Dokumentiert: Alle Hitler tweets von Mario Sixtus in einem Bild

Hier finden Sie alle tweets, in denen Mario Sixtus bis 27. November 2019 “Hitler” geschrieben hat in einem Screenshot. Hier ist der Link zur entsprechenden – dann aktuellen – Suchabfrage.

Dokumentiert: Der Hitler – Nuhr Vergleich von Mario Sixtus

Adolf Hitler, für mich der Dieter Nuhr unter den Faschisten.

So twittert Mario Sixtus, immerhin freier Mitarbeiter beim ZDF.

Später wird dies dann – auch auf twitter – gleich relativiert:

Ich stelle klar: Ich habe Dieter Nuhr sowenig mit Hitler verglichen wie Dieter Nuhr Greta mit Hitler verglichen hat. Ebensowenig habe ich Greta mit Dieter Nuhr verglichen. Wer etwas anderes behauptet, ist vielleicht schonmal mit Stalin verglichen worden, jedoch nicht von mir.

Meinung: Was wäre wenn – über Spekulation in der Geschichte im Allgemeinen und Hitler Attentate im Besonderen

Am 8. November 2019 – dem 80. Jahrestag des Attentats von Georg Elser auf Hitler – stellte ich auf twitter folgende These auf

These:
Hätte Elser #AndiesemTag 1939 Erfolg gehabt, hätte dies die NAZI Herrschaft nicht beendet. Judenverfolgung wäre weiter gegangen, WK2 wäre später gekommen und anders verlaufen, wir würden heute in einem anderen Europa leben mit Verehrung von Hitler als Märtyrer.
Meinungen?

Zwei Antworten darauf veranlassen mich dazu, hier kurz Stellung zu beziehen.

Zunächst aber noch zu meiner These: 1939 war die Nazi-Diktatur obenauf, der gerade begonnene Krieg konnte dies nicht trüben, auch wenn es – anders als 1914 – zunächst keine Euphorie über den Kriegsbeginn gab. Diese sollte sich erst 1940 nach dem Sieg über Frankreich einstellen. “Man soll nicht vergessen und sich nicht ausreden lassen, daß der Nationalsozialismus eine enthusiastische, funkensprühende Revolution, eine deutsche Volksbewegung mit einer ungeheuren seelischen Investierung von Glauben und Begeisterung war.” wie Thomas Mann feststellte.  Das Regime war gefestigt, eine Opposition gab es nicht mehr. Rudolf Heß hatte den Titel “Stellvertreter des Führers”, ob er es nach dessen Ermordung tatsächlich geworden oder wenn ja lange geblieben wäre, ist allerdings fraglich. Wahrscheinlich wäre Göring Hitlers Nachfolger geworden. Hitler wäre jedenfalls von der NS-Propaganda verklärt und mystifiziert worden. Ansonsten: die Unterdrückung der Juden wäre geblieben, ob es den Holocaust aber in dieser Form und Radikalität gegeben hätte darf angezweifelt werden. Es hätte wohl eine andere Form der “Endlösung der Judenfrage” gegeben. Ebenso fraglich ist auch, ob sich der begonnene Krieg z um zweiten Weltkrieg entwickelt hätte oder nicht doch eher auf Europa begrenzt geblieben wäre und nach überschaubarer Zeit mit einer Neuordnung geendet hätte: ein starkes Deutsches Reich im Zentrum mit Vasallenstaaten im Westen und Süden sowie im Norden ein finnlandisiertes Königreich und ein sowjetisch beherrschter Osten. Eine neue europäische Ordnung, die wahrscheinlich lange gehalten hätte.

So spekulativ dies alles im Detail ist, ist eine Sache klar: zusammengebrochen wäre das NS-Regime bei Erfolg Elsers nicht, wahrscheinlich ganz im Gegenteil. Sein Plan war, anders als der der Verschwörer rund um Stauffenberg, von Vornherein zum Scheitern verurteilt. Allerdings: vielleicht hätte Elser – wenn auch nicht das Große und Ganze – das ein oder andere persönliche Leid verhindert.

