Meliorationsingenieurin, Volkskammerabgeordnete und Familienpolitikerin aus dem Leipziger Land: Katharina Landgraf, geboren am 24.02.1954 in Kirchengel in Thüringen, gehörte dem Bundestag 1990 und von 2005 bis 2021 an.
Kurzprofil
- Geboren: 24. Februar 1954 in Kirchengel (Krs Sondershausen, Bezirk Erfurt)
- Beruf: Dipl.-Meliorationsingenieurin
- Partei: CDU
- Bundestag: 1990 bis 2021 (11, 16, 17, 18, 19. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
- Religion/Familie: evangelisch-lutherisch, verheiratet, 4 Kinder
Beruf
Nach dem Abitur 1972 in Borna studierte Landgraf Meliorationswesen in Rostock, Diplom 1976. Sie arbeitete als Ingenieurin für Wasserwirtschaft und Umweltschutz im Braunkohlekombinat Borna, von 1980 bis 1990 in der LPG Wiederau-Zwenkau. Von 1991 bis 1999 war sie Mitarbeiterin im Bildungswerk Leipzig der Konrad-Adenauer-Stiftung, 2004 und 2005 in Dresden.
CDU
1988 trat Landgraf der CDU der DDR bei. Von 1991 bis 1993 war sie stellvertretende Landesvorsitzende in Sachsen, bis 1995 Landesvorsitzende der Frauen-Union, von 1995 bis 2002 Kreisvorsitzende im Leipziger Land. Von März bis Oktober 1990 saß sie in der Volkskammer, von 1999 bis 2004 im Sächsischen Landtag, ab 1995 im Stadtrat von Pegau.
Wahlkreis
Im Wahlkreis holte Landgraf 2005 34,9, 2009 41,7 und 2013 51,3 Prozent der Erststimmen. Sie arbeitete im Familienausschuss und im Agrarausschuss und saß im Kuratorium der Bundeszentrale für politische Bildung. Im Juni 2020 kündigte sie an, nicht wieder anzutreten.
Reden
Die Protokolle zählen 40 Wortmeldungen mit 25.430 Wörtern und 63 Zwischenrufe in 979 Sitzungen. In der ersten am 6. April 2006, 918 Wörter lang, warf sie den Grünen vor, sich mit ihrem Antrag zu Kinderrechten in der Schublade vertan zu haben. In der letzten am 6. November 2020, 481 Wörter lang, lobte sie einen Antrag der FDP, dessen Adresse aber nicht stimme: Seit der Föderalismusreform 2006 seien Pflegeheime Sache der Länder.
Abstimmungen
An 869 von 884 namentlichen Abstimmungen nahm Landgraf teil, 485-mal mit Ja, 380-mal mit Nein und viermal mit Enthaltung. 14 Stimmen wichen ab, in der 19. Wahlperiode keine. Am 9. November 2016 stimmte sie für einen Änderungsantrag von Hilde Mattheis und Sabine Dittmar, am 19. Januar 2017 enthielt sie sich bei einem Antrag zur Angleichung der Rentenansprüche von Bergleuten aus der DDR.
Stammdaten
Die Stammdaten nennen sie Diplom-Meliorationsingenieurin, evangelisch-lutherisch, verheiratet, vier Kinder, und den Geburtsort Kirchengel im Kreis Sondershausen. Volkskammer und Landtag fehlen dort. Sie ist Mitglied im Präsidium des Internationalen Bundes.
Mandate im Überblick
Landgraf kam am 3. Oktober 1990 aus der Volkskammer und gewann von 2005 an viermal den Wahlkreis Leipzig-Land direkt:
- 11. Wahlperiode (03.10.1990 bis 20.12.1990): von der Volkskammer in den Bundestag gewählt, CDU/CSU-Fraktion
- 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Direktmandat im Wahlkreis Leipziger-Land–Muldentalkreis, CDU/CSU-Fraktion
- 17. Wahlperiode (27.10.2009 bis 22.10.2013): Direktmandat im Wahlkreis Leipzig-Land, CDU/CSU-Fraktion
- 18. Wahlperiode (22.10.2013 bis 24.10.2017): Direktmandat im Wahlkreis Leipzig-Land, CDU/CSU-Fraktion
- 19. Wahlperiode (24.10.2017 bis 26.10.2021): Direktmandat im Wahlkreis Leipzig-Land, CDU/CSU-Fraktion
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).