10 Fakten über William Henry Harrison


William Henry Harrison war 1841 der 9. Präsident der USA und hatte mit nur 31 Tagen die kürzeste Amtszeit der US-Geschichte. Hier finden Sie 10 Fakten über den General, der als erster Präsident im Amt starb.

  1. William Henry Harrison war vom 4. März bis zum 4. April 1841 der 9. Präsident der USA und der erste Präsident der Whigs. Sein Vorgänger war Martin Van Buren, sein Nachfolger sein Vizepräsident John Tyler.
  2. Er wurde am 9. Februar 1773 auf der Plantage Berkeley im Charles City County in Virginia geboren. Sein Vater Benjamin Harrison unterzeichnete die Unabhängigkeitserklärung.
  3. Er besuchte das Hampden-Sydney College und begann ein Medizinstudium, brach es aber ab und ging zur Armee. Dort kämpfte er im Nordwesten gegen die Ureinwohner.
  4. Am 25. November 1795 heiratete er Anna Tuthill Symmes (1775–1864). Das Paar hatte zehn Kinder. Sein Enkel Benjamin Harrison wurde 1889 der 23. Präsident.
  5. Harrison war Gouverneur des Indiana-Territoriums, auf dem später der Bundesstaat Indiana entstand. In dieser Rolle handelte er den Ureinwohnern in Verträgen riesige Landflächen ab.
  6. 1811 besiegte er die Krieger der Konföderation von Tecumseh in der Schlacht am Tippecanoe. Daher stammt sein Spitzname „Old Tippecanoe“. Im Krieg von 1812 gewann er die Schlacht am Thames, in der Tecumseh fiel.
  7. Später saß er für Ohio im Repräsentantenhaus und im Senat und war kurz Gesandter in Kolumbien. 1836 verlor er die Präsidentschaftswahl gegen Martin Van Buren.
  8. Der Wahlkampf 1840 gilt als erster moderner Wahlkampf mit Liedern, Umzügen und Slogans wie „Tippecanoe and Tyler too“. Obwohl Harrison aus reicher Familie stammte, stellten ihn die Whigs als einfachen Mann mit Blockhütte und Apfelwein dar.
  9. Seine Antrittsrede am 4. März 1841 war mit rund 8.400 Wörtern die längste der Geschichte und dauerte fast zwei Stunden. Er hielt sie bei kaltem Wetter ohne Mantel und Hut.
  10. Wenige Wochen später erkrankte er und starb am 4. April 1841. Lange galt die Rede in der Kälte als Ursache. Unsere Vermutung, wie die mancher Mediziner: Verunreinigtes Trinkwasser im Weißen Haus könnte eine größere Rolle gespielt haben.

Ausführliche Biografien, Reden und Essays zu William Henry Harrison finden Sie beim Miller Center der University of Virginia, auf dessen Angaben die Daten in diesem Beitrag beruhen. Dort finden Sie auch ausführliche Essays zur Innen- und Außenpolitik, zur Familie und zum Leben nach der Präsidentschaft sowie die wichtigsten Reden im Wortlaut.

Quellen

Stand: 2. November 2026

Köpfe: Ernst Rodiek

Landwirtssohn aus Osternburg, Schiffsschlosser und 17 Jahre im Bremer Schiffbau, Gewerkschafter seit 1925, Bürgermeister von Altenesch an der Weser und für 15 Monate Nachrücker im Bundestag: Ernst Rodiek, geboren am 09.02.1903 in Oldenburg-Osternburg, gehörte dem Bundestag von 1960 bis 1961 an. Er starb am 20.12.1980 in Delmenhorst.

Kurzprofil

  • Geboren: 9. Februar 1903 in Oldenburg-Ostenburg
  • Gestorben: 20. Dezember 1980
  • Beruf: Technischer Kaufmann
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1960 bis 1961 (3. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet

Osternburg

Nach der Volksschule besuchte Rodiek nach verfügbaren Angaben eine Volkshochschule für Technik und eine Verwaltungsschule und arbeitete drei Jahre im Betrieb des Vaters. Dann lernte er Schiffsschlosser und legte die Gesellenprüfung ab. Die Stammdaten führen ihn als technischen Kaufmann, evangelisch, verheiratet; das Handbuch nennt Schiffsschlosser, später technischer Kaufmann.

