Köpfe: Theo Magin

Lehrer, Bürgermeister von Schifferstadt und dreimal Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes: Theo Magin, geboren am 15.12.1932 in Schifferstadt, gehörte dem Bundestag von 1980 bis 1994 an. Er starb am 28.01.2025.

Kurzprofil

  • Geboren: 15. Dezember 1932 in Schifferstadt
  • Gestorben: 28. Januar 2025
  • Beruf: Bürgermeister a. D.
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1980 bis 1994 (9. bis 12. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Schifferstadt

Nach Volksschule und Aufbaugymnasium machte Magin 1953 in Speyer Abitur, studierte an der Pädagogischen Hochschule Landau und in Heidelberg und wurde Konrektor. Ab 1962 saß er im Stadtrat von Schifferstadt, ab 1966 als Erster Beigeordneter, von 1971 bis 1975 war er hauptamtlicher Bürgermeister. Von 1974 bis 1999 gehörte er dem Bezirkstag Pfalz an.

Landtag

1968 rückte Magin für den verstorbenen Eduard Orth in den Landtag von Rheinland-Pfalz nach, dem er bis 1980 angehörte, ab 1975 als Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-Fraktion. Von 1968 an führte er den CDU-Kreisverband Speyer, ab 1969 Ludwigshafen-Land, bis 1994. Im Bundestag leitete er von 1981 bis 1983 die Interparlamentarische Arbeitsgemeinschaft. Präsident des Städte- und Gemeindebundes war er von 1983 bis 1985, von 1988 bis 1990 und von 1992 bis 1994.

Ehrungen

1995 wurde Magin Ehrenbürger von Schifferstadt, 1996 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern, 1999 das Wappenschild des Bezirksverbands Pfalz; er trug auch die Freiherr-vom-Stein-Plakette. Er starb am 28. Januar 2025 im Alter von 92 Jahren; das bestätigen die Gedenkschrift des Bundestages und die Stadt Schifferstadt, die ihn am 8. Februar in der St.-Laurentius-Kirche verabschiedete.

Reden

Die Protokolle zählen 13 Reden mit 14.375 Wörtern und 41 Zwischenrufe in 877 Sitzungen. Vier Reden hielt er in der 9., zwei in der 10., vier in der 11. und drei in der 12. Wahlperiode. Die erste am 27. Mai 1982, 1.119 Wörter lang, hielt er zum Gesetz über Übersichten der üblichen Entgelte; den Kollegen des Abgeordneten Gnädinger warf er vor, sie täten sich schwer, die Realität zu ertragen. In der letzten am 28. April 1994 sagte er in der kommunalpolitischen Debatte, Mobilität sei ein Stück Lebensqualität, auf das die Bürger nicht verzichten wollten.

Abstimmungen

An allen 571 namentlichen Abstimmungen nahm Magin teil, 166-mal mit Ja, 403-mal mit Nein und zweimal mit Enthaltung. Nur zweimal wich er von der Union ab, beide Male am 30. Juni 1994. Die Stammdaten nennen ihn Bürgermeister a. D., katholisch, verheiratet, drei Kinder, verzeichnen aber noch kein Sterbedatum.

Mandate im Überblick

Magin gewann viermal den Wahlkreis 158 Neustadt – Speyer direkt für die CDU:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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