Flutkatastrophe: Sankt Felix Flut

Die Sankt-Felix-Flut von 1530 war eine Sturmflutkatastrophe im Einzugsgebiet der Westerschelde, die am Samstag, den 5. November, stattfand – dem Namenstag des Heiligen Felix (eigentlich am 4. November). Dieser Tag wurde später als „quade saterdach“ (= schlechter Samstag) bekannt. Es gab zahlreiche Opfer, die genaue Zahl ist unbekannt, die meisten Quellen gehen aber von rund 100.000 Toten aus.

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Allerheiligenflut 1510

Die Allerheiligenflut vom 1. November 1510 war eine verheerende Sturmflut, die die gesamte Nordseeküste von Flandern bis Eiderstedt heimsuchte. Sie folgte auf die St.-Magnus-Flut, die bereits am 5./6. September 1510 schwere Schäden verursacht hatte. Diese Flut traf auf Deiche, die bereits durch die Zweite Cosmas- und Damianflut vom 26. September 1509 erheblich beschädigt und nur notdürftig repariert worden waren. Erneut brachen viele Deiche, und weite Küstenregionen wurden überflutet. Der Wasserstand erreichte dabei 3,80 Meter über dem mittleren Tidehochwasser (MThw).

Nur zehn Wochen später, am 16. Januar 1511, folgte die sogenannte Antoniflut oder „Eisflut“. Diese Sturmflut traf Ostfriesland und Butjadingen mit starkem Eisgang und vervollständigte das Zerstörungswerk der vorangegangenen Fluten von 1509 und 1510. Der Dollart und der Jadebusen erreichten ihre größte Ausdehnung, es kam zu erheblichen Landverlusten zwischen Jade und Weser, und ein Durchbruch entstand zwischen diesen beiden Flussmündungen.

Hier sind mehr Fluten, die an Allerheiligen stattfanden.

Allerheiligenflut 1436

Die Allerheiligenflut am 1. November 1436 war eine Sturmflut, die die gesamte Nordseeküste der Deutschen Bucht schwer traf.

In der Nacht zum Allerheiligentag fegte ein ungewöhnlich heftiger Sturm über die Region und ließ das Wasser auf eine nie zuvor erreichte Höhe steigen. An vielen Stellen brachen die Deiche, und die Wassermassen verursachten besonders in Dithmarschen große Zerstörungen, wobei zahlreiche Menschen und Tiere ums Leben kamen. Im Kirchspiel Lunden stieg das Wasser bis an die Grundmauern der St. Laurentiuskirche.

Allein im nordfriesischen Tetenbüll kamen 180 Menschen ums Leben, nach anderen Quellen sogar 280. Die Siedlung Eidum auf Sylt wurde vollständig zerstört, woraufhin die Bewohner ins Landesinnere zogen und Westerland gründeten. Auch der Ort List auf Sylt wurde nach der Flut aufgegeben und weiter östlich neu aufgebaut. Durch die Flut wurde Pellworm von der Insel Strand getrennt; erst 1550 konnte die Verbindung durch die Neulandgewinnung eines neuen Kooges wiederhergestellt werden.

Infolge des Sturms fiel zudem ungewöhnlich viel Schnee, sodass die Menschen mehrere Tage lang in ihren Häusern eingeschlossen waren und die Wege unpassierbar wurden. Es folgte eine strenge Kälte, die bis zur Fastenzeit andauerte, und viele Reisende kamen unterwegs ums Leben. Erst im späten Frühjahr des folgenden Jahres konnten die Schäden der Sturmflut beseitigt werden.

Auch in der Region an der Oste und in Kehdingen führten Deichbrüche zu weiteren Zerstörungen.

Hier finden Sie weitere Allerheiligenfluten.

Naturkatastrophe: Antoniflut

Die Antoniflut, auch als Eisflut bezeichnet, traf am 16. Januar 1511 die Küstenregionen Ostfrieslands und Oldenburgs. Benannt nach dem Antonitag am 17. Januar, verursachte diese schwere Sturmflut zusammen mit starkem Eisgang erhebliche Zerstörungen. Sie reihte sich in die Folge der verheerenden Sturmfluten der Jahre 1509 und 1510 ein und richtete vor allem in Rüstringen und Butjadingen massive Schäden an den Deichen an.

