Meinung: Russland, die Krim und ein paar Hintergründe

Schröder mal wieder

Altkanzler Gerhard Schröder hat wieder für Aufsehen gesorgt, indem er meinte, dass die Krim altes russisches Territorium sei – und wurde dafür gleich z.B. von der Bild kritisiert. Und auch als ich bei einem tweet anmerkte, dass er historisch damit nicht falsch liege, folgte gleich einige Einwände:

  • Historisch kann man fast alles begründen. Die Zeit geht aber darüber hinweg und formt neu.
  • Und wo historisch gesehen Polen schon war???
  • Historisch gesehen war aber auch Moskau mal polnisches Territorium.

Doch wie ist hier eigentlich die historische Situation?

Die Geschichte der Krim

Nach einer recht wechselvollen Geschichte gehörte die Krim seit dem 15. Jahrhundert als Vasallenstaat faktisch zum Osmanischen Reich und wurde 1774 unabhängig. Am 8. April 1783 erklärte Katharina II. die Krim “von nun an und für alle Zeiten” als russisch, was vom Osmanischen Reich mit dem Vertrag von Jassy am 6. Januar 1792 anerkannt wurde.

Nach den Irrungen und Wirrungen der Revolution und der beiden Weltkriege wurde die Krim zunächst eine Verwaltungseinheit (Oblast) innerhalb der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik (RSFSR).

1954 schlug der aus der Ukraine stammende Nikita Chruschtschow als sowjetischer Parteichef der “Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik” zu. Maßgeblich sollen dafür wirtschaftliche und verwaltungsrechtliche Gründe gewesen sein. Dass die Sowjetunion auseinanderbrechen könne, war für ihn wohl kaum vorstellbar. Gleichwohl dürfte dies ein Verstoß gegen die Verfassung der Russischen Föderation (RSFSR) gewesen sein, die die territoriale Integrität des Vaterlandes zu wahren verpflichtete. Und wenn hätten der Oberste Sowjet in Moskau und der in Kiew zustimmen müssen, was aber nicht geschah. Als der 1. Sekretär der KPdSU auf der Krim, Pawel Titow, gegen dieses Vorgehen protestierte, wurde er durch Dmytro Polianski ersetzt.

1991 dann sprach sich die Bevölkerung der Krim mit 93 % der Stimmen in einem Referendum für die Wiederbegründung der “Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik der Krim” (ASSK) als Subjekt der UdSSR und Teilnehmer des Unionsvertrages aus. Der Oberste Sowjet der Ukraine bestätigte dies grundsätzlich in einer Entscheidung am 12. Februar 1991, allerdings als Wiederbegründung der ASSK im Bestand der Ukrainischen SSR. Da eine ASSK jedoch vorher nie innerhalb einer Ukrainischen SSR existierte, kann es juristisch gesehen auch keine Wiederbegründung innerhalb dieser geben. Vollzogen wurde dies dennoch. Die Krim wurde jedenfalls zu einem Teil der Ukraine.

Im Budapester Memorandum von 1994 verpflichteten sich dann die Vereinigten Staaten von Amerika, Großbritannien und Russland gegenüber der Ukraine, als Gegenleistung für einen Nuklearwaffenverzicht die Souveränität und die bestehenden Grenzen derselben zu achten (Art. 1: The United States of America, the Russian Federation, and the United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland, reaffirm their commitment to Ukraine, in accordance with the principles of the CSCE Final Act, to respect the Independence and Sovereignty and the existing borders of Ukraine.)

Dessen ungeachtet wurde die Krim dann ab 2014 faktisch durch Russland annektiert.

Und jetzt? Ist die Krim russisch – und mal wieder etwas über reflexhafte Reaktionen

Ich bin kein Völkerrechtler und möchte und kann mir hier kein Urteil über den Status der Krim erlauben. Klar ist allerdings, dass sie zum einen historisch gesehen russisch ist und die Eingliederung in die Ukraine – 1954 und 1991 – juristisch fragwürdig ist.

Insoweit finde ich die Situation nicht mit ehemals deutschen oder polnischen Gebieten (s.o.) vergleichbar. Fraglich ist freilich, wie das Budapester Memorandum zu bewerten ist und ob dies für Heilung und damit wirksame Eingliederung der Krim in die Ukraine gesorgt hat.

