Köpfe: Prof. Dr. Jürgen Meyer (Ulm)

Strafrechtler, Rechtsanwalt, Professor in Freiburg, Landtagsabgeordneter und Vertreter des Bundestages im Grundrechte- und im Verfassungskonvent der EU: Jürgen Meyer, geboren am 26.03.1936 in Düsseldorf, gehörte dem Bundestag von 1990 bis 2002 an.

Kurzprofil

  • Geboren: 26. März 1936 in Düsseldorf
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1990 bis 2002 (12. bis 14. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet, 3 Kinder

Düsseldorf, Tübingen und Princeton

Meyer war Sohn des Kaufmanns Heinz Meyer und von Elisabeth Struzyna. Nach dem Abitur 1955 in Düsseldorf studierte er Jura in Münster und an der Freien Universität Berlin, legte 1959 und 1964 die Staatsexamen ab und wurde 1963 in Tübingen bei Karl Peters mit einer Arbeit über Dialektik im Strafprozessrecht promoviert. Von 1964 bis 1966 studierte er in Princeton und Ann Arbor. 1972 heiratete er Gisela Zimmermann; sie haben zwei Söhne und eine Tochter.

Freiburg

1967 ging Meyer an das Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Strafrecht in Freiburg, 1971 wurde er zudem Rechtsanwalt. Er habilitierte sich 1975 und wurde 1981 außerplanmäßiger Professor für Straf- und Strafprozessrecht und Kriminologie. Er schrieb über die Wiederaufnahme des Strafverfahrens. Der SPD gehört er seit 1970 an; von 1976 bis 1980 vertrat er den Wahlkreis Freiburg I im Landtag, ab 1979 war er Kreisrat, ab 1980 Gemeinderat. Er wohnte in Kirchzarten bei Freiburg im Breisgau.

Europa

Meyer vertrat den Bundestag im Konvent zur Grundrechtecharta und im anschließenden Verfassungskonvent der EU; er gibt den Standardkommentar zur Charta der Grundrechte heraus. 1981 erhielt er das Bundesverdienstkreuz, 2005 die Verdienstmedaille des Landes. Der Skisportler legte 1984 zum 14. Mal das Goldene Sportabzeichen ab. Zum 70. Geburtstag erschien eine Festschrift.

Reden

Die Protokolle zählen 150 Reden mit 100.052 Wörtern in 744 Sitzungen, 64 in der 12., 59 in der 13. und 27 in der 14. Wahlperiode. In der ersten am 12. Juni 1991, 60 Wörter lang, widersprach er mit einer Frage: Ob nicht gerade die zwölf EG-Staaten anders als die 23 des Europarats für ein Musterstrafgesetzbuch geeignet seien. In der letzten am 17. Mai 2002 nannte er die genetische Untersuchung von Spurenmaterial ein wertvolles Instrument bei der Überführung von Straftätern.

Abstimmungen

An 436 von 437 namentlichen Abstimmungen nahm Meyer teil, 233-mal mit Ja, 183-mal mit Nein und 20-mal mit Enthaltung; 14-mal wich er von der Mehrheit der SPD ab. Die Stammdaten führen ihn als Rechtsanwalt, verheiratet, drei Kinder.

Mandate im Überblick

Meyer kam dreimal, 1990, 1994 und 1998, über die Landesliste der SPD Baden-Württemberg in den Bundestag; 1994 und 1998 kandidierte er im Wahlkreis Ulm:

  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Baden-Württemberg, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Wilhelm Jung (Lörrach)

Bäckermeister, Präsident der Handwerkskammer Freiburg und Landtagsabgeordneter: Wilhelm Jung, geboren am 26.03.1928 in Lörrach, gehörte dem Bundestag von 1980 bis 1990 für die CDU an. Er starb am 24.10.2015 in Lörrach.

