Midterms 2026 in South Dakota: Brian Bengs fordert Mike Rounds heraus

Abstrakte Illustration der Badlands und Prärie South Dakotas mit Bison, gefaltetem Stimmzettel und einer geometrischen Wahlöffnung.

South Dakota wählt am 3. November 2026 einen Senator und seinen einzigen Abgeordneten im US-Repräsentantenhaus. Im Mittelpunkt steht der unabhängige Senatskandidat Brian Bengs, der Amtsinhaber Mike Rounds herausfordert. Daneben geht es um das Gouverneursamt, weitere Staatsämter und vier Verfassungsänderungen.

Stand: 30. Oktober 2026. Alle genannten Kongresskandidaten stehen für die Hauptwahl fest; ausgeschiedene Vorwahlbewerber werden nicht mitgezählt.

Das Besondere: ein Senatsduell ohne demokratischen Kandidaten

South Dakota hat nur einen House-Wahlkreis, der den gesamten Bundesstaat umfasst. Sowohl die House-Wahl als auch die Senatswahl sind daher landesweite Rennen. Politisch besonders interessant ist das unterschiedliche Bewerberfeld: Für das Repräsentantenhaus treten ein Republikaner und eine Demokratin an; im Senatsrennen stehen sich ein Republikaner und ein Unabhängiger gegenüber. Die amtliche Kandidatenliste bestätigt diese Konstellation.

Mehr über den Staat zwischen Prärie, Badlands und Black Hills erfahren Sie in unserem Artikel 10 Fakten über South Dakota.

Senat: Mike Rounds gegen Brian Bengs

Kandidat Partei beziehungsweise Status Hintergrund
Mike Rounds Republikaner, Amtsinhaber Senator seit 2015, zuvor Gouverneur South Dakotas.
Brian L. Bengs Unabhängig Ehemaliger Militärjurist, Hochschullehrer und Nationalpark-Ranger.

Gewählt wird für sechs Jahre. South Dakotas anderer Senator, John Thune, steht diesmal nicht zur Wahl. Der ursprünglich nominierte Demokrat Julian Beaudion zog am 4. August zurück; seine Partei nominierte keinen Ersatz. Das erklärt, weshalb ältere Kandidatenübersichten noch einen demokratischen Namen enthalten. Ballotpedia zur Änderung des Bewerberfeldes.

Rounds setzt auf seine langjährige Erfahrung im Staat und in Washington. Auf seiner Wahlkampfseite nennt er niedrige Steuern, weniger Bürokratie und Energieunabhängigkeit als Ziele. Der frühere Gouverneur verfügt damit über ein anderes politisches Profil als ein erstmals antretender Kandidat ohne staatspolitische Erfahrung.

Wie unabhängig ist Brian Bengs?

Bengs kandidiert 2026 offiziell ohne Parteizugehörigkeit. 2022 war er noch als Demokrat gegen John Thune angetreten. Diese frühere Kandidatur gehört zur Einordnung, ändert aber nicht seinen aktuellen Status auf dem Stimmzettel. Sein beruflicher Weg führte ihn zunächst zur Navy, später als Jurist zur Air Force, anschließend an die Northern State University und zum Wind Cave National Park. Bengs’ eigene Biografie und South Dakota Searchlight zu seiner politischen Einordnung.

Inhaltlich will Bengs den Einfluss großer Geldgeber begrenzen, Gesundheitsversorgung und Alltag bezahlbarer machen sowie Amtszeitbegrenzungen für Kongressmitglieder einführen. Bei der Einwanderung verbindet er Grenzsicherung mit mehr legaler Zuwanderung. Für große KI-Rechenzentren fordert er ein wirksames Mitspracherecht der betroffenen Gemeinden. Das sind seine erklärten Wahlkampfpositionen. Quelle: sein Programm.

