Was bedeutet der Hashtag #FreeLina?

Der Hashtag #FreeLina dient dazu, die Freilassung von Lina Engel, auch Lina E. genannt, zu fordern.

Lina sitzt seit November 2020 in Untersuchungshaft und gilt als Teil einer linksextremistischen Terrorbande, die Angriffe auf Andersdenkende verübt haben soll.

Der Prozess gegen sie begann am 8. September 2021 in Dresden, so dass #D0809 und #FreeLina in sozialen Netzen trendeten.

Vorgeworfen wird ihr insbesondere

  • Der Überfall auf ein Mitglied der NPD-Jugendorganisation JN in Wurzen (Sachsen) im Jahr 2018. Das Opfer erlitt zahlreiche Platzwunden, gebrochene Wirbel, Brüche in der Kniescheibe und Blutergüsse.
  • 2019 war sie angeblich am Überfall auf einen beteiligt, der eine Mütze der als rechts geltenden Marke Greifvogel Wear trug. Er erlitt schwere Verletzungen im Gesicht.
  • 2020 überfiel sie mutmaßlich mit Komplizen fünf Personen, die auf einem Gedenkmarsch für die Opfer der Bombardierung Dresdens teilnahmen.

Meinung: Nein, ihr seid nicht die letzte Generation der Menschheit*

Befasst man sich in sozialen Netzwerken mit der Fridays for Future Bewegung und ihrem Umfeld, so stößt man auf nicht wenige Jugendliche, die sich als Vertreter der letzten Generation der Menschheit sehen. Sie haben so große Angst vor den Folgen des Klimawandels, dass sie glauben, dass schon in einem überschaubaren Zeitraum kein menschliches Leben mehr auf der Erde möglich sei.

Nun stellt der Klimawandel sicherlich eine sehr große Herausforderung für die Menschheit dar, seine Folgen sind derzeit kaum absehbar. Auch wird wohl kaum jemand ernsthaft bestreiten, dass der Mensch daran einen Anteil hat. Auch klar sollte aber sein, dass bei allen Anstrengungen zum Klimaschutz ein wie auch immer gearteter Klimawandel grundsätzlich nicht aufgehalten sondern allenfalls abgemildert werden kann.

Doch der Mensch ist extrem anpassungsfähig, er lebt nicht nur im gemäßigten Deutschland, sondern sowohl am Polarkreis als auch in Wüsten. Und er hat in der Geschichte immer wieder extreme Änderungen überlebt. Schauen wir uns z.B. diese Karte an, als die britische Insel noch keine Insel war und große Teile der heutigen Nordsee Land waren:

Das ist noch gar nicht so lange her, erst zu Beginn des Holozäns stieg der Meeresspiegel in 2000 Jahren – von ca. 8.000 bis 6.000 vor Christus – um rund 35m, was fast zwei Zentimeter pro Jahr entspricht. Der Lebensraum der dort als Jäger und Sammler lebenden Menschen wurde durch die rasch ansteigende Nordsee immer kleiner. Das Doggerland (Dogger Hills) wurde eine Insel, die dann vor rund 8200 Jahren durch die durch das Storegga-Ereignis ausgelösten Tsunamis endgültig zerstört wurde und heute eine Untiefe in der Nordsee ist.

Der Anstieg des Meeresspiegels erfolgte in der Folgezeit weniger schnell, es wechselten sich Phasen des Wasseranstiegs und der Wassersenkung ab. Stillstand war nie, immer Veränderung. Und um dramatische Veränderungen in vorindustrieller Zeit zu sehen, muss man gar nicht so weit in die Vergangenheit gehen: man muss sich nur ansehen, wie die Sturmfluten insbesondere in der ersten Hälfte des zweiten Jahrtausends die Küstenverläufe an der Nordsee und damit wichtige menschliche Lebensräume fundamental veränderten, siehe die Karte oben.

Anders als die Menschen damals haben wir heute aber ganz andere Möglichkeiten, uns diesen Herausforderungen zu stellen und diese zu meistern. So können wir dank intensiver Erdbeobachtung Veränderungen früher absehen, uns auf diese einstellen und versuchen, diese abzumildern. Durch Küstenschutzmaßnahmen, Aufforstungsprojekte zum Stoppen von Wüsten, Entwicklung von robusten Getreidesorten, Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas oder Verringerung des Bevölkerungswachstums.

Angst und Verzweiflung sind ein schlechter Ratgeber, trotz allem ist Optimismus gefragt. Denn es gibt so viel zu tun – packen wir es also an. Gemeinsam und über alle Generationen hinweg.

* Disclaimer: Natürlich kann immer etwas unvorhergesehenes passieren, was die Menschheit auslöscht – z.B. ein versehentlicher Atomkrieg, eine Meteorit, eine Superpandemie, die Explosion der Yellowstone Superplume, eine Supernova in der Nähe oder der Bau einer intergalaktischen Hyperspace Strecke… 

Bildnachweis:
Karte oben, urheberrechtsfrei.
Karte des Doggerlands von Max Naylor – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6011686

Fakten über den Nissan Ariya 63kWh

Der Nissan Ariya 63kWh ist ein Elektroauto mit Frontantrieb.
Mit einer Akkuladung schafft er etwa 335 km, der Verbrauch beträgt ca. 188 Wh/km. Die rechnerische Ladegeschwindigkeit liegt bei 450 km Reichweite je Ladestunde.
Der Nissan Ariya 63kWh beschleunigt von 0 auf 100 in 7,5 Sekunden, als Spitzengeschwindigkeit erreicht er 160 km/h.
Der Preis in Deutschland liegt bei bei etwa 45.000 Euro.

Stand August 2021