Völkerrechtler, Diplomat, Rechtsanwalt und Berliner Verfassungsrichter: Dietrich Mahlo, geboren am 08.01.1935 in Berlin, gehörte dem Bundestag von 1987 bis 1998 an.
Kurzprofil
- Geboren: 8. Januar 1935 in Berlin
- Beruf: Rechtsanwalt und Notar
- Partei: CDU
- Bundestag: 1987 bis 1998 (11. bis 13. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
- Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder
Diplomat
Mahlo studierte Rechtswissenschaft an mehreren Universitäten und wurde in Hamburg mit einer völkerrechtlichen Arbeit promoviert. Von 1964 bis 1972 gehörte er dem Diplomatischen Dienst an, seitdem arbeitet er als Rechtsanwalt in Berlin; die Stammdaten nennen ihn Rechtsanwalt und Notar.
Berlin
Von 1979 bis 1987 saß Mahlo im Abgeordnetenhaus von Berlin, dann wechselte er in den Bundestag. Nach dem Ausscheiden 1998 amtierte er von März 2000 bis Juni 2007 als Richter am Berliner Verfassungsgerichtshof. Als Münzkundler veröffentlichte er 2013 in Bangkok eine Monografie über die frühen Münzen Birmas.
Bundestag
Seine Mandatszeit umfasste 680 Sitzungen in drei Wahlperioden, also mehr als zehn Jahre Arbeit in Bonn, 189 davon in der 11. Wahlperiode, als die Berliner Abgeordneten noch kein volles Stimmrecht hatten. Mit der Einheit wurde er 1990 direkt gewählter Abgeordneter eines Berliner Wahlkreises, der 1994 als Wahlkreis 254 neu zugeschnitten wurde. Seine Zahl der Reden stieg von neun in der 11. über 23 in der 12. auf 30 in der 13. Wahlperiode, die Zwischenrufe lagen bei 12, 35 und 29.
Reden
Die Protokolle zählen 62 Reden mit 27.472 Wörtern und 76 Zwischenrufe. In der ersten am 15. März 1989, 559 Wörter lang, sprach er in einer Aktuellen Stunde zur geplanten Schließung der Akademie der Wissenschaften in Berlin und lobte den Senat aus CDU und FDP, der die Stadt acht Jahre lang wieder an die Spitze gebracht habe. In der letzten am 30. April 1998 sagte er, die Entwürfe der Grünen zu einem Antidiskriminierungsgesetz griffen auf Bemühungen aus den frühen 80er Jahren zurück.
Abstimmungen
An 404 von 405 namentlichen Abstimmungen nahm Mahlo teil, 153-mal mit Ja, 239-mal mit Nein und zwölfmal mit Enthaltung. Von den 16 Abweichungen fallen die meisten in die 12. und 13. Wahlperiode, etwa Enthaltungen am 13. Juni 1996 zu einem Antrag von SPD und Grünen und am 15. Mai 1997 bei der dritten namentlichen Abstimmung der 175. Sitzung. Zwischenrufe verzeichnen die Protokolle 76. Laut Stammdaten ist er Rechtsanwalt und Notar, evangelisch, verheiratet und Vater zweier Kinder.
Mandate im Überblick
Mahlo rückte am 9. Dezember 1987 über die Berliner Landesliste der CDU nach und gewann 1990 und 1994 den Wahlkreis Charlottenburg – Wilmersdorf direkt:
- 11. Wahlperiode (09.12.1987 bis 20.12.1990): vom Berliner Abgeordnetenhaus entsandt, CDU/CSU-Fraktion
- 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
- 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Berlin-Charlottenburg-Wilmersdorf, CDU/CSU-Fraktion
Stand: 18.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).