Lohnt sich das Samsung Galaxy Young 2 bei Aldi?

Aldi bietet ab dem 13. November 2014 das Samsung Galaxy Young 2 (SM-G130HN) für knapp 75 Euro an – wie schon beim vor kurzem angebotenen Lumia 625 liegt auch ein Aldi Talk Starter Kit mit einem Startguthaben von 10 EUR bei.

Letztlich erhält man das Einsteigersmartphone also für 65 EUR. Damit ist es etwas günstiger als derzeit bei Amazon, wo man auch 75 EUR zahlt, allerdings eben ohne das Starterkit.

Ist das Galaxy Young S2 aber empfehlenswert?

Das Display ist mit 3,5″ sehr klein und löst auch nur mit 320*480 Pixel auf. Websurfen und die meisten aktuellen Apps machen so keinen Spaß. Dazu trägt auch der schwache 1 GHz Prozessor bei, der beim installierten Android 4.4 (Kitkat) schnell an die Grenzen stößt.  Auch ist der Speicher mit nur 4 GB recht gering dimensioniert – eine SD Karte sollte man sich auf jeden Fall dazu kaufen, denn gut die Hälfte ist vom System her schon belegt. Und auch das Schreiben von Nachrichten (Whatsapp, SMS) ist wegen der sehr kleinen Display-Tasten eine hakelige Angelegenheit.

Letztlich ist es als Smartphone unterdimensioniert, als “normales” Handy ist es nicht sehr komfortabel zu bedienen.

Wer ein einfaches Smartphone braucht, sollte lieber etwas mehr investieren und sich z.B. ein Microsoft Lumia 630 zulegen, auf dem Windows Phone läuft, das auch eine deutlich bessere Nutzererfahrung bietet.

Wer wirklich nur ein Zweitgerät zum Telefonieren, SMSen und gelegentlichen Whatsapp braucht, ist hingegen mit einem günstigen Feature-Phone wie z.B. dem Nokia 301 besser bedient.

Dieses Smartphone Angebot von Aldi ist also weder ein echtes Schnäppchen, noch ist das Gerät sonderlich empfehlenswert.

Sicherung und Wiederherstellung bei Windows Phone

sicherung

Da Inzwischen viele wichtige persönliche Informationen auf dem Smartphone gespeichert sind, sollte man es unbedingt regelmäßig oder am besten automatisch sichern.

Hier ist erklärt, wie dies bei Windows Phone 8 und Windows Phone 8.1 funktioniert.

Backup bei Windows Phone

Nutzt man outlook.com als Mailanbieter mit seinem Windwows Phone, werden die Kontakte, Mails und Kalendereinträge ohnehin automatisch in der Cloud abgelegt.  Für andere Elemente sollte man die Sicherung aktivieren.

Das geht ganz einfach unter einstellungen > sicherung, wo man dann die verschiedenen Bereiche sieht, die gesichert werden können. Die Sicherung erfolgt dann automatisch regelmäßig, sobald man in einem WLAN eingewählt ist. Sollte drei Wochen keine Sicherung erstellt worden sein, warnt einen das Smartphone.

Doch was kann man bei den Sicherungsoptionen alles einstellen?

Der erste Punkt sind Apps und Einstellungen. Dahinter verbirgt sich die Sicherung der installierten Apps und der zugehörigen Einstellungen, also z.B.:

  • Auf dem Smartphone installierte Apps
  • Wenn die jeweilige App das unterstützt, Daten der App (z.B. Highscores und Fortschrittsangaben)
  • Passwörter und weitere Informationen der eingerichteten Konten
  • Die Anrufliste des Handys
  • Das Layout des Startbildschirms
  • Internet Explorer-Favoriten und Einstellungen
  • Benutzerdefinierte Wörter, die Du dem Wörterbuch des Handys hinzugefügt wurden
  • Weitere Grundeinstellungen des Smartphones

Am besten stellen Sie sowohl die Sicherung der Einstellungen und die App Sicherung auf EIN.