Schiffbau

Siebzehn Jahre arbeitete Rodiek nach verfügbaren Angaben im Bremer Schiffbau, zuletzt als technischer Angestellter in der Betriebskalkulation. 1925 trat er der Gewerkschaft bei. Nach dem Krieg trat er laut Handbuch 1945 der SPD bei; im selben Jahr wurde er Ratsmitglied in Altenesch, der Gemeinde an der Weser, die seit 1972 Lemwerder heißt.

Altenesch

1946 wurde Rodiek Bürgermeister von Altenesch und kam in den Kreistag der Wesermarsch. Er saß nach verfügbaren Angaben im Aufsichtsrat der Gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft Wesermarsch in Brake und der Fähre Berne-Farge und leitete den Vorstand der örtlichen Raiffeisenbank. 1957 kandidierte er im Wahlkreis 29 und auf Platz 17 von 67 der Landesliste, ohne zunächst zum Zuge zu kommen.

Nachrücker

Am 15. Juli 1960 rückte Rodiek für den verstorbenen Hans Jahn (SPD) nach, mit 57 Jahren. Er war da schon seit 14 Jahren Bürgermeister. Im Bundestag gehörte er nach verfügbaren Angaben dem Ausschuss für Mittelstandsfragen an und vertrat Mitglieder im Verkehrsausschuss, der auch für Post und Fernmeldewesen zuständig war. Sein Mandat umfasste 45 Sitzungen. Zu Wort gemeldet hat er sich im Plenum in dieser Zeit nie.

Zwei Stimmen

In seine 15 Monate fielen nur zwei namentliche Abstimmungen des Bundestages. An beiden nahm Rodiek teil, einmal mit Ja und einmal mit Nein, jeweils wie die Mehrheit der SPD-Fraktion. Mit dem Ende der Wahlperiode im Oktober 1961 schied er aus; über eine erneute Kandidatur sagen unsere Quellen nichts. Sein Platz im Handbuch beschränkt sich auf wenige Zeilen: Schiffsschlosser, Stadtrat, Kreistag, Bürgermeister und Nachfolger von Hans Jahn.

Lemwerder

In Lemwerder trägt die Ernst-Rodiek-Halle seinen Namen. Die Gemeinde erinnert damit an ihren ersten Bürgermeister nach dem Krieg, der Werftarbeit, Gewerkschaft, Gemeinderat und Genossenschaftsbank in einem Lebenslauf verband. Rodiek starb im Dezember 1980 mit 77 Jahren in Delmenhorst, wenige Wochen vor seinem 78. Geburtstag.

Mandate im Überblick

Rodiek rückte 1960 über die Landesliste der SPD Niedersachsen in den Bundestag nach:

  • 3. Wahlperiode (15.07.1960 bis 15.10.1961): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Jan Oostergetelo

Bauer aus der Grafschaft Bentheim, reformierter Christ, Agrarexperte der SPD und Mitgründer des Gebetsfrühstücks im Bundestag: Jan Oostergetelo, geboren am 09.02.1934 in Uelsen-Höcklenkamp, gehörte dem Bundestag von 1976 bis 1994 an. Er starb am 09.07.1996, nach verfügbaren Angaben in Nordhorn.

Kurzprofil

  • Geboren: 9. Februar 1934 in Uelsen-Höcklenkamp (Krs. Grafschaft Bentheim)
  • Gestorben: 9. Juli 1996
  • Beruf: Landwirt
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1976 bis 1994 (8. bis 12. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch-reformiert, verheiratet, 2 Kinder

Hof

Von 1940 bis 1948 besuchte Oostergetelo die Dorfschule in Höcklenkamp, das seit 1974 zu Uelsen gehört. Er arbeitete auf dem väterlichen Hof mit und übernahm ihn Ende der 1950er Jahre. Die Stammdaten führen ihn als Landwirt, evangelisch-reformiert, verheiratet, zwei Kinder; eine Biografie spricht von drei Kindern und nennt ihn einen gläubigen Calvinisten.

SPD

Zur SPD kam Oostergetelo 1969 durch den damaligen Bundestagsabgeordneten Horst Gerlach. Noch im selben Jahr wurde in Uelsen ein Ortsverein gegründet; nach verfügbaren Angaben wählte er ihn am 20. November 1969 zum Vorsitzenden. Er entwickelte sich zum Agrarexperten der Partei und saß im Bundestag im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

Milch

Sein Mandat umfasste 1.107 Sitzungen, die Protokolle zählen 217 Reden mit 68.630 Wörtern und 168 Zwischenrufe. In der ersten am 21. April 1977, 323 Wörter lang, nahm er sich in der Debatte über den Agrarbericht die Pflichtübung des CSU-Agrarpolitikers Ignaz Kiechle vor: Bei der Erzeugerabgabe auf Milch werde die 8.000-Liter-Kuh doppelt so hoch belastet wie die 4.000-Liter-Kuh.

