10 Fakten über die Independent Party of Delaware

Abstrakte Küstenlinien, offene geometrische Formen und Verbindungen als Sinnbild von Delaware und politischer Eigenständigkeit.

Die Independent Party of Delaware ist eine eigene Partei mit eigener Wahlgeschichte. Sie will Menschen jenseits der traditionellen Lager zusammenbringen und fordert vor allem mehr Kontrolle über Regierung und politische Interessen. Zehn Fakten über die IPoD – und einen Namen, der leicht zu Missverständnissen führt.

  1. Sie entstand im Jahr 2000. Nach ihrer eigenen Darstellung erreichte sie am 29. August den Status für die Teilnahme an Wahlen in Delaware. Ihre Geschichte reicht damit weit vor die jüngeren nationalen Versuche zurück, eine neue Alternative zu Demokraten und Republikanern aufzubauen.
  2. „Independent“ bedeutet hier Parteizugehörigkeit. Die Wahlbehörde führt die Independent Party of Delaware getrennt von „No Party Choice“. Menschen ohne Parteibindung sind nicht automatisch ihre Mitglieder oder Unterstützer. Diese Unterscheidung ist besonders wichtig, wenn Zahlen über unabhängige Wähler mit der Größe dieser konkreten Partei verglichen werden.
  3. Nach Registrierung ist sie die drittgrößte Partei des Staates. Die amtliche Übersicht vom 5. Oktober 2026 verzeichnete für die IPoD 12.862 registrierte Wähler. Nur Demokraten und Republikaner hatten mehr. Das ist eine datierte Bestandsaufnahme. Registrierung bedeutet weder aktive Mitarbeit noch die Zusage, jeden Kandidaten dieser Partei zu wählen.
  4. Auch zweistellige Wahlergebnisse brauchen Kontext. Doug Campbell erreichte 2010 bei der Wahl zum Attorney General rund 21 Prozent gegen Beau Biden. Die veröffentlichten Ergebnisse zeigen dort nur zwei Kandidaten und keinen republikanischen Bewerber. Das Ergebnis lässt sich deshalb nicht unmittelbar als allgemeine Parteistärke lesen.
  5. Sie hat wiederholt für den US-Senat kandidiert. Alexander Pires erhielt 2012 laut amtlichem Ergebnis 15.300 Stimmen, gerundet 3,8 Prozent. Solche Kandidaturen verschaffen der Partei Sichtbarkeit, zeigen aber zugleich den großen Abstand zu den beiden etablierten Parteien bei landesweiten Wettbewerben.
  6. Ihre Kandidaten werden über Parteiversammlungen nominiert. Die Regeln für kleine Parteien sehen Nominierungsbescheinigungen und die Prüfung durch die Wahlbehörde vor. Das Verfahren unterscheidet sich von den direkten Vorwahlen der großen Parteien. Eine bloße Unterstützungserklärung für einen Politiker ist wiederum keine förmliche Nominierung.
  7. Die Fünfprozentmarke bezieht sich auf Registrierungen. Für den Status einer „Major Party“ verlangt Delawares Wahlgesetz mindestens fünf Prozent aller registrierten Wähler am 31. Dezember vor einem allgemeinen Wahljahr. Gemeint sind nicht fünf Prozent der abgegebenen Stimmen und auch keine parlamentarische Sperrklausel.
  8. Sie verlangt keine jährlichen Mitgliedsbeiträge. Nach ihren Teilnahmebedingungen erhebt die IPoD außerdem keine parteieigene Anmeldegebühr für Kandidaten. Damit will sie politische Beteiligung erleichtern. Gesetzliche Voraussetzungen und andere mögliche Kosten einer Kandidatur werden dadurch jedoch nicht aufgehoben.
  9. Bürgerkontrolle steht im Mittelpunkt. Zu ihrer Reformagenda gehören transparentere Finanzierung, weniger Lobbyeinfluss, unabhängige Wahlkreiszuschnitte und mehr direkte Mitbestimmung. Sie will damit die Regeln politischer Macht verändern. Ob einzelne Reformen tatsächlich wirken, muss jeweils an ihrer konkreten Ausgestaltung beurteilt werden.
  10. Ihr Programm verbindet Markt und Regulierung. Die Programmseite unterstützt Eigentumsrechte und kleine Unternehmen ebenso wie Verbraucherschutz, Umweltvorsorge und eine bessere Gesundheitsversorgung. Energiepolitisch schließt sie auch Kernkraft ein. „Unabhängig“ ist hier ein politischer Anspruch und kein Ersatz für konkrete Positionen.

Mehr über Herkunft, Entwicklung, Programm und Wahlrecht steht in unserem ausführlichen Hintergrundartikel zur Independent Party of Delaware.

Recherchestand: 1. November 2026.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt.

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