Midterms 2026: Ergebnisse der US-Jungferninseln – klare Siege und starke Unabhängige

Abstrakte Illustration einer karibischen Hafenlandschaft mit bunten Dächern, Hügeln und einer Wahlurne.

Die Demokraten gewinnen auf den US-Jungferninseln beide Spitzenrennen deutlich: Stacey Plaskett wird nach dem vorläufigen Ergebnis Gouverneurin, Janelle Sarauw übernimmt das Mandat in Washington. Ein Durchmarsch der Partei durch alle Ämter ist das trotzdem nicht. Im örtlichen Parlament behaupten sich die Unabhängigen – und gewinnen sogar das gebietsweit vergebene Mandat.

Stand: 4. November 2026, 15.44 Uhr MEZ. Vorläufiger Territorialbericht der Wahlbehörde für Frühwahl und Wahltag; Bericht vom 3. November, 21 Uhr Ortszeit, entsprechend 4. November, 2 Uhr MEZ. Noch nicht zertifiziert.

Die US-Jungferninseln sind ein amerikanisches Außengebiet in der Karibik, das 1917 von Dänemark an die USA überging. Ihre Delegierte in Washington gehört dem Repräsentantenhaus an, hat dort aber kein volles Stimmrecht; das Mandat zählt nicht zu den 435 voll stimmberechtigten Sitzen.

Plaskett gewinnt klar vor vier unabhängigen Teams

Das demokratische Team Stacey Plaskett/Milton Potter erhält 11.865 Stimmen und 62,81 Prozent. Die bisherige Kongressdelegierte liegt damit deutlich über der für einen unmittelbaren Sieg nötigen Hälfte. Eine Stichwahl zeichnet sich nach diesem Stand nicht ab.

Der Ergebnisbericht des Election System of the Virgin Islands weist für die vier unabhängigen Gegenkandidaturen aus:

  • Adlah „Foncie“ Donastorg: 2.507 Stimmen, 13,27 Prozent.
  • Oakland Benta: 2.273 Stimmen, 12,03 Prozent.
  • Warren Mosler: 1.293 Stimmen, 6,84 Prozent.
  • Gustav James: 637 Stimmen, 3,37 Prozent.

Hinzu kommen 316 Write-in-Stimmen. Plaskett gewinnt also mit eigener Mehrheit. Die vier unabhängigen Teams erreichen zusammen 35,52 Prozent; ihre Stimmen sind allerdings kein gemeinsamer politischer Block. Kandidaten und Programme beschreiben wir im Wahlvorbericht zu den Amerikanischen Jungferninseln.

Sarauw übernimmt das Mandat in Washington

Noch deutlicher fällt die Delegiertenwahl aus: Janelle K. Sarauw gewinnt mit 13.029 Stimmen und 76,93 Prozent. Der unabhängige Shelley A. H. Moorhead erhält 3.586 Stimmen und 21,17 Prozent; 321 Stimmen entfallen auf eingetragene Namen. Sarauw folgt damit auf ihre Parteifreundin Plaskett. Das Delegiertenmandat bleibt demokratisch.

Starke Frühwahl – aber kein Beleg für eine bestimmte Wählergruppe

Von den 20.047 im Bericht erfassten Stimmzetteln wurden 12.242 vor dem Wahltag abgegeben, also rund 61 Prozent. Für Plaskett war diese Frühwahl besonders stark: Unter den ausgewiesenen Gouverneursstimmen erreicht sie dort 67,28 Prozent, bei den am Wahltag abgegebenen Stimmen dagegen 55,79 Prozent. Sie gewinnt damit in beiden Gruppen, aber mit deutlich unterschiedlichem Vorsprung.

Der Abstand zwischen Frühwahl und Wahltag ist politisch interessant. Er verrät jedoch nicht, ob etwa ältere Menschen oder Frauen häufiger Plaskett gewählt haben. Der Ergebnisbericht verbindet die Kandidatenstimmen nicht mit solchen Merkmalen. Eine entsprechende Aussage zur Wählerdemographie wäre damit nicht belegt.

Die Unabhängigen gewinnen fünf Parlamentssitze

Beim gebietsweit gewählten Parlamentssitz setzt sich die Unabhängige Hadiya Sewer mit 9.809 Stimmen und 61,06 Prozent gegen den Demokraten Angel Bolques Jr. durch, der 6.204 Stimmen und 38,62 Prozent erhält. Hinzu kommen 52 Write-in-Stimmen.

Unter den jeweils sieben Bestplatzierten stehen in St. Croix sechs Demokraten und ein Unabhängiger, in St. Thomas/St. John vier Demokraten und drei Unabhängige. Zusammen mit Sewer ergibt das vorläufig zehn demokratische und fünf unabhängige Mitglieder im 15-köpfigen Inselparlament. Diese örtlichen Senatoren sind keine Mitglieder des US-Senats.

Die Demokraten behalten damit eine klare parlamentarische Mehrheit. Zugleich zeigt Sewers Sieg, dass ihr Erfolg bei Regierung und Kongressmandat nicht automatisch auf jedes andere Amt übergeht. Auf den Jungferninseln findet ein erheblicher Teil der politischen Konkurrenz zwischen Demokraten und unabhängigen Persönlichkeiten statt. Die Unabhängigen stellen dabei keine gemeinsame Fraktion allein aufgrund ihrer Wahlbezeichnung dar.

Der Bericht enthält Frühwahl- und Wahltagsstimmen, aber keine gesonderte Briefwahl- oder Provisional-Spalte. Nachprüfungen und weitere Ergänzungen bleiben möglich; die Zertifizierung ist im Wahlkalender für den 13. November vorgesehen.

Mehr zum Gebiet: 10 Fakten über die Amerikanischen Jungferninseln.

Alle bisherigen Berichte: Ergebnisse der Midterms 2026.

Quellen: Ergebnisse des Election System of the Virgin Islands, der verlinkte territoriale Ergebnisbericht und Wahlkalender sowie die Behördeninformationen zum Gebiet und Delegiertenmandat. Prozentwerte wurden aus den im jeweiligen Rennen ausgewiesenen Stimmen einschließlich Write-ins berechnet; der Frühwahlanteil bezieht sich auf die erfassten Stimmzettel, nicht auf alle Wahlberechtigten.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.

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