Köpfe: Bernhard Raestrup

Fabrikantensohn aus Oelde, Gründer eines Stanz- und Emaillierwerks, Vorsitzender des westfälischen Zentrums, Präsident des Provinziallandtags und mit 69 Jahren Bundestagsabgeordneter der CDU: Bernhard Raestrup, geboren am 25.01.1880 in Oelde, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1957 an. Er starb dort am 20.07.1959.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. Januar 1880 in Oelde
  • Gestorben: 20. Juli 1959
  • Beruf: Fabrikant
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1949 bis 1957 (1. bis 2. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch

Emaillierwerk

Nach einer kaufmännischen Ausbildung trat Raestrup laut Handbuch in das väterliche Walzwerk ein; nach anderen Angaben war der Vater Eigentümer einer Malzfabrik. 1906 gründete er ein Stanz- und Emaillierwerk, nach verfügbaren Angaben die Firma Krone Raestrup in Oelde. In der Weimarer Zeit führte er den Verband westdeutscher Emaillierwerke und war Handelsrichter. Die Stammdaten führen ihn als Fabrikant, katholisch.

Zentrum

Dem Zentrum gehörte Raestrup seit 1919 an, ab 1920 als Kreisvorsitzender, ab 1931 als Vorsitzender der westfälischen Partei. Von 1921 bis 1933 saß er im Provinziallandtag von Westfalen, ab 1931 als dessen Präsident, 1932 und 1933 im Preußischen Landtag. 1940 wurde er nach verfügbaren Angaben in die NSDAP aufgenommen.

Beckum

1945 trat Raestrup der CDU bei, führte den Kreisverband Beckum und saß im Kreistag. Als er in den Bundestag kam, lag sein Einzug in den Provinziallandtag 28 Jahre zurück. Oelde liegt heute im Kreis Warendorf im Münsterland. 1953 erhielt er nach verfügbaren Angaben 67,5 Prozent der Erststimmen; in der zweiten Wahlperiode war er nach diesen Angaben nach Konrad Adenauer und einer FDP-Abgeordneten das drittälteste Mitglied des Hauses.

Marshallplan

Sein Mandat umfasste 509 Sitzungen; die Protokolle zählen 17 Reden mit 12.050 Wörtern. In der ersten am 26. Januar 1950 berichtete er über das Abkommen über wirtschaftliche Zusammenarbeit mit den Vereinigten Staaten, das ECA-Abkommen; es sei in erster Lesung wohlwollend besprochen worden, auf die umfangreiche Ausschussarbeit gehe er nicht im Einzelnen ein.

Hitler

Die letzte Rede hielt Raestrup am 21. Februar 1957 zu einem SPD-Entwurf zur Einkommensteuer. Zum Vorwurf, die Industrie habe Hitler zur Macht verholfen, sagte er, vielleicht habe ein Teil der Großindustrie das getan. Den Zwischenrufern hielt er entgegen, sie sollten ihn ausreden lassen; er habe die Zeit vor 1933 als Politiker miterlebt.

Abschied

Die Abstimmungsdaten der beiden Wahlperioden, in denen Raestrup im Bundestag saß, werten wir nicht aus. 1955 erhielt er nach verfügbaren Angaben das Große Verdienstkreuz. 1957 schied er mit 77 Jahren aus dem Bundestag aus. Er starb mit 79 Jahren in seiner Heimatstadt, in der heute ein Platz seinen Namen trägt.

