Dokumentiert: Das Statement von Ben&Jerrys zu den Verkäufen in Israel

Hier dokumentieren wir die Pressemitteilung von Ben&Jerrys zu den Verkäufen der Produkte des Unternehmens in Israel.

Ben & Jerry’s Will End Sales of Our Ice Cream in the Occupied Palestinian Territory

July 19, 2021 – We believe it is inconsistent with our values for Ben & Jerry’s ice cream to be sold in the Occupied Palestinian Territory (OPT). We also hear and recognize the concerns shared with us by our fans and trusted partners.

We have a longstanding partnership with our licensee, who manufactures Ben & Jerry’s ice cream in Israel and distributes it in the region. We have been working to change this, and so we have informed our licensee that we will not renew the license agreement when it expires at the end of next year.

Although Ben & Jerry’s will no longer be sold in the OPT, we will stay in Israel through a different arrangement. We will share an update on this as soon as we’re read

Übersetzung:

Ben & Jerry’s wird den Verkauf unserer Eiscreme in den besetzten palästinensischen Gebieten beenden

19. Juli 2021 – Wir glauben, dass der Verkauf von Ben & Jerry’s Eiscreme in den besetzten palästinensischen Gebieten (OPT) nicht mit unseren Werten vereinbar ist. Wir hören und erkennen auch die Bedenken an, die uns von unseren Fans und vertrauenswürdigen Partnern mitgeteilt werden.

Wir haben eine langjährige Partnerschaft mit unserem Lizenznehmer, der Ben & Jerry’s Eiscreme in Israel herstellt und in der Region vertreibt. Wir haben daran gearbeitet, dies zu ändern und haben unseren Lizenznehmer informiert, dass wir den Lizenzvertrag nicht verlängern werden, wenn er Ende nächsten Jahres ausläuft.

Obwohl Ben & Jerry’s nicht mehr in den OPT verkauft werden wird, werden wir durch eine andere Vereinbarung in Israel bleiben. Wir werden ein Update dazu geben, sobald wir soweit sind.

Wahlplakete Europawahl 2019: Freiheit für Kurdistan und Palästina (MLPD)

Die MLPD fordert bei ihrer Wahlwerbung für die Europawahl 2019 nicht nur Freiheit für Kurdistan sondern gleich auch Freiheit für Kurdistan und Palästina.

Eine Dokumentation über (und) Antisemitismus bei arte

Der deutsch-französische Fernsehsender arte gab beim WDR eine TV Produktion über Antisemitismus in Europa in Auftrag: „Auserwählt und ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“. Die Dokumentation ist inzwischen fertiggestellt, doch geht es nach dem Willen von arte, werden wir diese nie zu sehen bekommen.

Begründet wird dies seitens arte insbesondere mit zwei Formfehlern:

  • Zum einen sei der Auftrag gewesen, Antisemitismus in Europa zu zeigen, es käme jedoch zu viel palästinensischer Antisemitismus vor. Das entspräche nicht dem Auftrag, so arte Programmdirektor Alain Le Diberder.
  • Zum anderen seien zunächst drei Autoren – Sophie Hafner, Ahmad Mansour und Joachim Schröder – vorgesehen gewesen. Mansour zog sich aus privaten Gründen – er wurde Vater – als Autor aus dem Projekt zurück, blieb ihm aber als Berater verbunden. Damit leide aber laut arte die Ausgewogenheit.

Der WDR schließt sich diesen Einwänden an. Genauer nachlesen kann man das z.B. in der F.A.Z.

Der ausgeschiedene Co-Autor Ahmad Mansour steht jedenfsalls weiter voll hinter dem Film und schreibt er auf facebook:

Auch wenn ich aus privaten Gründen nicht als Co-Autor bei dem Film mitmachen konnte, stehe ich hinter dem Film und dessen Inhalten. Diese Reaktion von arte finde ich inakzeptabel und bedenklich. Gerade jetzt müssen wir über Antisemitismus in Europa sprechen, berichten – und auch streiten! Relativieren, verharmlosen und unter den Teppich kehren werden unsere Probleme nicht lösen, im Gegenteil, es mag sein, dass Bilder von Juden und Muslimen, die sich lieb haben besser wirken als fragwürdige Boykott-Kampagnen unterstützt von den Kirchen oder judenfreie Orte in Europa. Aber Journalismus ist nicht da um schöne Utopien zu schaffen, sondern reale Zustände zu beschreiben, auch wenn sie wehtun.

