Landwirt, Leiter des Landwirtschaftsamts Starnberg und später der Bayerischen Anstalt für Pflanzenbau: Roman Lampl, geboren am 29.03.1900 in Eurastetten in Oberbayern, gehörte dem Bundestag von 1950 bis 1953 an. Er starb am 17.04.1965 in München.
Kurzprofil
- Geboren: 29. März 1900 in Eurastetten
- Gestorben: 17. April 1965
- Beruf: Landwirt, Verwaltungsbeamter
- Partei: FU
- Bundestag: 1950 bis 1953 (1. Wahlperiode), über die Landesliste
Landwirtschaft
Nach einer höheren Schule arbeitete Lampl in der Landwirtschaft und studierte dann an der Akademie Weihenstephan sowie in München und Leipzig. Er war landwirtschaftlicher Berater und leitete später als Landwirtschaftsrat das Landwirtschaftsamt in Starnberg. Von März 1955 bis Dezember 1962 führte er als Regierungsdirektor die Bayerische Anstalt für Pflanzenbau und Pflanzenschutz.
Bayernpartei
1948 trat Lampl der Bayernpartei bei. 1949 stand er auf Platz 9 ihrer Landesliste und gehörte der ersten Bundesversammlung an. Ab dem 14. Dezember 1951 gehörte er der Fraktion Föderalistische Union an. 1949 trat er zugleich im Wahlkreis 232 an. 1953 kandidierte er erneut auf Platz 9, diesmal im Wahlkreis 197; die Bayernpartei scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde, und Lampl schied aus dem Bundestag aus. Danach übernahm er die Bayerische Anstalt für Pflanzenbau. Bei seinem Nachrücken war er 50 Jahre alt, bei seinem Tod im April 1965 dann 65.
Reden
Die Protokolle zählen 25 Wortmeldungen mit 6.741 Wörtern in 183 Sitzungen. In der ersten am 16. März 1951, 884 Wörter lang, nannte er es müßig, über eine Entwicklung zu rechten, die die ganze Welt erschüttere; Verknappung und Preiserhöhungen seien selbstverständlich gewesen. In der letzten am 24. Juni 1953, 202 Wörter lang, wandte er ein, ein Gesetzentwurf mit Mindest- und Höchstpreisen für Getreide halte die Erzeugerpreise nur scheinbar auf dem Stand des Vorjahres; Kriedemann antwortete.
Immunität
Am 27. November 1952 lehnte der Bundestag die Genehmigung eines Strafverfahrens gegen Lampl ab, das der Bundesminister der Justiz beantragt hatte; die Drucksache trägt die Nummer 1/3748. Über den Gegenstand des Verfahrens sagen die Daten nichts; eine Genehmigung oder Ablehnung besagt nichts über dessen Ausgang.
Abstimmungen
An 105 von 131 namentlichen Abstimmungen nahm Lampl teil, 50-mal mit Ja, 47-mal mit Nein und achtmal mit Enthaltung. Zehn Stimmen wichen ab, etwa am 29. Mai 1952 eine Enthaltung bei der Schlussabstimmung über den Bundeshaushalt; die Daten der 1. Wahlperiode sind nur eingeschränkt verlässlich.
Stammdaten
Die Stammdaten nennen ihn Landwirt und Verwaltungsbeamten, ohne Angaben zu Religion und Familienstand, und führen ihn als Abgeordneten der Föderalistischen Union. Das Handbuch nennt Königshofen und Starnberg als Wohnorte.
Mandate im Überblick
Lampl rückte am 10. November 1950 über die bayerische Landesliste der Bayernpartei für den verstorbenen Ernst Falkner nach:
- 1. Wahlperiode (10.11.1950 bis 07.09.1953): Landesliste Bayern, Fraktion der Bayernpartei, Fraktion Föderalistische Union
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).