Tierschutz

Seine letzte Rede hielt Oostergetelo am 30. Juni 1994 in der Verfassungsdebatte. In 69 Wörtern mahnte er, über Tierschutz dürfe man nicht leichtfertig reden, es gehe um Geschöpfe, und bat darum, einen Antrag zurückzuziehen, der mehr zur Verwirrung als zur Klärung beitrage. Zusammen mit Horst Waffenschmidt von der CDU stieß er den fraktionsübergreifenden Gebetsfrühstückskreis an.

Abstimmungen

An allen 526 namentlichen Abstimmungen nahm Oostergetelo teil, 205-mal mit Ja, 288-mal mit Nein und 33-mal mit Enthaltung. 23 Stimmen wichen von der SPD-Mehrheit ab, 13 davon in seiner letzten Wahlperiode. In der Hauptstadtdebatte am 20. Juni 1991 stimmte er für den Umzug nach Berlin.

Ukraine

Nach dem Zerfall der Sowjetunion widmete sich Oostergetelo dem Aufbau in der Ukraine. Er führte die Deutsch-Ukrainische Gesellschaft in der Grafschaft Bentheim, die Praktika für junge Ukrainer organisierte, und wurde später ihr Ehrenvorsitzender. 1994 schied er mit 60 Jahren aus dem Bundestag aus. Er starb zwei Jahre später mit 62 Jahren.

Mandate im Überblick

Oostergetelo zog von 1976 bis 1990 fünfmal über die Landesliste der SPD Niedersachsen in den Bundestag ein:

  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Robert Geritzmann

Metallarbeiter, Berufssoldat im Ersten Weltkrieg, schwer verwundet, Gastwirt, Vorsitzender des Arbeitersportbunds, siebzehn Jahre Oberbürgermeister und Ehrenbürger von Gelsenkirchen: Robert Geritzmann, geboren am 09.02.1893 in Essen-Überruhr, vertrat von 1949 bis 1961 den Wahlkreis Gelsenkirchen für die SPD im Bundestag. Er starb am 12.09.1969 in Gelsenkirchen.

Kurzprofil

  • Geboren: 9. Februar 1893 in Essen
  • Gestorben: 12. September 1969
  • Beruf: Oberbürgermeister
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1961 (1. bis 3. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: verheiratet

Arbeiter und Soldat

Nach der Volksschule arbeitete Geritzmann seit 1907 als Metallarbeiter im Ruhrgebiet. 1913 verpflichtete er sich beim Heer und war den ganzen Ersten Weltkrieg über Soldat, danach noch bis 1919. In den letzten Kriegswochen wurde er schwer verwundet. Nach seiner Entlassung arbeitete er als Gastwirt. Sein Geburtsort Überruhr liegt im Süden von Essen an einer Schleife der Ruhr, gegenüber von Steele und Kupferdreh.

Arbeitersport

Von 1919 bis 1933 war Geritzmann örtlicher Vorsitzender des Arbeitersportbunds, der in der Weimarer Republik Hunderttausende Mitglieder hatte und eng mit der Sozialdemokratie verbunden war. Die Nationalsozialisten lösten den Verband 1933 auf und beschlagnahmten sein Vermögen. Geritzmann war schon in der Weimarer Zeit Mitglied der SPD.

Oberbürgermeister

1945 wurde Geritzmann Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Gelsenkirchen. 1946 wurde er Oberbürgermeister der Stadt, die im Krieg schwer zerstört worden war, und blieb es siebzehn Jahre, bis 1963. In seine Amtszeit fielen der Wiederaufbau, die Blütezeit des Bergbaus und der Beginn der Kohlekrise Ende der fünfziger Jahre, die auch die Zechen in Gelsenkirchen traf. Gelsenkirchen galt damals als Stadt der tausend Feuer, wegen der Fackeln der Kokereien und Hochöfen, und war nach Essen und Dortmund eine der großen Bergbaustädte des Reviers. Schalke 04, der Verein aus dem gleichnamigen Stadtteil, wurde 1958 deutscher Meister.