Hätte…
Spekulation.
Schlimmster Sorte.
Hitler als Märtyrer? Das tut schon in der Kombination in der Substanz weh.
Niemals.
Wir kennen seit Hilter die Definition des Tyrannenmords. Wenigstens das.
Elser war ein Held.
Möge er in Frieden ruhen.

Dies wurde mir auf diesen tweet geantwortet. Ebenso wie 

My 5 Cent: die These & Frage hilft uns nicht in irgendeiner relevanten Form unsere Geschichte besser verstehen, noch hilft sie das Phänomen, des wiederstarken der radikalen Rechte & Faschismus zu erklären. Wenn ich ehrlich bin, Frage ich mich wie man auf die These & Fragte kommt?

Zunächst einmal – mir geht und ging es nicht darum, das Andenken Elsers in irgendeiner Form zu beschädigen. Ganz im Gegenteil. Er gemahnt uns daran, dass man sich gegen das Regime stellen konnte und hätten vorher schon mehr so gedacht wie er, wäre es vielleicht gar nicht zum Dritten Reich gekommen.

Ganz entschieden entgegentreten möchte ich aber der Annahme, dass solche Gedankenexperimente einen nicht weiterbringen. Ganz im Gegenteil: Sie bringen einen dazu, genauer über Geschichte nachzudenken, sich mit den Hintergründen zu beschäftigen.

Und viele Wendepunkte der Geschichte können zu solchen Gedankenspielen anregen – würden wir jetzt noch in der Weimarer Republik leben, wenn Hitler an der Wiener Kunstakademie angenommen worden wäre? Gäbe es die USA, wenn die späteren Gründerväter lieber Wein und Bier als Tee getrunken hätten? Würde das römische Reich noch existieren, wenn die Römer ein einfacheres Zahlensystem gehabt hätten?

Und konkret auf die heutige Zeit bezogen: Die Erkenntnis, dass der Tyrannenmord das Dritte Reich wohl nicht beendet hätte, sollte uns eine weitere Warnung sein, ein solches System nie wieder entstehen zu lassen.

Wer sich für alternative Geschichtsverläufe rund um Nazi-Deutschland interessiert, dem empfehle ich neben “Vaterland” von Harris und “Wenn das der Führer wüsste” von Basil insbesondere der “Der 21. Juli” (von Ditfurth).

Reductio ad Hitlerum

Die “Reductio ad Hitlerum” (Rückführung auf Hitler, Reduzierung auf Hitler) ist ein Mittel in Diskussionen, um Argumente in einfacher Weise zu diskreditieren.

  • Hitler hatte keinen Führerschein, Hitler war abgrundtief schlecht – alle Menschen ohne Führerschein sind abgrundtief schlecht.
  • Hitler war Vegetarier, Hitler war Nazi – alle Vegetarier sind Nazis

Der Begriff geht auf den Philosophen Leo Strauss zurück, der 1953 schrieb:

Unfortunately, it does not go without saying that in our examination we must avoid the fallacy that in the last decades has frequently been used as a substitute for the reductio ad absurdum: the reductio ad Hitlerum. A view is not refuted by the fact that it happens to have been shared by Hitler.

Leider ist es nicht selbstverständlich, dass wir bei unserer Prüfung den Irrtum vermeiden müssen, der in den letzten Jahrzehnten häufig als Ersatz für die “Reductio ad Absurdum” verwendet wurde: die “Reductio ad Hitlerum”. Eine Ansicht wird nicht dadurch widerlegt, dass sie auch von Hitler geteilt wurde.

Thomas Fleming griff dies im Jahr 2000 auf:

Leo Strauss called it the “Reductio ad Hitlerum”. If Hitler liked neoclassical art, that means that classicism in every form is Nazi; if Hitler wanted to strengthen the German family, that makes the traditional family (and its defenders) Nazi; if Hitler spoke of the “nation” or the “folk”, then any invocation of nationality, ethnicity, or even folkishness is Nazi.

