Was bedeutet „Smoking Google“?

Der Begriff „Smoking Google“ wird in den USA in Anlehnung an die „Smoking Gun“ genutzt.

Man beschreibt damit belastende Beweise, die auf dem Computer einer Person gefunden werden und diese Person mit einem schweren Verbrechen in Verbindung bringen. Genauer gesagt, verdächtige Suchanfragen bei Google, die nur wenige Tage vor einem Verbrechen durchgeführt wurden.

Wenn beispielsweise ein Mann von seiner Frau ermordet wurde, die ihn mit Schlaftabletten vergiftet hat, wären die von der Frau durchgeführten Suchanfragen zu Themen wie „Schlaftabletten“, „Überdosis Schlaftabletten“, „Giftpillen“ usw. das „rauchende Google“, das sie offensichtlich mit dem Verbrechen in Verbindung bringt. Smoking Googles werden am häufigsten von Ermittlern gefunden und können wichtige Beweisstücke in einem Prozess sein.

Dieser Begriff wird inzwischen auch anstelle des älteren Klischees „smoking gun“ verwendet. Dieser Begriff wurde kürzlich in der Fernsehsendung „In Session“ von Vinnie Politan verwendet.

Erfahrungsbericht und Fragen und Antworten zum Google Pixel Stand (2. Generation)

Erfahrungsbericht

Mein liebstes Zubehör zu meinem Google Pixel 6 Pro ist der Google Pixel Stand 2. Generation. Das ist eigentlich nichts anderes als eine kabellose Ladestation, die für die Google Pixel Smartphones optimiert wurde.

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Das Fingerabdruck Problem beim Google Pixel 6 und 6 Pro

Nutzer des Google Pixel 6 oder Google Pixel 6 Pro werden sich unter Umständen wundern, warum sich das Smartphone plötzlich nicht mehr mit dem Fingerabdrucksensor entsperren lässt – und dann sogar das Anlegen eines neuen Fingerabdrucks nicht möglich ist.

Es handelt sich hierbei um einen bekannten, aber sehr ärgerlichen Bug: Ist das Smartphone einmal auf 0% entladen, kann es passieren, dass der Fingerabdrucksensor gebrickt wird… und dann eben gar nicht mehr geht.

Das einzige was dann hilft, ist ein Reset auf die Werkseinstellungen. Nach dem Neustart ist alles wieder beim Alten. Allerdings muss man das Pixel dann auch neu einrichten. Es empfiehlt sich daher, vor dem Reset eine aktuelles Backup zu erstellen und dieses dann wiederherzustellen. Die Sicherung erstellt man unter EINSTELLUNGEN – GOOGLE – SICHERUNG. Der Reset geht dann unter EINSTELLUNGEN – SYSTEM – OPTIONEN zum Zurücksetzen.

Google arbeitet an einer Lösung des Problems, ob das zu erwartende Update dann aber einmal deaktivierte Fingerabdrucksensoren wieder in Gang bringt, ist noch nicht klar.

Bis dahin sollte man also drauf achten, dass das Pixel nicht komplett entlädt, sondern immer früh genug an den Strom kommt.

Stand: 25. November 2021.

Meinung: Apple und das gar nicht so neue Kinderporno Problem

Eine Nachricht schreckte heute das Netz auf: Wenn man in Zukunft probiert, ein Bild in die iCloud hochzuladen, das vom Algorithmus als kinderpornografisch erkannt wird, werde dies ggf. von einem Mitarbeiter angesehen, der dann die Behörden informiert, das aber vorerst nur in den USA. Genau dargestellt ist dies unter apple.com/child-safety/, wo es auch weiterführende technische Beschreibungen zum Download gibt.

Wichtig ist: Bilder in der iCloud sollen nicht gescannt werden. Zumindest noch noch nicht. Und die Frage ist: Werden die Systeme, die dem Kampf gegen Kinderpornos dienen sollen, in Zukunft auch gegen andere Inhalte eingesetzt? Und wird irgendwann doch die iCloud gescannt? Was ist, wenn der Algorithmus falschen Alarm schlägt und eigentlich harmlose Strandfotos meldet? Jedenfalls  wirft dies viele grundsätzliche Fragen auf.

Ganz neu ist das Thema aber nicht: Google scannte schon 2014, u.a. auch Gmail, mehr dazu hier. Microsoft hat anscheinend ganze Microsoft Accounts bei Verdacht auf Kinderpornographie automatisch gesperrt, auch wenn dies datenschutzrechtlich in der EU problematisch ist.