So oder so: ganz eindeutig ist die Rechtslage nicht. Und statt reflexhaft auf die bösen Russen zu schimpfen und Schröders Aussage pauschal anzugreifen, sollte man sich differenziert mit der Geschichte befassen – einmal ganz abgesehen davon, dass die Krim nach wie vor ethnisch und kulturell russisch geprägt ist.

Zu dieser differenzierten Betrachtung gehört aber freilich auch, dass Art und Weise der Annexion der Krim durch Russland so nicht zu akzeptieren sind. Und darüber – und über die Krim allgemein – habe ich 2014 schon geschrieben, was immer noch aktuell ist.

Wie immer im Leben und gerade auf der Weltbühne ist nicht alles Schwarz / Weiß.

Bild: pixabay, Blick von Jalta aufs Meer

Meinung: Warum die Nationalspieler bei der WM die Nationalhymne mitsingen sollten – gerade in Russland

Ob man will oder nicht, eine Fußball-WM ist mehr als nur hintergründig auch immer etwas politisches. Das zeigt aktuell allein schon die Diskussion rund um das Austragungsland Russland, das vom mehr oder weniger lupenreinen Demokraten Putin regiert wird. Hier spielen eben Nationalmannschaften als Vertreter ihrer Staaten und keine kommerziellen Vereine wie der FC Bayern oder Beşiktaş Istanbul. Na gut, auch die Nationalmannschaften werden immer kommerzieller, worüber man diskutieren kann und sollte. Aber das ist ein anderes Thema.

Auch wird immer wieder heftig diskutiert, ob und welche Spieler bei der deutschen Nationalmannschaft vor dem Spiel die Nationalhymne mitsingen und welche nicht. Die, die nicht mitsingen werden dann nicht selten aus einschlägigen Ecken bisweilen scharf und persönlich kritisiert.

Die deutschtümelnde und nationalistische Intention dieser Kritik lehne ich ab.

Gleichwohl plädiere ich dafür, dass jeder Nationalspieler die Hymne mitsingen sollte. Und wenn einer nicht singen kann, sollte er zumindest so tun.

Warum?

Schauen wir zunächst auf den Text der Hymne, die dritte Strophe des Gedichts “Das Lied der Deutschen”, verfasst von August Heinrich Hoffmann von Fallersleben:

Einigkeit und Recht und Freiheit
für das deutsche Vaterland!
Danach lasst uns alle streben
brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
sind des Glückes Unterpfand:
|: Blüh im Glanze dieses Glückes,
blühe, deutsches Vaterland! :|

Zugegeben, in heutigen Tagen mag man über den Text aus Gender-Gesichtspunkten – Vaterland, brüderlich – problematisch finden. Aber die besungenen Werte “Einigkeit und Recht und Freiheit” sind nach wie vor – vielleicht gerade jetzt wieder – durchaus erstrebenswert und alles andere als verwerflich.

Weiter ist die Hymne ein Symbol für das Deutschland des Bonner Grundgesetzes. Ein demokratischstes, liberales, werteoffenes, rechtsstaatliches Deutschland. Einfach gesagt, wahrscheinlich das beste Deutschland, das es wahrscheinlich je gab.

Durch das Mitsingen der Hymne wird unterstrichen, dass man diese Werte unterstützt und hinter diesem Deutschland des Bonner Grundgesetzes steht.

Gerade bei der WM in Russland, das es mit dem Rechtsstaat und Menschenrechten nicht ganz so genau nimmt, und bei der auch viele Länder mitspielen, in denen die diesbezüglich Situation noch fragwürdiger ist, kann und sollte man als Spieler und mithin Repräsentant dieses Staates und damit auch seiner Werte diese offen vertreten und sich erst gar nicht dem Verdacht aussetzen, nicht hinter diesen zu stehen.

Danach geht es eh dann eh nur noch um den Ball.

Sollte es jedenfalls.

Disclaimer: Der Autor dieses Artikels hat die deutsche und die österreichische Staatsbürgerschaft und multikulturelle Vorfahren. An sich ruft er bei einer WM gerne “Hup Holland Hup”, aber die sind ja diesmal nicht dabei. So schreit er “Hopp Schwiiz” solange das “Nati” dabei ist und freut sich dann aber auch, wenn Deutschland am Ende wieder im Finale steht.

