Spiel mal Virus: Biotix Phage Genesis

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Sie wollten schon immer mal ein Virus sein? Dann gibt Ihnen Biotix: Phage Genesis die Chance dazu. Sie starten in einer Zelle mit einer bestimmten Zahl an Viren, die sie in andere Zellen schicken können: einfach die erste Zelle anklicken, dann auf die Zielzelle und automatisch wird die Hälfte Ihrer Viren in der Zelle losgeschickt. Übernehmen Sie die Mehrheit, nimmt die Zelle Ihre Farbe an und Sie können von dort aus weitere Zellen erobern. Aber obacht: andere Viren haben das gleiche vor…

Hier muss man einerseits überlegen, andererseits schnell sein – eine gute Kombination. Grafisch ist das ganze zudem sehr schön gemacht.

Während des Spiels kann man sich Upgrades kaufen und so z.B. Geschwindigkeit und Stärke der eigenen Zellen stärken. Punkte dafür erhält man nach jedem Level. Allerdings kann man sich Punkte auch gegen echtes Geld kaufen – und ohne dürfte es sehr schwer sein, in die letzten Level vorzudringen. Hier setzt vielleicht die einzige Kritik an, die ich habe: ich hätte lieber so 2,99 EUR für das Spiel gezahlt und dafür eine Balance, die ohne gekaufte Punkte auskommt.

Dessen ungeachtet macht das Spiel jedoch wirklich Spaß und ist schön anzusehen – perfekt für den schnellen Spielspaß zwischendurch.

Hier geht es zum Download im Windows Phone Store.

Außer für Windows gibt es das Spiel auch für iOS und Android.

Die große bunte Apple Pay Show

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Apple inszeniert seine Shows großartig und schafft wirklich ein Reality Distortion Field – anders ist es nicht zu erklären, dass gestandene Techblogger wie Sascha Pallenberg – der sonst nicht als iSheep verdächtig ist – in unkritische Lobeshymnen ausbrechen oder Michael Spehr angesichts der iWatch alles andere nur noch für Elektroschrott hält (fragen wir ihn mal, wenn er die Uhr in einem halben Jahr testen konnte).

Gut, “Palle” hat recht, wenn er von gutem Kino aus Cupertino spricht – jedenfalls wenn man bedenkt, dass im Kino Illusionen verkauft werden. Zum Beispiel die, das iPhone 6 sei ein Highend-Smartphone (das 6 Plus ist aber eins). Oder die Mär, Apple hätte jetzt das mobile Bezahlen neu erfunden.

Doch der hinter Apple Pay stehende Visa Token Service wird für alle mobilen Plattformen verfügbar sein. Hauptsache, das mobile Gerät unterstützt dann auch NFC. Passenderweise zeigt die Visa Seite, die den Service vorstellt, auch Android Geräte… Und ebenso ist die “Brieftasche” in Windows Phone schon eingebaut – siehe Bild oben. Visa Token zu integrieren ist auch hier also kein Problem.

Visa hat jedenfalls schon bekanntgegeben, dass man daran arbeite, die Technik auf andere Plattformen und auch in andere Länder zu bringen. 2015 dürfte Europa dran sein.

Letztlich ist Apple Pay also nichts anderes, als eine App auf dem iPhone, die mit TouchID gesichert über NFC auf die von den Kreditkartenfirmen gestellte Technik zugreift. Praktisch ist dabei, dass man seine bei iTunes hinterlegte Kreditkarte direkt importieren lassen kann. Das gleiche können aber auch Google (Play Store) und Microsoft (Windows Store) tun.

Zugutehalten muss man Apple, dass der Bezahlvorgang mit Apple Pay anscheinend besonders rund läuft – und so ist es Apple auch gelungen, seine Partner zu überzeugen, 0,15% vom Umsatz jeder Transaktion abzugeben. Ob dies den Konkurrenten gelingen wird, bleibt abzuwarten. Spannend ist auch die Frage, ob Apple diese Konditionen in anderen Märkten erzielen wird, in denen das iPhone nicht so dominant ist, wie noch in den USA – und ob Apple den Bezahldienst dann für solche Märkte nicht anbietet bzw. sperrt.

Bewundernswert an der ganzen Geschichte ist, dass Apple es schafft, nahezu die gesamte “Fachpresse” nachplappern zu lassen, dass das Payment Gesamtpaket eine Apple Technologie und Erfindung sei.