Köpfe: Thea Arnold

Am 11.12.1882 kam Thea Arnold in Fulda zur Welt. Die Lehrerin und Schulrektorin war Politikerin des Zentrums, gehörte dem ersten Bundestag an und wandte sich danach der Gesamtdeutschen Volkspartei und dem neutralistischen Bund der Deutschen zu. Erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages wurde Arnold am 07.09.1949, und zwar für die Zentrumspartei. Arnold wird in den Unterlagen des Bundestages als Rektorin a. D. geführt. Am 26.01.1966 starb Arnold in Düsseldorf.

Kurzprofil

  • Geboren: 11. Dezember 1882 in Fulda
  • Gestorben: 26. Januar 1966
  • Beruf: Lehrerin, Rektorin
  • Partei: Zentrum, ab Dezember 1952 Gesamtdeutsche Volkspartei, ab 1954 Bund der Deutschen
  • Bundestag: 1949 bis 1953 (1. Wahlperiode), Landesliste Nordrhein-Westfalen

Lehrerin und Rektorin

Thea Arnold, eigentlich Theresia Elisabeth Mathilde Arnold, war die Tochter eines Bürogehilfen aus Fulda. Nach der Höheren Mädchenschule besuchte sie das Lehrerinnenseminar in Duderstadt und unterrichtete ab 1901 an Volksschulen in Hannover. Ab 1911 lehrte sie an mittleren und höheren Schulen in Koblenz und Düsseldorf, 1919 wurde sie Rektorin einer Düsseldorfer Volksschule. Wie die meisten Lehrerinnen ihrer Zeit blieb sie unverheiratet. Bis 1935 war sie Rektorin. In der NS-Zeit gehörte sie der NS-Frauenschaft an und engagierte sich im Luftschutz und Winterhilfswerk; im Zweiten Weltkrieg leitete sie eine Bereitschaftsgruppe des Roten Kreuzes. Von 1946 bis 1949 war sie erneut Rektorin, nun einer katholischen Grundschule, und lehrte zugleich Pädagogik an der Universität zu Köln.

Im ersten Bundestag

Ab 1948 saß Arnold für das Zentrum im Düsseldorfer Stadtrat. 1949 zog sie über die nordrhein-westfälische Landesliste der Zentrumspartei in den Bundestag ein, in dem nur wenige Frauen saßen. Ab dem 14.12.1951 bildete das Zentrum mit der Bayernpartei die Fraktion Föderalistische Union. Am 09.12.1952 trat Arnold mit Helene Wessel und Hermann Etzel sowie dem CSU-Abgeordneten Hans Bodensteiner zur neu gegründeten Gesamtdeutschen Volkspartei über, die gegen die Westbindung und Wiederbewaffnung Adenauers stand. 1953 endete ihr Mandat.

Bund der Deutschen

1954 verließ Arnold die GVP wieder und kandidierte für den Bund der Deutschen bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Gemeinsam mit dem früheren Zentrumspolitiker Wilhelm Elfes führte sie diese Partei, die für ein neutrales, wiedervereinigtes Deutschland eintrat. Thea Arnold starb 1966 in Düsseldorf.

Zentrumsabgeordnete in der ersten Wahlperiode

Arnold gehörte zur kleinen Gruppe der Zentrumsabgeordneten, die nach der Wahl 1949 in den Bundestag kamen. Unter den 410 Mitgliedern waren nur 28 Frauen. Das Zentrum stand in Opposition zur Koalition Adenauers und schloss sich 1951 mit der Bayernpartei zur Föderalistischen Union zusammen, unter deren Kürzel sie in den Stammdaten geführt wird. Wichtige Debatten dieser Jahre betrafen die Gleichberechtigung, die das Grundgesetz vorschrieb, deren Umsetzung im Familienrecht aber auf sich warten ließ.

Mandate im Überblick

Sie war 66 Jahre alt, als sie in den Bundestag einzog, und 70 beim Ausscheiden. Das Mandat dauerte rund 4 Jahre. Die Angaben der Bundestagsverwaltung:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Landesliste Nordrhein-Westfalen, Fraktion der Zentrumspartei, Fraktion Föderalistische Union, fraktionslos

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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