Nachtrag: Ursprünglich habe ich auf Facebook und twitter geschrieben:

Wer als Nationalspieler die Nationalhymne nicht mitsingt, hat in der Nationalmannschaft nichts verloren. Denn diese steht für das Deutschland des Bonner Grundgesetzes. Aufgeklärt, rechtsstaatlich, liberal, werteoffen. Und das kann und muss man offen vertreten und verteidigen.

Von dem “nichts verloren” rücke ich hiermit ab, das war zu sehr überspitzt ausgedrückt. Der Spieler sollte mitsingen. Er hat aber im Zweifel auch die Freiheit es nicht zu tun. Auch das gibt unsere Werteordnung her. Wenngleich ich diese Entscheidung aus den genannten Gründen problematisch sehe.

Liste: Nachrichten, die gezielt ins Weltall geschickt wurden

Hier finden Sie eine Liste mit Nachrichten aller Art, die von der Erde aus an mögliche außerirdische Lebensformen gezielt in den Weltraum gesendet wurden. Sie umfasst gesendete kosmische Nachrichten und mit Raumsonden ins Weltall  gestartete Plaketten und ähnliches.

“Liste: Nachrichten, die gezielt ins Weltall geschickt wurden” weiterlesen

Das russische Wappen

Das russische Wappen.

Liste: Nationalgerichte

Hier entsteht eine Liste mit den Nationalgerichten verschiedener Länder.

A

  • Abchasien
    Maisbrei – ähnlich wie Polenta – mit scharfer Sauce.
  • Afghanistan
    Qabuli Pulau (Kabuli Palau ), ein Reisgericht (Pilaw) mit Rosinen, Karotten und Lamm. Daneben gibt es in den einzelnen Regionen andere beliebte Gerichte.
  • Ägypten
    Ful (auch Fuul, Foul), ein Bohnengericht.
  • Albanien
    Fergese Tirane, ein Auflauf mit Paprika, Tomaten und Schafskäse.
  • Algerien
    Couscous in verschiedenen Variationen.
  • Andorra
    Trinxat, ein Gericht aus Kartoffeln und Weißkohl.
  • Angola
    Feijoada, ein Eintopf aus Bohnen und Fleisch; meist Schwein oder Rind. Ist an sich ein portugiesisches Gericht.
  • Antigua und Barbuda
    Pepper Pot, ein scharfer Eintopf mit Gemüse und Schweinefleisch.
  • Äquatorialguinea
    Poulet à la sauce aux arachides, Huhn mit Erdnussauce, sowie Mbika, das ist ein in Bananenblättern gegrillter Fisch mit Kürbiskernen.
  • Argentinien
    Natürlich Steaks in jeder Form und Locro, ein gut gewürzter Eintopf aus Mais, Bohnen, Kürbis und – sic! – Rindfleisch.
  • Armenien
    Chach, ein Eintopf mit Kuh- oder Lammhaxe.
  • Aruba
    Keshi Yena, ein Käseauflauf mit Hühnchen und Gemüse.
  • Aserbeidschan
    Plow, ein Reisgericht (Pilaw) mit zumeist Lammfleisch, Gemüse, Pinienkernen und Trockenobst.
  • Äthopien
    Doro Wot (an Festtagen), ein Eintopf mit Huhn. Sonst Injera, ein Brot aus Teff-Mehl.
  • Australien
    Pavlova, eine mit Sahne und Früchten gefüllte Torte aus einer Baisermasse.

B

  • Bahamas
    Conch, eine Schneckenart, die in verschiedenen Variationen zubereitet wird.
  • Bahrain
    Machboos Ala Djaj, das ist gewürzter Reis mit Huhn.
  • Bangladesh
    Ilish, eine Heringsart in verschiedenen Variationen, z.B. in Reisgerichten.
  • Barbados
    Fliegender Fisch mit Cou-Cou, einem Gericht aus Okra und Maismehl
  • Belgien
    Moules Frites (Muscheln mit Pommes Frites) in ganz Belgien. In Flandern zudem Waterzoi, ein deftiger Eintopf.
  • Bolivien
    Salteñas; Empanadas (Teigtaschen) mit einer Gemüse-Fleisch-Füllung.
  • Bosnien-Herzegowina
    Pita; hier eine Art Strudelauflauf.
  • Brasilien
    Wie in Angola isst man gerne Feijoada, einen ursprünglich portugiesischen Eintopf aus Bohnen und Fleisch, meist Rind. Dazu serviert man hier Reis und Gemüse.
  • Bulgarien
    Duvec, ein Fleisch-Gemüseeintopf, sowie Bob Tschorba, eine Bohnensuppe.