Bundestag

Seit der ersten Wahl 1949 gehörte Geritzmann dem Bundestag an und verband das Mandat mit dem Amt des Oberbürgermeisters, damals in Nordrhein-Westfalen ein Ehrenamt neben dem hauptamtlichen Oberstadtdirektor. Er gewann den Wahlkreis dreimal direkt, in einer Stadt, in der die SPD seit Kriegsende unangefochten war. 1961 schied er mit 68 Jahren aus dem Parlament aus.

Ehrungen

1961 verlieh Bundespräsident Heinrich Lübke ihm das Bundesverdienstkreuz. Am 17.04.1963 machte ihn Gelsenkirchen zum Ehrenbürger. In der Stadt sind die Robert-Geritzmann-Höfe, eine Straße, nach ihm benannt.

Stammdaten

Geritzmann starb im September 1969 mit 76 Jahren in Gelsenkirchen. Die Stammdaten nennen ihn Oberbürgermeister, ohne Angaben zur Religion, und verheiratet. Sie schreiben als Geburtsort Essen, ohne den Stadtteil Überruhr, der erst 1929 eingemeindet wurde.

Mandate im Überblick

Dreimal gewann Geritzmann den Wahlkreis Gelsenkirchen direkt, 1949, 1953 und 1957:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Richard Freudenberg

Enkel des Firmengründers, fast vier Jahrzehnte Sprecher der Unternehmensleitung von Freudenberg in Weinheim, badischer Landtagsabgeordneter der DDP und Vordenker des Südweststaats: Richard Freudenberg, geboren am 09.02.1892 in Weinheim, vertrat von 1949 bis 1953 den Wahlkreis Mannheim-Land im Bundestag. Er starb am 21.11.1975 in Reutte in Tirol.

Kurzprofil

  • Geboren: 9. Februar 1892 in Weinheim
  • Gestorben: 21. November 1975
  • Beruf: Fabrikant
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1949 bis 1953 (1. Wahlperiode), stets direkt gewählt

Botaniker

Freudenberg war das siebte Kind von Hermann Ernst Freudenberg und wuchs mit neun Geschwistern in Weinheim auf. Nach dem Abitur 1911 studierte er Botanik in Bonn, verbrachte 1912 einen Studienaufenthalt in England, wo er das parlamentarische System kennenlernte, und begann in Berlin eine Doktorarbeit über Kreuzungsversuche mit Kohlpflanzen. Als 1914 der Krieg ausbrach und seine Brüder eingezogen wurden, bat ihn der Vater, ins Unternehmen einzutreten; am 01.09.1914 tat er das.

Unternehmer

1922 kam Freudenberg mit seinen Brüdern in die Unternehmensleitung, nach dem Tod des Vaters 1923 wurde er ihr Sprecher. Er trieb die Internationalisierung voran, 1929 entstand eine Gesellschaft in Boston. In der Weltwirtschaftskrise halbierte die Firma die Arbeitszeit, statt die mehr als 3500 Beschäftigten zu entlassen, und suchte den Ausweg in neuen Produkten: Aus Lederdichtungen für die Autoindustrie wurde 1932 der Simmerring. Nach dem Krieg folgten Vliesstoffe, Vileda und Bodenbeläge, 1960 eine Partnerschaft in Japan.

Dunkle Jahre

Zur Geschichte des Unternehmens gehören auch die Jahre nach 1933: Freudenberg übernahm die Schuhfirma Conrad Tack aus jüdischem Besitz und 1937 und 1938 weitere Firmen im Zuge der Arisierung. Im Krieg lieferte es an die Rüstung und ließ Schuhmaterial auf der Prüfstrecke im KZ Sachsenhausen testen; von 1940 bis 1945 arbeiteten 1845 Zwangsarbeiter in seinen Werken. 1936 wurden die Firmen in Kommanditgesellschaften umgewandelt; dieser Vertrag gilt bis heute.

Landtag

Politisch folgte Freudenberg seinem Vater ab 1919 in den Weinheimer Gemeinderat und saß bald darauf für die linksliberale Deutsche Demokratische Partei im Badischen Landtag in Karlsruhe. Das Erlebnis der englischen Demokratie hatte ihn geprägt.