Auf dem Screen sehen Sie auch, wann die letzte Sicherung erfolgte.

Außerdem können Sie dort die Sicherungen verwalten. Sie sehen, welche Sicherungen in Onedrive gespeichert sind und wieviel Platz diese dort belegen. Tipp: Manchmal sind noch alte Sicherungen von Smartphones vorhanden, die Sie gar nicht mehr haben oder Sicherungsdateien, die Sie nicht mehr brauchen. Diese können Sie dann löschen, um mehr freien Speicher bei Onedrive zu haben.

Wenn Sie wieder zur Sicherungshaupseite zurückgehen (wie immer mit dem Zurück-Pfeil), können Sie die SMS Sicherung einschalten. Wenn Sie diesen Punkt aufrufen, kommen Sie zu den SMS Einstellungen, wo die erste Einstellungsmöglichkeit die SMS Sicherung ist. Wollen Sie diese aktivieren, stellen Sie den Schalter auf EIN. Damit werden auch die SMS Verläufe in die Sicherung mitaufgenommen.

Zuletzt gibt es unter den Sicherungseinstellungen den Punkt Fotos + Videos. Hier können Sie einstellen, ob Fotos und Videos automatisch zu Onedrive hochgeladen werden sollen.

Am besten ist nach meiner Erfahrung die Einstellung Beste Qualität sowohl für Bilder wie auch für Video. Diese werden dann nur gesichert, wenn man in einem WLAN ist, so dass man sein mobiles Datenvolumen nicht belastet. Außerdem werden die Originaldateien gesichert. Achtung: man sollte dann natürlich sicherstellen, dass man regelmäßig in einem WLAN ist.

Daneben haben ggf. einige Apps  eigene Sicherungseinstellungen.

Wiederherstellen der Sicherung

Das Wiederherstellen der Sicherung (Restore) ist ganz einfach:

Wenn Sie ein neues Handy einrichten oder Ihr bestehende Smartphone zurücksetzen mussten, geben Sie einfach das Microsoft Konto an, unter dem Sie auch die Sicherung erstellt haben. Sie werden dann gefragt, ob eine der bestehenden Sicherungen wiederhergestellt werden sollen.

Diese Anleitung gilt für Windows Phone Version 8.1. In anderen Versionen von Windows Phone können Details anders sein. Der Beitrag ist interessant für alle Besitzer von Windows Phone 8.1 Smartphones wie z.B. Microsoft (Nokia) Lumia 435, 520, 525, 530, 532, 535, 620, 630, 635, 640, 640 XL, 720, 730, 735, 820, 830, 920, 925, 930, 1020, HTC One M8 Windows, Samsung Ativ S, Blu Win HD oder Prestigio Multiphone.

Game of Phones – iPhone Fanboy vs. Samsung Fan

Kennen wir das nicht alle… überzeugte Fanboys, Marketing Opfer, leere Akkus, Viren in der Telefon-App und ein Anruf aus den 1990ern. Doch seht selbst:

Microsofts größter Fehler beim Kauf der Nokia Mobilsparte

Ich wollte es schon lange schreiben, aber aus gegebenem Anlass – Nokias here Navigation ist jetzt auch für Samsung Smartphones verfügbar – muss es jetzt mal raus:

Es war ein riesiger Fehler von Microsoft, nicht ganz Nokia zu übernehmen, sondern nur die mobile Gerätesparte.

Die kostenlose here offline Navigation war ein echtes Killer-Feature auf Windows Phone – doch diese Exklusivität ist jetzt leider weg. Weitere Probleme sehe ich in der Zukunft kommen, z.B. eigene Nokia Wearables oder auch die Lizensierung von Patenten (gerade im Kamerabereich) an andere Hersteller. Und irgendwann könnte Nokia sogar wieder Smartphones herausbringen…

Microsoft hat sich damit nur mehr Zeit gekauft, Nokia Geräte mit echtem Android zu verhindern. Für wenig mehr Geld hätte Ballmer das ganze Paket haben können.

