10 Fakten über Saljut 3

  1. Saljut 3 war eine sowjetische Raumstation, die am 25. Juni 1974 gestartet wurde.
  2. Es handelte sich bei Saljut 3 um die fünfte sowjetische Raumstation, die gestartet wurde, aber erst die zweite, die eine Besatzung aufnahm. International war es die sechste gestartete Raumstation.
  3. Saljut 3 war eine eigentlich eine militärische Mission der Almas Serie (Almas 2), wurde jedoch aus Gründen der Geheimhaltung Saljut genannt, die Bezeichnung für die zivilen DOS Missionen. Westliche Beobachter waren sich über die militärische Nutzung aber recht schnell sicher, da ein für Spionage optimaler niedriger konstanter Orbit gewählt, militärische Funkfrequenzen genutzt und eine entsprechend ausgebildete Crews eingesetzt wurden.
  4. Es ist auch die einzige Raumstation, von der man sicher – wenn auch nur inoffiziell – weiß, dass sie bewaffnet war. Sie war mit einer Nudelman-Richter NR-23 Maschinenkanone ausgestattet, von der minderstens bei einer der Missionen gefeuert wurde, um die Wirkung des Rückstoß zu testen. Angeblich wurde bei den Tests ein Satellit zerstört.
  5. Die Gesamtlänge der Stationen betrug ca. 14,5 Meter, das Gewicht ca. 18,9 Tonnen und der Durchmesser an der breitesten Stelle ca. 4,15m.
  6. Die erste Mannschaft dockte mit Sojus 14 am 4. Juli 1974 an und blieb für 15 Tage an Bord. Eine der Hauptaufgaben war das Erstellen von Spionage-Bildern.
  7. Die Mannschaft der am 24. August 1974 gestarteten Sojus 11 sollte ebenfalls an Salhut 3 andocken, was aber aus technischen Gründen misslang. Die TASS sprach in der Folge von einem reinen Andock-Test, um das Scheitern zu verschleiern.
  8. Daneben fanden etliche Tests statt, die von der Bodenstation aus gesteuert wurden. Angeblich wurden auch einige Schuss-Tests von dort aus ausgeführt
  9. Am 24. Januar 1975 trat die Raumstation planmäßig über dem Pazifik in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
  10. Saljut 3 war insgesamt 283 im Orbit. Es war lediglich eine Mannschaft für 15 Tage an Bord.

10 Fakten über Kosmos 557

  1. Kosmos 557 war eine sowjetische Raumstation der Saljut Serie, die am 11. Mai 1973 gestartet wurde.
  2. Es handelte sich um die dritte zivile sowjetische Raumstation (DOS3) nach Saljut 1 (DOS1) und der gescheiterten Saljut 2A (DOS2).
  3. Insgesamt war es die vierte sowjetische Raumstation, wenn man die militärische Sojus 2 (Almas 1) berücksichtigt.
  4. Die Station war weitgehend baugleich mit den übrigen Saljut Stationen und wog ca. 19,4t.
  5. Die Station erreichte zwar eine Erdumlaufbahn, konnte aber nicht stabilisiert werden, da die Kommandoübertragung nicht korrekt funktionierte.
  6. Am 22. Mai 1973 trat die Raumstation unplanmäßig unweit von Bolivien in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
  7. An sich sollte die Station eine Sojus Bezeichnung erhalten, da man den Rest der Welt nach dem Scheitern aber nachträglich im unklaren lassen wollte, nannte man die Mission dann Kosmos 557.
  8. Es dockte kein Raumschiff an Kosmos 557 an.
  9. Die Station absolvierte wahrscheinlich 175 Erdumrundungen.
  10. Kosmos 557 blieb lediglich 11 Tage im All.

