Kaufmann, SPD-Geschäftsführer in Lippe und Parlamentarischer Staatssekretär im Verkehrsministerium: Erhard Mahne, geboren am 29.09.1931 in Bielefeld, gehörte dem Bundestag von 1972 bis 1983 an. Er starb am 04.05.2023 in Bad Salzuflen.
Kurzprofil
- Geboren: 29. September 1931 in Bielefeld
- Gestorben: 4. Mai 2023
- Beruf: Geschäftsführer, Parl. Staatssekretär a. D.
- Partei: SPD
- Bundestag: 1972 bis 1983 (7. bis 9. Wahlperiode), stets direkt gewählt
- Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 2 Kinder
Kurheim
Nach Real- und Handelsschule machte Mahne eine kaufmännische Ausbildung und führte von 1956 bis 1964 den elterlichen Kurheimbetrieb. 1958 trat er in die SPD ein. Von 1964 bis 1972 war er hauptberuflich Geschäftsführer des Unterbezirks Lippe, ab 1973 dessen Vorsitzender, ab 1978 Mitglied des Parteirats.
Lippe
Von 1961 bis 1969 saß Mahne im Kreistag Lemgo, von 1964 bis 1973 im Rat von Bad Salzuflen und in der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe. Nach dem Bundestag gehörte er von 1984 bis 1994 erneut dem Rat von Bad Salzuflen an. Von 1991 bis 1999 leitete er die Betriebsgesellschaft von Radio Lippe; später lebte er in Oldenburg.
Staatssekretär
Am 29. März 1979 berief ihn Helmut Schmidt zum Parlamentarischen Staatssekretär beim Minister für Verkehr und für das Post- und Fernmeldewesen; nach der Trennung der Ministerien war er ab dem 6. November 1980 nur noch für den Verkehr zuständig. Mit der Wahl Helmut Kohls zum Bundeskanzler schied er am 4. Oktober 1982 aus. Am Ende der Wahlperiode 1983 schied er aus dem Bundestag aus. Er hatte als Staatssekretär die Politik der sozialliberalen Koalition im Verkehrsbereich bis zu ihrem Ende vertreten.
Reden
Die Protokolle zählen 446 Reden mit 47.096 Wörtern in 631 Sitzungen, 335 allein in der 9. Wahlperiode, meist kurze Antworten in der Fragestunde. In der 8. Wahlperiode waren es 99, in der 7. nur zwölf. Seine erste Wortmeldung am 13. Dezember 1973 war eine Frage, wie die Regierung sicherstellen wolle, dass freie Mineralölhändler leichtes Heizöl zu gleichen Preisen liefern könnten wie die Vertragshändler. Zuletzt fragte er am 1. Dezember 1982 als Abgeordneter nach den Einsparungen der Krankenkassen durch die Eigenbeteiligung der Patienten.
Abstimmungen
An allen 83 namentlichen Abstimmungen nahm Mahne teil, 56-mal mit Ja und 27-mal mit Nein, nie gegen die Mehrheit der SPD. Zwischenrufe verzeichnen die Protokolle zwölf: vier in der 7., sechs in der 8. und zwei in der 9. Wahlperiode. Als Beruf geben die Stammdaten Geschäftsführer und Parlamentarischer Staatssekretär a. D. an, dazu evangelisch, verheiratet, zwei Kinder, verzeichnen aber noch kein Sterbedatum.
Mandate im Überblick
Mahne gewann 1972 und 1976 den Wahlkreis Detmold – Lippe und 1980 den neuen Wahlkreis Lippe I direkt für die SPD:
- 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, SPD-Fraktion
Stand: 18.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).