Köpfe: Willi Koops

Spediteur, Deichverbandsvorsteher, Bürgermeister von Dannenberg und Landrat im Wendland: Willi Koops, geboren am 13.11.1896 in Nebenstedt bei Dannenberg, gehörte dem Bundestag von 1953 bis 1957 für die CDU an. Er starb am 11.01.1972 in Dannenberg (Elbe).

Kurzprofil

  • Geboren: 13. November 1896 in Nebenstedt
  • Gestorben: 11. Januar 1972
  • Beruf: Spediteur
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1953 bis 1957 (2. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet

Spedition

Nach der Volksschule arbeitete Koops ab 1911 auf dem Hof seines Vaters. Von 1916 bis 1919 war er Soldat im Ersten Weltkrieg. 1922 machte er sich als Spediteur selbständig und führte eine bahnamtliche Spedition für Kohlen, Getreide, Futter- und Düngemittel sowie Möbel- und Güterfernverkehr. Nach dem Zweiten Weltkrieg leitete er neben Politik und Beruf als Vorsitzender den Elbe-Jeetzel-Deichverband und den Wasserbeschaffungsverband.

Dannenberg

Koops gründete die CDU in Dannenberg mit und saß im Kreisvorstand. Seit 1945 war er Stadtrat, von 1949 bis 1968 Bürgermeister. Von 1949 bis 1968 gehörte er dem Kreistag an, von 1946 bis 1958 und wieder ab 1968 bis zu seinem Tod war er Landrat des Kreises Lüchow-Dannenberg.

Bundestag

Im Bundestag saß Koops im Verkehrsausschuss. Die Protokolle verzeichnen eine einzige Wortmeldung mit 95 Wörtern: am 12. April 1957 als Berichterstatter zum Abkommen vom 28. Oktober 1955 mit Österreich über den Grenzübergang der Eisenbahnen. An 138 von 150 namentlichen Abstimmungen nahm er teil, 38-mal mit Ja und 100-mal mit Nein. In seine Mandatszeit fielen 227 Sitzungen. Bei den Haushaltsabstimmungen am 22. Mai 1957 stimmte er für das Haushaltsgesetz, am 29. Mai 1957 gegen einen Änderungsantrag von SPD und GB/BHE und ebenso gegen einen Antrag der Abgeordneten Hoogen, Wittrock, Stammberger, Platner und anderer, dem die Mehrheit seiner Fraktion zustimmte. Am 2. Juli 1957 lehnte er mit seiner Fraktion einen Entwurf zur Ergänzung des Grundgesetzes ab. Am 4. Juli 1957 stimmte er für einen SPD-Entwurf zur Einfügung von Artikel 139a in das Grundgesetz, am 29. August 1957 für den gemeinsamen Entwurf von CDU/CSU und SPD zu Artikel 135a. Die Bundestagsdaten weisen fünf abweichende Stimmen aus; für diese Wahlperiode gilt ihre Zuordnung als unsicher.

Landrat

1957 schied Koops aus dem Bundestag aus und blieb bis 1958 Landrat. Nach seinem Abschied als Bürgermeister 1968 übernahm er das Amt des Landrats erneut und hatte es bis zu seinem Tod inne. Er starb mit 75 Jahren in Dannenberg. 1954 gehörte er laut Handbuch der Bundesversammlung an.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen ihn Spediteur, evangelisch, verheiratet, ohne Angaben zu Kindern; das Handbuch nennt als Geburtsort Nebenstedt bei Dannenberg und vermerkt für 1945 Stadtrat und Kreistag. Die Ämter als Bürgermeister und Landrat fehlen dort.

Mandate im Überblick

Koops gewann 1953 den Wahlkreis Lüneburg – Dannenberg mit 25,5 Prozent der Erststimmen:

  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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