Die Nokia Netzwerksparte hätte von MS in eine eigene Gesellschaft ausgelagert werden können, die offen für Beteiligungen strategischer Partner hätte sein können oder an die Börse gebracht worden wäre. Und das Patentpaket wäre so oder so ein Schatz in Microsofts Händen gewesen.

Wie auch immer – die die notwendige Akquisition wurde nur halbherzig durchgeführt und MS wird dafür einen Preis zahlen müssen.

Update 18.11.2014

Nokia hat mit dem Nokia N1 nun ein Android Tablet vorgestellt – auch wenn es sich nur um ein OEM Gerät handelt, auf dem das Nokia Label prangt. Ich denke, es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir 2016 auch Android Smartphones mit Nokia Label sehen werden… Meine Einschätzung, dass die Art und Weise, wie Steve Ballmer die Nokia Akquisition durchgezogen hat, ein riesiger Fehler war, bestätigt sich weiter.

Die Frage bleibt, ob MSFT jetzt noch einmal Geld in die Hand nimmt, um den Fehler zu korrigieren. Doch ob die Finnen das nach den Massenentlassungen wollen, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Saturn, Du bist doch schön blöd… oder das Hauptproblem von Windows Phone

So passiert im Saturn…

Ein Saturn in einer deutschen Großstadt am Rhein. Ich brauche eine SD Karte und schaue bei der Gelegenheit auf die schnelle vorbei, ob schon ein Lumia 930 ausgestellt ist, was leider nicht der Fall.

Bei den Ausstellungsstücken steht jedoch ein Familienvater, der sich das Nokia Lumia 630 Dual SIM ansieht, eine Mediamarkt Anzeige in der Hand, die das Smartphone für 139 EUR bewirbt.

Da ich vor wenigen Wochen das Lumia 630 für meine Tochter gekauft habe und wir sehr zufrieden sind, spreche ich ihn an. Ja, er sucht es für seinen 12-jährigen Sohn. Wir reden kurz über seine Anforderungen, insbesondere auch, was die Kindersicherheit angeht. Ich zeige ihm die Grundlagen der Bedienung. “Alles klar, dann kaufe ich das.”

Doch dann kommt die Verkäuferin. Im Gehen höre ich noch den Satz: “Das hat aber kein Android. Das heißt, dass darauf keine Apps laufen.” Das wird interessant – aus der Ferne beobachte ich, wie sich der potentielle Kunde andere Smartphones ansieht, dann aber ohne einen Kauf den Markt verlässt – ich spreche ihn daher draußen nochmal an. Das ganze hätte ihn jetzt doch verunsichert und er wolle sich in das Thema mehr einlesen.

Schön blöd von der Saturn Verkäuferin – einen Kunden, der eine feste Kaufabsicht hat, einfach mit einem falschen Argument zu verschrecken und wegzuschicken.

…doch ein grundlegendes Windows Phone Problem

Doch in diesem Fall zeigt sich ein Grundproblem – kaum ein Verkäufer in den ganzen Mobilfunkläden hat Ahnung von Windows Phone und empfiehlt blind Android, am liebsten gleich auch noch von Samsung – so geschehen bei der Vertragsverlängerung meiner Mutter, bei der ihr ein Samsung Galaxy S3 Mini nahegelegt wurde. Zum Glück konnte die Bestellung noch in ein Lumia 925 getauscht werden – und sie ist damit mehr als zufrieden.

