Kaufmannslehrling, technischer Zeichner, Betriebsingenieur in der Cronenberger Werkzeugindustrie, Mitgründer der Wuppertaler CDU und Bürgermeister seiner Stadt: Hans Rauhaus, geboren am 08.02.1904 in Cronenberg, heute Wuppertal, gehörte dem Bundestag von 1961 bis 1965 an. Er starb am 29.01.1998 in Wuppertal.
Kurzprofil
- Geboren: 8. Februar 1904 in Wuppertal-Cronenberg
- Gestorben: 29. Januar 1998
- Beruf: Betriebsingenieur
- Partei: CDU
- Bundestag: 1961 bis 1965 (4. Wahlperiode), stets direkt gewählt
- Religion/Familie: evangelisch-reformiert, verheiratet, 5 Kinder
Cronenberg
Nach der Volksschule machte Rauhaus laut Handbuch eine kaufmännische Lehre und wurde technischer Zeichner. Er arbeitete in einem Betrieb der Werkzeugindustrie, nach verfügbaren Angaben bei Stahlwille in Cronenberg, studierte von 1924 bis 1926 an der Maschinenbauschule in Elberfeld und war danach Betriebsingenieur. Die Stammdaten führen ihn als Betriebsingenieur, evangelisch-reformiert, verheiratet, fünf Kinder.
Werkluftschutz
Im Zweiten Weltkrieg war Rauhaus Werkluftschutzleiter seines Betriebs. 1946 gründete er die CDU in Wuppertal mit. Von 1948 bis 1975 saß er im Stadtrat, von 1958 bis 1961 als Vorsitzender der CDU-Fraktion und zugleich Bürgermeister, also Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Er gehörte auch der Landschaftsversammlung Rheinland an.
Marscheider Wald
Die Protokolle zählen von Rauhaus vier Reden mit 1.151 Wörtern. In der ersten Wortmeldung am 25. April 1963 fragte er einen Minister, ob die Truppen den Raum Holthausen und den Marscheider Wald bisher nicht praktisch nie benutzt hätten. Eine Großstadt, die 250 Hektar wertvollsten Stadtgebiets hergegeben habe, habe ihre Pflicht doch erfüllt; eine Verdoppelung des Übungsgeländes sei unnötig.
Pipelines
Seine letzte Rede hielt er am 26. Juni 1964 als Berichterstatter des Ausschusses für Atomkernenergie und Wasserwirtschaft. Es gehe um den Gewässerschutz und um ein Novum: die wasserrechtliche Genehmigung für Ölleitungen. Abgeordnete aller Parteien hatten den Entwurf zur Änderung des Wasserhaushaltsgesetzes gemeinsam eingebracht. Schon im Dezember 1963 hatte der Ingenieur gefragt, ob die Regierung die Sorge des Vereins Deutscher Ingenieure teile, die deutsche Ingenieurausbildung gerate im Ausland in Misskredit, solange nicht geregelt sei, wer sich Ingenieur nennen dürfe.
Abstimmungen
An allen 30 namentlichen Abstimmungen nahm Rauhaus teil, zwölfmal mit Ja, 17-mal mit Nein und einmal mit Enthaltung. Zweimal wich er von der Union ab, beide Male am 2. Juli 1965. 1964 wählte er in der Bundesversammlung mit. 1965 kandidierte er laut Handbuch im Wahlkreis 70, kam aber nicht wieder in den Bundestag.
Ehrenring
Nach dem Bundestag blieb Rauhaus noch zehn Jahre im Wuppertaler Stadtrat. 1969 verlieh ihm die Stadt nach verfügbaren Angaben ihren Ehrenring; später wurde eine Straße nach ihm benannt. Er starb am 29. Januar 1998, wenige Tage vor seinem 94. Geburtstag, in Wuppertal, der Stadt, in der er sein ganzes Leben verbracht hatte.
Mandate im Überblick
Rauhaus gewann 1961 den Wahlkreis 76 Wuppertal II direkt für die CDU:
- 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
Stand: 18.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).