Mandate im Überblick

Raestrup gewann 1949 und 1953 den Wahlkreis 96 Beckum-Warendorf direkt für die CDU:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Hans-Jürgen Pohlenz

Kriegsteilnehmer mit 18, praktischer Tierarzt, Schlachthoftierarzt, Kreisveterinärrat in Dinslaken und kurzzeitig Landtags- und Bundestagsabgeordneter: Hans-Jürgen Pohlenz, geboren am 25.01.1927 in Frankfurt an der Oder, gehörte dem Bundestag von 1963 bis 1965 an. Er starb nach verfügbaren Angaben am 16.12.2020.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. Januar 1927 in Frankfurt (Oder)
  • Gestorben: 16. Dezember 2020
  • Beruf: Kreisveterrinärrat
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1963 bis 1965 (4. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Gestorben: 16. Dezember 2020 (nach verfügbaren Angaben)
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder

Frankfurt an der Oder

Nach der Oberschule wurde Pohlenz laut Handbuch von Januar bis April 1945 noch zur Wehrmacht eingezogen. Danach studierte er Veterinärmedizin und wurde promoviert. Seit 1951 war er praktischer Tierarzt, dann Schlachthoftierarzt und ab 1958 Kreisveterinärrat und Amtstierarzt. Die Stammdaten führen ihn als Kreisveterinärrat, evangelisch, verheiratet, zwei Kinder.

Dinslaken

Der SPD gehörte Pohlenz seit 1956 an; laut Handbuch führte er den Distrikt Dinslaken-Hiesfeld. 1961 kandidierte er im Wahlkreis 86 und auf Platz 55 der Landesliste. Im November 1961 rückte er nach verfügbaren Angaben in den Landtag Nordrhein-Westfalens nach und blieb dort bis zum Ende der Wahlperiode 1962.

Nachrücker

Am 30. September 1963 rückte Pohlenz für den verstorbenen Walter Menzel in den Bundestag nach. Sein Mandat umfasste 105 Sitzungen; die Protokolle zählen zwölf Wortmeldungen mit zusammen 952 Wörtern. 1964 wählte er in der Bundesversammlung mit. Am 10. Juni 1965 legte er das Mandat nieder; für ihn kam laut Handbuch Ohlemeyer nach.

Autobahn

Die ersten Fragen stellte er am 9. Januar 1964 zu einer überhastet freigegebenen, unfertigen Autobahn samt Zubringer, die mit einem Staatsvertrag mit Holland zusammenhing. Ob bindende Verpflichtungen aus dem Staatsvertrag der Grund seien, nachdem es schon einen schweren Unfall in Meerhoog gegeben habe und Eltern ihre Kinder dort eine Zeitlang nicht zur Schule schickten? Einen solchen Schulstreik habe es schon einmal gegeben.

Tierärzte

Die letzte Rede hielt Pohlenz am 12. Februar 1965, 535 Wörter lang, zur Bundes-Tierärzteordnung. Als Abgeordneter aus dem tierärztlichen Berufsstand freue ihn, dass das Gesetz zum Schrittmacher für alle Heilberufe werde: Das Studium solle mit dem 26. Lebensjahr abgeschlossen sein. Bisher habe ein deutscher Tierarzt nach sechs Jahren ins Berufsleben gefunden, bei bis zu 63 Wochenstunden. Das Studium sei 1913 auf acht und 1926 auf neun Semester verlängert worden, andere Länder seien weiter gegangen.

Abstimmungen

An allen 19 namentlichen Abstimmungen nahm Pohlenz teil, 13-mal mit Ja, viermal mit Nein und zweimal mit Enthaltung, und folgte stets der SPD. Warum er das Mandat im Sommer 1965, wenige Monate vor der Wahl, niederlegte, geben unsere Quellen nicht an. Er starb mit 93 Jahren.