Leo Strauss nannte es “Reductio ad Hitlerum”. Wenn Hitler klassizitische Kunst mochte, bedeutet das, dass der Klassizismus in jeder Form Nazi ist; wenn Hitler die deutsche Familie stärken wollte, macht das die traditionelle Familie (und ihre Verteidiger) zu Nazis; wenn Hitler von der “Nation” oder dem “Volk” sprach, dann ist jede Anrufung von Nationalität, Ethnizität oder gar Volksnähe Nazi.

Eine einfachere Bezeichnung für diese Argumentationsmethode ist weghitlern.

Fridays for Future und die Familie Reemtsma – oder warum Luisa Neubauer hier transparent sein sollte

Luisa Neubauer ist inzwischen das Gesicht von Fridays for Future in Deutschland. Neben ihr hört man in letzter Zeit auch mehr über Carla Reemtsma. Als ich nach dieser auf Google suchte, stieß ich drauf, dass Carla die Cousine von Luisa sein soll. Und beide sollen der Reemtsma Familie – ja genau der – entstammen. So ist Luisas Mutter Frauke Neubauer die Cousine von Jan Philipp Fürchtegott Reemtsma und übrigens auch bei Fridays for Future aktiv.

Das ist ja nun alles nicht weiter dramatisch und anstößig.

Doch in den einschlägigen Foren werden schon die verwegensten Verschwörungstheorien  gesponnen, warum denn das Großkapital / die Freimaurer / die jüdische Weltverschwörung / die Nazis* jeweils repräsentiert durch Familie Reemtsma hinter den Fridays for Future Protesten stecken und welches Ziel zur Weltherrschaft sie eigentlich damit verfolgen.

Neben solchen nicht Ernst zu nehmenden Spekulationen gibt es aber auch durchaus Fragen, die auch seriösere Medien und Kritiker aufgreifen könnten. Zum Beispiel die, ob Neubauers Eltern – Frauke und Harry – tatsächlich an Kreuzfahrtschiffen beteiligt sind oder die von Carla Reemtsma an Containerschiffen. Und wenn schon die Instagram Fotos von Luisa Neubauers früheren Fernreisen es in ihren Wikipedia Eintrag geschafft und ihr den Spitznamen Langstreckenluisa eingebrockt haben, so bergen diese Fragen nach den möglicherweise nicht gerade klimafreundlichen wirtschaftlichen Aktivitäten der Familie ein ungleich größeres Kritikpotential.

Und so hielte ich es an Stelle von Luisa Neubauer hier für sinnvoll, mit einem kurzen Statement für Klarheit zu sorgen, um solche Diskussionen erst gar nicht groß werden zu lassen.

* Philipp Fürchtegott Reemtsma sagte bereits 1932 Hitler persönlich zu, Anzeigen in den Zeitungen der NSDAP zu schalten und Alwin Siegfried Fürchtegott Reemtsma war tatsächlich nicht nur Zigarettenfabrikant, sondern auch Standartenführer der Waffen-SS und erhielt 1939 den Ehrendegen des Reichsführers SS.

Gepimpte Wahlplakate Europawahl 2019: Katarina Barley mit Hitlerbärtchen (SPD)

Mit Hitlerbärtchen sieht jeder aus wie Adolf Hitler. Selbst Katarina Barley.

Darf man sein Kind Adolf nennen?

Seit Adolf Hitler ist der Vorname in Deutschland verpönt.

Doch ist es trotzdem erlaubt, sein Kind mit Vornamen Adolf zu nennen?

Grundsätzlich darf ein Vorname dem Kindswohl nicht schaden, also es z.B. nicht lächerlich machen oder anderweitig negativ prägen, insbesondere auch keine direkte “böse” Prägung vornehmen.

Beim Vornamen Adolf kommt es aber darauf an.

Das Standesamt wird die Eintragung davon abhängig machen, aus welchen Beweggründen die Eintragung erfolgt.

Gibt es z.B. eine Familientradition, diesen Vornamen zu verwenden oder soll der Sohn den Vornamen Adolf bekommen, um an einen Vornamen zu gedenken oder wird das Kind z.B. am 11. Januar oder 17. Juni geboren – beides mögliche Namenstage – spricht nichts gegen den Vornamen.