Und auch die wenigen, die den Film gesehen haben, bescheinigen ihm laut F.A.Z. und anderer Medien eine hohe Qualität.

Bleibt der Vorwand, die Auswahl der Drehorte habe nicht dem Auftrag entsprochen. Da ich die Dokumentation nicht kenne, kann ich das nicht beurteilen. Auch nicht, inwieweit eine Abweichung hier die Verweigerung der Ausstrahlung rechtfertigen würde. Auf mich wirken beide Argumente vorgeschoben und angesichts der Sensibilität des Themas.

Es darf daher arte nicht verwundern, wenn dem Sender Antisemitismus vorgeworfen wird.

Inzwischen hat sich neben einigen Bundestagsabgeordneten auch der Zentralrat der Juden an arte gewandt, erhielt jedoch postwendend eine erneute Absage von Le Diberder. Dass dieser sich darin abermals wundert, dass dem Sender nun Antisemitismus vorgeworfen wird, lässt mich sprachlos zurück.

Es mag sein, dass der Beitrag nicht vollumfänglich dem ursprünglichen Auftrag entsprach. Es mag auch sein, dass er in dieser Form nicht in das Programmkonzept von arte passt.

Was aber nicht sein darf: Dass eine fertig produzierte Dokumentation über Antisemitismus deswegen der Öffentlichkeit vorenthalten wird.

Es sollte kein Problem für arte sein, für die mit Gebührengeldern bereits bezahlte Produktion einen anderen Sendeplatz zu finden, sie einem anderen Fernsehsender zur Verfügung zu stellen oder zumindest in die Mediathek zu stellen. Dies gilt um so mehr nach der Diskussion in den vergangenen Tagen.

Unterbleibt dies, ist den Verantwortlichen bei arte und WDR – namentlich besonders Alain Le Diberder, aber auch WDR Intendant Tom Buhrow, WDR Fernsehdirektor Jörg Schönenborn und WDR Kulturchef Matthias Kremin – wohl in der Tat Antisemitismus vorzuwerfen.

Nachtrag 9. Juni 2017

Der WDR prüft nach eigenen Angaben jetzt angebliche Mängel, bevor er über eine Ausstrahlung entscheidet. Es wäre wünschenswert, auch andere Dokumentationen würden vorher so genau auf ihre sachliche Richtigkeit überprüft.

Lesenswertes 24

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  1. In Sachen doppelte Staatsbürgerschaft
    Marcus John Henry Brown ist Brite. Und Deutscher. Und er schreibt einen ziemlich genialen offenen Brief an den Innenminister.
  2. Die Ignoranz des Feuilletons
    …gegenüber Computerspielen beklagt Wolfgang Walk.
  3. Niku
    …ist ein Transneptunobjekt, das ziemlich spannend ist. Für alle, die sich für den Weltraum interessieren.
  4. Zweite Erden
    …werden immer wieder als Sensationen verkauft. Warum das Unsinn ist, erklärt Florian Freistetter.
  5. Star Trek und Zeitreisen
    Eine schöne Betrachtung bei den Netzpiloten.
  6. Facebook und die Adblocker
    …und insbesondere Adblock Plus – ein heikles Thema, gut aufgearbeitet bei den mobilegeeks.
  7. Hatespeech
    Und noch einmal die mobilgeeks – ein lesenswerter Beitrag rund um Hatespeech und Zensur.
  8. Die Tagesschau, Palästina und Wasser
    Erhellendes zu einem israelkritischen Tagesschaubeitrag im Blog von Joachim Steinhöfel.
  9. Spiegel Mining – die Autoren
    David Kriesel schreibt derzeit eine der spannendsten Artikelserien: Spiegel-Mining. In dieser Folge geht es um die Redakteure.
  10. Rezept: Gefüllte Pljeskavica
    Und wie in letzter Zeit immer bei den lesenswerten Links darf ein Rezept nicht fehlen. Kommt bei mir am Wochenende auf den Tisch!