Mandate im Überblick

Pohlenz rückte 1963 über die Landesliste der SPD Nordrhein-Westfalen in den Bundestag nach:

  • 4. Wahlperiode (30.09.1963 bis 10.06.1965): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Kurt Moosdorf

Schreiner, Werkmeister, Holzarbeitergewerkschafter, zweimal Bürgermeister von Bad Vilbel und Landtagsabgeordneter in Wiesbaden: Kurt Moosdorf, geboren am 25.01.1884 in Ronneburg in Thüringen, gehörte dem Bundestag von 1952 bis 1953 an. Er starb am 24.04.1956 in Bad Vilbel.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. Januar 1884 in Ronneburg (Thüringen)
  • Gestorben: 24. April 1956
  • Beruf: Schreiner, Bürgermeister
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1952 bis 1953 (1. Wahlperiode), stets direkt gewählt

Holzarbeiter

Moosdorf besuchte Volksschule, Gewerbeschule und Volkshochschule, lernte Schreiner und arbeitete als Werkmeister. Er war Bezirksleiter des Deutschen Holzarbeiterverbandes in Gießen. 1902 trat er der SPD bei, ab 1919 saß er im Gießener Stadtrat. Als Kandidat der SPD stellte er sich schon früh zur Wahl: für die Nationalversammlung von 1919 und den ersten Reichstag der Weimarer Republik bewarb er sich. Er gehörte auch dem Provinziallandtag Oberhessen an, der Vertretung der damaligen hessischen Provinz um Gießen und Friedberg, und war in der SPD in verschiedenen Vorstandsämtern tätig.

Bad Vilbel

Von 1928 bis 1933 war Moosdorf Bürgermeister von Bad Vilbel, bis ihn die Nationalsozialisten des Amtes enthoben. Von 1933 bis 1945 arbeitete er als Versicherungsvertreter; bis Dezember 1945 war er in englischer Kriegsgefangenschaft. Vom 1. April 1946 bis 1955 war er erneut Bürgermeister. 1946 gehörte er der Verfassungberatenden Landesversammlung Groß-Hessens an und danach bis zum 30. November 1950 dem Landtag.

Nachwahl

Der Bundesversammlung gehörte Moosdorf 1949 an, die Theodor Heuss wählte. Nach dem Tod von Wilhelm Knothe wurde im Wahlkreis Friedberg nachgewählt; Moosdorf gewann am 4. Mai 1952. Nach dem Handbuch begann sein Mandat am 14. Mai, nach den Stammdaten am 4. Mai. Er war damals 68 Jahre alt. Knothe hatte den Wahlkreis 1949 direkt gewonnen, und nach dem Wahlgesetz von 1949 wurden frei gewordene Direktmandate durch Nachwahl im Wahlkreis besetzt, nicht über die Landesliste. Moosdorf trat also noch einmal vor die Wähler des Wahlkreises, in dem seine Stadt Bad Vilbel lag. 1953 erhielt er das Verdienstkreuz.

Ohne Rede

In den 76 Sitzungen seiner Mandatszeit verzeichnen die Protokolle von Moosdorf weder eine Rede noch einen Zwischenruf. Mit dem Ende der ersten Wahlperiode im September 1953 schied er aus, eine erneute Kandidatur ist nicht verzeichnet; er blieb Bürgermeister in Bad Vilbel, bis er 1955 mit 71 Jahren aufhörte, und starb ein Jahr später.

Daten

Weil die Abstimmungsdaten der ersten Wahlperiode als unsicher gelten, werden sie hier nicht ausgewertet. Die Stammdaten führen ihn als Schreiner und Bürgermeister, Religion und Familienstand ohne Angaben. Biografie, Handbuch und Stammdaten stimmen in Geburts- und Todesdatum überein. Abweichend nennt nur das Handbuch die Stadtratszeit in Gießen und die Jahre als Versicherungsvertreter.

Mandate im Überblick

Moosdorf gewann am 4. Mai 1952 die Nachwahl im Wahlkreis 136 Friedberg:

  • 1. Wahlperiode (04.05.1952 bis 07.09.1953): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Irma Keilhack

Kaufmannsgehilfin, Widerständlerin, Jugendsenatorin und Verbraucherschützerin: Irma Keilhack, geboren am 25.01.1908 in Hamburg als Irma Schweder, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1962 für die SPD an. Sie starb am 03.06.2001 in ihrer Heimatstadt.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. Januar 1908 in Hamburg
  • Gestorben: 3. Juni 2001
  • Beruf: Hausfrau
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1962 (1. bis 4. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet

Junge Sozialdemokratin

Nach der Volksschule und einer kaufmännischen Lehre arbeitete sie vor allem in Genossenschaftsbetrieben. Sie kam aus der Sozialistischen Arbeiterjugend und trat 1925 der SPD bei, zeitweise führte sie die Jungsozialisten in Hammerbrook. Ab 1929 war sie persönliche Referentin des Landesvorsitzenden Karl Meitmann.

