Wahlplakat 2019: Neuer Kalter Krieg (Die Linke)

Die Linke in Bonn befürchtet einen neuen kalten Krieg.

Umgesehen: Sprengschacht

In vielen Städten gibt es sie, solch eigentümliche Gullydeckel. Dieser hier ist z.B. in Bonn in der Straße „In der Wehrhecke“.

Es handelt sich dabei aber um ein Relikt des kalten Krieges: es sind sog. Sprengschächte. Im Falle eines Angriffs der Sowjetunion wären sie mit Sprengstoff gefüllt und dann gesprengt worden, um strategische Straßen unpassierbar für die feindlichen Truppen zu machen.

Inzwischen werden die meisten Sprengschächte wieder zurückgebaut, aber vereinzelt sieht man sie noch.

Man erkennt sie an der Halteschraube in der Mitte. Die Schächte haben einen Durchmesser von etwa 60 cm und eine Tiefe von vier bis sechs Metern. Der Deckel hat einen Durchmesser von 92 cm und wiegt 150 kg.

Im Regelfall wurde der Sprengstoff übrigens nicht in den Schächten selbst gelagert, das war wohl nur bei einigen Anlagen sehr nah der Deutsch-Deutschen Grenze und im sog. Fulda-Gap der Fall, da hier im Falle eines Angriffs keine Zeit zum Befüllen gewesen wäre.

10 Fakten zum 16. April

  1. Die WHO hat den heutigen Tag zum „World Voice Day“ erklärt, an dem auf Probleme aufmerksam gemacht wird, die mit der Stimme zusammenhängen. So sollte unbedingt zum Arzt gehen, wer länger als drei Wochen heiser ist, da dies ein Hinweis auf einen Kehlkopftumor sein kann.
    Ungarn begeht heute in Erinnerung an die Errichtung des ersten Ghettos in Munkacs im Jahre 1944 seinen Holocaust-Gedenktag.
    Bernadette, Benedikt und Paul haben heute Namenstag.
  2. In Jahre 1871 wird die Verfassung des Deutschen Kaiserreichs verabschiedet, die auch „Bismarcksche Reichsverfassung“ genannt wird. Die Verfassung enthält im wesentlichen organisatorische Regelungen, da die wesentlichen Kompetenzen der Gesetzgebung bei den Ländern liegt.
  3. Lenin kehrt 1917 nach der Februarrevolution in Russland aus dem Schweizer Exil nach Petrograd zurück. Die mehrtägige Zugfahrt durch Deutschland, Schweden und Finnland wird im wesentlichen von der deutschen Obersten Heeresleitung unterstützt.
  4. Bernard Baruch verwendet 1947 zum ersten mal die Bezeichnung „Kalter Krieg“ zur Charakterisierung des Verhältnisses zwischen USA und UdSSR.
  5. Im Jahr 1972 startet mit Apollo 16 eine weitere Mondlande-Mission der NASA. An Bord sind John Young, der als Kommandant fungiert, Charles Duke als Pilot der Mondlandefähre und Ken Mattingly als Pilot des Kommandomoduls.
  6. Das erste deutsche „Retortenbaby“, Oliver, wird heute im Jahr 1982 an der Universitätsklinik in Erlangen geboren.
  7. Mit der Resolution 819 des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen wird an diesem Tag im Jahr 1993 Srebrenica im Bosnienkrieg zur UN-Schutzzone erklärt. Und genau neun Jahre später – 2002 – tritt die niederländische Regierung unter Wim Kok wegen der Mitverantwortung der niederländischen „Blauhelme“ von Dutchbat für das Massaker von Srebrenica zurück.
  8. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) teilt 2003 mit, dass ein Coronavirus Auslöser der Infektionskrankheit SARS ist.
  9. Sir Peter Ustinov kommt 1921 auf die Welt.
  10. Joseph Alois Ratzinger, der spätere Papst Benedikt XVI., wird 1927 geboren.

Hier finden Sie noch mehr Beiträge zum 16. April.

Ein Krankenhaus unter der Grundschule: Das Hilfskrankenhaus Dissen 1995

In Dissen am Teutoburger Wald steht eine Grundschule mit Sporthalle, darunter liegt ein komplettes Krankenhaus für den Ernstfall. Was aus dieser Anlage werden sollte, fragten Abgeordnete der Grünen in einer Kleinen Anfrage (Drucksache 13/1258). Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 13/1462) übermittelte das Bundesinnenministerium mit Schreiben vom 17. Mai 1995.

Weiterlesen „Ein Krankenhaus unter der Grundschule: Das Hilfskrankenhaus Dissen 1995“

Ein Bahn-Bunker für Passau: 85 Befehlsstellen für den Ernstfall

Der Kalte Krieg war vorbei, da berichtete eine Passauer Wochenzeitung von einem neuen Bunker: Am Bahnhof sollte eine unterirdische Befehlsstelle entstehen, die im Verteidigungsfall den Bahnbetrieb am Laufen hält. Die Fragesteller fragten im Juli 1992 nach (Kleine Anfrage, Drucksache 12/3030). Die Antwort der Bundesregierung (Drucksache 12/3098) auf die Kleine Anfrage schickte der Bundesverkehrsminister mit Schreiben vom 23. Juli 1992.

Weiterlesen „Ein Bahn-Bunker für Passau: 85 Befehlsstellen für den Ernstfall“

Absturz am Inarisee: War der Flugkörper auf Hamburg gerichtet?

Am 28. Dezember 1984 stürzte ein sowjetischer Flugkörper im Norden Finnlands ab. Kurz darauf kursierte die Meldung, er sei wegen einer falschen Computereingabe auf Hamburg oder Bremen zugeflogen. Die Abgeordneten Frau Reetz und Vogt (Kaiserslautern) wollten im Februar 1985 wissen, was dran ist (Kleine Anfrage, Drucksache 10/2869). Die Bundesregierung beantwortete die Kleine Anfrage: Der Parlamentarische Staatssekretär im Verteidigungsministerium schickte die Antwort (Drucksache 10/2925) am 25. Februar 1985.

Weiterlesen „Absturz am Inarisee: War der Flugkörper auf Hamburg gerichtet?“

Spionage im Linienflug? Ostblock-Maschinen über der Bundesrepublik 1981

Im Kalten Krieg flogen auch Maschinen von Aeroflot, LOT oder ČSA über die Bundesrepublik. Im Sommer 1981 fragten Abgeordnete, ob solche Flüge militärisch genutzt werden könnten (Kleine Anfrage, Drucksache 9/695). Die Bundesregierung beantwortete die Kleine Anfrage: Das Bundesverkehrsministerium schickte die Antwort (Drucksache 9/730) am 7. August 1981.

Weiterlesen „Spionage im Linienflug? Ostblock-Maschinen über der Bundesrepublik 1981“