Das Thema wird uns jedenfalls noch lange begleiten und sicher komplexer werden.

Weitere Funktionen zum Schutz von Kindern

Noch der Vollständigkeit halber: Daneben fügt Apple übrigens übrigens weitere Methoden zum Schutz Kindern hinzu: iMessage wird bei Jugendlichen sexuell explizite Bilder unscharf dargestellt und eine Warnung anzeigen. Zudem können die Eltern aktivieren, dass sie eine Nachricht erhalten, wenn es das erkannte Bild dennoch betrachtet wird. „It’s your choice, but your Parents want to know you’re safe.“ Wird auf iPhones nach möglicherweise problematischen Inhalten zum Thema Kindesmissbrauch gesucht, werden die Apps und SIRI laut Apple „den Nutzern erklären, dass das Interesse an diesem Thema schädlich und problematisch ist, und Ressourcen von Partnern zur Verfügung stellen, um Hilfe bei diesem Problem zu erhalten.“

Auch hier könnte man Fragen stellen.

Welches Android Smartphone sollte man sich im November 2020 kaufen?

Immer wieder werde ich gefragt, welches Smartphone man sich kaufen wollte.

Zunächst ist da natürlich die Grundsatzfrage: Apple oder Android. Andere Alternativen kommen für die meisten Nutzer nicht in Betracht, zumal es sie ja kaum noch gibt. Die Frage Apple oder Android werde ich an anderer Stelle diskutieren, hier in diesem Beitrag möchte ich nur darauf eingehen, welches Android Smartphone man sich Stand November 2020 kaufen sollte.

Offen gesagt: Die alltäglichen Anforderungen, die man an ein Smartphone stellt, werden inzwischen auch von sehr günstigen Android Smartphones gut erfüllt. Das gilt für die Telefonie, WhatsApp und andere Messaging Dienste, die üblichen Social Media Apps und kleinen Spiele. Differenzierungen ergeben sich in erster Linie über die Kamera und die installierte Android Version verbunden mit der Updatesicherheit. Welche anderen technischen Details, wie z.B. das Display oder der verwendete Prozessor, Ihnen wichtig sind, ist dann schon eher Detailfrage – im Regelfall sind diese aber heutzutage „gut genug“.

Dennoch möchte ich hier einige Empfehlungen abgeben.

Die pauschal beste Empfehlung – das Google Pixel 5

Wenn mich jemand pauschal fragen würde, welches Android Smartphone er sich kaufen sollte, würde ich zum Google Pixel 5 raten, was im wesentlichen zwei Gründe hat: Es hat zum einen ein Stock Android von Google ohne Bloatware und wird regelmäßig und lange mit Updates versorgt, zum anderen hat es eine sehr gute Kamera, insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen.

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Meinung: Der Google Wetterfrosch und die Maske

Wer ein Android Smartphone hat, kennt wahrscheinlich den süßen Frosch aus der Google Wetter-App. Je nach Wetter ist er am Strand, hängt Wäsche auf, liest oder fährt mit dem Fahrrad durch die Gegend.

Seit Ende August 2020 trägt er dabei eine Maske. OK, man mag nun zu Recht einwerfen, dass er das eigentlich nicht müsste. Einmal ganz abgesehen davon, dass Frösche wohl nicht Corona übertragen – der Frosch ist immer allein. Wen oder was soll er also schützen. Aber egal.

Der Frosch mit der Maske – nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Edgar Wallace Film – ist ein nett gemachter Aufruf, im Alltag auch an seine Maske zu denken.

 

Meinung: 2023 kommen die alternative App Stores auf Android und iOS

Nur, dass ich es einmal fürs Protokoll festgehalten habe:

Ich wette, dass zumindest in der EU, wahrscheinlich aber auch in den USA, China und anderen Märkten, bis 2023 alternative App Stores auf Googles Android und Apples iOS kommen werden.

Hintergrund ist der, dass sowohl Apple und Google in der Regel 30% der Umsätze – auch von In-App Käufen, bei Abos teilweise nur 15% – als Provision kassieren. Und die ersten großen Player im Markt, allen voran Epic (Fortnite) sind nicht mehr bereit, sich dem pauschal unterzuordnen.

