Hans Batz wurde am 23.10.1927 in Nürnberg geboren. Der Schreiner und Schweißer war Betriebsrat bei der AEG in Nürnberg, Stadtrat und vertrat den Wahlkreis Nürnberg-Nord elf Jahre lang direkt im Bundestag. Erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages wurde Batz am 20.10.1969, und zwar für die SPD. Zur Person hält die Bundestagsverwaltung fest: Beruf Schweißer, Familienstand verheiratet, 3 Kinder. Sein Leben endete am 25.09.1986 in Nürnberg.
Kurzprofil
- Geboren: 23. Oktober 1927 in Nürnberg
- Gestorben: 25. September 1986
- Beruf: Schreiner, Schweißer, Betriebsrat
- Partei: SPD
- Bundestag: 1969 bis 1980 (6. bis 8. Wahlperiode), stets direkt im Wahlkreis Nürnberg-Nord
- Religion/Familie: verheiratet, 3 Kinder
Vom Schreiner zum Schweißer
Batz stammte aus Nürnberg. Nach der Schule lernte er Schreiner. 1944 wurde er als Jugendlicher zur Wehrmacht eingezogen, nahm am Zweiten Weltkrieg teil und kam 1946 aus der Gefangenschaft zurück. Bis 1952 arbeitete er als Bau- und Möbelschreiner, dann schulte er zum Schweißer um. Er fand Arbeit beim Elektrokonzern AEG in Nürnberg, einem der großen Industriebetriebe der Stadt, und gehörte dort ab 1955 dem Betriebsrat an. Als Betriebsrat vertrat er die Interessen der Belegschaft gegenüber der Unternehmensleitung, eine Erfahrung, die viele sozialdemokratische Abgeordnete seiner Generation aus der Arbeitswelt mitbrachten.
Partei und Stadtrat
Der SPD trat Batz 1946 bei. Später war er stellvertretender Vorsitzender des SPD-Bezirks Franken, eines der traditionsreichen Bezirke der Partei. Von 1960 bis 1969 saß er im Nürnberger Stadtrat; seine Zeit im Stadtrat endete mit dem Einzug in den Bundestag. Nürnberg war schon damals eine Hochburg der SPD in Bayern.
Abgeordneter für Nürnberg-Nord
Bei der Bundestagswahl 1969, nach der Willy Brandt die sozialliberale Koalition bildete, gewann Batz den Wahlkreis Nürnberg-Nord direkt. 1972 und 1976 verteidigte er ihn. Von 1976 bis 1980 war er stellvertretender Vorsitzender des Verkehrsausschusses und des Ausschusses für das Post- und Fernmeldewesen. Bundesbahn und Bundespost waren damals noch staatliche Sondervermögen, deren Finanzen und Tarife regelmäßig das Parlament beschäftigten. 1980 schied er nach drei Wahlperioden aus dem Bundestag aus. Batz war verheiratet, hatte drei Kinder und starb 1986 kurz vor seinem 59. Geburtstag in Nürnberg.
Direktabgeordneter der Koalitionsjahre
Batz gewann 1969 seinen Wahlkreis, als die SPD mit 42,7 Prozent zulegte und Willy Brandt mit der FDP die Regierung übernahm. Er erlebte die Ostverträge, die Neuwahl von 1972 und den Übergang zu Helmut Schmidt. Bis 1980 gehörte er drei Wahlperioden an, in denen die Koalition unter anderem die Reform des Ehe- und Familienrechts und die Mitbestimmung durchsetzte.
Mandate im Überblick
Zwischen dem ersten Einzug im Alter von 41 Jahren und dem Ausscheiden mit 53 kam er in 3 Wahlperioden auf insgesamt rund 11 Jahre als Abgeordneter. Die einzelnen Wahlperioden laut Bundestagsverwaltung:
- 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, SPD-Fraktion
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).