Kurzprofil

  • Geboren: 26. März 1928 in Lörrach
  • Gestorben: 24. Oktober 2015
  • Beruf: Bäckermeister
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1980 bis 1990 (9. bis 11. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch-lutherisch, verheiratet, 5 Kinder

Handwerk

Jung war der Sohn eines Lörracher Bäckermeisters. Nach Volksschule und Gymnasium lernte er das Bäckerhandwerk und legte 1946 die Gesellenprüfung ab, 1952 die Meisterprüfung. Danach führte er eine eigene Bäckerei. Von 1965 bis 1974 war er Obermeister der Bäckerinnung in Lörrach, außerdem Kreishandwerksmeister und stellvertretender Landesinnungsmeister in Baden.

Handwerkskammer

Von 1971 bis 1974 war Jung Vizepräsident, von 1974 bis 1995 Präsident der Handwerkskammer Freiburg. In seiner Amtszeit entstanden Gewerbeakademien in Freiburg-Landwasser, Schopfheim, Lahr und Offenburg für Lehrlingsausbildung und Weiterbildung, dazu eine Akademie für den Betriebswirt des Handwerks und das Umweltzentrum Freiburg. Er pflegte die Partnerschaft mit der Handwerkskammer in Besançon. Ab 1958 führte er den Vorstand der Innungskrankenkasse Lörrach, später auch des Landes- und des Bundesverbands der Innungskrankenkassen.

Landtag

1962 trat Jung der CDU bei; dem Lörracher Stadtrat gehörte er bis 1984 an. Von 1964 bis 1980 saß er im Landtag von Baden-Württemberg, ab 1974 als stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Bundestag

Im Bundestag gehörte Jung während aller drei Wahlperioden dem Finanzausschuss an. Die Plenarprotokolle verzeichnen 20 Reden mit zusammen 6.371 Wörtern: zwei in der neunten, 13 in der zehnten und fünf in der elften Wahlperiode. Sein erster Beitrag am 12. Februar 1981 war eine Zusatzfrage an einen Staatssekretär, in der er daran erinnerte, dass die deutsche Kernkraftwerksindustrie wenige Jahre zuvor weltweit an der Spitze gestanden habe. In der letzten am 15. Februar 1990 erläuterte er einen Gesetzentwurf, der die Deutsche Bundespost Telekom stufenweise in die Umsatzsteuer einbezog. An allen 450 namentlichen Abstimmungen nahm er teil: 110-mal Ja, 338-mal Nein, zweimal Enthaltung, ohne je von der Fraktionsmehrheit abzuweichen. Die Rede zur Telekom umfasste 1.010 Wörter, sein erster Beitrag nur 53.

Ehrungen und Familie

Jung erhielt 1976 das Verdienstkreuz erster Klasse, 1980 das Große Verdienstkreuz und 1988 die Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg. Er präsidierte Gesangsvereinen, war evangelisch, verheiratet und Vater von fünf Kindern.

Stammdaten

Die Stammdaten stimmen bei Beruf, Konfession und Familie mit den übrigen Quellen überein. Seine 16 Jahre im Landtag und die Präsidentschaft der Handwerkskammer Freiburg führen sie nicht auf.

Mandate im Überblick

Jung gewann den Wahlkreis Lörrach – Müllheim dreimal direkt, 1980 mit 45,5, 1983 mit 53,6 und 1987 mit 47,5 Prozent:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Margarete Hütter

Fremdsprachenkorrespondentin aus Berlin, Nachrückerin für Theodor Heuss, Fürsprecherin verurteilter Kriegsverbrecher und erste deutsche Botschafterin im Ausland: Margarete Hütter, geborene Jahn, geboren am 26.03.1909 in Berlin, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1953 und von 1955 bis 1957 für die FDP an. Sie starb am 25.11.2003 in Bad Godesberg.