Für die Mehrheitsfrage im Senat ist seine Zusage entscheidend, weder mit den Demokraten noch mit den Republikanern eine Fraktionsgemeinschaft zu bilden. Bengs gab dieses Versprechen gemeinsam mit Dan Osborn aus Nebraska und Seth Bodnar aus Montana ab. Republikaner bestreiten die politische Glaubwürdigkeit dieser Unabhängigkeit. Offen wäre nach einem Wahlsieg insbesondere, wie Ausschusssitze und Einfluss ohne Anschluss an eine der großen Fraktionen ausgehandelt würden. Deshalb sollte man Bengs weder automatisch dem demokratischen Sitzestand zurechnen noch seine angekündigte Unabhängigkeit mit bereits gesichertem Einfluss gleichsetzen. Bericht über die gemeinsame Erklärung und die Reaktionen.

Aktuelle Senatsumfragen

Institut und Feldzeit Wahlabsicht Stichprobe und Hintergrund
Concord, 22.–26. Oktober Bengs 43 %, Rounds 41 %; 6 % unentschlossen. 448 wahrscheinliche Wähler; angegebene Fehlerspanne ±4,63 Prozentpunkte; Telefon und Text-to-Web. Im Pollarchiv von Call the Map als demokratennah beauftragte Erhebung markiert; im Kurzbericht wird kein Auftraggeber genannt.
Emerson/KELOLAND, 19.–21. Oktober Rounds 50 %, Bengs 42 %; 8 % unentschlossen. 803 wahrscheinliche Wähler; angegebenes Glaubwürdigkeitsintervall ±3,5 Punkte; Onlinebefragung über Textnachrichten. Ohne zusätzliche Zuordnung unentschlossener Wähler.
Mason-Dixon, 12.–14. Oktober Rounds 56 %, Bengs 37 %. 500 wahrscheinliche Wähler; angegebene Fehlerspanne ±4,5 Punkte; Telefonbefragung für South Dakota News Watch und das Chiesman Center for Democracy der University of South Dakota.

Die Tabelle zeigt ausgewählte Antwortkategorien, nicht jeweils eine vollständige Aufteilung auf 100 Prozent. Bei Concord entfielen laut Pollarchiv zusätzlich 9 % auf „jemand anderen“. Diese Antwortoption ist nicht mit einer weiteren zugelassenen Kandidatur gleichzusetzen. Die gerundeten Werte können von 100 Prozent abweichen.

Die Spannweite ist erheblich: Concord zeigt praktisch einen Gleichstand, Emerson einen Vorsprung von acht und Mason-Dixon einen von 19 Punkten für Rounds. Eine Zweipunkteführung in einer einzelnen Umfrage belegt keinen bevorstehenden Sieg von Bengs. Unterschiedliche Stichproben, Gewichtungen und Erhebungsverfahren lassen sich nicht einfach als zeitlicher Trend lesen. Die bei Ballotpedia dokumentierten Einstufungen von Cook, Inside Elections, Sabato und Decision Desk HQ bewerten den Sitz weiterhin als sicher republikanisch. Bengs macht das Rennen bemerkenswert; die vorhandenen Daten rechtfertigen trotzdem keine Darstellung als gesichertes Kopf-an-Kopf-Rennen.

Repräsentantenhaus: alle Kandidaten im einzigen Wahlkreis

Der bisherige Abgeordnete Dusty Johnson bewarb sich um das Gouverneursamt und tritt nicht erneut für das Repräsentantenhaus an. Für seinen offenen Sitz stehen genau zwei Kandidaten zur Wahl:

Wahlkreis Alle Kandidaten Einordnung
South Dakota At-large, gesamter Bundesstaat Marty Jackley (Republikaner); Nicole „Nikki“ Gronli (Demokraten) Offener Sitz, deutlich republikanisch begünstigt.

Jackley ist South Dakotas Attorney General, also der oberste staatliche Rechtsvertreter. Gronli leitete zuvor das Rural-Development-Programm des US-Landwirtschaftsministeriums im Staat. Eine Mason-Dixon-Befragung vom 12.–14. Oktober ergab 60 % für Jackley und 32 % für Gronli. Es handelt sich um dieselbe Erhebung unter 500 wahrscheinlichen Wählern für News Watch und das Chiesman Center, mit ±4,5 Punkten Fehlerspanne. Auch Inside Elections stuft den Sitz als „Solid Republican“ ein.

Eine unabhängige oder libertäre House-Kandidatur ist in der amtlichen Hauptwahlliste nicht enthalten. South Dakota zählt zudem keine Write-in-Stimmen; das erläutert die Wahlbehörde mit Verweis auf das Wahlgesetz.