Soll der Name hingegen bewusst verwendet werden, um Hitler zu huldigen oder andererseits eine rechte Gesinnung zu unterstreichen, z.B. indem man das Kind Adolf Sigurd Wolf Müller nennt, ist der Name abzulehnen.

Auch in Kombination mit bestimmten Nachnamen – z.B. Heil oder Göring – ist die Eintragung unzulässig.

Dokumentiert: Die Hoßbach Niederschrift

Diese Niederschrift von Oberst Friedrich Hoßbach dokumentiert ein Treffen von 5. November 1937, in dem Adolf Hitler die Grundzüge seiner Außenpolitik darlegte. Die Hoßbach Niederschrift, auch Hoßbach Protokoll genannt, wird ein wichtiges Beweisstück in den Nürnberger Prozessen.

Die Hoßbach-Niederschrift

Anwesend:

Der Führer und Reichskanzler, der Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Freiherr von Fritsch, der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Generaladmiral Dr. h. c. Raeder, der Oberbefehlshaber der Luftwaffe Generaloberst Göring, der Reichsminister des Auswärtigen Freiherr von Neurath, Oberst Hoßbach

Der Führer stellte einleitend fest, daß der Gegenstand der heutigen Besprechung von derartiger Bedeutung sei, daß dessen Erörterung in anderen Staaten wohl vor das Forum des Regierungskabinetts gehörte, er – der Führer – sähe aber gerade im Hinblick auf die Bedeutung der Materie davon ab, diese in dem großen Kreise des Reichskabinetts zum Gegenstand der Besprechung zu machen. Seine nachfolgenden Ausführungen seien das Ergebnis eingehender Überlegungen und der Erfahrungen seiner viereinhalbjährigen Regierungszeit; er wolle den anwesenden Herren seine grundlegenden Gedanken über die Entwicklungsmöglichkeiten und -notwendigkeiten unserer außenpolitischen Lage auseinandersetzen, wobei er im Interesse einer auf weite Sicht eingestellten deutschen Politik seine Ausführungen als seine testamentarische Hinterlassenschaft für den Fall seines Ablebens anzusehen bitte.

Der Führer führte sodann aus:

“Dokumentiert: Die Hoßbach Niederschrift” weiterlesen

Godwin’s Law

Mit zunehmender Länge einer Online-Diskussion nähert sich die Wahrscheinlichkeit für einen Vergleich mit den Nazis oder Hitler dem Wert Eins an.
(Godwins Gesetz)

Im englischen Original lautet es:

As an online discussion grows longer, the probability of a comparison involving Nazis or Hitler approaches One.

Das sog. “Godwins Gesetz” (Godwin’s Law) wurde am 16. Oktober 1989 von Mike Godwin in einem Usenet Post formuliert. Es basiert auf der Erfahrung, dass in längeren Diskussionen im Internet zwangsläufig ein Nazi-Vergleich kommt. Oft werden sinnvolle Argumente weggehitlert.

 

Liste: Verschwörungstheorien rund um Adolf Hitler

Hier finden Sie Verschwörungstheorien rund um Adolf Hitler:

  1. Hitler soll nur einen Hoden gehabt haben.
  2. Er soll jüdische Vorfahren gehabt haben.
  3. Adolf Hitler war homosexuell.
  4. Adolf Hitler war bisexuell.
  5. Adolf Hitler war asexuell.
  6. Adolf Hitler vollzog den Geschlechtsverkehr mit seinen Schäferhunden.
  7. Er ist nicht 1945 gestorben, sondern nach geflohen – wahlweise nach Argentinien, Neuschwabenland (Antarktisstützpunkt 211), Schweden und andere Orte – sogar die auf die Rückseite des Mondes.
  8. Hitler soll der Vater von Angela Merkel sein, Mutter sei die Schwester von Eva Braun. Der SS Arzt Carl Clauberg habe sie 1953 mit dem tiefgefrorenen Sperma des Führers befruchtet.