ein Stadtschreiber oder ein Pausenclown, der Ihrem Unternehmen auch den Spiegel vorhält, für neue Ideen sorgt und eben für eine andere Darstellung in der Öffentlichkeit. Und ganz wichtig: alles ist transparent.

Das ganze ist in verschiedenen Ausgestaltungen denkbar: Vom Blogger der ein bis zwei Artikel pro Woche schreibt und einmal im Jahr bei der Pressekonferenz dabei ist bis zum Fulltime-Blogger, der dann auch mal nach Argentinien fliegt um zu schauen, wie die Rinder zum Burgerpattie werden. Für jedes Budget ist also was dabei – von Elektro Kleinmann bis General Food Worldwide.

Drumherum ist noch viel mehr denkbar, aber alles auf einmal will ich ja nicht verraten…

Mit vielen Grüßen,

Ihr Severin Tatarczyk

* Diese Anspielung wird man inzwischen nicht mehr verstehen – es geht hier darum, dass die Versicherung ergo Mitarbeitern auch Spesen im Erotikbereich ersetzt hat.

Selbstversorgung II

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Selbstversorgung aus dem Garten: Wie man seinen Garten natürlich bestellt und gesunde Nahrung erntet (John Seymour)

Selbstversorger I

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Kohlrabi aus dem eigenen Garten

Happy Birthday, Donald – und 10 Fakten über ihn

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  1. Seinen ersten Auftritt hat Donald Duck, der mit vollem Namen Donald Fauntleroy Duck heißt, in dem Film “Die kluge kleine Henne”, der am 9. Juni 1934 erschien – in vielen späteren Comics wird dieses Datum später als sein Geburtstag genannt. Walt Disney wollte eigentlich, dass Donald an einem 13. März (1920) Geburtstag hat – auch dieses Datum taucht daher gelegentlich auf. Durchgesetzt hat sich aber der 9. Juni 1934; so ist auch zu seinem 75. Geburtstag im Jahr 2009 ein Buch erschienen.
  2. Erwähnt wird er übrigens schon einmal im Jahr 1931 in dem Bilderbuch The “Adventures of Mickey Mouse”, ohne dort allerdings gezeigt zu werden.
  3. Überhaupt ist Donald Duck anfangs nur in Nebenrollen zu finden. Der erste Kurzfilm, in dem er die Hauptrolle spielt – Don Donald – erscheint am 9. Januar 1937, erste Comicstrips in Tageszeitungen rund um Donald gibt es in den USA ab 1936.
  4. Im deutschsprachigen Raum erscheinen anfangs nur vereinzelt Comics rund um die bekannteste Ente der Welt. In Deutschland hieß Donald Duck in den 1930er Jahren zunächst “Hans, der Enterich”, in Österreich “Emmerich” und in der Schweiz “Schnatterich”.
  5. Seit 1951 erscheinen in Deutschland die “Mickey Mouse” Hefte, in denen Donald Duck von Anfang an eine größere Rolle spielte als die Maus – die geniale Erika Fuchs ist Übersetzerin und Herausgeberin und prägt die Sprache der Hefte mit vielen klassischen Zitaten und intellektuellen Anspielungen. Ohne sie hätte es den Donaldismus wohl nie gegeben.
  6. Eigentlich ist Donald Duck ein cholerischer Pechvogel, er hat aber mehrere andere Identitäten, in denen er erfolgreich ist. So ist er der Superheld Phantomias (USA: Super Duck), Agent Doppel Duck und Agent Donald O.M.A. (Organisation zur Abwehr von Monstern aller Art).
  7. Seine Eltern sind Dortel und Degenhard Duck. Er ist dauerverlobt mit Daisy Duck, der auch sein Cousin Gustav Gans Avancen macht. Er sorgt für seine Neffen Tick, Trick und Track, die bei ihm Leben. Sein reicher Onkel Dagobert nutzt ihn regelmäßig aus. Einen Überblick der Verwandtschaftsverhältnisse gibt es hier.
  8. Donald ist weltweit eine der beliebtesten Figuren aus dem Disney Universum. Kein Wunder, dass auch ein Asteroid (Asteroid 12410) nach ihm benannt wurde.
  9. Seit 2004 hat Donald Duck einen Stern auf dem “Hollywood Walk of Fame” (Adresse: 6840 Hollywood Blvd.).
  10. 1943 erhielt der Zeichentrickfilm “Der Fuehrer’s Face” einen Oscar in der Kategorie “Bester Kurzfilm (Cartoon)”. In dem Film ist Donald ein Fließbandarbeiter in einer deutschen Munitionsfabrik und verzweifelt am NS-Regime. Der Film ist in Deutschland nie erschienen.

Bild (c) Allposters.de