Alles begann damit, als Epic einen „permanenten Rabatt“ auf die digitale Währung V-Bucks einführte, die innerhalb von Fortnite für den Kauf von virtuellen Gütern verwendet wird. Abgerechnet werden sollte dies über ein eigenes In-App-Zahlungssystem innerhalb von Fortnite, das dann die Umsatzbeteiligung von von Google und Apple App Store umgeht und damit auch gleich ein Verstoß gegen die App Store Richtlinien von Google darstellt.

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten, sowohl im PlayStore (Google) als auch im App Store (Apple) ist Fortnite derzeit nicht zu finden. Wer Fortnite gerade auf seinem iPhone installieren will, schaut in die Röhre, bei Android geht es über Umwege (Stichwort APK).

Epic lässt sich aber nicht einschüchtern und schießt bei jeder Gelegenheit insbesondere gegen Apple. Die Persiflage auf den berühmten 1984 Super Bowl Werbespot von Apple (s.o.) ist da nur ein Mosaiksteinchen. Und andere schließen sich an. Facebook findet das Vorgehen von Apple ebenfalls grundsätzlich nicht richtig und auch andere Anbieter wie Netflix, Microsoft und viele Content Publisher ziehen mehr oder weniger offen nach.

So oder so, das Thema wird zum Politikum werden. Ein gefundenes Fressen für alle, die in Sachen Verbraucherschutz unterwegs sind. Und wenn sich an den strengen Zwangsprovisionen nichts ändert, werden wir 2023 alternative App Store sehen. Eingeführt durch Gesetz.

Ich sehe Huawei, Samsung, Facebook, Microsoft und Amazon schon mit den Füßen scharren.

Wie behebt man bei der Search Console das Problem „Abdeckung > Gefunden – zurzeit nicht indexiert“?

Wer etwas professioneller an seinen Blog oder seine Website herangeht, wird die Google Search Console, fka Webmastertools, nutzen.

Geht man dort in den Bereich Abdeckung und klickt die Übersicht der von der Abdeckung ausgeschlossenen Seiten an, findet man Seiten, die unter die Kategorie „Gefunden – zurzeit nicht indexiert“ fallen.

Dies sind meist Seiten, von denen Google davon ausgeht, dass diese nur Duplicate Content oder sonst keinerlei für den Besucher relevanten Content mit Mehrwert liefern. Sieht man sich die Details zu solch einer Seite an, sieht man folgendes:

Die einfachste Methode, das Problem zu beheben ist, die Seite zu überarbeiten und mit sinnvollen Inhalten anzureichern und dann eine erneute Indexierung zu beantragen. Das geht ganz einfach mit dem im Screenshot oben rechts zu sehenden Link.

Wenn die Überarbeitungen ausreichend waren, ist die Seite danach wieder im Google Index  zu finden. Dies dauert meist nur wenige Stunden, wenn nicht gar Minuten.

Das Alphabet nach Google Stand 2020

Im September 2014 habe ich einmal geschaut, welches der Toptreffer bei Google ist, wenn man einfach nur einen einzelnen Buchstaben eingibt und das Experiment 2018 wiederholt.

Während es 2014 eine Recht bunte Mischung an Treffern gab, beherrschten 2018 die Wikipedia Einträge zu den entsprechenden Buchstaben die Ergebnisse: bei 18 von 26 Abfragen lagen sie vorne. Diesmal ist die Tendenz die gleiche, wie man hier sehen kann:

A – wie der Buchstabe A (Wikipedia Eintrag)

B – wie der Buchstabe B (Wikipedia Eintrag)

C – die Programmiersprache C (Wikipedia Eintrag)

D – wie der Buchstabe D (Wikipedia Eintrag)

E – wie der Buchstabe E (Wikipedia Eintrag)

F – wie facebook

G – wie der Buchstabe G (Wikipedia Eintrag)

H – wie der Buchstabe H (Wikipedia Eintrag)

I – wie der Buchstabe I (Wikipedia Eintrag) und auf einer Karte vorher das Youtube Video zu „i“ von Kendrick Lamar

J – wie der Buchstabe J (Wikipedia Eintrag)

K – wie der Buchstabe K (Wikipedia Eintrag)

L – wie die Leipziger Gruppe (l.de)

M – wie der Buchstabe M (Wikipedia Eintrag)

N – wie ntv.de

O – wie der Buchstabe Ø (Wikipedia Eintrag)

P – wie der Buchstabe P (Wikipedia Eintrag)

Q – wie der Buchstabe Q (Wikipedia Eintrag)

R – The R Project (r-project.org)

S – wie der Buchstabe S (Wikipedia Eintrag)