Verfolgung

1933 nahm die Gestapo sie vorübergehend in Haft. Danach arbeitete sie illegal weiter und beschaffte Geld für Anwälte politisch Verfolgter. Sie verkaufte Haushaltswäsche und verwaltete ab 1938 mit ihrem Mann Adolf, den sie 1935 geheiratet hatte, vor allem Häuser emigrierter Hamburger. Das Paar hatte einen Sohn; Adolf Keilhack saß später für die SPD in der Bürgerschaft.

Abgeordnete

Nach dem Krieg arbeitete sie in der Hamburger Jugendbehörde und half beim Wiederaufbau der Partei. Im Bundestag gehörte sie dem Fraktionsvorstand und dem Ältestenrat an und war stellvertretendes Mitglied des Vermittlungsausschusses. 1956 setzte sie durch, dass der Bundestag in Bonn eine Jugendherberge für junge Parlamentsbesucher finanzierte. Ein weiteres Anliegen waren gesundheitlich unbedenkliche Lebensmittel. Der Parteitag 1954 wählte sie in die Kommission unter Willi Eichler, die das Godesberger Programm vorbereitete.

Im Plenum

Die Plenarprotokolle verzeichnen 60 Reden mit 44.575 Wörtern, 15, 21 und 24 in den ersten drei Wahlperioden. In der ersten am 1. Dezember 1949 antwortete sie Grete Thiele zur Lage der Jugend und verwies auf den Jugendwohlfahrtsausschuss. Die letzte am 29. Juni 1961 war eine kurze Klarstellung zum Abstimmungsverfahren. Sie stimmte 198-mal mit Ja und 95-mal mit Nein; nur dreimal wich sie von der Fraktion ab.

Senatorin

Am 13. Dezember 1961 trat sie in den Hamburger Senat ein und legte am 19. Januar 1962 ihr Bundestagsmandat nieder. Bis 1970 leitete sie die Jugendbehörde, bis 1966 zusätzlich die Behörde für Ernährung und Landwirtschaft. Von 1966 bis 1974 saß sie in der Bürgerschaft. Ab 1974 führte sie die Verbraucherzentrale und richtete dort den ersten telefonischen Ansagedienst einer deutschen Verbraucherzentrale ein. Seit 2017 erinnert der Irma-Keilhack-Ring in Rahlstedt an sie.

Stammdaten

Die Stammdaten führen sie als Hausfrau, verheiratet und ohne Konfession. Lehre, Senatsamt und Sohn erwähnen sie nicht.

Mandate im Überblick

Keilhack gewann den Wahlkreis Hamburg V dreimal direkt, 1953 zog sie über die Landesliste ein:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Hamburg, SPD-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 19.01.1962): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Anton Diel

Für den Westerwald saß Anton Diel fast zehn Jahre im Bundestag: Der Elektrohandwerker, geboren am 25.01.1898 in Horressen bei Montabaur, war nach dem Krieg Bürgermeister seines Dorfes, Vorsitzender der SPD im Regierungsbezirk Montabaur und der Gewerkschaft ÖTV. Er starb am 06.04.1959 in Horressen, noch als Abgeordneter.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. Januar 1898 in Horressen
  • Gestorben: 6. April 1959
  • Beruf: Angestellter
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1959 (1. bis 3. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Bauhandwerker und Elektriker

Nach der Volksschule lernte Diel im Bauhandwerk, im Ersten Weltkrieg war er Soldat. Ab 1919 arbeitete er als Elektrohandwerker in Köln und Koblenz. 1926 trat er der SPD bei, für einen Katholiken aus dem Westerwald, einer tief vom Zentrum geprägten Gegend, eine ungewöhnliche Entscheidung. 1933 wurde er aus politischen Gründen verhaftet.