C

  • China
    Ein landesweites Nationalgericht gibt es nicht; grob kann man sich merken: Der Osten isst sauer, der Westen ist scharf, der Süden isst süss, der Norden isst salzig.

D

  • Dänemark
    Flæskesteg: Schweinabraten mit Schwarte aus dem Ofen, der mit Kartoffeln und brauner Sauce gegessen wird.
  • Deutschland
    Auch die deutsche Küche ist regional sehr unterschiedlich. Was aber im ganzen Land beliebt ist, ist Sauerkraut – nicht umsonst heißen wir in vielen Ländern “Krauts”. Und so kann man Sauerkraut mit Eisbein und/oder Wurst durchaus als deutsches Nationalgericht bezeichnen. Mehr dazu kann man hier nachlesen.

E

  • Estland
    Verivorst (Blutwurst) serviert mit Mulgikapsad (Sauerkraut).

F

  • Fidschi
    Kokoda, mit Limetten mariniertes Fischfilet.
  • Finnland
    Die Finnen selbst haben anlässlich des 100. Geburtstag des Landes Roggenbrot zum Nationalgericht gewählt.
  • Frankreich
    Pot au Feu, das ist ein geschmortes Rindfleischgericht, das in Abwandlungen in ganz Frankreich beliebt ist.

G

  • Griechenland
    Moussaka.

I

  • Indien
    Curry, das regional sehr unterschiedlich ausfallen kann.
  • Irland
    Irish Stew, ein Eintopfgericht.
  • Island
    Hangikjöt (Lamm).
  • Italien
    Pasta in allen Variationen.

K

  • Kasachstan
    Beshbarmak, ein Gericht aus Kartoffeln, Teigstücken, Zwiebeln und Fleisch, wobei je nach Region Rind, Lamm oder Pferdefleisch verwendet wird.
  • Kosovo
    Flia, eine Art Pastete, die über offenem Feuer zubereitet wird.
  • Kroatien
    Cevapcici .

L

  • Lettland
    Putra (Gerstensülze)
  • Libanon
    Taboule, ein Couscous-Salat.
  • Liechtenstein
    Rebl (Ribel), ein Gericht aus Maismehl.
  • Litauen
    Cepelinai (gefüllte Kartoffelklöße)
  • Luxemburg
    Judd mat Gaardebounen (Schweinenacken mit Bohnen)

M

  • Malta
    Lampuki (Goldmakrele), z.B. gegrillt oder Fenek (Kaninchen) in jeder Form.
  • Mazedonien
    Tavče gravče, überbackene Bohnen.
  • Moldawien
    Drob (Teigtaschen mit Hammelinnereien)
  • Monaco
    Barbajuan, das sind kleine gefüllte Teigtaschen, die in Monaco anders als sonst mit Kartoffeln gefüllt werden.
  • Montenegro
    Karpfen mit Pflaumen.

N

  • Neuseeland
    Wie auch in Australien Pavlova, eine mit Sahne und Früchten gefüllte Torte aus einer Baisermasse.
  • Niederlande
    Stamppot – Kartoffel-Gemüse Eintopf.
  • Norwegen
    Får i kål – Norwegischer Hammel-Kohl-Eintopf.

O

P

  • Polen
    Bigos, ein Eintopf mit Sauerkraut und verschiedenen Fleischsorten.
  • Portugal
    Bacalhau (Stockfisch)

R

  • Rumänien
    Mici: gegrillte Hackfleischröllchen.
  • Russland
    Schtschi, eine Kohlsuppe; Pelmeni, das sind kleine mit Fleisch gefüllte Teigtaschen sowie Bliny (kleine Pfannkuchen). Außerdem Kaviar und Vodka.

S

  • San Marino
    Torta Tre Monti (Torte der drei Berge)
  • Schweden
    Köttbullar (Hackfleischbällchen).
  • Schweiz
    Käsefondue
  • Serbien
    Djuvec Reis.
  • Slowakei
    Bryndzové halušky (Brimsennocken).
  • Slowenien
    Ajdovi zganci (Heidensterz), ein Gericht aus Buchweizenmehl, Grieben und Öl.
  • Spanien
    Paella.
  • Swasiland
    Huhn mit Pap, einem Maisbrei.