Südweststaat

1949 zog Freudenberg als Unabhängiger in den Bundestag ein. Er setzte sich maßgeblich für die Vereinigung von Baden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern ein und entwarf den Abstimmungsmodus, nach dem die Volksabstimmung im Dezember 1951 ausgezählt wurde: in vier Bezirken, von denen drei zustimmen mussten. So entstand 1952 Baden-Württemberg, obwohl in Südbaden eine Mehrheit dagegen stimmte.

Lebensabend

1962 gab Freudenberg mit 70 Jahren das Sprecheramt ab und führte bis 1972 den Gesellschafterausschuss. Er starb 1975 mit 83 Jahren in Tirol und wurde in Weinheim beigesetzt. Die Stammdaten führen ihn als Fabrikanten und ordnen ihn der FDP zu, obwohl er als Unabhängiger gewählt wurde; Religion und Familie nennen sie nicht.

Mandate im Überblick

Bei der ersten Bundestagswahl gewann Freudenberg den Wahlkreis Mannheim-Land direkt, als unabhängiger Kandidat; er blieb nur eine Wahlperiode:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, FDP-Fraktion, Fraktion der FDP (Gast), fraktionslos

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Konrad Elmer

Pfarrer, Wehrdienstverweigerer und Versammlungsleiter in Schwante, als die Sozialdemokratie in der DDR neu gegründet wurde: Konrad Elmer, heute Elmer-Herzig, geboren am 09.02.1949 in Bad Berka bei Weimar, gehörte von 1990 bis 1994 für die SPD dem Bundestag an.

Kurzprofil

  • Geboren: 9. Februar 1949 in Bad Berka (Krs. Weimar)
  • Beruf: Dozent für Philosophie u.Theologie
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1990 bis 1994 (11. bis 12. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder

Zwangsumsiedlung und Verweigerung

Elmers Mutter war Krankenschwester, sein Vater Forstmeister und Naturschutzbeauftragter im Südharz. Als der Vater 1961 vorschlug, den Grenzstreifen in einem Schutzgebiet schmaler anzulegen, wurde die Familie über Nacht aus dem Grenzort Sülzhayn nach Bleicherode zwangsumgesiedelt. Nach dem Abitur 1967 verweigerte Elmer den Dienst mit der Waffe in der Nationalen Volksarmee, was in der DDR nur als Bausoldat möglich war und berufliche Nachteile brachte. Von 1968 bis 1973 studierte er Theologie in Halle und wurde 1982 mit einer Arbeit über das Wesen der Häresie bei Karl Barth promoviert.

Pfarrer und Dozent

Von 1976 bis 1982 war Elmer Kreisjugendpfarrer in Aschersleben, danach bis 1989 Studentenpfarrer in Ost-Berlin. Die evangelische Kirche bot in jenen Jahren den einzigen halbwegs geschützten Raum, in dem Friedens-, Umwelt- und Menschenrechtsgruppen sich treffen konnten. 1989 wurde Elmer Dozent für Philosophie und Theologie am Paulinum, einer Berliner Ausbildungsstätte für Pfarrer.

Schwante

Am 07.10.1989, dem 40. Jahrestag der DDR, leitete Elmer im Pfarrhaus von Schwante nördlich von Berlin die Gründungsversammlung der Sozialdemokratischen Partei in der DDR. Die Gründung war ein offener Bruch mit dem Machtanspruch der SED, die sich selbst als Vereinigung von Kommunisten und Sozialdemokraten verstand. Elmer wurde Vorstandsmitglied und baute im November den Berliner Bezirksverband mit auf. Ab Februar 1990 saß er im Vorstand der SPD der DDR und leitete die Kommission, die das Statut für die Vereinigung mit der westdeutschen SPD erarbeitete.

Volkskammer und Bundestag

Bei der Volkskammerwahl im März 1990 wurde Elmer im Wahlkreis Frankfurt an der Oder gewählt und leitete den Ausschuss für Bildung und Wissenschaft. Am 03.10.1990 wechselte er in den Bundestag, im Dezember gewann er den Wahlkreis Berlin-Pankow-Hohenschönhausen-Weißensee II. In der Gemeinsamen Verfassungskommission von Bundestag und Bundesrat schlug er einen neuen Artikel 2a vor: Jeder ist zu Mitmenschlichkeit und Gemeinsinn aufgerufen. Im Grundgesetz kam der Satz nicht unter, ein ähnlicher Gedanke steht aber heute in der Präambel der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, die von Verantwortung gegenüber den Mitmenschen und künftigen Generationen spricht. Die Stammdaten nennen ihn evangelisch, verheiratet und Vater zweier Kinder.

