South Dakota entscheidet sich bei den großen Personalwahlen klar für die Republikaner: Mike Rounds bleibt Senator, Marty Jackley gewinnt den offenen Kongresssitz und Larry Rhoden das Gouverneursamt. Bei den Sachfragen fällt das Urteil differenzierter aus. Eine Einschränkung der Medicaid-Ausweitung und eine höhere Hürde für Verfassungsänderungen lehnen die Wähler ab.
Stand: 4. November 2026, 15.52 Uhr MEZ. Vorläufige Ergebnisse des Secretary of State, Datenstände 15.15 Uhr MEZ für die Ämter und 15.20 Uhr MEZ für die Sachabstimmungen. Alle 671 Wahlbezirke sind vollständig gemeldet; noch nicht zertifiziert.
Rounds gewinnt deutlich gegen den Unabhängigen Bengs
Im Senatsrennen erhält der republikanische Amtsinhaber Mike Rounds 184.571 Stimmen und 60,50 Prozent. Sein einziger Gegenkandidat, der Unabhängige Brian Bengs, kommt auf 120.484 Stimmen und 39,50 Prozent. Der Abstand beträgt 64.087 Stimmen.
Damit bleibt der Sitz republikanisch. Bengs ist in diesem Rennen ausdrücklich als Unabhängiger angetreten; ein demokratischer Bewerber stand nicht auf dem Stimmzettel. Warum diese Konstellation entstand und welche politischen Positionen Bengs vertritt, steht in unserem Wahlvorbericht zu South Dakota.
Bengs erzielt einen höheren Stimmenanteil als die demokratischen Bewerber in den beiden anderen Spitzenrennen. Sein Ergebnis liegt rund 3,5 Prozentpunkte über dem der demokratischen House-Kandidatin und drei Punkte über dem demokratischen Gouverneursteam. Das ist ein eigener Akzent, aber kein knapp verpasster Wahlsieg: Rounds liegt immer noch rund 21 Punkte vorn.
Jackley gewinnt das Kongressmandat, Rhoden das Gouverneursamt
Den einzigen Sitz im Repräsentantenhaus gewinnt der Republikaner Marty Jackley mit 195.570 Stimmen und 64,01 Prozent. Nicole „Nikki“ Gronli, Demokratin, erhält 109.967 Stimmen und 35,99 Prozent. Der bisher von Dusty Johnson gehaltene Sitz bleibt damit bei den Republikanern.
Bei der Gouverneurswahl erreicht das republikanische Team Larry Rhoden/Tony Venhuizen 193.317 Stimmen und 63,50 Prozent. Dan Ahlers und Steven McCleerey kommen für die Demokraten auf 111.131 Stimmen und 36,50 Prozent.
Auch die übrigen landesweiten Staatsämter gehen an die Republikaner. Beim Secretary of State gewinnt Heather Baxter mit 58,40 Prozent gegen Terrence Davis mit 36,10 Prozent. Die Libertäre Tamara Lesnar erreicht 16.260 Stimmen und 5,51 Prozent und bleibt damit als drittes Angebot sichtbar. Lance Russell gewinnt das Amt des Attorney General ohne Gegenkandidaten.
Nein zur Medicaid-Bedingung, Nein zur 60-Prozent-Hürde
Bei den vier Verfassungsabstimmungen ergibt sich ein gemischtes Bild:
- Amendment I wird abgelehnt: 165.391 Nein-Stimmen, entsprechend 55,77 Prozent, stehen 131.187 Ja-Stimmen gegenüber. Die Vorlage hätte die verfassungsrechtliche Absicherung der erweiterten Medicaid-Versorgung an einen Bundesfinanzierungsanteil von mindestens 90 Prozent gebunden.
- Amendment J wird angenommen: 183.740 Ja-Stimmen und 61,52 Prozent gegen 114.909 Nein-Stimmen. Die US-Staatsbürgerschaft als Voraussetzung für die Wahlberechtigung wird im Verfassungstext ausdrücklich bekräftigt.
- Amendment K wird angenommen: 178.554 Ja-Stimmen und 60,94 Prozent gegen 114.464 Nein-Stimmen. Es geht um einen Treuhandfonds für nicht von ihren Eigentümern beanspruchtes Vermögen.
- Amendment L wird abgelehnt: 171.340 Nein-Stimmen und 57,59 Prozent gegen 126.154 Ja-Stimmen. Die verlangte Zustimmung für künftige Verfassungsänderungen wird damit nach diesem Ergebnis nicht von der einfachen Mehrheit auf 60 Prozent erhöht.
Die amtlichen Erläuterungen machen deutlich: Bei I ging es um eine Bedingung für die Medicaid-Ausweitung, nicht um eine sofortige Abschaffung sämtlicher Medicaid-Leistungen. Und bei L standen die Regeln künftiger Abstimmungen zur Wahl.
Genau hier wird der Wahlabend interessanter als eine bloße Liste republikanischer Siege. Deutliche Mehrheiten für republikanische Kandidaten gehen mit einem Nein zur Medicaid-Bedingung und zur höheren Verfassungshürde einher. Aus der Parteifarbe der gewählten Regierung lässt sich die Zustimmung zu einzelnen Sachvorlagen offenbar nicht einfach ablesen.
Welche Bevölkerungsgruppen diese unterschiedlichen Mehrheiten getragen haben, lässt sich aus dem landesweiten Ergebnis allein nicht bestimmen. Eine belastbare Aufschlüsselung der Kandidaten- und Sachstimmen nach Alter, Geschlecht oder Einkommen lag uns zum Redaktionsstand nicht vor. Die Wahlbehörde meldet 310.298 abgegebene Stimmzettel bei 628.563 Registrierten, entsprechend 49,37 Prozent Wahlbeteiligung.
Mehr zum Bundesstaat: 10 Fakten über South Dakota.
Quellen: South Dakota Secretary of State, die verlinkten Ergebnisse der Amtswahlen und Verfassungsabstimmungen sowie die amtlichen Erläuterungen. Prozentwerte wurden aus den jeweiligen ausgewiesenen Gesamtstimmen berechnet und auf zwei Nachkommastellen gerundet. Die vollständige Meldung der Wahlbezirke ist noch keine Zertifizierung.
AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.