T

  • Tonga
    Lu, ein Gericht mit Hackfleisch und weiteren Zutaten wie Kokosmilch, Zwiebeln und Tomaten, das in Taro- und Bananenblätter gewickelt in einem Erdofen gegart wird.
  • Trinidad und Tobago
    Callaloo, eine Suppe auf Basis von Taro-Blättern, Okra und Kokosnussmilch. Oft wird noch Fleisch dazu gegeben und sie wird wie ein Eintopf eingekocht.
  • Tschechien
    Vepřo-Knedlo-Zelo, das ist Schweinefleisch-Knödel-Kraut.
  • Türkei
    Kury Fasulye, ein Bohneneintopf, sowie Grillgerichte.

U

  • Ukraine
    Borschtsch, eine Gemüsesuppe, die meist mit roter Beete zubereitet wird.
  • Ungarn
    Pörkölt – das, was wir als Gulasch bezeichnen.
  • Uruguay
    Chivito: Filetsteak mit Mozzarella, Tomatenscheiben, Mayonnaise, Oliven, gekochtem Schinken und hart gekochten Eiern oder Spiegelei im Brötchen oder Fladenbrot serviert.

V

  • Vatikanstadt
    Hier gibt es kein Nationalgericht, gegessen wir meist italienisch.
  • Venezuela
    Abellón criollo: Zerpflücktes Rindfleisch mit gedünsteten schwarzen Bohnen, Reis und gebratenen Kochbananen.
  • Vereinigtes Königreich
    Auch im vereinigten Königreich ist es schwer, ein einheitliches Nationalgericht zu finden. In Wales ist es Cawl, ein Eintopf aus Lamm und Lauch. In Schottland isst man Haggis, gefüllten Schafsmagen. Nordirland ist hinsichtlich seiner Küche eher an Irland ausgerichtet und in England dürfte es das Roastbeef sein. In ganz Großbritannien ist aber Fish and Chips beliebt.
  • Vietnam
    Pho, die scharfe Nudelsuppe mit Fleisch.

W

  • Weißrussland
    Draniki, eine Art Kartoffelpuffer.

Z

  • Zentral­afrikanische Republik
    Ein echtes Nationalgericht gibt es nicht, oft gegessen wird jedoch ein Brei aus Maniok.
  • Zypern
    Kleftiko, mit Kartoffeln im eigenen Saft gegartes Ziegen- oder Lammfleisch; idealerweise aus dem traditionellen Lehmofen.

10 Fakten über Alaska als Bundesstaat der USA

  1. Alaska wurde erst am 3. Januar 1959 der 49. Bundesstaat der USA. Nachdem es mit Wirkung zum 18. Oktober 1867 offiziell in amerikanischen Besitz überging, nachdem die USA es von Russland kauften, war es zuerst in verschiedenen Formen Sonderverwaltungszone. Das Kürzel ist AK.
  2. Die Flagge Alaskas zeigt die Sternkonstellation Großer Bär mit dem Polarstern in Gold auf dunkelblauem Grund; das Motto des Staates ist “North to the Future”.
  3. Es ist eine Exklave der USA ganz im Nordwesten des Kontinents und grenzt im Osten an Kanada, im Westen an das Beringmeer, im Norden an das Nordpolarmeer und im Süden an den Golf von Alaska, der ein Teil des Pazifischen Ozeans ist. Wie Sarah Palin einmal so schön feststellte: Im Westen kann man Russland sehen, denn zwischen der Kleinen Diomedesinsel (Alaska) und der Grossen Diomedesinsel (Russland) liegen keine 4 km.
  4. Die Fläche Alaskas beträgt 1.717.854 km² und die Einwohnerzahl liegt bei rund 710.000 Einwohnern.
  5. Hauptstadt ist Juneau.
  6. Der Name Alaska leitet sich von dem aleutischen Wort “Alaxsxag” ab, was soviel heißt wie “Land, in dessen Richtung das Meer strömt”.
  7. Der Staat hat als Spitznamen “Last Frontier”.
  8. Alaska ist einer der reichsten Staaten der USA, woran insbesondere die Ölvorkommen und andere Rohstoffe wie Gold und auch Holz beitragen.
  9. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören zahlreiche Naturparks, Naturdenkmäler und Wildschutzgebiete. Das berühmteste Hundeschlittenrennen der Welt- das Iditarod-Rennen von Anchorage nach Nome – findet ebenfalls in Alaska statt, ebenso wie viele Musikfestivals. Besonders für Naturliebhaber ist Alaska eine Reise wert.
  10. Der in Alaska gelegene Denali (vorher Mount McKinley) ist mit 6190m der höchste Berg Nordamerikas, hier ist eine Liste der höchsten Berge in Alaska.