10 Fakten über Saljut 2

  1. Saljut 2 war eine sowjetische Raumstation, die am 3. April 1973 gestartet wurde.
  2. An sich handelte es sich bei dieser Sojus 2 Mission um einen Prototyp der streng geheimen militärischen Almas-Station. Um dies zu verschleiern, wurde ebenfalls eine Sojus Bezeichnung gewählt.
  3. Die eigentliche – ursprüngliche – Saljut 2 startete am 2. Juli 1972, die Trägerrakete explodierte aber kurz nach dem Start. Diese ebenfalls nicht erfolgreiche Mission wird als Saljut 2A bezeichnet.
  4. 13 Tage nach dem Start kam es zu einem Druckabbau in der Station.
  5. Ab dem 25. April wurden keine Telemetriedaten mehr von der Station übertragen.
  6. Am 28. Mai 1973 trat die Raumstation unplanmäßig unweit von Australien in die Erdatmosphäre ein und verglühte.
  7. Am gleichen Tag gab die sowjetische Nachrichtenagentur TASS bekannt, dass die Mission beendet sei, es wurde aber kein Erfolg vermerkt.
  8. Es dockte kein Raumschiff an Saljut 2 an.
  9. Saljut 2 blieb 54 Tage im All.
  10. Als vermutliche Ursache für das Scheitern dieser Mission gilt, dass es zu einer Explosion in der letzten Stufe der Trägerrakete kam, wodurch die Station beschädigt wurde.

10 Fakten zum 11. Oktober

  1. Es ist der von der UNO ins Leben gerufene Weltmädchentag (“International Day of the Girl Child”). Dabei wird auf die nach wie vor bestehenden Benachteiligungen von Mädchen in vielen Ländern aufmerksam gemacht. Außerdem ist heute Coming Out Day (COD). Dieser Tag hat drei Ziele: Es soll auf die Situation insbesondere homosexueller Jugendliche hingewiesen werden, Schwule und Lesben sollen ermuntert werden, sich zu outen und sie sollen aktiv ihren Lebensstil in der Öffentlichkeit zeigen. Der Tag wird besonders im angelsächsischen Raum begangen, aber auch in Deutschland gibt es Aktionen.
  2. Bruno und Manuela haben heute Namenstag.
  3. Am 11. Oktober 1634 geht bei der Burchardiflut (Bild) die damals größte Insel im Wattenmeer, “Strand”, weitgehend unter. Die Küstenlandschaft wird nachhaltig verändert und erhält ihren heutigen Verlauf. Über 10.000 Menschen sterben. Reste von Strand sind Pellworm, Nordstrand sowie die Halligen Nordstrandischmoor und Südfall.
  4. Pioneer 1, die erste Mondsonde der USA, wird 1958 gestartet. Die Mission scheitert jedoch und die Sonde erreicht den Mond nicht. Und auch sonst ist dieser Tag in der amerikanischen Raumfahrt ereignisreich: 1968 startet mit Apollo 7 die erste bemannte Mission des Apollo Programms, 1984 unternimmt Kathryn Dwyer Sullivan als erste Amerikanerin einen Außeneinsatz im All und im Jahr 2000 startet die Discovery zur 100. Mission einer US-Raumfähre.
  5. Konrad Adenauer tritt im Jahr 1963 im Alter von 87 Jahren als Bundeskanzler zurück.
  6. Ronald Reagan und Michael Gorbatschow treffen sich 1986 zu einem historischen Gipfeltreffen in Island, das allerdings schon am nächsten Tag vorzeitig abgebrochen wird, da die USA auf ihrer SDI Initiative (“Star Wars”) beharren.
  7. 1987 wird der ehemalige Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Uwe Barschel, tot in einer Badewanne eines Genfer Hotels aufgefunden. Auch wenn ein Selbstmord als wahrscheinlich gilt, sind die Umstände seines Todes nach wie vor ungeklärt.
  8. Der österreichische FPÖ Politiker Jörg Haider stirbt 2008 spektakulär bei einem von ihm selbstverschuldeten Autounfall.
  9. Gustav Struve, deutscher Revolutionär, kommt 1805 auf die Welt.
  10. Eleanor Roosevelt wird 1884 geboren.