Das ist die eigentliche Herausforderung, vor der Microsoft steht: Herz und Hirn des Verkaufspersonals öffnen, damit mehr Windows Phone Geräte unter die Menschen kommen. Klar, es ist einfacher das zu verkaufen, was 80% der anderen Kunden auch nehmen. Und natürlich ist ein Windows Phone Verkauf (noch) beratungsintensiver, so muss man dem Kunden sicher sagen, dass es eben kein Android ist, wovon die Käufer heutzutage schon fast blind ausgehen. Aber auch, dass…

  • fast alle wichtigen Apps verfügbar sind und es jeden Tag mehr werden.
  • bei den Lumias eine richtig gute kostenlose Navigationslösung mit dabei ist – bei vielen Modellen sogar weltweit (here drive+).
  • Windows Phone sicherer ist als Android.
  • es viele Möglichkeiten gibt, Kinder- und Jugendschutzschutzeinstellungen vorzunehmen.
  • bei Windows Phone 8.x eine gute Updateversorgung sichergestellt ist.
  • Windows Phone eine einfache und innovative Benutzeroberfläche hat.
  • Windows Phone mit schwächerer Hardware auskommt als Android – man also die technischen Daten nicht direkt vergleichen kann.

Wenn Microsoft es nicht schafft, seine Vertriebspartner zu überzeugen (wie wäre es mit Incentives…), muss man selbst aktiv werden. Mit mehr Promoständen, Shops in Shops – und ohnehin frage ich mich, warum es keine Microsoft Stores in Deutschland gibt…

Liste: Smartphones mit Windows Phone 8.x

HTC

  • 8S
  • 8X
  • 8XT

Huawei

  • Ascend W1
  • Ascend W2

LG

  • Lancet

Microsoft

  • Lumia 535
  • Lumia 540
  • Lumia 640
  • Lumia 640XL

Nokia

  • Lumia 520
  • Lumia 521
  • Lumia 525
  • Lumia 526
  • Lumia 620
  • Lumia 625
  • Lumia 630
  • Lumia 635
  • Lumia 720
  • Lumia 730
  • Lumia 735
  • Lumia 810
  • Lumia 820
  • Lumia 822
  • Lumia 920 und 920T
  • Lumia 925
  • Lumia 928
  • Lumia 930
  • Lumia 1020
  • Lumia 1320
  • Lumia 1520
  • Lumia Icon

Samsung

  • Ativ Odyssey
  • Ativ S
  • Ativ SE
  • Ativ S Neo

Samsung ATIV SE geleaked

Auch wenn Samsung hauptsächlich auf Android setzt – so ganz von Windows Phone können die Koreaner anscheinend nicht lassen. @evleaks hat jetzt Bilder vom Samsung ATIV SE geleaked, das als Samsung Huron/SM-W750V schon in einigen Statistiken aufgetaucht ist.

Das neue High-End Device soll ein 1080p Display (Full HD) mit 5″ haben. Ausweislich der Bilder wird es in den USA bei Verizon erscheinen. Weitere Details sind noch nicht bekannt.

Das Samsung S5 – ich bin beeindruckt

Worker Giving Thumbs UpJetzt ist es da, das Samsung Galaxy S5. Und wenn ich über das S4 noch ordentlich hergezogen habe fällt mir das diesmal deutlich schwerer – ganz im Gegenteil.

Nun gut, einige Dinge haben die Koreaner auch diesmal übertrieben. Über Geschmack lässt sich streiten und die meisten Kommentatoren finden es eher hässlich – aber wie auch jemand einwirft: meistens verschwinden die Samsungs eh in einer Hülle. Ich persönlich finde, dass 5,1″ für das normale Flagshipphone einfach zu groß sind, aber es wird ja bald sicher eine Mini Variante geben. Und dann haben wir auch den Samsungitis Effekt: viele Sensoren und Features ohne echten Sinn in ein Gerät gepackt, wobei mir hier an erster Stelle der Pulsmesser einfällt.

