Architekturbiennale 1991: Tessenow im Pavillon, junge Architekten im Keller

Die 5. Architekturbiennale in Venedig lief vom 6. September bis 6. Oktober 1991, und Deutschlands Auftritt kam schlecht an. Abgeordnete um Peter Conradi fragten im Dezember 1991 nach (Kleine Anfrage, Drucksache 12/1870). Die Bundesregierung beantwortete die Kleine Anfrage: Staatsministerin Ursula Seiler-Albring aus dem Auswärtigen Amt schickte die Antwort (Drucksache 12/2049) am 5. Februar 1992.

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Köpfe: Marianne Gast

Marianne Gast war eine deutsche Fotografin. Sie wurde am 10. Dezember 1910 in Schierke im Harz geboren und in England und Frankreich ausgebildet, wo sie auch mit dem Fotografieren begann.

1942 lernte sie in Tanger den Maler und Bildhauer Mathias Goeritz kennen, der wie sie aus Deutschland stammte; noch im selben Jahr heirateten sie. Nach dem Krieg lebte das Paar in Spanien, erst in Granada, dann in Madrid. 1948 zogen sie nach Santillana del Mar, weil Gast Aufnahmen für ein Buch über den Ort machen sollte.

1949 folgte der Umzug nach Mexiko, wo Goeritz an der Architekturschule in Guadalajara lehrte. Gast leitete dort eine Galerie und fotografierte unter anderem das von Goeritz entworfene Museum El Eco in Mexiko-Stadt. Sie war über Jahre die wichtigste Fotografin seiner Werke.

Nach der Trennung reiste sie 1958 allein auf die Osterinsel, um die Moai zu fotografieren. Sie starb im selben Jahr 1958. Ihr Archiv liegt größtenteils im mexikanischen Instituto Nacional de Bellas Artes; die erste Einzelausstellung ihrer Arbeiten gab es 2018 in Santander.

Stand: 21.10.2026

Köpfe: Karl Müller (Architekt)

Karl Müller war ein Schweizer Architekt, dessen Werk vor allem im Zürcher Unterland und in Höngg zu finden ist. Geboren wurde er nach verfügbaren Angaben im April 1886 in Gächlingen im Kanton Schaffhausen. Der genaue Tag ist nicht überliefert; dieser Beitrag trägt deshalb ersatzweise das Datum 1. April 1886.

Seine Ausbildung erhielt er nach verfügbaren Angaben am Technikum in Wil im Kanton St. Gallen und anschließend in München. 1924 ließ er sich in Höngg nieder, das damals noch eine selbstständige Gemeinde war und erst 1934 in die Stadt Zürich eingemeindet wurde. Dort führte er zahlreiche Bauten aus.

In seinem Heimatort Gächlingen übernahm er 1924/25 den Umbau der reformierten Kirche. 1934 wählte ihn die Gemeinde Oberengstringen auf Empfehlung des Chefs des städtischen Bebauungsplanbüros von Zürich zum Bausachverständigen. Für Oberengstringen entwarf er die neuen Schulanlagen und private Bauten und wirkte an der Gestaltung des Ortskerns mit.

Auch die reformierte Kirche in Otelfingen trägt seine Handschrift: 1946/47 gestaltete er das Innere neu, Ende der 1950er Jahre folgte der Umbau des Äußeren. Karl Müller starb am 13. April 1958 in Höngg; der Tages-Anzeiger veröffentlichte am 17. April 1958 einen Nachruf. Die Angaben zu seinem Leben stützen sich im Wesentlichen auf diesen Nachruf und lassen sich nur eingeschränkt prüfen.

Stand: 21.10.2026