Kurzprofil

  • Geboren: 26. März 1909 in Berlin
  • Gestorben: 25. November 2003
  • Beruf: Referentin
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1949 bis 1957 (1. bis 2. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet

Herkunft

Hütters Vater Adolf war Handelsvertreter. Nach der mittleren Reife besuchte sie eine Frauenschule und eine höhere Handelsschule, studierte Fremdsprachen in England, Frankreich und den USA und arbeitete in Berlin, Paris und London als Sekretärin und Fremdsprachenkorrespondentin. Sie war in der demokratischen Jugendbewegung aktiv.

Frankreich und NS-Zeit

1933 heiratete sie den Franzosen Jean Hütter und wurde Französin. Von 1934 bis 1936 lebte das Paar in den USA, wo ihre Tochter geboren wurde, danach in Straßburg. Als ihr Mann Offizier der Wehrmacht wurde, wurde sie 1943 wieder eingebürgert. Ab 1941 war sie förderndes Mitglied der NS-Frauenschaft; zum 01.07.1943 nahm die NSDAP sie auf, Mitgliedsnummer 9.664.996. Ihr Mann galt als vermisst und wurde 1949 für tot erklärt.

Nachkriegszeit

Nach Kriegsende war Hütter kurz Chefdolmetscherin der amerikanischen Militärregierung für Württemberg-Baden, verlor die Stelle aber wegen ihrer NSDAP-Mitgliedschaft. Danach arbeitete sie als Referentin beim Deutschen Büro für Friedensfragen in Stuttgart. 1948 trat sie der DVP bei. Die Historikerkommission zum Auswärtigen Amt schreibt, sie habe sich seit 1948 als rabiate Fürsprecherin der deutschen Kriegsverurteilten einen Namen gemacht.

Bundestag

Am 15.09.1949 rückte Hütter für Theodor Heuss nach, der nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten das Mandat niedergelegt hatte. 1953 kandidierte sie nicht und ging in den diplomatischen Dienst, nach Bonn, Washington und New Orleans. Am 29.09.1955 rückte sie für Karl Georg Pfleiderer nach und blieb bis 1957. Die Plenarprotokolle verzeichnen 31 Reden und die Teilnahme an 213 namentlichen Abstimmungen.

Diplomatin

Danach kehrte Hütter in den diplomatischen Dienst zurück, unter anderem als Generalkonsulin in San Francisco. Anfang 1972 übertrug ihr Außenminister Walter Scheel die Leitung der Botschaft in San Salvador; sie war damit die erste Frau auf einem deutschen Botschafterposten im Ausland. 1974 trat sie aus Altersgründen in den Ruhestand. Sie starb im November 2003 mit 94 Jahren.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hütter Referentin, ohne Angaben zur Religion, verheiratet, und verzeichnen Mandate vom 15.09.1949 bis zum 07.09.1953 und vom 29.09.1955 bis zum 06.10.1957. Ihre NSDAP-Mitgliedschaft und ihre Laufbahn als Diplomatin führen sie nicht auf.

Mandate im Überblick

Hütter rückte zweimal über die Landesliste der FDP in Württemberg-Baden und Baden-Württemberg in den Bundestag nach:

  • 1. Wahlperiode (15.09.1949 bis 07.09.1953): Landesliste Württemberg-Baden, FDP-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (29.09.1955 bis 06.10.1957): Landesliste Baden-Württemberg, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Viktor Hoven

Promovierter Kaufmann der Kalkindustrie, Mitglied des Jungpreußischen Bundes, Bürgermeister von Kornelimünster und Landtagsabgeordneter: Viktor Hoven, geboren am 26.03.1909 in Kornelimünster bei Aachen, gehörte dem Bundestag von 1957 bis 1965 für die FDP an. Er starb am 10.10.1968 in Simmerath.

