10 Fakten zum 11. Oktober

  1. Es ist der von der UNO ins Leben gerufene Weltmädchentag (“International Day of the Girl Child”). Dabei wird auf die nach wie vor bestehenden Benachteiligungen von Mädchen in vielen Ländern aufmerksam gemacht. Außerdem ist heute Coming Out Day (COD). Dieser Tag hat drei Ziele: Es soll auf die Situation insbesondere homosexueller Jugendliche hingewiesen werden, Schwule und Lesben sollen ermuntert werden, sich zu outen und sie sollen aktiv ihren Lebensstil in der Öffentlichkeit zeigen. Der Tag wird besonders im angelsächsischen Raum begangen, aber auch in Deutschland gibt es Aktionen.
  2. Bruno und Manuela haben heute Namenstag.
  3. Am 11. Oktober 1634 geht bei der Burchardiflut (Bild) die damals größte Insel im Wattenmeer, “Strand”, weitgehend unter. Die Küstenlandschaft wird nachhaltig verändert und erhält ihren heutigen Verlauf. Über 10.000 Menschen sterben. Reste von Strand sind Pellworm, Nordstrand sowie die Halligen Nordstrandischmoor und Südfall.
  4. Pioneer 1, die erste Mondsonde der USA, wird 1958 gestartet. Die Mission scheitert jedoch und die Sonde erreicht den Mond nicht. Und auch sonst ist dieser Tag in der amerikanischen Raumfahrt ereignisreich: 1968 startet mit Apollo 7 die erste bemannte Mission des Apollo Programms, 1984 unternimmt Kathryn Dwyer Sullivan als erste Amerikanerin einen Außeneinsatz im All und im Jahr 2000 startet die Discovery zur 100. Mission einer US-Raumfähre.
  5. Konrad Adenauer tritt im Jahr 1963 im Alter von 87 Jahren als Bundeskanzler zurück.
  6. Ronald Reagan und Michael Gorbatschow treffen sich 1986 zu einem historischen Gipfeltreffen in Island, das allerdings schon am nächsten Tag vorzeitig abgebrochen wird, da die USA auf ihrer SDI Initiative (“Star Wars”) beharren.
  7. 1987 wird der ehemalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, tot in einer Badewanne eines Genfer Hotels aufgefunden. Auch wenn ein Selbstmord als wahrscheinlich gilt, sind die Umstände seines Todes nach wie vor ungeklärt.
  8. Der österreichische FPÖ Politiker Jörg Haider stirbt 2008 spektakulär bei einem von ihm selbstverschuldeten Autounfall.
  9. Gustav Struve, deutscher Revolutionär, kommt 1805 auf die Welt.
  10. Eleanor Roosevelt wird 1884 geboren.

10 Fakten zum 11. Juni

  1. Barnabas hat heute Namenstag.
  2. 1955 geschieht an diesem Tag der bislang schwerste Unfall in der Geschichte des Motorsports: Bei den “24 Stunden von Le Mans” kommen der Fahrer Pierre Levegh und 83 Zuschauer ums Leben. Das Rennen wird nicht abgebrochen.
  3. 1958 wird das “Apothekenurteil” vom Bundesverfassungsgericht verkündet, in dem es die Dreistufentheorie entwickelt hat. Diese definiert, wann die Berufsfreiheit eingeschränkt werden kann: 1. Regelung der Art und Weise der Berufsausübung (z.B. Ladenschlusszeiten, Hygienevorschriften), 2. Subjektive Zulassungsvoraussetzungen (z.B. erforderliche Qualifikation wie Meisterprüfung) und 3. Einschränkungen durch objektive vom Einzelnen unabhängige und unbeeinflussbare Zulassungsvoraussetzungen als radikalste Einschränkung (z.B. Zulassungsquoten bei Apotheken).
  4. Amoklauf in Köln: Der Frührentner Walter Seifert tötet 1964 in der Grundschule Volkhofen 8 Kinder und zwei Lehrerinnen mit einem Flammenwerfer und einer Lanze.
  5. Richard von Weizsäcker wird 1981 zum Regierenden Bürgermeister von Berlin gewählt. Er ist der erste CDU Politiker in diesem Amt.
  6. Nach Hause telefonieren: 1982 kommt E.T. in die US-Kinos.
  7. Effzeh – der 1. FC Köln wird am 11. Juni 1982 DFB Pokalmeister mit einem 1:0 gegen Fortuna Köln im bislang einzigen Stadtderby in einem Pokalfinale.
  8. 2010 beginnt die Fußball WM in Südafrika. Das Eröffnungsspiel Südafrika gegen Mexiko geht 1:1 aus.
  9. Carl von Linde wird 1842 geboren. Er ist der Erfinder des modernen Kühlschranks und Gründer der Linde AG.
  10. Jacques-Yves Cousteau kommt 1933 auf die Welt.

