Midterms 2026 in Utah: Neue Wahlkreise, McAdams’ Comeback und fünf Unabhängige

Abstrakte Utah-Collage mit Sandsteinbogen, Wasatch-Bergen, Großem Salzsee und Wahlurne.

Utah bekommt eine neue politische Landkarte. Ausgerechnet im verlässlich republikanischen Westen winkt den Demokraten ein zusätzlicher Sitz im Repräsentantenhaus: Der neu zugeschnittene erste Wahlkreis macht Ben McAdams zum Favoriten für ein Comeback. In den anderen Bezirken wollen drei republikanische Abgeordnete ihre Mandate behalten. Fünf unabhängige Kandidaten stehen ebenfalls auf den gedruckten Stimmzetteln.

Stand: 31. Oktober 2026. Gewählt wird am 3. November. Die genannten Umfragen sind Momentaufnahmen; ihre Erhebungszeiträume stehen jeweils dabei.

Vier Kongresssitze, neue Grenzen

In Utah werden alle vier Sitze im US-Repräsentantenhaus neu vergeben. Eine Wahl zum US-Senat findet diesmal nicht statt, auch das Gouverneursamt steht nicht zur Wahl. Die amtliche Wahlbekanntmachung zeigt, wie grundlegend sich die Bezirke verändert haben: Der erste liegt vollständig innerhalb von Salt Lake County, der zweite umfasst weite Teile des Nordens. Der dritte reicht durch zahlreiche östliche und südliche Counties, der vierte verbindet weitere Teile des Großraums Salt Lake mit Gebieten weiter südlich und westlich.

Politisch bedeutet das eine Neuverteilung der Chancen. Inside Elections bewertet UT-01 als sicher demokratisch und die übrigen drei Bezirke als sicher republikanisch. Solche Einstufungen sind Analysen, keine Umfragewerte. Die republikanischen Amtsinhaber wechseln mit der neuen Karte auch ihre Wahlkreisnummern: Blake Moore tritt jetzt in UT-02 an, Celeste Maloy in UT-03 und Mike Kennedy in UT-04.

UT-01: McAdams will zurück nach Washington

Ben McAdams hat den innerparteilichen Wettbewerb gewonnen. Nun trifft der frühere demokratische Kongressabgeordnete auf den Republikaner Riley Owen, einen Nachrichtendienstoffizier der Navy Reserve. Die Nachrichtenagentur AP zählt den neu zugeschnittenen Bezirk zu den erwarteten demokratischen Zugewinnen. Für die landesweite Mehrheitsrechnung kann dieser Sitz zählen, auch wenn das Rennen selbst wenig offen wirkt.

Auf dem Stimmzettel stehen: Ben McAdams (Demokraten), Riley Owen (Republikaner), Jesse West (Libertarian Party) und Elias Henry Montgomery (unabhängig). Zusätzlich ist Babak „Bobby“ Darvish als Write-in-Kandidat amtlich zugelassen: Sein Name wird von den Wählern selbst eingetragen.

Die Umfrage der Utah Debate Commission vom 31. August bis 10. September sah McAdams bei 62,7 % und Owen bei 21,2 %. West kam auf 4,7 %, Montgomery auf 3,3 %; 6,8 % waren unentschieden. Befragt wurden 515 registrierte Wähler, die angegebene Fehlermarge beträgt ±4,32 Prozentpunkte. Darvish wurde nicht einzeln abgefragt.

UT-02: Moore ist Favorit – die Umfragen fallen knapper aus

Zur Wahl stehen: Blake D. Moore (Republikaner), Peter Crosby (Demokraten), Daniel Cottam (Libertarian Party), Robert M. Moesinger (unabhängig) und Carlton E. Bowen (Independent American Party).

Moore geht nach der strukturellen Einschätzung von Inside Elections mit einem deutlichen Vorteil ins Rennen. Die veröffentlichte Befragung der Debattenkommission erzählt allerdings eine vorsichtigere Geschichte: Vom 10. bis 24. September erreichte Moore 39,0 %, Crosby 34,0 %. Cottam und Moesinger lagen jeweils bei 4,9 %, Bowen bei 4,1 %; 10,7 % waren unentschieden. Die Stichprobe umfasste 515 registrierte Wähler, angegeben werden ±4,32 Prozentpunkte.

Eine interne Umfrage von Crosbys Kampagne vom 21. bis 23. September sah sogar den Demokraten mit 34,9 zu 32,0 % vorn. Sie nennt 657 wahrscheinliche Wähler und ±3,8 Punkte Fehlermarge. Der Auftraggeber ist selbst Partei im Rennen; entsprechend vorsichtig ist dieses Ergebnis zu lesen. Beide Erhebungen stammen zudem aus dem September. Sie zeigen, warum sich ein Blick auf UT-02 lohnt, belegen aber keinen späten demokratischen Durchbruch.

UT-03: Maloy und das größte Bewerberfeld

Hier kandidieren: Celeste Maloy (Republikaner), Kent S. Udell (Demokraten), Cassie Easley (Constitution Party), Michael R. Stoddard (Libertarian Party) sowie die Unabhängigen Ayden Scott und Adonis Hooslyn.