Die Unmöglichkeit, zahlreiche Deiche zu reparieren, führte zur Aufgabe mehrerer Dörfer und Kirchspiele, bekannt als Ausdeichung. Besonders betroffen waren am Jadebusen nahe Sande die Kirchspiele Oldebrügge, Bordum, Bant, Ahm, Ellens, Seediek sowie die Johanniterkomturei Havermonniken, ergänzend zu den schon im 15. Jahrhundert aufgegebenen Kirchspielen.

Die Gebietsverluste im Dollart, im Jadebusen und im Bereich zwischen Jade und Weser waren erheblich. Arngast verwandelte sich in eine Insel im Jadebusen. Sowohl der Dollart als auch der Jadebusen erreichten ihre größte Ausdehnung, wobei ein Durchbruch zwischen Jade und Weser entstand.

Hier finden Sie eine Liste mit Sturmfluten an der Nordsee.

Naturkatastrophe: Die erste Marcellusflut

Die erste Marcellusflut, auch bekannt als Grote Mandrenke, war eine der verheerendsten Naturkatastrophen in der europäischen Geschichte.

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Naturkatastrophe: Die zweite Marcellusflut

Die zweite Marcellusflut, die auch unter Namen wie Mandrankels, Grote Madetuen oder Grote Mandrenke bekannt ist, markiert eines der verheerendsten Naturereignisse in der Geschichte der deutschen Nordseeküste. Diese katastrophale Sturmflut, die am 15. Januar 1362 ihren Anfang nahm und am 16. Januar, dem Gedenktag des heiliggesprochenen Papstes Marcellus I., ihren Höhepunkt erreichte, hat tiefgreifende Spuren in der regionalen Geschichte hinterlassen.

Nach Überlieferungen erreichte die Flutwelle, die die Küstenregionen von Ostfriesland bis Nordfriesland erfasste, eine beispiellose Zerstörungskraft. Die Wucht des Wassers zerriss die nordfriesischen Uthlande und verwüstete weite

Landstriche. Schätzungen zufolge wurden rund 100.000 Hektar Land, darunter viele fruchtbare Kulturländer, unwiederbringlich überflutet. Die Flutkatastrophe hinterließ eine Landschaft des Verlustes und der Zerstörung, veränderte die Küstenlinien nachhaltig und hatte gravierende Auswirkungen auf die damalige Bevölkerung und Wirtschaft.

Das Ausmaß des menschlichen Leids war enorm. Gemäß historischen Quellen sollen zwischen Elbe und Ripen zehntausende Menschen in den Fluten ihr Leben verloren haben. Dies macht die zweite Marcellusflut zu einer der tödlichsten Naturkatastrophen in der europäischen Geschichte.

Ein besonders tragisches Schicksal erlitt die Stadt Rungholt, die als einer der bedeutendsten Handelsorte des Nordens galt. Sie wurde von der Flut vollständig zerstört und verschwand weitgehend im Meer.

Hier sind mehr Sturmfluten an der Nordsee.

 

Naturkatastrophe: Die Neujahrsflut 1721

Die Neujahrsflut 1721, die vom 31. Dezember 1720 bis zum 1. Januar 1721 wütete, verursachte an der Nordseeküste massive Zerstörungen. Diese Flut, höher als die Weihnachtsflut von 1717, brach viele provisorisch reparierte Deiche. Ihr weniger heftiger, aber länger anhaltender Sturm führte zu weitreichenden Schäden.

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Naturkatastrophe: Weihnachtsflut 1717

In der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1717 traf eine massive Sturmflut, verursacht durch eine starke Nordwestwindlage zusammen mit einer Springflut auf die Küstenregionen zusammen.  Diese Kombination, gepaart mit unzureichenden Deichanlagen, die damals weder ausreichend instand gehalten noch für solch extreme Naturereignisse ausgelegt waren, führte zu einer der schlimmsten Naturkatastrophen in der europäischen Geschichte.

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10 Dinge, die man auf Sylt gemacht haben sollte – wenn man das erste mal dort ist

Sie wollen einen guten Querschnitt von Sylt erfahren? Hier sind 10 Tipps, was Sie unbedingt auf der Insel gemacht haben sollten.