Kurzprofil

  • Geboren: 26. März 1909 in Kornelimünster
  • Gestorben: 10. Oktober 1968
  • Beruf: Kaufmann
  • Partei: FDP
  • Bundestag: 1957 bis 1965 (3. bis 4. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet

Studium

Nach dem Abitur an einem humanistischen Gymnasium trat Hoven am 09.10.1926 der NSDAP bei, Mitgliedsnummer 45.412, verließ sie aber am 19.07.1928 wieder. Er studierte Rechtswissenschaften, Geschichte und Volkswirtschaft in Köln, Paris, Berlin und Frankfurt am Main, dort unter anderem bei Hendrik de Man, und wurde zum Dr. phil. promoviert.

Jungpreußischer Bund

Hoven gehörte dem Jungpreußischen Bund an. Im Dezember 1932 wurde gegen Mitglieder dieses Bundes, darunter ihn, ein Strafverfahren wegen Vorbereitung zum Hochverrat eröffnet. Er hielt sich zu diesem Zeitpunkt in Frankfurt auf.

Kaufmann und Soldat

Nach der Promotion arbeitete Hoven ab 1935 als selbständiger Kaufmann in der Kalkindustrie, ein Beruf, den die Stammdaten später schlicht mit Kaufmann angeben. Von 1939 bis 1945 war er Soldat im Zweiten Weltkrieg, zuletzt im Rang eines Hauptmanns.

Kornelimünster

Von 1952 bis 1956 war Hoven Bürgermeister von Kornelimünster im damaligen Landkreis Aachen, von 1956 bis 1958 stellvertretender Landrat. Von 1954 bis 1958 saß er für die FDP im Landtag von Nordrhein-Westfalen. Damit verband er Kommunal- und Landespolitik, bevor er nach Bonn wechselte.

Bundestag

Bei der Bundestagswahl 1957 kam Hoven über die Landesliste Nordrhein-Westfalen in den Bundestag, 1961 wurde er auf demselben Weg wiedergewählt. Die Plenarprotokolle verzeichnen sieben Reden und die Teilnahme an 41 namentlichen Abstimmungen. 1965 schied er nach zwei Wahlperioden aus. Er starb im Oktober 1968 mit 59 Jahren in Simmerath in der Eifel.

Einordnung

Hoven war als Siebzehnjähriger in die NSDAP eingetreten und hatte sie nach knapp zwei Jahren wieder verlassen. Gut vier Jahre später geriet er als Mitglied des Jungpreußischen Bundes in das Hochverratsverfahren, wenige Wochen vor der Machtübernahme. Nach dem Krieg begann er seine politische Laufbahn als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde und setzte sie bei den Freien Demokraten im Landtag und im Bundestag fort. Seine Mandate in Düsseldorf und Bonn überschnitten sich von Oktober 1957 bis 1958, ebenso wie das Bundestagsmandat und das Amt des stellvertretenden Landrats im Kreis Aachen.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hoven Kaufmann, katholisch, verheiratet, und verzeichnen Mandate vom 15.10.1957 bis zum 17.10.1965. Seine frühe NSDAP-Mitgliedschaft von 1926 bis 1928 führen sie nicht auf, ebenso wenig sein Landtagsmandat.

Mandate im Überblick

Hoven zog zweimal über die nordrhein-westfälische Landesliste der FDP in den Bundestag ein:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Nordrhein-Westfalen, FDP-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Joachim Hörster

Jurist aus dem Westerwald, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, Landtagsabgeordneter und acht Jahre Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion: Joachim Hörster, geboren am 26.03.1945 in Lautzenbrücken, gehörte dem Bundestag von 1987 bis 2013 an. Er starb am 30.12.2020 in Westerburg.

Kurzprofil

  • Geboren: 26. März 1945 in Lautzenbrücken (Westerwaldkreis)
  • Gestorben: 30. Dezember 2020
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1987 bis 2013 (11. bis 17. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Studium

Nach dem Abitur studierte Hörster Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg und Mainz. Nach dem ersten Staatsexamen und dem Referendariat legte er das zweite Staatsexamen ab und wurde als Rechtsanwalt zugelassen. Er war verheiratet und hatte zwei Kinder. Geboren wurde er in Lautzenbrücken im Westerwaldkreis, wo er politisch verwurzelt blieb.

