Sozialstaatliche Forderungen, christliche Sozialethik und konservative Familienpolitik: Die American Solidarity Party verbindet Positionen, die in den USA meist auf verschiedene Parteien verteilt sind. Diese zehn Fakten erklären ihre Herkunft und ihr besonderes politisches Profil.
- Die Anfänge liegen 2011. Die Initiative hieß zunächst Christian Democracy Party-USA und nahm später den Namen American Solidarity Party an. Ihre Herkunft schilderte Aleteia im Jahr 2016. Sie ist eine eigenständige US-Partei, keine Landesorganisation einer europäischen Partei.
- 2016 begann die Präsidentschaftsgeschichte. In diesem Jahr erfolgte nach der Parteidarstellung auch die formale Gründung als Körperschaft. Mike Maturen trat 2016 an, Brian Carroll und Amar Patel 2020. Für das zweite Ticket nennt die Organisation 42.305 Stimmen. Das blieb eine kleine Größenordnung.
- 2024 war Peter Sonski ihr Präsidentschaftskandidat. Der Bericht über einen Hochschulbesuch dokumentiert seine Kandidatur und die Betonung von Solidarität und Subsidiarität. Präsidentschaftskampagnen dienen der Partei auch dazu, ihre Ideen einem größeren Publikum vorzustellen, unabhängig von unmittelbaren Siegchancen.
- Die Partei beruft sich auf christdemokratische Grundideen. Solidarität und Subsidiarität gehören dazu. Maturen erläuterte sie im genannten Aleteia-Interview anhand örtlicher Hilfe und ergänzender staatlicher Unterstützung. Gemeint sind gegenseitige Verantwortung und Hilfe für kleinere Gemeinschaften, wenn deren eigene Kräfte nicht ausreichen. Das verbindet Eigenständigkeit mit sozialer Absicherung.
- Lebensschutz wird umfassend verstanden. In ihrer Selbstdarstellung verbindet die ASP die Ablehnung von Abtreibung mit der Gegnerschaft zu Todesstrafe, Folter und Euthanasie. Zugleich verlangt sie soziale Voraussetzungen für ein menschenwürdiges Leben. Das erklärt ihre Distanz zu üblichen parteipolitischen Bündelungen dieser Themen.
- Das Familienbild ist konservativ. Das Programm definiert die Ehe als Verbindung eines Mannes und einer Frau und verlangt entsprechende Rechtsänderungen. Damit steht die Partei in einem klaren Gegensatz zur Anerkennung gleichgeschlechtlicher Ehen. Ihre sozialpolitischen Forderungen machen sie deshalb nicht automatisch gesellschaftspolitisch liberal.
- Distributismus bedeutet breit gestreutes Eigentum. Die ASP will produktives Eigentum möglichst vielen Menschen zugänglich machen. In Patels Darstellung gehört das zum wirtschaftlichen Kern. Der Ansatz zielt auf Eigenständigkeit und Mitwirkung, statt ausschließlich staatliches Eigentum oder die Konzentration privater Wirtschaftsmacht zu bevorzugen.
- Eine einfache Einordnung als Mittepartei greift zu kurz. Parteifunktionär Allen Mickle beschrieb die Organisation bei sozialen Wertfragen eher rechts, bei wirtschaftlichen Fragen eher links der Mitte. Im Interview mit Comment betonte er zugleich ihre eigenen Grundsätze. Die Partei will mehr sein als ein Kompromiss zwischen Republikanern und Demokraten.
- Sie ist christlich inspiriert, aber nicht auf eine Kirche beschränkt. Maturen erklärte im genannten Interview, dass auch Nichtchristen Mitglied werden können, wenn sie die grundlegenden Werte teilen. Religiöse Inspiration, Kirchenzugehörigkeit und Parteimitgliedschaft sind damit unterschiedliche Dinge. Die politische Frage nach religiös begründeten Gesetzen bleibt trotzdem bestehen.
- Die Organisation arbeitet weiter. Im Juli 2026 veröffentlichte sie einen Beschluss über kommende Parteitage und Delegiertenwahlen. Das belegt fortgesetzten organisatorischen Aufbau. Eine aktive Führung und eigene Verfahren sind allerdings von großer Mitgliederzahl, flächendeckendem Wahlzugang und parlamentarischem Einfluss zu unterscheiden.
Ausführlicher: Geschichte, Programm und Entwicklung der American Solidarity Party.
AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und geschrieben. Grundlage sind die verlinkten Quellen. Das abstrakte Artikelbild wurde mit KI erstellt und ist kein offizielles Parteilogo. Recherchestand: 2. November 2026.