In der Serie „Lesenswertes“ stelle ich in unregelmäßigen Abständen 10 lesenswerte Links vor.

Bild: 24 Büroklammern

Was bedeutet der Hashtag #MARPAL?

Der Hashtag #MARPAL steht am wahrscheinlichsten für ein Fußballspiel zwischen Marokko (Heimmannschaft) und Palästina, Britisches Mandatsgebiet (Auswärtsmannschaft). Denn bei MAR handelt es sich um das FIFA Kürzel von Marokko und bei PAL um den alten FIFA Code von Palästina, Britisches Mandatsgebiet (Palestine, British Mandate). Beide Mannschaften haben noch nicht offiziell gegeneinander gespielt. Marokko gehört zu den erfolgreichsten afrikanischen Mannschaften.

Was bedeutet der Hashtag #MARPLE?

Der Hashtag #MARPLE steht am wahrscheinlichsten für ein Fußballspiel zwischen Marokko (Heimmannschaft) und Palästina (Auswärtsmannschaft). Denn bei MAR handelt es sich um das FIFA Kürzel von Marokko und bei PLE um den offiziellen FIFA Code von Palästina (Palestine). Beide Mannschaften haben noch nicht offiziell gegeneinander gespielt. Marokko gehört zu den erfolgreichsten afrikanischen Mannschaften.

Was bedeutet der Hashtag #FRAPAL?

Der Hashtag #FRAPAL steht am wahrscheinlichsten für ein Fußballspiel zwischen Frankreich (Heimmannschaft) und Palästina, Britisches Mandatsgebiet (Auswärtsmannschaft). Denn bei FRA handelt es sich um das FIFA Kürzel von Frankreich und bei PAL um den alten FIFA Code von Palästina, Britisches Mandatsgebiet (Palestine, British Mandate). Beide Mannschaften haben noch nicht offiziell gegeneinander gespielt. Frankreich ist eine der großen europäischen Fußballnationen.

Was bedeutet der Hashtag #FRAPLE?

Der Hashtag #FRAPLE steht am wahrscheinlichsten für ein Fußballspiel zwischen Frankreich (Heimmannschaft) und Palästina (Auswärtsmannschaft). Denn bei FRA handelt es sich um das FIFA Kürzel von Frankreich und bei PLE um den offiziellen FIFA Code von Palästina (Palestine). Beide Mannschaften haben noch nicht offiziell gegeneinander gespielt. Frankreich ist eine der großen europäischen Fußballnationen.

Was bedeutet der Hashtag #CZEPAL?

Der Hashtag #CZEPAL steht am wahrscheinlichsten für ein Fußballspiel zwischen der Tschechien (Heimmannschaft) und Palästina, Britisches Mandatsgebiet (Auswärtsmannschaft). Denn bei CZE handelt es sich um das FIFA Kürzel der Tschechien und bei PAL um den alten FIFA Code von Palästina, Britisches Mandatsgebiet (Palestine, British Mandate). Beide Mannschaften haben noch nicht offiziell gegeneinander gespielt. Die Tschechen haben kein festes Heimatstadion.

Was bedeutet der Hashtag #CZEPLE?

Der Hashtag #CZEPLE steht am wahrscheinlichsten für ein Fußballspiel zwischen der Tschechien (Heimmannschaft) und Palästina (Auswärtsmannschaft). Denn bei CZE handelt es sich um das FIFA Kürzel der Tschechien und bei PLE um den offiziellen FIFA Code von Palästina (Palestine). Beide Mannschaften haben noch nicht offiziell gegeneinander gespielt. Bei der EM 1996 belegten die Tschechen den zweiten Platz. Sie unterlagen gegen Deutschland durch Golden Goal.