10 Fakten über die Amerikanischen Jungferninseln

Karibikstrände, dänische Festungen und Linksverkehr: Die Amerikanischen Jungferninseln sind eines der ungewöhnlichsten Gebiete der USA. Zehn Fakten über Inseln, die die Vereinigten Staaten einst einem europäischen Königreich abkauften.

  1. Nicht die Britischen Jungferninseln. Die Inselkette der Jungferninseln östlich von Puerto Rico ist geteilt. Der westliche Teil gehört als U.S. Virgin Islands zu den USA, der östliche Teil sind die Britischen Jungferninseln, ein britisches Überseegebiet. Die Teilung geht laut US-Innenministerium auf das 17. Jahrhundert zurück, als sich Engländer und Dänen die Inseln aufteilten.
  2. Vier Hauptinseln. Zum US-Gebiet gehören St. Croix, die größte Insel, sowie St. Thomas, St. John und das kleine Water Island. Hauptstadt ist Charlotte Amalie auf St. Thomas, benannt nach einer dänischen Königin.
  3. Einst Dänisch-Westindien. St. Thomas war ab dem späten 17. Jahrhundert dänisch, St. Croix ab 1733; zusammen bildeten die Inseln bis 1917 die Kolonie Dänisch-Westindien. Ihre Zuckerwirtschaft beruhte auf der Arbeit versklavter Afrikaner. Die Festung, Lagerhäuser und Zollgebäude in Christiansted erhält heute der National Park Service.
  4. Für 25 Millionen Dollar gekauft. Die USA erwarben die Inseln 1917 von Dänemark für 25 Millionen Dollar in Gold, vor allem aus strategischen Gründen: Washington fürchtete eine deutsche Präsenz in der Karibik. Am 31. März 1917 wurde die Flagge gewechselt; dieser „Transfer Day“ wird bis heute begangen.
  5. Rund 87.000 Einwohner beim Zensus. Bei der Volkszählung 2020 zählte das Census Bureau 87.146 Menschen. Jährliche Schätzungen wie für die Bundesstaaten gibt es für das Gebiet nicht.
  6. US-Bürger seit 1927. Nach dem Kauf dauerte es zehn Jahre, bis die Einwohner 1927 die US-Staatsbürgerschaft erhielten. Die heutige Rechtsgrundlage steht in 8 U.S.C. § 1406.
  7. Eigene Regierung, aber kein Staat. Die Inseln sind ein nicht inkorporiertes US-Gebiet. Grundlage der Selbstverwaltung ist der Revised Organic Act von 1954; einen gewählten Gouverneur gibt es seit 1970. Dazu kommt ein eigenes Parlament mit einer Kammer.
  8. Präsident? Nur wer umzieht. Die Einwohner sind US-Bürger, wählen aber bei Wohnsitz auf den Inseln nicht bei der allgemeinen Präsidentschaftswahl mit, weil das Gebiet keine Wahlleute hat. Lokale Wahlen organisiert die Wahlbehörde der Inseln.
  9. Eine Delegierte im Kongress. Im Repräsentantenhaus sitzt eine Delegierte, derzeit Stacey Plaskett (laut Abgeordnetenliste des Repräsentantenhauses) (Demokraten). Sie kann Gesetze einbringen, reden und in Ausschüssen abstimmen, hat aber kein Stimmrecht bei abschließenden Abstimmungen im Plenum. Senatoren gibt es nicht.
  10. Links fahren, Englisch sprechen. Auf den Inseln herrscht Linksverkehr, eine Besonderheit unter den US-Gebieten. Amtssprache ist Englisch; viele sprechen zudem kreolische Varianten oder Spanisch. Wirtschaftlich hängen die Inseln stark vom Tourismus ab, ein Großteil von St. John ist Nationalpark.

Stand: 31. Oktober 2026

AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Grok recherchiert und verfasst. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt.

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