Köpfe: Dr. Heribert Blens

Geboren wurde Dr. Heribert Blens am 19.02.1936 in Köln. Der Kölner Verwaltungsrichter war Bürgermeister seiner Stadt, gewann viermal den Wahlkreis Köln II für die CDU und saß von 1983 bis 2002 im Bundestag. Sein erstes Bundestagsmandat für die CDU trat Blens am 29.03.1983 an. Die Bundestagsverwaltung vermerkte als Beruf Richter a. D., als Religion katholisch und als Familienstand verheiratet, 2 Kinder. Blens starb am 26.01.2025.

Kurzprofil

  • Geboren: 19. Februar 1936 in Köln
  • Gestorben: 26. Januar 2025
  • Beruf: Richter a. D.
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1983 bis 2002 (10. bis 14. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Verwaltungsrichter

Blens stammte aus Köln, wechselte 1947 auf das Gymnasium, machte 1956 Abitur und studierte bis 1960 an der Universität zu Köln Rechtswissenschaft; 1964 legte er das Assessorexamen ab. 1968 wurde er mit einer Arbeit über die Berufsfreiheit des Grundgesetzes und die soziale Marktwirtschaft promoviert, danach studierte er Politikwissenschaft und Volkswirtschaft. Nach einem Jahr als Referent im Bundesarbeitsministerium wurde er 1967 Richter am Verwaltungsgericht Köln, 1975 nach einem Jahr im Bundesinnenministerium Vorsitzender Richter in Düsseldorf.

Kölner Kommunalpolitik

Schon 1955 trat Blens der CDU bei. Von 1969 bis 1987 saß er im Rat der Stadt Köln und war von 1975 bis 1987 einer ihrer Bürgermeister, also Stellvertreter des Oberbürgermeisters. Er war Ehrenmitglied der katholischen Studentenverbindung Unitas-Breslau im KV.

Köln II

1983 gewann Blens den Wahlkreis Köln II direkt und legte sein Richteramt nieder; bis 1994 verteidigte er den Wahlkreis dreimal, 1998 zog er über die Landesliste ein. Ab 1990 war er auf Seiten des Bundestages einer der beiden im Wechsel amtierenden Vorsitzenden des Vermittlungsausschusses, in dem Bundestag und Bundesrat Kompromisse über strittige Gesetze suchen. In den Jahren nach der Einheit mit ihren vielen zustimmungspflichtigen Gesetzen hatte das Gremium besonderes Gewicht.

Lebensende

Mit dem Ende der vierzehnten Wahlperiode schied Blens 2002 nach fast zwanzig Jahren aus dem Bundestag aus. In seine Zeit fiel der Umzugsbeschluss von 1991, der die Region Köln/Bonn besonders betraf; als Ausgleich erhielt sie Bundesmittel und neue Einrichtungen. Er war katholisch, verheiratet und hatte zwei Kinder. Heribert Blens starb am 26.01.2025 im Alter von 88 Jahren. Der bisherige Eintrag führte ihn noch als lebend.

Mandate im Überblick

Zwischen dem ersten Einzug im Alter von 47 Jahren und dem Ausscheiden mit 66 kam er in 5 Wahlperioden auf insgesamt rund 20 Jahre als Abgeordneter. Im Detail führt die Bundestagsverwaltung folgende Mandate:

  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Köln II, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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