Gouverneurswahl und weitere Ämter

Bei der Gouverneurswahl tritt Amtsinhaber Larry Rhoden mit Tony Venhuizen für die Republikaner gegen Dan Ahlers mit Steven McCleerey für die Demokraten an. Rhoden übernahm das Amt 2025 nach Kristi Noems Wechsel nach Washington. Emerson/KELOLAND sah ihn vom 19.–21. Oktober mit 56 zu 38 % vorn; 6 % waren unentschlossen. Die jüngere Concord-Erhebung vom 22.–26. Oktober meldete 48 zu 39 %. Stichproben und Unsicherheitsangaben entsprechen den oben aufgeführten landesweiten Befragungen. Quellen: Wahlübersicht, Emerson und Concord.

Außerdem werden alle 35 Senatoren und 70 Abgeordneten des Landesparlaments für jeweils zwei Jahre gewählt. Hinzu kommen lokale Ämter. Die amtliche Übersicht nennt die zu besetzenden Positionen.

Für die weiteren landesweiten Ämter führt die Kandidatenliste folgende Bewerber:

  • Secretary of State: Heather Baxter (R), Terrence Davis (D), Tamara J. Lesnar (Libertarian Party).
  • Attorney General: Lance Russell (R), ohne Gegenkandidaten.
  • State Auditor: Catherine Barranco (R), Tom Cool (D).
  • State Treasurer: Melissa Hull (R), Margaret Kuipers (D).
  • Commissioner of School and Public Lands: Brock Greenfield (R), Raeann Mettler (D).
  • Public Utilities Commissioner: Don Haggar (R), Frank Kloucek (D).

Beim Secretary of State beschreibt News Watch die Mason-Dixon-Erhebung als enges Rennen zwischen Baxter und Davis mit vielen Unentschlossenen. Die Libertäre Lesnar bildet hier eine dritte Wahlmöglichkeit. Das ist eine eigene Parteikandidatur, keine parteiunabhängige Bewerbung. News Watch zu diesem Rennen und den weiteren Staatsämtern.

Vier Verfassungsabstimmungen

Auf dem landesweiten November-Stimmzettel stehen die Amendments I, J, K und L. Die Wahlbehörde unterscheidet diese qualifizierten Vorlagen ausdrücklich von bloßen Initiativvorschlägen.

  • Amendment I – Medicaid: Die verfassungsrechtliche Absicherung der erweiterten Krankenversorgung für einkommensschwache Erwachsene soll an einen Bundesfinanzierungsanteil von mindestens 90 % gebunden werden. Sinkt er darunter, entfällt diese Garantie. Es geht nicht um die sofortige Abschaffung sämtlicher Medicaid-Leistungen.
  • Amendment J – Wahlrecht: Menschen ohne US-Staatsbürgerschaft sollen ausdrücklich als nicht wahlberechtigt aufgeführt werden. Die Staatsbürgerschaft ist bereits eine Voraussetzung für die Wahlberechtigung; die Vorlage ergänzt den Verfassungstext.
  • Amendment K – nicht abgeholtes Vermögen: Ein dauerhafter Treuhandfonds soll Vermögen aufnehmen, das seine Eigentümer nicht beansprucht haben. Teile der Erträge würden dem allgemeinen Staatshaushalt zufließen.
  • Amendment L – Verfassungsänderungen: Für künftige Verfassungsänderungen oder -revisionen sollen 60 % Zustimmung erforderlich sein, statt der bisherigen einfachen Mehrheit. Damit würde die Hürde für spätere Änderungen steigen.

Die amtlichen Erläuterungen sowie die eingereichten Argumente der Befürworter und Gegner stehen im Ballot Question Pamphlet.

Auch dazu gibt es aktuelle Umfragen: Emerson/KELOLAND ermittelte für I 27 % Zustimmung und 59 % Ablehnung, für J 64 zu 33 %, für K 41 zu 30 % und für L 29 zu 60 %. Der Rest war jeweils unentschlossen. Diese Werte stammen aus der oben beschriebenen Erhebung vom 19.–21. Oktober und sind Momentaufnahmen. Quelle: Emerson/KELOLAND.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.

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