Bürgermeister und Kreistag

Von 1945 bis 1948 war Diel Bürgermeister von Horressen, das heute ein Stadtteil von Montabaur ist. Er führte den SPD-Unterbezirk für den damaligen Regierungsbezirk Montabaur und saß ab 1948 im Kreistag und Kreisausschuss des Unterwesterwaldkreises. Im Juli 1948 trat er in die Arbeitsverwaltung ein; die Stammdaten führen ihn als Angestellten. Er gehörte dem Vorstand der Kreissparkasse an.

Gewerkschafter in Bonn

In der ÖTV, der Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr, war Diel Vorsitzender für den Regierungsbezirk Montabaur. Im Bundestag vertrat er eine Region, die zum Land Rheinland-Pfalz gekommen war, obwohl sie historisch zu Nassau gehörte. In den ersten Jahren der Bundesrepublik ging es dort um Arbeitsplätze in der Tonindustrie des Kannenbäckerlandes, um Straßenbau und um die Versorgung der vielen Pendler, die in Koblenz und im Rheinland arbeiteten. Diel verband als Gewerkschafter und Kommunalpolitiker beides: die Sorgen der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst und die praktischen Fragen eines ländlichen Kreises, in dem viele Familien noch nebenher eine kleine Landwirtschaft betrieben.

Tod im Amt

Diel starb im April 1959, während der dritten Wahlperiode, mit 61 Jahren. Die Stammdaten nennen ihn katholisch und verheiratet, mit drei Kindern. Sein Mandat ging an den nächsten Bewerber auf der Landesliste. Diel gehörte zu den Abgeordneten der ersten Stunde, die das Parlament in Bonn mit aufbauten und dabei wenig im Rampenlicht standen; seine Arbeit spielte sich vor allem in den Ausschüssen und im Wahlkreis ab. Der Unterwesterwald blieb über Jahrzehnte eine Region, in der die SPD gegen die starke CDU um jede Stimme kämpfen musste.

Mandate im Überblick

Von der ersten Sitzung 1949 bis zu seinem Tod im April 1959 gehörte Diel ohne Unterbrechung dem Bundestag an, gewählt jedes Mal über die rheinland-pfälzische SPD-Liste:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Landesliste Rheinland-Pfalz, SPD-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Rheinland-Pfalz, SPD-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 06.04.1959): Landesliste Rheinland-Pfalz, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Günter Biermann

Am 25.01.1931 kam Günter Biermann in Herford zur Welt. Der Gewerkschaftssekretär aus Herford war SPD-Fraktionschef im Stadtrat und vertrat seine Heimatstadt von 1965 bis 1983 direkt im Bundestag. Am 17.10.1961 zog Biermann als Abgeordneter für die SPD in den Bundestag ein. Die amtlichen Abgeordnetendaten nennen als Beruf Industriekaufmann und als Familienstand verheiratet, 1 Kind. Am 02.11.1997 starb Biermann in Bonn.

Kurzprofil

  • Geboren: 25. Januar 1931 in Herford
  • Gestorben: 2. November 1997
  • Beruf: Industriekaufmann
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1961 bis 1983 (4. bis 9. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet, 1 Kind

Kaufmann und Gewerkschafter

Biermann stammte aus Herford, der alten Hansestadt an der Werre, die nach dem Krieg ein Standort britischer Truppen wurde. Bei Kriegsende war er 14 Jahre alt; nach der Volksschule begann er 1945 eine kaufmännische Lehre und arbeitete danach als kaufmännischer Angestellter. 1952 wechselte er als Angestellter zu einer Gewerkschaft, deren Geschäftsführer er 1955 wurde. Die Stammdaten führen ihn als Industriekaufmann; er war verheiratet und hatte ein Kind.