Bild: StevingtonianEigenes Werk, CC BY 3.0, Link

Bringt es etwas, eine ICE Nummer im Handy zu speichern?

Immer wieder werden auf facebook und anderen sozialen Medien Beiträge geteilt, in denen behauptet wird, es würde von Rettungsdiensten empfohlen, die Personen, die im Notfall kontaktiert werden sollen, im Handy unter dem Namen ICE zu speichern. Auch per E-Mail, Whatsapp Kettenbriefe oder SMS kommen solche Empfehlungen.

ICE steht dabei für “In Case of Emergency”. Mehrere Personen sollte man durchnummerieren, also z.B. den Partner auch unter ICE 1, die Eltern unter ICE 2, Arbeitgeber unter ICE 3 etc. etc. oder eben gleich “ICE Mama”, “ICE Büro” usw.

Eingedeutscht gibt es auch die Empfehlung, man solle das Kürzel “IN” (Im Notfall) vermeiden.

Im ersten Moment hört sich das gar nicht so schlecht an – bringt aber nichts. Auch wenn das einige Mitarbeiter von Rettungsdiensten dies anscheind auf mehr oder weniger privater Basis empfehlen.

Doch die Rettungsdienste selbst sehen das aus einer Vielzahl von Gründen skeptisch. So macht der ASB (Arbeitersamariter Bund) darauf aufmerksam, dass im Falle eines Unfalls die Rettungssanitäter grundsätzlich ohnehin keine Zeit haben, Angehörige zu informieren – sie sind schließlich mit der Rettung beschäftigt. Auch sei in der Hektik gar keine angemessene Kontaktaufnahme mit den Angehörigen möglich, diese erfolgt dann später in Ruhe durch entsprechend geschulte Mitarbeiter. Das DRK hält die ICE Nummer aus den gleichen Gründen für nicht sinnvoll.

Was aus meiner Sicht auch noch dagegen spricht: im Falle eines Unfalls kann es gut sein, dass das Smartphone gar nicht mehr funktioniert. Und im besten Fall sollte es ohnehin gesperrt sein. Wie soll also der Rettungsdienstmitarbeiter an die Daten kommen.

Zudem wäre es für die Angehörigen wahrscheinlich ein noch größerer Schock, eine schlechte Nachricht über das Handy des Verunfallten zu erhalten.

Ich habe zu den ICE Nummern drei Ärzte und einen Rettungssanitäter gefragt, die diese Gegenargumente teilen. Übereinstimmend haben sie mir geraten, besser einen Zettel bei seinen Ausweisdokumenten aufzubewahren, auf dem die zu kontaktierenden Personen aufgeführt sind.

Einer der Ärzte hat mir weitergehend den Tipp gegeben, auch die Adresse eines Arztes, dem man besonders vertraut (Hausarzt), zu nennen – dieser könne im Falle von erforderlichen medizinischen Maßnahmen sachlicher im Sinne des Verletzten entscheiden bzw. Ratschläge geben. Sinnvoll wäre auch der Abschluss einer Patientenverfügung und einer Vorsorgevollmacht.

Also, so gut sich die ICE Idee sich im ersten Moment anhört – eine ICE Nummer im Telefon zu hinterlegen, bringt also keinen echten Vorteil. Allein schon, da im Notfall keiner der Retter nachsehen wird. Es handelt sich also um einen klassischen Hoax.