Lesetipp:

Bild: Pixabay

Stand: 25. März 2017

10 Dinge, die man in Moskau gemacht haben sollte – Vorschläge von Sonja

  1. Natürlich das Weltkulturerbe – der Rote Platz – mit all seinen bunten Zwiebeltürmen, Gebäuden, Denkmälern und dem Kreml. Besonders schön wirkt der Rote Platz bei Nacht, umgeben von den Lichtern des (Warenhauses) GUM – hier gibt es auch einiges zu sehen; die aufwändige Fassade, Architektur und Dachkonstruktion sowie die luxuriösen Geschäfte und Lebensmittel aus aller Welt.
  2. Im Kontrast zu der russisch-klassizistischen Architektur steht der moderne Großstadtdschungel Moskaus. Die größten Wolkenkratzer gibt es in „Moskwa City“. Auf jeden Fall einen Blick wert.
  3. Auf dem ehemaligen Landsitz von Katharina der Großen befindet sich einer der schönsten Parks; der „Zarizyno-Schlosspark” am Rande der Stadt. Im Winter kann man auf dem zugefrorenen Teich spazieren, im Sommer die Natur genießen.
  4. Einmal das berühmte „Bolschoi Theater” erleben. Um Tickets sollte man sich einige Monate im Voraus kümmern, vor allem wenn man die beliebten Stücke wie Schwanensee oder Nußknacker anschauen möchte. Sollte man dort keine Karten mehr kriegen, ist das „Maly-Theater” alternativ auch sehr schön.
  5. Die russischen Speisen kosten. Fast in jedem Supermarkt gibt es ausgefallene Torten und Süßwaren, die meist unwahrscheinlich süß sind. Die riesige Auswahl an Spirituosen, vorrangig Vodka, wird wohl kaum jemanden überraschen. Aber auch von Bieren gibt es zahlreiche Auswahlmöglichkeiten. Dazu essen Russen z. B. eingelegte Gurken/eigelegte Gemüsesorten, Stockfisch oder „braunshveygskaya” Wurst (брауншвейгская колбаса). Zu empfehlen sind auch kaukasische Restaurants; dort immer einen extra Teller mit Kräutern bestellen.
  6. Abenteuerlustige können von Moskau aus über die längste Eisenbahnstrecke der Welt weiterreisen. Mit der transsibirischen Eisenbahn quer durch Russland; über die Mongolei nach China; Endstation Peking.
  7. Die schönen russisch-orthodoxen Kirchen Moskaus besichtigen. Ganz oben auf der Liste die Christ-Erlöser-Kathedrale. Fußläufig auch vom Roten Platz erreichbar.
  8. Wer die Moskauer Innenstadt von oben sehen möchte, der gehört auf das Dach des Ritz-Carlton Hotels. In der hoteleigenen Rooftop-Bar „O2 Lounge” sind die Cocktails inklusive Ausblick jeden Rubel wert. Spätestens aus dieser Perspektive offenbart sich Moskaus Schönheit.
  9. Sich inmitten von mehreren Millionen Menschen mit der Moskauer Metro fortbewegen. Nicht nur, weil die Stationen als „unterirdische Paläste” bekannt sind, sondern weil man in Moskau das Auto lieber stehen lassen sollte. Hier verlängert sich der Weg mit dem Auto meist um das 3-fache. Es bietet sich an, immer einen Linienplan bei sich zu tragen, da die Übergänge und das U-Bahn-System sich erstmal im Gedächtnis einspielen müssen. Man wird aber feststellen, dass das System sehr durchdacht ist und in Relation mit dem Menschenaufkommen bestens funktioniert. Fast jede Station erzählt eine eigene Geschichte; an der Station „Ploschad Revoluzii” kann man dem berühmten Glückshund die Schnauze streicheln – soll Glück bringen.
  10. Unbedingt einmal im Winter herreisen; den Schnee und Frost erleben. In den Wintermonaten sinkt die Temperatur tief in die zweistelligen Minusgrade. Die Stadt ist weiß ummantelt, an den Gebäuden hängen lange, spitze Eiszapfen, am Roten Platz spielt Musik aus alten Sowjetfilmen, inmitten die Eislaufbahn unter freiem Himmel, die Innenstadt ist fast vollkommen eingehüllt in Lichterketten.