10 Tipps, was man rund um den Mars lesen und anschauen sollte

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  1. Um in Stimmung zu kommen, liest man am besten den “Marsianer” – hier meine Kurzkritik. Bis darauf, dass die kosmische Strahlung nicht problematisiert wird, eine sehr realistische Darstellung. Wer keine Zeit zum lesen hat, kann sich den Film anschauen.
  2. Vor drei Jahren habe ich schon drüber gebloggt, dass es sinnvoll wäre, zum Mars zu fliegen. Hier mein damaliges Plädoyer.
  3. Und was wäre diese Blog ohne 10 Fakten über den Mars?
  4. “Auf zwei Planeten” ist ein alter Science-Fiction Roman, der thematisiert, was passieren würde, wenn eine überlegene Mars-Zivilisation und die Menschen aufeinanderstoßen würden. Nicht nur spannend, sondern auch zum Denken anregend. Meine Kurzkritik hier. Ist übrigens kostenlos für den Kindle.
  5. Was macht eigentlich die NASA in Sachen Mars? Kann man alles auf Ihrer Sonderseite zum Thema nachlesen.
  6. Sie mögen gerne opulente Bildbände? Gibt es natürlich auch über den Mars!
  7. Ist der Mars gerade am Himmel zu sehen? Und wenn ja, wo? Das erfährt man z.B. hier (Link für den Monat September, sonst einfach auf der Seite suchen).
  8. Infos rund um den Mars speziell für Kinder gibt es bei der ESA.
  9. Elon Musk hat Pläne vorgestellt, den Mars zu kolonisieren. Und das kann man sich am besten bei SpaceX direkt durchlesen.
  10. Und zum Schluss Spaß pur: “Mars Attacks” ist wohl einer der lustigsten und abgedrehtesten SciFi Filme. Viel Spaß!

Bild: NASA (Hubble Teleskop).

Warum die Marspläne von Elon Musk die Erde zu einem besseren Ort machen können – und ein paar andere Gedanken dazu

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Er hat es getan: Elon Musk hat seine Pläne vorgestellt, eine Kolonie auf dem Mars zu gründen. Wie diese im Detail aussehen, können Sie momentan fast überall nachlesen, am besten bei SpaceX selbst.

Ich muss wohl keinem erzählen, dass ich diese Idee großartig finde – schon vor über drei Jahren habe ich hier ein Plädoyer dafür gehalten, bemannte Marsmissionen zum planetaren Ziel zu erklären.

Die drei großen Fragezeichen

Allerdings: Musks Pläne für eine riesige Marskolonie sind aus einer Vielzahl von Gründen schwierig, von denen ich drei besonders herausgreifen möchte:

Kosmische Strahlung – Der Mars hat nur ein schwaches Magnetfeld, so dass die Menschen auf dem Planeten deutlich höherer Strahlung ausgesetzt sind, als auf der Erde.
Keine Atmosphäre – Auf dem Mars gibt es nur eine sehr dünne Atmosphäre, die zudem zu viel Kohlendioxid enthält. Ohne Druckanzüge ist an ein Überleben nicht zu denken.

Diese beiden ersten Punkte könnten durch Kuppelkonstruktionen gelöst werden. Diese wären allerdings einem gewissen Risiko durch Meteroiten ausgesetzt, da es ja keine Atmosphäre gibt. Untirirdische Konstruktionen könnten helfen.

Langfristig führt aber an einem Terraforming, die auch die Schaffung einer Atmosphäre beinhaltet, kein Weg vorbei.

Und spätestens hier kommt das dritte Problem ins Spiel: ist der Marsboden überhaupt geeignet dafür, irdische Pflanzen wachsen zu lassen? Terraforming und die Versorgung der Kolinisten wären sonst schwierig…

Just do it – oder “Think big, start small, grow fast”…

Anstatt zu sagen: alles viel zu kompliziert, das funktioniert eh nicht sollten wir es aber ausprobieren. Und damit meine ich nicht, von Robotersonden nur ein paar Bodenproben vom Mars zur Erde zu tranportieren. Besser sollte man gleich einen Trupp an Wissenschaftlern hochzuschicken, der in einer ersten kleinen Marssiedlung Grundlagenforschung betreiben kann.