Falken und SPD

Biermann kam 1946 zur Sozialistischen Jugend Deutschlands – Die Falken, dem nach dem Krieg neu gegründeten Jugendverband der Arbeiterbewegung, der die Tradition der Sozialistischen Arbeiterjugend und der Kinderfreunde fortsetzte, und trat 1950 der SPD bei. Seit 1963 gehörte er dem Vorstand des SPD-Bezirks Ostwestfalen-Lippe an. Im Rat der Stadt Herford saß er von 1956 bis 1979, also mehr als zwei Jahrzehnte, ab 1963 als Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Vom Listenplatz zum Direktmandat

Am 17.10.1961 kam Biermann über die nordrhein-westfälische Landesliste in den Bundestag, mit 30 Jahren einer der jüngeren Abgeordneten. Von 1965 bis 1980 gewann er fünfmal in Folge den Wahlkreis Herford direkt; Stadt und Landkreis Herford wurden 1969 zum Kreis Herford zusammengelegt. Die Region mit ihrer Möbel- und Textilindustrie war von Arbeitnehmern geprägt; in seine Zeit fielen die Große Koalition und dreizehn Jahre sozialliberale Regierung.

Abschied 1983

Mit der vorgezogenen Wahl im März 1983, nach dem Ende der Regierung Schmidt durch das konstruktive Misstrauensvotum vom Oktober 1982, schied Biermann aus dem Bundestag aus; sein Mandat endete am 29.03.1983. Er gehörte dem Parlament damit gut 21 Jahre und sechs Wahlperioden an und erlebte fünf Bundeskanzler. Biermann starb 1997 mit 66 Jahren in Bonn.

Mandate im Überblick

Das Lebensalter beim Eintritt lag bei 30, beim Abschied aus dem Bundestag bei 52 Jahren. Die Mandatszeiten summieren sich auf rund 21 Jahre, verteilt auf 6 Wahlperioden. Die einzelnen Wahlperioden laut Bundestagsverwaltung:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Shiho Maya

Shiho Maya (japanisch 真矢志穂) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Kyoto. Laut ihrem Profil wurde sie am 25. Januar 1963 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil war sie von 2010 bis 2012 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 162 Zentimetern und Körbchengröße C, die Oberweite misst 84, die Taille 64 und die Hüfte 88 Zentimeter. Ihre Hobbys sind Schwimmen und Klavier.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Koyuki Amano

Koyuki Amano (japanisch 天野小雪) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Laut ihrem Profil wurde sie am 25. Januar 1984 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2012 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 166 Zentimetern und Körbchengröße D, die Oberweite misst 85, die Taille 61 und die Hüfte 94 Zentimeter. Als Hobby nennt sie Kochen, ihr Profil nennt Lesen und Putzen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Hitomi Araki

Hitomi Araki (japanisch 荒木瞳) ist eine japanische Pornodarstellerin. Sie wurde am 25. Januar 1976 geboren.

2010 debütierte sie als Jukujo-Darstellerin.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 170 Zentimetern und Körbchengröße H, die Oberweite misst 100, die Taille 66 und die Hüfte 101 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Risa Onodera

Risa Onodera (japanisch 小野寺梨紗) ist eine japanische Pornodarstellerin; als Herkunft werden Tokio und Ibaraki angegeben. Sie wurde am 25. Januar 1997 geboren.

Im November 2015 debütierte sie exklusiv bei S1, im Mai 2016 trat sie im Asakusa Rock-za erstmals als Stripperin auf.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 163 Zentimetern und Körbchengröße D, die Oberweite misst 84, die Taille 59 und die Hüfte 85 Zentimeter. Als Hobby nennt sie Filme ansehen, ihr Profil nennt japanischen Tanz.

Stand: 17.10.2026