Westerwald

1965 trat Hörster der CDU bei. Von 1969 bis 1973 führte er die Junge Union im Kreisverband Oberwesterwald. Von 1972 bis 1983 war er Bürgermeister der Verbandsgemeinde Westerburg, von 1974 bis 1994 saß er im Kreistag des Westerwaldkreises. Von 1983 bis 1987 gehörte er dem Landtag von Rheinland-Pfalz an. Von 1993 bis 2005 war er Vorsitzender des CDU-Bezirksverbands Koblenz-Montabaur.

Montabaur

1987 gewann Hörster den Wahlkreis Montabaur mit 48,3 Prozent, 1990 mit 48,0 und 1994 mit 47,0 Prozent. 1998 verlor er das Direktmandat und kam über die Landesliste in den Bundestag. 2002 holte er den Wahlkreis mit 45,9 Prozent zurück, 2005 folgten 46,6 und 2009 43,2 Prozent.

Parlamentarischer Geschäftsführer

Von Mai 1992 bis März 2000 war Hörster Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU/CSU-Fraktion, von November 1994 bis Oktober 1998 als Erster Parlamentarischer Geschäftsführer. In dieser Funktion organisierte er die Arbeit der Fraktion im Plenum in den letzten Jahren der Regierung Helmut Kohl. Die Plenarprotokolle verzeichnen 101 Reden, 649 Zwischenrufe und 1.100 namentliche Abstimmungen aus 26 Jahren im Parlament.

Ausscheiden

Zur Wahl 2013 trat Hörster nicht mehr an. Er gehörte dem Beirat der Stiftung Europahaus Marienberg an und war seit 2007 Vorstandsmitglied der Deutsch-Arabischen Freundschaftsgesellschaft. Er starb Ende Dezember 2020 mit 75 Jahren in Westerburg.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hörster Rechtsanwalt, katholisch, verheiratet mit zwei Kindern, und verzeichnen Mandate vom 18.02.1987 bis zum 22.10.2013. Seinen Tod am 30.12.2020 führen sie nicht auf.

Mandate im Überblick

Hörster gewann den Wahlkreis Montabaur sechsmal direkt, 1998 zog er über die Landesliste ein:

  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Montabaur, CDU/CSU-Fraktion
  • 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Landesliste Rheinland-Pfalz, CDU/CSU-Fraktion
  • 15. Wahlperiode (17.10.2002 bis 18.10.2005): Direktmandat im Wahlkreis Montabaur, CDU/CSU-Fraktion
  • 16. Wahlperiode (18.10.2005 bis 27.10.2009): Direktmandat im Wahlkreis Montabaur, CDU/CSU-Fraktion
  • 17. Wahlperiode (27.10.2009 bis 22.10.2013): Direktmandat im Wahlkreis Montabaur, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Willy Fischer

Gewerkschafter, von den Nationalsozialisten inhaftierter Sozialdemokrat, Leiter des Fürther Ernährungsamts und fränkischer Parteichef: Willy Fischer, geboren am 26.03.1904 in Fürth, vertrat von 1949 bis zu seinem Tod den Wahlkreis Nürnberg – Fürth für die SPD. Er starb am 21.10.1951 in seiner Heimatstadt.

Kurzprofil

  • Geboren: 26. März 1904 in Fürth
  • Gestorben: 21. Oktober 1951
  • Beruf: Kaufmännischer Angestellter
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1951 (1. Wahlperiode), stets direkt gewählt

Gewerkschaft und Partei

Fischer war seit 1919 in der Gewerkschaft aktiv, also schon als Jugendlicher, und trat 1930 der SPD bei, in den Jahren, in denen die Weimarer Republik in der Wirtschaftskrise zerfiel. Fürth und Nürnberg waren Hochburgen der Arbeiterbewegung im sonst katholisch-konservativen Bayern, mit großen Betrieben der Metall-, Spielwaren- und Elektroindustrie.

