Was ist im 17. Jahrhundert passiert?

Das 17. Jahrhundert umfasst die Jahre 1601 bis 1700 n. Chr. Es ist das Jahrhundert des Dreißigjährigen Kriegs, der Mitteleuropa verwüstet und mit dem Westfälischen Frieden eine neue Staatenordnung schafft. Ludwig XIV. wird zum Vorbild des absoluten Fürsten, England erlebt Bürgerkrieg, Republik und Glorreiche Revolution. Kepler, Galilei und Newton begründen die moderne Naturwissenschaft, niederländische und englische Kompanien handeln weltweit, und in China übernehmen die Qing die Macht. Beim Kalender bleibt Europa gespalten: Viele evangelische Länder rechnen noch julianisch, die deutschen evangelischen Gebiete stellen erst 1700 um. Davor liegt das 16. Jahrhundert.

Höhepunkte

  • 1603: Beginn der Edo-Zeit; Tod Elisabeths I.
  • 1605: Pulververschwörung; „Don Quijote“.
  • 1610: Galilei entdeckt die Jupitermonde.
  • 1618: Beginn des Dreißigjährigen Kriegs.
  • 1620: Die Mayflower erreicht Amerika.
  • 1631: Zerstörung Magdeburgs.
  • 1633: Galilei vor der Inquisition.
  • 1644: Die Qing in Peking.
  • 1648: Westfälischer Friede.
  • 1649: Hinrichtung Karls I.
  • 1666: Großer Brand von London.
  • 1683: Befreiung Wiens.
  • 1687: Newtons „Principia“.
  • 1688: Glorreiche Revolution.
  • 1700: Kalenderwechsel der evangelischen Reichsstände.

Die Jahrzehnte

Zur Zählung: Jahrzehnte zählen wir umgangssprachlich nach der Zehnerstelle (etwa 1660–1669), Jahrhunderte dagegen streng von 1601 bis 1700, weil es kein Jahr 0 gibt. Deshalb beginnt die Jahrzehntliste mit den Jahren 1600–1609, obwohl das Jahr 1600 noch zum 16. Jahrhundert gehört; das Jahr 1700 gehört noch zum 17. Jahrhundert, aber schon zum Jahrzehnt 1700–1709.

Weiter geht es mit dem 18. Jahrhundert (1701–1800).

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