Unterm Strich hat Samsung aber deutlich mehr richtig gemacht als falsch. Die aus meiner Sicht wichtigsten Punkte:

  • Kein 2560*1440 Display sondern gute alte 1080p Full HD. Auf 5,1″ sieht man hier eh keinen Unterschied und Prozessor und Akku werden geschont.
  • Längere Laufzeit – denn mit dem 2.800 mAh Akku und dem optionalen PowerSave Mode dürfte das S5 deutlich länger durchhalten. Das ist es, was ich mir bei einem Smartphone wünsche, dass mein ständiger Begleiter sein soll.
  • Schutzklasse IP 67 – damit ist das S5 gegen eindringenden Staub und gegen zeitweiliges Untertauchen in Wasser geschützt.
  • Aus einem Guss – anders als beim S4 wirkt das S5 mehr aus einem Guss. Die Oberfläche wirkt aufgeräumter, die verschiedenen Sensoren und Funktionen sind besser integriert, Gear 2, Gear Neo und Gear Fit sind direkt verfügbar und gut auf das Smartphone abgestimmt. Und Samsung stellt unausgereifte Spielereien nicht so in den Vordergrund.
  • Kamera – die 16 MP Kamera ist richtig schnell. Und damit für die meisten Anwender sicher besser geeignet als die Nokia PureView Kameras, die zwar bessere Ergebnisse erzielen dürften, aber dem Fotografen mehr Geduld abverlangen. Allenfalls OIS (Optische Bildstabilisierung) hätte man sich noch gewünscht.

Die positiven Signale, die Samsung mit dem S5 setzt, dominieren deutlich. Und – vielleicht einmal abgesehen vom Design – setzt Samsung hier Standards und zeigt, dass man nicht alles technisch machbare in ein High-End Smartphone stecken muss, sondern dass es in der Praxis auf ganz andere Dinge ankommt. Jedenfalls gibt es derzeit wohl keinen anderes so rundes Gesamtpaket, weder im Android Lager noch bei Windows Phone. Sogar das iPhone muss wohl zurückstecken.

Es ist zu hoffen, dass andere Hersteller sich am S5 orientieren. Und dass es eine vergleichbare Windows Phone Variante geben wird.

Bild: (c) Allposters

Neues von Microsoft aus Barcelona

Bereits am 23. Februar hat Microsoft im Vorfeld des Mobile World Congress in Barcelona eine Pressekonferenz gegeben und einen Blick in die Zukunft von Windows und Windows Phone gegeben. Hier sind einige der Informationen:

Neue Grundlagen, Features und Apps

Folgende neue Features wurden bestätigt:

  • Dual SIM Support
  • Business Features wie VPN und S/Mime im WP 8.1 Update
  • Facebook Messenger kommt für Windows Phone
  • geänderte Hardwarevorgaben – es sind z.B. keine Hardwarebuttons und kein Kamerabutton mehr vorgeschrieben. Das neue Referenzdesign erlaubt einerseits noch günstigere Windows Phones sowie das einfache “Recycling” von bestehenden Android Modellen

Neue OEMs für Windows Phone

Mehr Hardwarepartner springen auf den Windows Phone Zug auf. Folgende wurden bekanntgegeben:

  • Foxconn
  • Gionee
  • JSR
  • Karbonn
  • Lenovo (!)
  • LG (war bereits mit WP 7 vertreten)
  • Longcheer
  • Xolo
  • ZTE

Bereits an Bord sind:

  • Nokia (bald Microsoft selbst)
  • HTC
  • Huawei
  • Samsung

Rechnet man noch die Hersteller dazu, die das mobile Windows for embedded Devices einzsetzen wie z.B. Panasonic, werden wir hoffentlich bald deutlich mehr Windows Phone Smartphones und andere Smart Devices sehen!

Für potentielle OEMs gibt es jetzt eine Informationsseite.

Windows 8.1

Windows 8.1 wird im Frühjahr ein großes Update erhalten, zu dem es auch einige Infos gab:

  • niedrigere Hardware-Anforderungen: Nur noch 1GB Speicher und 16GB Masenspeicher erforderlich
  • verbesserte Bedienung mit Tastatur und Maus

Weitere News von Microsoft

HIer noch interessante Informationshäppchen:

  • In Großbritannien war das Lumia 520 das am drittbesten verkaufte Smartphone im Dezember 2013. Nach dem iPhone 5s und dem iPhone 5c und vor allen Android Devices!
  • Microft wird sich 2014 beim Wachstum der Windows Phone Plattform wieder mehr auf Emerging Markets konzentrieren.