In der Reihe “10 Dinge, die man in … gemacht haben sollte” werden Orte, Dinge, Veranstaltungen und anderes vorgestellt, die man in Städten oder Regionen gemacht haben sollte. 

Diese Tipps für Moskau sind von Sonja Parkhomenko.

10 Fakten zum 30. Dezember

  1. Felix hat heute Namenstag.
  2. Heute im Jahre 1916 wird der russische Wanderprediger und Geisterheiler Grigori Jefimowitsch Rasputin ermordet. Seitdem er einen Sohn des Zaren geheilt hatte, genießt Rasputin großen Einfluss am Zarenhof, was Teilen der Zarenfamilie und der russischen Machtelite missfällt. So gehören zu den Mördern und Hintermännern Fürst Felix Felixowitsch Jussupow, Prinzessin Irina Alexandrowna, der Dumaabgeordnete Wladimir Purischkewitsch, Großfürst Dimitri Pawlowitsch, Hauptmann S. Suchotin des Preobraschenskij-Regiments und der Sanitätsarzt Dr. S. S. Lasowert; unterstützt werden Sie durch den britischen Geheimdienst. Rasputin wird am Hofe von Fürst Jussupow mutmaßlich zu Tode gefoltert und geprügelt. Aufgrund der hohen Stellung der Täter werden diese nicht bestraft, was zu einem massiven Ansehensverlust des Zaren in der Bevölkerung führt. Dies wiederum trägt maßgeblich zum Sturz des Zaren während der russischen Revolution bei. Somit wird eine der Warnungen Rasputins an den Zaren wahr: “Wenn ich sterbe oder wenn ihr mich fallen lasst, werdet ihr euren Sohn und die Krone verlieren, bevor sechs Monate vergangen sind.”
  3. Die Russische Sozialistische Föderative Sowjetrepublik, die Ukrainische SSR, die Weißrussische SSR und die Transkaukasische SFSR schließen sich 1922 zur Sowjetunion zusammen.
  4. Der Gründungsparteitag der Kommunistischen Partei Deutschlands beginnt ebenfalls 1922 in Berlin.
  5. Rumänien wird 1947 eine kommunistische Volksrepublik.
  6. Das Musical “Kiss Me Kate” hat 1948 in New York Premiere. Es basiert auf “Der widerspenstigen Zähmung” von William Shakespeare.
  7. Im Jahr 2006 wird das Todesurteil am ehemaligen irakischen Diktator Saddam Hussein vollstreckt, er stirbt durch den Strang.
  8. 2011 entfällt der 30. Dezember auf Samoa und Tokelau; die Inseln springen vom 29. Dezember direkt auf den 31. Dezember. Damit wechseln sie von der östlichen auf die westliche Seite der Datumsgrenze.
  9. Golfer Tiger Woods wird 1975 geboren.
  10. Der ehemalige Bundestrainer Berti Vogts kommt 1955 auf die Welt.