Wie verhält sich das Magnetfeld? Gibt es noch Spuren von Leben auf dem Mars? Vielleicht finden sich sogar noch Flechten o.ä. in tieferen Bodenschichten, die uns beim Terraforming helfen können. Und kann man irdische Moose, Flechten, Farne, Apfelbäume, Kartoffeln und Rasen auf dem Mars wachsen lassen.

…damit die Erde ein besserer Ort wird

Klar, das wird alles teuer und auch viele Todesopfer fordern. Und manche mögen jetzt sagen, dass wir doch erst mal unsere Probleme auf der Erde lösen sollte – das wissen wir alle, kriegen wir aber trotzdem irgendwie aus vielen Gründen nicht hin.

Ganz im Gegenteil: ich bin davon überzeugt, dass die ungeheuren Anstrengungen, die ein großes Marsprojekt fordert, uns helfen wird, auch unseren Heimatplaneten zu einem besseren Ort zu machen.

Bild: SpaceX

Lesenswertes 20

lesenswertes-20

In den letzten Wochen war die Rubrik “Lesenswertes” etwas in Vergessenheit geraten – und soll ab jetzt aber wieder regelmäßig erscheinen.

  1. Tag der bemannten Raumfahrt
    Am heutigen 12. April ist Tag der bemannten Raumfahrt. Und dazu gibt es einige interessante Zahlen und Fakten bei heise.
  2. Wer Demokratie will, darf die Menschen nicht direkt befragen
    Der wohl bisher krudeste Text von Jakob Augstein.
  3. Gedicht, gekuschelt, gestrauchelt
    Lesenswerter (!) Kommentar von Stefan Kuzmany zur Böhmermann-Erdogan-Merkel Affäre.
  4. Abgekartetes Spiel?
    …oder ist mit Böhmermann und Erdogan alles gar nicht so schlimm?
  5. Dandy Diner
    Ob daraus wirklich ein neues Fast Food Imperium wird? Das Interview ist mir schon etwas zu angestrengt lustig…
  6. Wie entsteht eigentlich ein Blogpost?
    Interessant zu lesen, welche Gedanken sich andere Blogger machen. Ich gehe da nicht so strukturiert dran.
  7. Kindle Oasis
    Der Kindle Oasis Reader ist schon geleaked. Mich haut er auf den ersten Blick nicht von den Socken.
  8. Rezept Spargel Süppchen
    Passend zur beginnenden Spargelsaison.
  9. Die zwei Gesichter der Sportstadt Bonn
    Und in der Tat ist an mir vorbeigegangen, dass am letzten Wochenende in Bonn der President’s Cup der Eu­ro­päi­schen Tae­kwondo Union stattfand.
  10. Umfrage zum Bonner Kirschblütenfest
    …das unterstütze ich natürlich gerne.

Bild: Hausnummer 20 in der Bonngasse; es handelt sich um Beethovens Geburtshaus.

12. April – internationaler Tag der bemannten Raumfahrt

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Der 12. April ist seit 2011 “Internationaler Tag der bemannten Raumfahrt”. Gewählt wurde das Datum, da an diesem Tag mit Juri Gagarin der erste Mensch ins Weltall flog.

In der Sowjetunion wurde daher an diesem Datum auch alljährlich der Tag der Kosmonauten begangen.

Leider hat die bemannte Raumfahrt derzeit einen schweren Stand. Eine Marsmission könnte auf unserem Planeten und in unseren Gesellschaften einiges bewegen. Mehr dazu hier.

Bild: sowjetische Briefmarke zur Erinnerung an den ersten bemannten Raumflug. Fotografiert von Karen Horton.