Haft und Krieg

1934 nahmen die Nationalsozialisten Fischer für sieben Monate in Haft, wie viele Sozialdemokraten nach dem Verbot der Partei im Juni 1933. Viele von ihnen kamen in das nahe Konzentrationslager Dachau oder in Gefängnisse der Region. Nach der Entlassung standen frühere Funktionäre meist unter Beobachtung der Gestapo. Von 1940 bis 1945 war er Soldat und geriet gegen Kriegsende in Gefangenschaft.

Ernährungsamt

Nach der Rückkehr aus der Gefangenschaft leitete Fischer ab November 1945 die Geschäfte des Ernährungsamts Fürth-Stadt, das in den Hungerjahren nach dem Krieg die Lebensmittelkarten ausgab und die knappen Rationen verteilte. Im Juli 1948 wurde er Referent im Wohlfahrts- und Jugendamt. Von 1948 bis zu seinem Tod führte er den SPD-Bezirk Ober- und Mittelfranken, einen der mitgliederstärksten Bezirke der bayerischen Partei.

Landtag und Bundestag

1946 gehörte Fischer der Verfassunggebenden Landesversammlung an, die die bayerische Verfassung ausarbeitete, danach bis 1949 dem Landtag. Die Verfassung wurde im Dezember 1946 in einer Volksabstimmung angenommen und gilt bis heute. Bei der ersten Bundestagswahl im August 1949 gewann er den Wahlkreis Nürnberg – Fürth, einen der wenigen Wahlkreise in Bayern, die an die SPD gingen. 1950 reiste er mit einer Gruppe von 15 Bundestagsabgeordneten einen Monat lang zu politischen Studien in die Vereinigten Staaten, im Rahmen der Austauschprogramme, mit denen die Amerikaner die junge westdeutsche Demokratie fördern wollten.

Früher Tod

Fischer starb im Oktober 1951 mit nur 47 Jahren in Fürth, seiner Geburtsstadt. Sein Mandat ging an einen Nachfolger über die bayerische Landesliste der SPD, der den Sitz bis 1953 übernahm. Die Stammdaten nennen ihn kaufmännischen Angestellten und machen keine Angaben zu Religion und Familie. Mit seinem Tod verlor die fränkische SPD einen ihrer wichtigsten Organisatoren der Nachkriegszeit, der Partei, Verwaltung und Parlament in seiner Person verbunden hatte.

Mandate im Überblick

Fischer gewann 1949 seinen fränkischen Wahlkreis direkt; nach gut zwei Jahren im ersten Bundestag endete sein Mandat mit seinem Tod:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 21.10.1951): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Gert Bastian

Gert Bastian erblickte am 26.03.1923 in München das Licht der Welt. Der Generalmajor quittierte aus Protest gegen die Nachrüstung den Dienst, wurde Wortführer der Friedensbewegung und saß für die Grünen im Bundestag. Am 29.03.1983 schaffte Bastian für die Grünen den Sprung in den Bundestag. Als Beruf führte die Bundestagsverwaltung Generalmajor, als Familienstand verheiratet, 2 Kinder. Am 01.10.1992 starb Bastian in Bonn.

Kurzprofil

  • Geboren: 26. März 1923 in München
  • Gestorben: 1. Oktober 1992
  • Beruf: Berufssoldat, Generalmajor a. D.
  • Partei: zunächst SPD, später die Grünen
  • Bundestag: 1983 bis 1987 (10. Wahlperiode), Landesliste Bayern, 1984 bis 1986 fraktionslos
  • Religion/Familie: verheiratet, 2 Kinder

Soldat in zwei Armeen

Bastian wurde in München geboren, machte 1941 Notabitur und meldete sich freiwillig zur Wehrmacht. Als Pionieroffizier kämpfte er an der Ost- und an der Invasionsfront und wurde dreimal verwundet. Nach dem Krieg lernte er Buchbinder und wurde 1950 Behördenangestellter. 1956 trat er als Oberleutnant in die Bundeswehr ein, durchlief die Generalstabsausbildung in Hamburg und war unter anderem Kommandeur der Jägerbrigade 4 in Göttingen. Am 01.10.1976 übernahm er als Generalmajor die 12. Panzerdivision in Veitshöchheim.