Google verkauft Motorola an Lenovo – und gewinnt mit seinem größten Fehler

King waiting at bus stop for bus with destination: Total World Domination. - New Yorker CartoonSo, es ist vorbei – für nicht ganz 3 Milliarden US$ kauft Lenovo Google die Mobile Sparte von Motorola ab. Das Geschäftsfeld mit den Set-Top Boxen wurde schon vor einiger Zeit für 2,35 Milliarden US$ an Arris abgegeben.

Nachdem Motorola 2012 für 12,5 Milliarden von Google gekauft wurde, verbleiben bei den Kaliforniern die meisten Motorola Patente sowie Teile der Forschungsabteilung. Das hat Google sich dann grob 4,25 Milliarden US$ kosten lassen (12,5 Milliarden abzüglich der beiden Verkäufe und dem Motorola Kassenbestand von damals 3 Milliarden US$). Verluste gab es dann noch durch das laufende Geschäft, das dürfte sich aber zumindest zum Teil durch niedrigere Steuerzahlungen kompensiert haben.

Warum Google Motorola gekauft hat, habe ich noch nie verstanden.

Die Glanzzeiten des Smartphone Pioniers waren 2012 schon lange vorbei und die meisten Droids fielen bei den Testern mehr oder weniger durch.  So schrieb The Verge über das Droid Max UltraThe Droid Ultra is among the worst smartphone hardware I’ve EVER seenNo one should ever buy this phone.” Das dann schon unter Google Führung entwickelte Moto X wurde freundlicher aufgenommen, hat aber nicht nur keine wirklichen Tiefen sondern eben auch keine wirklichen Höhen. Das Motorola Moto G verkauft sich zwar wie geschnitten Brot, das aber auch nur, da es einer der wenigen Androiden um die 170 EUR ist, die nicht ganz so schlimm ruckeln.

Blieben also noch die Patente, die Google in seinen Bilanzen mit etwas über 5 Milliarden US$ ansetzt – wenn sie das denn Wert wären, hätte sich die ganze Transaktion ja auch finanziell gelohnt. Das ist freilich zu bezweifeln, denn bisher haben sich die Motorola Schutzrechte als weitgehend stumpfes Schwert im Patente Krieg entpuppt.

So gesehen gab es also nie vernünftige Gründe für Google, Motorola zu kaufen. Und man könnte sagen, dass sich Google bei seiner größten Fehlentscheidung gegen einen Schrecken ohne Ende und für ein Ende mit Schrecken entschieden hat.

Auf den ersten Blick ist das richtig, auf den zweiten dürfte sich die Entscheidung aber als weiteren starken Schub für Google entscheiden. Zwar hat Google als Marktführer bei den mobilen Betriebssystemen nie einen eigenen Hersteller gebraucht (anders übrigens als Microsoft, die eigene Hardware brauchen, um bei Smartphones überhaupt noch eine Rolle zu spielen), doch ist man freilich auf die Hardware Partner angewiesen.

Mit Lenovo hat Google durch den Motorola Verkauf nun einen der derzeit potentesten Hersteller weiter in sein Lager gezogen und fester an sich gebunden – Lenovo wird voll auf Android setzen, alternative Betriebssysteme werden wir dort allenfalls am Rande sehen. Ähnlich übrigens wie bei Samsung – die Koreaner haben sich jetzt auch noch stärker an Google gebunden und werden Windows Phone und das eigene Tizen nun noch stiefmütterlicher behandeln als bisher.

Google hat seine Position im mobilen Markt mit der gesamten Motorola Transaktion also letztlich weiter gestärkt. Lenovo andererseits wird es mit der ehemaligen Kultmarke leichter haben, seine Smartphones in westlichen Ländern zu vermarkten.

Ob diese enge Bindung an Google für die Hersteller aber langfristig sinnvoll ist, ist jedoch eine ganz andere Frage.

Bild: (c) Allposters