Köpfe: Peter Bleser

Am 23.07.1952 kam Peter Bleser in Brachtendorf zur Welt. Der Landwirtschaftsmeister aus der Eifel vertrat 31 Jahre lang Cochem und Mosel/Rhein-Hunsrück direkt im Bundestag und war Parlamentarischer Staatssekretär für Landwirtschaft. Erstmals Mitglied des Deutschen Bundestages wurde Bleser am 20.12.1990, und zwar für die CDU. Die amtlichen Abgeordnetendaten nennen als Beruf Landwirtschaftsmeister, als Religion römisch-katholisch und als Familienstand verheiratet, 3 Kinder.

Kurzprofil

  • Geboren: 23. Juli 1952 in Brachtendorf
  • Beruf: Landwirtschaftsmeister
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1990 bis 2021 (12. bis 19. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Ämter: Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft 2011 bis 2018
  • Religion/Familie: römisch-katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Bauer in Brachtendorf

Bleser besuchte die Volksschule in Brachtendorf und lernte von 1967 bis 1970 im elterlichen Betrieb; schon mit 16 Jahren übernahm er den Hof. Nach der Landwirtschaftlichen Fachschule in Mayen legte er 1978 die Meisterprüfung ab. Später gab er den Betrieb an seinen Sohn weiter. Er ist katholisch, seit 1974 verheiratet und hat zwei Töchter und einen Sohn.

Kommunalpolitik in Cochem-Zell

1970 trat Bleser der Jungen Union und der CDU bei. Seit 1979 sitzt er im Kreistag von Cochem-Zell, von 1992 bis 2006 führte er den Kreisverband. Er gehörte dem Gemeinderat Brachtendorf und dem Verbandsgemeinderat Kaisersesch an; im Frühjahr 1987 war er kurz Landtagsabgeordneter. Im Juli 2024 wurde er Ortsbürgermeister seines Heimatdorfes.

Sieben Direktmandate

Von 1990 bis 2017 gewann Bleser jede Bundestagswahl direkt, zunächst im Wahlkreis Cochem, ab 2002 in Mosel/Rhein-Hunsrück, 2013 mit 53,6 Prozent. Er arbeitete im Agrarausschuss, im Europaausschuss und als Stellvertreter im Verteidigungsausschuss, leitete von 2005 bis 2011 die Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der Unionsfraktion und war von 2011 bis 2018 Parlamentarischer Staatssekretär im Landwirtschaftsministerium. 2021 trat er nicht mehr an.

Die Mauss-Spenden

Ab 2006 war Bleser Schatzmeister der CDU Rheinland-Pfalz. Wegen anonymer Spenden des früheren Agenten Werner Mauss an den Kreisverband Cochem-Zell verzichtete er 2016 auf eine erneute Kandidatur; im November 2017 hob der Bundestag seine Immunität auf, die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelte wegen Untreue. Im Sommer 2022 akzeptierte er einen Strafbefehl des Amtsgerichts Cochem wegen Untreue und eines Verstoßes gegen das Parteiengesetz.

Mandate im Überblick

Im Bundestag verbrachte Bleser in 8 Wahlperioden insgesamt rund 31 Jahre; er kam mit 38 Jahren und ging mit 69. Die Mandatszeiten im Einzelnen:

  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Cochem, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Direktmandat im Wahlkreis Cochem, CDU/CSU-Fraktion
  • 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Direktmandat im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, CDU/CSU-Fraktion
  • 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Direktmandat im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, CDU/CSU-Fraktion
  • 17. Wahlperiode (27.10.2009 bis 22.10.2013): Direktmandat im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, CDU/CSU-Fraktion
  • 18. Wahlperiode (22.10.2013 bis 24.10.2017): Direktmandat im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, CDU/CSU-Fraktion
  • 19. Wahlperiode (24.10.2017 bis 26.10.2021): Direktmandat im Wahlkreis Mosel/Rhein-Hunsrück, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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