Mandate im Überblick

Im Oktober 1990 kam Elmer als von der Volkskammer entsandter Abgeordneter nach Bonn, im Dezember gewann er einen Ost-Berliner Wahlkreis direkt:

  • 11. Wahlperiode (03.10.1990 bis 20.12.1990): von der Volkskammer in den Bundestag gewählt, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Hermann Louis Brill

In Gräfenroda wurde Dr. Hermann Louis Brill am 09.02.1895 geboren. Der Thüringer Lehrer und Jurist überlebte als Widerstandskämpfer das KZ Buchenwald, leitete die hessische Staatskanzlei und prägte auf Herrenchiemsee den Entwurf des Grundgesetzes. Erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages wurde Brill am 07.09.1949, und zwar für die SPD. Laut Bundestagsverwaltung war Brill von Beruf Lehrer; als Religion ist konfessionslos vermerkt. Brill starb am 22.06.1959 in Wiesbaden.

Kurzprofil

  • Geboren: 9. Februar 1895 in Graefenroda
  • Gestorben: 22. Juni 1959
  • Beruf: Lehrer
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1953 (1. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: konfessionslos

Lehrer und Landespolitiker in Thüringen

Brill war das älteste von fünf Kindern eines sozialistisch gesinnten Schneidermeisters aus Gräfenroda am Thüringer Wald. Er wurde Lehrer, schloss sich der USPD und später der SPD an und saß von 1919 bis 1933 in den Landtagen von Sachsen-Gotha und Thüringen, 1932 auch im Reichstag. Als Beamter im Wartestand studierte er von 1924 bis 1926 in Jena Recht, Ökonomie, Soziologie und Philosophie, 1929 wurde er zum Doktor der Rechte promoviert.

Widerstand und Buchenwald

Weil ihm die SPD gegenüber den Nationalsozialisten zu passiv erschien, trat Brill im Mai 1933 aus. Er arbeitete im Widerstand bei Neu Beginnen und gründete 1934 mit Otto Brass die Gruppe Deutsche Volksfront. 1938 wurde er verhaftet, 1939 verurteilte ihn der Volksgerichtshof wegen Hochverrats zu zwölf Jahren Zuchthaus, die er in Brandenburg und ab Ende 1943 im KZ Buchenwald verbüßte. Dort gründete er 1944 ein illegales Volksfrontkomitee. Nach der Befreiung entstand auf seine Initiative das Buchenwalder Manifest für ein demokratisches Deutschland. Eine Schwester kam im KZ Ravensbrück ums Leben.

Von Weimar nach Wiesbaden

Im Juni 1945 setzten ihn die Amerikaner als Regierungspräsidenten von Thüringen ein, im Juli enthob ihn die sowjetische Militärverwaltung, die ihn mehrfach verhaften ließ. Brill floh in den Westen und leitete von 1946 bis 1949 die Hessische Staatskanzlei in Wiesbaden. Als Bevollmächtigter Hessens nahm er im August 1948 am Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee teil, als einziger Teilnehmer, der im Widerstand gewesen war. Viele Gedanken zum Schutz der Demokratie vor einer neuen Diktatur gehen auf ihn zurück. Heribert Prantl meinte, eigentlich gebühre ihm auf Herrenchiemsee ein Denkmal.

Bundestag und Lehre

Bei der ersten Bundestagswahl 1949 gewann Brill den Wahlkreis Frankfurt am Main I direkt. Er arbeitete im Auswärtigen Ausschuss, im Rechtsausschuss und im Ausschuss für gesamtdeutsche Fragen. Später lehrte er als Honorarprofessor an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer Staatslehre und Verfassungsgeschichte. Er war konfessionslos; über Ehe und Kinder schweigen die Stammdaten. Brill starb am 22.06.1959 mit 64 Jahren in Wiesbaden.

Mandate im Überblick

Die Mandatszeit betrug rund 4 Jahre; beim ersten Einzug war Brill 54, beim letzten Ausscheiden 58 Jahre alt. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet dazu:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Wilfried Böhm (Melsungen)

Wilfried Böhm erblickte am 09.02.1934 in Kassel das Licht der Welt. Der Kasseler Volkswirt betreute DDR-Flüchtlinge, saß 22 Jahre für die nordhessische CDU im Bundestag und fast drei Jahrzehnte im Europarat. Sein erstes Bundestagsmandat für die CDU trat Böhm am 13.12.1972 an. Die amtlichen Abgeordnetendaten nennen als Beruf Dipl.-Volkswirt, als Religion evangelisch und als Familienstand verheiratet, 5 Kinder. Böhm verstarb am 22.09.2026.