10 Fakten zum 12. April

  1. In Russland ist heute der “Tag des Kosmonauten”, mit dem an den ersten bemannten Raumflug durch Juri Gagarin am 12. April 1961 erinnert wird. Seit 2011 ist dieser Tag zudem “Internationaler Tag der bemannten Raumfahrt”. Mehr dazu hier.
  2. Liberia begeht heute den “Redemption Day”, einen Mahn- und Gedenktag, an dem an den Militärputsch von 1980 erinnert wird.
  3. Julius hat heute Namenstag.
  4. 1809 besiegen Andreas Hofer und seine Getreuen in der ersten Schlacht am Bergisel die bayerischen Truppen und ziehen in Innsbruck ein.
  5. Die Broughton Suspension Bridge (Großbritannien) stürzt am heutigen Tag im Jahre 1831 ein, als eine Gruppe von rund 70 Soldaten im Gleichschritt darüber marschiert. Dadurch wird zum ersten mal das Resonanzschwingungsproblem bei Brücken erkannt.
  6. 1981 startet die amerikanische Raumfähre Columbia als erstes wiederverwendbares Raumschiff ins All (Bild).
  7. Lothar de Maizière wird 1990 durch die Volkskammer der DDR zum ersten demokratisch legitimierten Ministerpräsidenten des zweiten deutschen Staats gewählt.
  8. Disneyland Paris eröffnet ebenfalls 1990 seine Tore für die Besucher.
  9. Joschka Fischer wird 1948 geboren.
  10. Herbert Grönemeyer (Bochum) kommt 1956 auf die Welt.

Kurzkritik: Der Marsianer (Buch)

Mein Gott, ich komme gar nicht mehr zum Schlafen. Mit “Der Marsianer” habe ich jetzt schon das zweite lange Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe.

Die Handlung des Erstlingswerks von Andy Weir ist schnell umrissen: Bei der Evakuierung einer Mars-Mission der NASA verunfallt der Astronaut Mark Watney und wird von der restlichen Crew für tot gehalten. Ist er aber nicht. Schade nur, dass er das niemandem mitteilen kann, da die Antenne der Station weggeweht wurde. So ist er auf sich allein gestellt, und muss sein überleben organisieren. Doch schließlich bemerkt die NASA, dass sich rund um die Station etwas tut und startet eine noch nie dagewesene Rettungsaktion.

Hauptsächlich handelt es sich um Logbucheinträge, die wir hier lesen. Und die sind ziemlich flapsig geschrieben. Auf der anderen Seite geht es um viel Chemie, Physik, Biologie. Alles sehr detailliert und realistisch. Hier geht es nicht um Aliens, sondern um die Frage, wie man Kartoffeln auf dem Mars anbauen kann.

“Der Marsianer” ist kein Buch für jeden: man muss sich für Raumfahrt, Technik und Naturwissenschaften interessieren. Wenn man das tut, ist es aber ein absolutes “Must Read”.

Noch was zur Übersetzung, die von Jürgen Langowski stammt: ich finde diese im großen und ganzen sehr gut gelungen. Auch die Entscheidung, dass Mark den Leser siezt, finde ich richtig (das wird in manchen Kritiken anders gesehen). Eine Kleinigkeit hat mich an der Übersetzung dann aber doch gestört. Der erste Satz des englischen Originals lautet:

I’m pretty much fucked.

In der deutschen Übersetzung wird daraus:

Ich bin so was von im Arsch.

Besser wäre

Ich bin ziemlich gefickt.

Warum das so wichtig ist? Weil in diesem ersten Satz die wichtigste Charaktereigenschaft von Mark Watney deutlich wird. Auch in einer für andere ausweglosen Situation sieht er immer noch eine Chance. Er ist eben nicht “so was von im Arsch” sondern nur “ziemlich gefickt” – oder meinetwegen “ziemlich im Arsch”. Es wäre schön, wenn das in der nächsten Auflage geändert würde.

Der Marsianer
Broschiert: 512 Seiten
Verlag: Heyne Verlag (13. Oktober 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453315839
ISBN-13: 978-3453315839

Ist auch für den Amazon Kindle verfügbar.
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