10 Fakten zum 12. Dezember

  1. Kenia feiert seine 1963 erlangte Unabhängigkeit von Großbritannien.
    Chantal und Johanna haben heute Namenstag.
  2. Im Jahre 1787 ratifiziert Pennsylvania die Verfassung und wird damit der zweite Bundesstaat der USA.
  3. Am 14. Dezember 1837 entlässt Ernst August I., König von Hannover, sieben Professoren der Universität Göttingen, die vorher gegen die Abschaffung von Hannovers vergleichsweise liberaler Verfassung protestiert haben. Die teils auch heute noch bekannten Gelehrten werden als “Göttinger Sieben” bekannt: Wilhelm Eduard Albrecht (Staatsrechtler), Friedrich Christoph Dahlmann (Historiker), Heinrich Ewald (Orientalist), Georg Gottfried Gervinus (Literaturhistoriker), Jacob Grimm (Jurist und Germanist),  Wilhelm Grimm (Jurist und Germanist) und Wilhelm Eduard Weber (Physiker).
  4. Dem italienischen Forscher Guglielmo Marconi gelingt 1901 die erste Funkübertragung über den Atlantik – er sendet den Buchstaben “S” als Morsecode.
  5. Winnetou und Shatterhand im Tal der Toten” wird 1968 in München zum ersten mal aufgeführt. Es ist die letzte Karl-May-Verfilmung mit Pierre Brice und Lex Barker.
  6. Auf einem Sondergipfel in Paris beschließt die NATO am 12. Dezember 1979 den sog. “Doppelbeschluss”, bei dem einerseits dem Warschauer Pakt Abrüstungsverhandlungen angeboten werden, andererseits die Stationierung von neuen amerikanischen atomar bestückten Pershing II und BGM-109 Tomahawk (Cruise Missile) Raketen festgelegt wird. Der Beschluss führt zu großen Protesten der Friedensbewegung in der Bundesrepublik, leistet aber langfristig einen wesentlichen Beitrag zum Ende des kalten Krieges und des Wettrüstens.
  7. 1985 wird Joschka Fischer als hessischer Staatsminister für Umwelt und Energie vereidigt. Es ist das erste Ministeramt für einen “Grünen”. Da Fischer bei der Zeremonie Sportschuhe trägt, spricht man vom “Turnschuhminister”.
  8. Die ersten freien Wahlen zur Duma finden im Jahr 1993 in Russland statt, gleichzeitig wird die neue russische Verfassung in einer Volksabstimmung angenommen. Die meisten Stimmen erhalten die Liberal-Demokraten und die Kommunisten.
  9. Edvard Munch (“Der Schrei”) kommt 1863 auf die Welt.
  10. Frank Sinatra wird 1915 geboren.

Bild: Pershing II Rakete, gemeinfrei.

10 Fakten zum 8. Dezember

  1. Heute ist das “Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria”, auch “unbefleckte Empfängnis” oder “Mariä Empfängnis” genannt. Die katholische Glaubenslehre geht davon aus, dass Maria zwar von ihren Eltern natürlich gezeugt und geboren wurde, dabei aber von Gott von der Erbsünde befreit wurde. Das heutige Hochfest ist also von der Jungfrauengeburt Jesu’ zu unterscheiden, wird aber oft mit dieser verwechselt. In Österreich, Liechtenstein und den katholischen Kantonen der Schweiz ist heute gesetzlicher Feiertag, ebenso in vielen anderen katholischen Ländern wie z.B. Italien, Spanien, Argentinien und Chile.
  2. In Bulgarien und Mazedonien wird heute der “Tag des Studenten” gefeiert, der in Mazedonien gleichzeitig Nationalfeiertag ist.
  3. Edith hat heute Namenstag.
  4. Der Brand im Wiener Theater an der Ringstraße (Ringtheater) im Jahre 1881 fordert mindesten 384 Todesopfer, wahrscheinlich noch mehr. Da es eklatante Mängel gegeben hat, ist das Unglück Anlass für die Einführung umfassender vorbeugender Brandschutzvorschriften.
  5. In einer Werbeanzeige in den USA wird 1921 zum ersten mal das Sprichwort “One Look is Worth A Thousand Words” (Ein Bild sagt mehr als tausend Worte). Der Urheber, Fred R. Barnard, behauptet, es handle sich um ein chinesisches Sprichwort, gibt später aber zu, dies nur gesagt zu haben, damit “die Leute es ernst nehmen”.
  6. Der zweite Weltkrieg nimmt 1941 eine entscheidende Wende: nach dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor am Vortag erklären die USA Japan den Krieg.
  7. Die erste Folge “Lindenstraße” wird 1985 ausgestrahlt.
  8. Die Staatsoberhäupter von Russland, Weißrussland und der Ukraine beschließen 1991 das formelle Ende der Sowjetunion und gründen die Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).
  9. Schauspielerin Teri Hatcher (Desperate Housewives) wird 1964 geboren.
  10. Die irische Musikerin Sinéad O’Connor (Nothing compares to you) kommt 1965 auf die Welt.