Maurer, Bauingenieur, Bauunternehmer in Salmrohr, Präsident des FSV Salmrohr und von Eintracht Trier, Chef der Mittelstandsvereinigung und 22 Jahre Abgeordneter der Eifel: Peter Rauen, geboren am 26.01.1945 in Salmrohr im Kreis Bernkastel-Wittlich, gehörte dem Bundestag von 1987 bis 2009 an.
Kurzprofil
- Geboren: 26. Januar 1945 in Salmrohr (Krs. Bernkastel-Wittlich)
- Beruf: Dipl.-Ingenieur (FH)
- Partei: CDU
- Bundestag: 1987 bis 2009 (11. bis 16. Wahlperiode), stets direkt gewählt
- Religion/Familie: römisch-katholisch, verheiratet, 2 Kinder
Bau-GmbH
Nach dem Gymnasium lernte Rauen nach verfügbaren Angaben Maurer, besuchte die Berufsaufbauschule und die Fachhochschule und schloss als Diplomingenieur ab. Von 1967 bis 2003 führte er als selbständiger Bauunternehmer die Bau-GmbH Peter Rauen. Die Stammdaten führen ihn als Diplomingenieur (FH), römisch-katholisch, verheiratet, zwei Kinder.
Salmtal
1966 trat Rauen der CDU bei. Von 1974 bis 1983 saß er im Gemeinderat von Salmtal, von 1979 bis 1991 im Kreistag; von 1983 bis 1987 gehörte er dem Landtag in Mainz an. Er führte den Kreisverband Bernkastel-Wittlich und von 1991 bis 2005 den Bezirksverband Trier. Von 1997 bis 2005 war er Bundesvorsitzender der Mittelstandsvereinigung der Union.
Fraktion
Von 2000 bis 2002 war Rauen stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion, von 1998 bis 2002 im Präsidium der CDU. Ab 2002 leitete er den Sportausschuss, ab 2005 als Stellvertreter. 2004 forderte er nach verfügbaren Angaben Christoph Böhr um die Spitzenkandidatur in Rheinland-Pfalz heraus, zog aber kurz vor dem Parteitag zurück.
Eifel
Sein Mandat umfasste 1.400 Sitzungen; die Protokolle zählen 92 Reden mit 76.286 Wörtern und 440 Zwischenrufe, 284 davon zwischen 1998 und 2002. In der ersten Rede am 15. Oktober 1987 widersprach er der Annahme, der Bedarf an kommunalem Straßenbau gehe zurück; das stelle die Wirklichkeit im ländlichen Raum auf den Kopf, etwa im Eifelwahlkreis mit Bernkastel-Wittlich, Daun und Prüm.
Mannschaft
Am 2. Juli 2009 sprach Rauen zweimal. Einem Kind könne nichts Besseres passieren als Sport in einer Mannschaft, eine Schulung fürs Leben. Zur Rente der Selbständigen sagte er, ohne die Pflichtversicherung hätte er als junger Unternehmer mit 21 oder 22 nie eingezahlt, sondern für das Geld Maschinen gekauft. Von 1971 bis 1999 war er nach verfügbaren Angaben Präsident des FSV Salmrohr, der 1986 in die 2. Bundesliga aufstieg.
Abstimmungen
An 831 von 842 namentlichen Abstimmungen nahm Rauen teil, 362-mal mit Ja, 460-mal mit Nein und neunmal mit Enthaltung. 17-mal wich er von der Union ab, achtmal davon ab 2005, darunter 2008 beim Erneuerbare-Energien-Gesetz und bei der Erbschaftsteuer. 2009 schied er mit 64 Jahren aus dem Bundestag aus.
Mandate im Überblick
Rauen gewann sechsmal den Wahlkreis Bitburg direkt für die CDU:
- 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
- 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
- 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Bitburg, CDU/CSU-Fraktion
- 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Direktmandat im Wahlkreis Bitburg, CDU/CSU-Fraktion
- 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Direktmandat im Wahlkreis Bitburg, CDU/CSU-Fraktion
- 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Direktmandat im Wahlkreis Bitburg, CDU/CSU-Fraktion
Stand: 18.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).