  1. Bei Gosch am Kliff auf den Sonnenuntergang anstoßen
    Gosch gibt es fast überall auf der Insel – besonders schön ist aber der Ableger in Wenningstedt am Kliff. Hier haben Sie einen wunderbaren Blick aufs Meer und können bei Fisch auf den Sonnenuntergang anstoßen.
  2. Sankt Severin besichtigen
    Die Kirche Sankt Severin in Keitum ist die wohl schönste auf der Insel – und besonders sehenswert ist auch der dazugehörige Friedhof, auf dem viele alte Kapitänsgräber sind – und das von Rudolf Augstein.
  3. Durch Keitum spazieren
    Keitum ist für viele der schönste Ort auf der Insel. Ursprünglich, romantisch und mit viel Stil. Am besten entdeckt man ihn, wenn man gemütlich durch ihn spaziert.
  4. Den Ellenbogen besuchen
    Der Ellenbogen ist der nördlichste Zipfel Deutschlands und gehört zu Deutschlands nördlichster Gemeinde List. Hier spazieren Sie durch sehenswerte Dünen- und Strandlandschaften.
  5. In der Sansibar einkehren
    Die Sansibar ist wohl immer noch der Hotspot auf der Insel. Am besten kommt man nicht unbedingt zur Hauptsaison und wenn doch dann nicht unbedingt zu den Stoßzeiten vorbei. Neben nicht ganz günstigen aber sehr guten Hauptgerichten gibt es auch einige preisgünstige Klassiker wie z.B. die Sansibar Currywurst und den absoluten Sansibar Klassiker, die Kartoffelsuppe mit Apfeltorte. Bemerkenswerte Weinkarte und ein schöner Kinderspielplatz.
  6. Durchs Watt wandern
    Natur pur erleben – auf einer Wanderung durchs Wattenmeer, die Sie in jeder Touristeninformation buchen können. Machen Sie sich auf keinen Fall allein auf den Weg, zu unberechenbar sind die Gezeiten.
  7. Abends am Strönwai flanieren
    Die sog. Whiskystraße in Kampen ist der Treffpunkt der Reichen, die gerne zeigen was sie haben. Ob Sie dazu gehören, nur so tun wollen als ob oder einfach nur gerne „People Watching“ betreiben – ein Glas Champagner z.B. im legendären Gogärtchen sollten Sie sich gönnen.
  8. Einen Tag im Strandkorb verbringen
    Der Strandkorb wurde dazu erfunden, den Tag auch bei nicht so gutem Wetter an der frischen Luft verbringen zu können. Mieten Sie sich einen Strandkorb, nehmen Sie sich ein gutes Buch und was zum Trinken mit und lassen Sie Sonne, Wind und Meeresrauschen auf sich wirken.
  9. Den Leuchtturm von Hörnum besteigen
    Hörnum ist der südlichste Ort der Insel. Und den Leuchtturm hier können Sie besteigen und den Blick aufs Meer genießen.
  10. In der Nordsee baden
    Egal wie kalt – einmal müssen Sie die Wellen der Nordsee erlebt haben – danach können Sie sich ja in Ihrem Strandkorb aufwärmen.

Naturkatastrophe: Allerkindleinsflut 1238

Die Allerkindleinsflut, eine katastrophale Sturmflut, traf am 28. Dezember 1248 mit zerstörerischer Kraft hauptsächlich die Westküste Schleswig-Holsteins sowie das Gebiet um die Elbe. Dieses Datum, das auch als Tag der unschuldigen Kinder bekannt ist, prägte den Namen der Flut. Einige Quellen deuten jedoch darauf hin, dass sich die Flut möglicherweise erst 1249 ereignete.

Diese Naturkatastrophe hatte dramatische Auswirkungen entlang der Nordseeküste. Sie führte zur Trennung der Westfriesischen Inseln vom Festland und richtete erhebliche Schäden an Teilen des ersten Deichsystems in der Elbregion an. Besonders schwer betroffen war die Haseldorfer Marsch, die von der Flut verwüstet wurde. Auch die heutigen Inseln Altenwerder und Finkenwerder, die damals Teil der eingedeichten Elbinsel Gorieswerder waren, wurden durch die Flut vom Festland abgetrennt.

Die genaue Zahl der Opfer dieser verheerenden Flut im Elbgebiet und in Nordfriesland ist nicht bekannt. Besonders tragisch war die Zerstörung eines Kirchspiels an der Westseite von Röms bei Husum, das ebenfalls schwer von der Sturmflut betroffen war.

Hier sind mehr Sturmfluten an der Nordsee.