Kurzprofil

  • Geboren: 9. Februar 1934 in Kassel
  • Gestorben: 22. September 2026
  • Beruf: Dipl.-Volkswirt
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1972 bis 1994 (7. bis 12. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 5 Kinder

Zwischen Kassel und Mühlhausen

Wilfried Böhm wuchs als Sohn eines Angestellten in Kassel auf, besuchte von 1944 bis 1950 die Oberschule im thüringischen Mühlhausen und kehrte dann nach Kassel zurück, wo er 1954 Abitur machte. Er studierte in München und Marburg Volkswirtschaft und schloss 1958 als Diplomvolkswirt ab. Bis 1964 betreute er für den Bundesstudentenring in den Lagern Friedland, Gießen und Uelzen aus der DDR geflüchtete Lehrer, Studenten und Abiturienten, danach leitete er bis 1967 das Amt für Wirtschaftsförderung der Stadt Fulda.

CDU in Nordhessen

1959 trat Böhm der CDU bei, führte von 1962 bis 1967 die Junge Union Nordhessen und wurde später stellvertretender Bezirksvorsitzender. Er war Stadtverordneter in Kassel, führte die CDU-Fraktionen im Kreistag Melsungen und im Schwalm-Eder-Kreis und saß ab 1966 im Hessischen Landtag, bis er im Dezember 1972 in den Bundestag wechselte. Er stand am rechten Rand seiner Partei, war Mitgründer des Christlich-Konservativen Deutschland-Forums und führte zeitweise die Deutschland-Stiftung.

Hersfeld und Zonenrand

Von 1972 bis 1994 gehörte Böhm dem Bundestag an. Sechsmal trat er im Wahlkreis Hersfeld an der innerdeutschen Grenze an, 1983 gewann er ihn direkt, sonst sicherte ihn die Landesliste ab. Er arbeitete im Auswärtigen Ausschuss und im Ausschuss für innerdeutsche Beziehungen und leitete den Unterausschuss für die Zonenrandförderung, mit der der Bund die Gebiete entlang der Grenze wirtschaftlich stützte.

Europarat

Von 1977 bis 2005 saß Böhm in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates, leitete sechs Jahre den Ausschuss für Bevölkerung und Flüchtlinge und war von 1989 bis 1995 stellvertretender Vorsitzender der EVP-Fraktion; bis 1995 gehörte er auch der WEU-Versammlung an. Als Ehrenmitglied überreichte er mehr als fünfzigmal Europapreise an Partnerstädte, über die Hälfte davon in Polen. Er war evangelisch, verheiratet und Vater von fünf Kindern. Wilfried Böhm starb am 22.09.2026 mit 92 Jahren; der bisherige Eintrag führte ihn als lebend.

Mandate im Überblick

Er war 38 Jahre alt, als er in den Bundestag einzog, und 60 beim Ausscheiden. Die Mandate ergeben zusammen rund 22 Jahre in 6 Wahlperioden. Nach Wahlperioden aufgeschlüsselt:

  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Landesliste Hessen, CDU/CSU-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Hessen, CDU/CSU-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Hessen, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Hessen, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Hessen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Yu Yoshikawa

Yu Yoshikawa (japanisch 吉川ゆう) ist eine japanische Pornodarstellerin. Laut ihrem Profil wurde sie am 9. Februar 1974 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Laut Profil ist sie seit 2005 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 150 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 93, die Taille 60 und die Hüfte 90 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Homare Momono

Homare Momono (japanisch 桃乃誉) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Sie wurde am 9. Februar 1994 geboren. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand fälschlich der 2. September 1994.

Im Juli 2013 debütierte sie exklusiv bei Max-A, nach Februar 2014 erschienen keine neuen Filme. Ihr Vorname wurde früher fälschlich mit Ehre übersetzt.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 155 Zentimetern und Körbchengröße H, die Oberweite misst 95, die Taille 64 und die Hüfte 90 Zentimeter. Mit Körbchengröße H hat sie also sehr große Brüste. Ihr Hobby ist Karaoke, ihr Profil nennt außerdem Klavier und Basketball.

Stand: 17.10.2026