Köpfe: Karl Müller (Architekt)

Karl Müller war ein Schweizer Architekt, dessen Werk vor allem im Zürcher Unterland und in Höngg zu finden ist. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben im April 1886 in Gächlingen im Kanton Schaffhausen. Der genaue Tag ist nicht überliefert; dieser Beitrag trägt deshalb ersatzweise das Datum 1. April 1886.

Seine Ausbildung erhielt er nach verfügbaren Angaben am Technikum in Wil im Kanton St. Gallen und anschließend in München. 1924 ließ er sich in Höngg nieder, das damals noch eine selbstständige Gemeinde war und erst 1934 in die Stadt Zürich eingemeindet wurde. Dort führte er zahlreiche Bauten aus.

In seinem Heimatort Gächlingen übernahm er 1924/25 den Umbau der reformierten Kirche. 1934 wählte ihn die Gemeinde Oberengstringen auf Empfehlung des Chefs des städtischen Bebauungsplanbüros von Zürich zum Bausachverständigen. Für Oberengstringen entwarf er die neuen Schulanlagen und private Bauten und wirkte an der Gestaltung des Ortskerns mit.

Auch die reformierte Kirche in Otelfingen trägt seine Handschrift: 1946/47 gestaltete er das Innere neu, Ende der 1950er Jahre folgte der Umbau des Äußeren. Karl Müller starb am 13. April 1958 in Höngg; der Tages-Anzeiger veröffentlichte am 17. April 1958 einen Nachruf. Die Angaben zu seinem Leben stützen sich im Wesentlichen auf diesen Nachruf und lassen sich nur eingeschränkt prüfen.

Stand: 21.10.2026

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