T – wie t-online.de

U – wie der Buchstabe U (Wikipedia Eintrag)

V – wie der Buchstabe V (Wikipedia Eintrag)

W – wie der Buchstabe W (Wikipedia Eintrag)

X – wie der Buchstabe X (Wikipedia Eintrag) und als Karte das Youtube Video „Nicky Jam x J. Balvin – X (EQUIS)“

Y – der Youtube Kanal des Y Kollektiv und als Karte das Youtube Video iamamiwhoami; y

Z – wie der Buchstabe Z (Wikipedia Eintrag)

 

 

 

 

Ein paar schnelle Anmerkungen zur Zukunft von Übersetzungen und die Zukunft des Berufs des Übersetzers

„Die Grenzen meiner Sprache sind die Grenzen meiner Welt,“ sprach Ludwig Wittgenstein. Übersetzer überqueren Sprachgrenzen, um Schätze für uns zu bergen. Das ist umso schwieriger, je spezifischer das Thema ist. Ihre Arbeit ist noch heute unschätzbar. Und skandalös unterbezahlt.

Dies twitterte Thomas Knorra, worauf ich etwas provovaktiv antwortete, dass der Beruf des Übersetzers ja schon bald durch Künstliche Intelligenz überflüssig werde.

Erwartungsgemäß erntete ich hier einiges an Gegenwind. Zunächst einmal

Deshalb gibt es auch keine Klavierspieler mehr, da vor über 100 Jahren die Pianola–Rolle erfunden wurde.

Nun ja, natürlich gibt es noch Pianisten. Aber anders als früher z.B. nicht mehr in jedem Kino oder in fast jeder Bar. Der Deutsche Musikerverband erkannte das Problem übrigens schon früh und forderte in den 1920er Jahren, dass das Publikum den Tonfilm ablehnen und stattdessen auf Orchester in jedem Kino bestehen solle. Wie es heute in den Cineplex Sälen aussieht, wissen wir ja. Die Disruption hat hier, wie in vielen anderen Branchen, gnadenlos zugeschlagen. Auf Wikipedia heißt es zum Beruf des Pianisten übrigens im Jahr 2019, dass sich „die Berufsaussichten in den letzten Jahren zusehends verschlechtert haben“. Ausnahmen gelten allenfalls für die „überschaubare, absolute Spitzengruppe der Solisten“.

Ähnlich wird es auch bei den Übersetzern – und auch in gewissem Maße bei den Dolmetschern* – sein. Denn der zweite gewichtige Vorwurf, dass die Qualität künstlicher Übersetzung einfach zu schlecht sei, kann man so pauschal nicht mehr stehen lassen:

Als schnellen einfachen Test habe ich hier die Präambel der Charta der Menschenrechte übersetzen lassen – durchaus brauchbar, auch mit Mitteln, auf die jeder Mensch mit einem Browser Zugriff hat. Und gerade diese Übersetzungen zeigen auch, welche Bandbreite es schon jetzt bei künstlichen Übersetzungen gibt und wie sehr sich einzelne Dienste in den letzten Jahren verbessert haben. Und eine Microsoft KI kann bereits Nachrichtentexte vom Chinesischen ins Englische Übersetzen – auf dem Stand eines Zweisprachlers (AI Translates News Just as Well as a Human Would).

Durch Künstliche Neuronale Netze, steigende Rechenleistungen und weitere Entwicklungen im Bereich der AI wird sich die Qualität der Ergebnisse der von Software gelieferten Übersetzungen stetig verbessern.

Zugegeben, bis eine KI tatsächlich Transkreationen oder gar die Übersetzung von Literatur, insbesondere Lyrik, auf einem menschlichen Level beherrscht, wird noch Zeit vergehen. Aber für Nachrichten, juristische Texte, Anleitungen oder technische Dokumente sind bestehende Lösungen schon sehr gut geeignet, die Ergebnisse bedürfen allenfalls noch der Kontrolle.

Die Geschichte zeigt, dass es grundsätzlich gefährlich ist, die Augen vor umwälzendenden Veränderungen zu verschließen. Und so sollten auch Dolmetscher und Übersetzer* genau hinschauen, wie Computer und künstliche Intelligenz ihren Beruf verändern und welche Gefahren aber auch Chancen sich dadurch ergeben.

* Da viele die Begriffe falsch verwenden: Der Dolmetscher übersetzt das gesprochene, der Übersetzer das geschriebene Wort.

Bild: Christo Drumkopf, CC 2.0 Lizenz