Gegen die Nachrüstung

Weil er den NATO-Doppelbeschluss nicht mittragen wollte, bat Bastian um seine Versetzung in den Ruhestand und gab das Kommando am 21.01.1980 ab. Er initiierte mit Josef Weber den Krefelder Appell gegen neue Atomraketen in Europa und gründete 1981 mit anderen früheren Generalen die Gruppe Generale für den Frieden, die nachweislich von der DDR-Staatssicherheit mit angeregt und mitfinanziert wurde. Ob Bastian selbst für das MfS arbeitete, ist umstritten. In der Friedensbewegung lernte er Petra Kelly kennen, die seine Lebensgefährtin wurde.

Abgeordneter und Tod

1983 zog Bastian über die bayerische Landesliste der Grünen in den Bundestag ein. Vom 10.02.1984 bis zum 18.03.1986 war er fraktionslos, weil er sich dem Rotationsprinzip widersetzte. 1987 schied er aus. Am 19.10.1992 wurden er und Kelly tot in ihrer Wohnung in Bonn-Tannenbusch gefunden; nach den Ermittlungen erschoss er sie im Schlaf und tötete dann sich selbst. Der genaue Todestag ließ sich nicht feststellen, angenommen wird der 01.10.1992, den auch die Bundestagsverwaltung angibt. Bastian hinterließ seine Frau Charlotte und zwei Kinder.

In der ersten Grünen-Fraktion

Bastian zog 1983 mit der ersten Grünen-Fraktion ins Parlament ein, die vor allem gegen die Nachrüstung antrat. Im November 1983 stimmte die Mehrheit aus Union und FDP der Stationierung von Pershing-II-Raketen und Marschflugkörpern zu, die Grünen und große Teile der SPD lehnten sie ab. Die Fraktion stritt intern bald über Rotation und das Selbstverständnis als Parlamentspartei.

Mandate im Überblick

Er war 60 Jahre alt, als er in den Bundestag einzog, und 63 beim Ausscheiden. Das Mandat dauerte rund 4 Jahre. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet dazu:

  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Bayern, Fraktion Die Grünen, fraktionslos

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Luka Matsuhashi

Luka Matsuhashi (japanisch 松橋ルカ) ist eine japanische Pornodarstellerin. Laut ihrem Profil wurde sie am 26. März 1988 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 158 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 97, die Taille 57 und die Hüfte 87 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Yuuki Manaka

Yuuki Manaka (japanisch 真中ゆうき) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Matsumoto in der Präfektur Nagano. Sie wurde am 26. März 1989 geboren.

Im April 2009 debütierte sie mit dem Film „Huge Neo“ von Shinoda Project.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 158 Zentimetern und Körbchengröße M, die Oberweite misst 132, die Taille 78 und die Hüfte 121 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Mayu Yuuki

Mayu Yuuki (japanisch 裕木まゆ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Laut ihrem Profil wurde sie am 26. März 1995 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht.

Im November 2013 debütierte sie bei teamZERO, 2014 wechselte sie zu SOD Create, 2015 zu Wanz. Im Dezember 2017 kehrte sie als Iroha Kira zurück, im Oktober 2018 nannte sie sich in Yuma Mayuno um. 2019 gab sie ihr Debüt im Profi-Wrestling, im Dezember 2019 beendete sie ihre Karriere.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 161 Zentimetern und Körbchengröße B, die Oberweite misst 72, die Taille 56 und die Hüfte 81 Zentimeter. Als Hobby nennt sie Klavier, eine japanische Quelle nennt Anime.

Stand: 17.10.2026