Die Befragung vom 2. bis 15. September gab Maloy 44,5 %, Udell 26,4 %. Stoddard erreichte 6,5 %, Scott 2,8 %, Easley 2,6 % und Hooslyn 0,2 %; 15,9 % waren unentschieden. Grundlage sind 508 registrierte Wähler, Fehlermarge ±4,35 Punkte. Zusammen mit der sicheren republikanischen Einstufung spricht das für Maloy.

UT-04: Kennedy gegen Larsen, Burt und Wright

Auf dem Stimmzettel: Mike Kennedy (Republikaner), Jonny Larsen (Demokraten), Steven Burt (unabhängig) und Taylor Wright (Libertarian Party).

Vom 8. bis 17. September wurden hier 513 registrierte Wähler befragt. Kennedy lag bei 41,7 %, Larsen bei 32,9 %, Burt bei 5,7 % und Wright bei 5,3 %. Weitere 11,9 % waren unentschieden. Der Ergebnisbericht nennt ±4,32 Punkte Fehlermarge. Auch diesen Bezirk stuft Inside Elections als sicher republikanisch ein.

Was die Umfragen leisten – und was offenbleibt

Die vier Bezirksumfragen wurden von Lighthouse Research & Development für die Utah Debate Commission am Hinckley Institute erhoben. Laut veröffentlichter Methodik stammen die Stichproben aus dem Wählerregister; befragt wurde telefonisch und online. Die Daten wurden nicht gewichtet. Registrierung und Wohnort wurden überprüft, eine gesonderte Auswahl nach wahrscheinlicher Wahlteilnahme wird dort nicht beschrieben.

Damit sind es nützliche Einblicke, aber keine frisch erhobenen Prognosen für den Wahltag. Kleine Kandidatenwerte können auf sehr wenigen Antworten beruhen: Hooslyns 0,2 % entsprechen beispielsweise einer einzigen Person. Die Fehlermargen beziehen sich auf Anteilswerte; für den Abstand zwischen zwei Kandidaten gilt eine andere Unsicherheit. Kleinere Rundungsdifferenzen sind möglich.

Unabhängig heißt in Utah nicht überall dasselbe

Die fünf parteilosen Bewerber bringen durchaus unterschiedliche Angebote mit. Elias Henry Montgomery stellt bezahlbares Wohnen, Lebenshaltungskosten und politische Verantwortlichkeit in den Mittelpunkt. Robert M. Moesinger will mit Wahlrechtsreformen und Präferenzwahl ein Mehrparteiensystem fördern.

Ayden Scott wirbt für Wohneigentum, Unterstützung ländlicher Regionen und kleine Unternehmen. Adonis Hooslyn setzt auf Medicare for All, niedrigere Alltagskosten und Regeln für künstliche Intelligenz. Steven Burt, ein Anwalt mit Erfahrung in der Solarbranche, begründet seine unabhängige Kandidatur mit der Unzufriedenheit über beide großen Parteien. Das sind die Selbstdarstellungen ihrer Kampagnen.

Hinzu kommt der Write-in-Bewerber Bobby Darvish, der unter anderem Verfassungsrechte, nationale Sicherheit und Haushaltsdisziplin betont. Carlton E. Bowen ist dagegen Kandidat einer eigenen Partei: „Independent American“ ist hier ein Parteiname und keine Kennzeichnung als parteilos. Maßgeblich für alle gedruckten Kongresskandidaturen ist die amtliche, am 21. September geänderte Kandidatenbestätigung.

Zwei Verfassungsänderungen und viele weitere Ämter

Parallel werden alle 75 Sitze im Repräsentantenhaus von Utah und 15 reguläre Sitze im Staatssenat gewählt. Hinzu kommen unter anderem Schulaufsichtsgremien, kommunale beziehungsweise County-Ämter und Bestätigungswahlen für Richter. Welche lokalen Fragen zusätzlich erscheinen, hängt vom Wohnort ab.

Landesweit liegen zwei Verfassungsänderungen vor. Amendment A verändert die Veröffentlichungspflichten für vorgeschlagene Verfassungsänderungen. An die Stelle der vorgeschriebenen Zeitungsveröffentlichung soll eine gesetzlich geregelte Bekanntmachung mindestens 60 Kalendertage vor der Wahl treten. Das begleitende Gesetz sieht die Veröffentlichung auf staatlichen Internetseiten vor. Die Regeln für die eigentliche Zustimmung zu Verfassungsänderungen werden dadurch nicht verändert.

Amendment B greift stärker in die direkte Demokratie ein: Bürgerinitiativen, deren Gesetzesvorschläge Steuern erhöhen, sollen künftig mindestens 60 % Zustimmung benötigen. Gemeint sind etwa neue Steuern, höhere Steuersätze oder eine verbreiterte Steuerbasis. Die Hürde gilt nicht pauschal für sämtliche Volksinitiativen und auch nicht für Steuerbeschlüsse des Parlaments. Befürworter verlangen einen breiteren Konsens für zusätzliche Belastungen; Gegner kritisieren strengere Regeln für die Bürger als für ihre Abgeordneten.

Mehr über Landschaft, Hauptstadt und Eigenheiten des Bundesstaates gibt es in unseren 10 Fakten über Utah.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.

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