Köpfe: Dr. Franz Richter

Der falsche Abgeordnete Dr. Franz Richter

Schaut man in die Angaben des Bundestags, findet man dort einen „Dr. Franz Richter (Niedersachsen)“, der angeblich am 06.06.1911 in Izmir geboren wurde.

Am 07.09.1949 wurde Richter Mitglied des deutschen Bundestages (MdB) für die WAV. Als Beruf vermerkt die Bundestagsverwaltung Lehrer, als Religion ohne Angaben und als Familienstand verheiratet. Am 11.10.1987 verstarb Richter.

Allerdings: Richter hat es nie gegeben: Es handelte sich um die falsche Identität von Fritz Rößler, der am 17. Januar 1912 in Gottleuba, Amtshauptmannschaft Pirna, Königreich Sachsen geboren und dann tatsächlich am 11. Oktober 1987 in Radstadt, Land Salzburg, Österreich verstarb.

Am 1. Oktober 1930 trat Rößler in die NSDAP ein und erhielt die Mitgliedsnummer 319.948. Er war zunächst Propagandaleiter bzw. Ortsgruppenleiter, ab 1935 Schulungsleiter der Gauschulungsburg Augustusburg, dann Gauhauptstellenleiter der NSDAP und deren Fachberater für Ostlandfragen im agrarpolitischen Apparat in Sachsen. 1945 war er in der Reichspropagandaleitung der NSDAP tätig.

Am 30. Mai 1936 heiratete er auf dem Standesamt Gottleuba Ruth Rößler, geborene von Schönberg-Pötting.

Der Identitätsbetrug

Nach 1945 galt Rößler zunächst als verschollen. Um seine Frau erneut heiraten zu können, diesmal unter dem neuen Namen Dr. Franz Richter, gab er am 21. Oktober 1946 vor dem Standesamt in Luthe bei Hannover an Eides statt an, Zeuge des Todes des Hauptmanns Dr. jur. Fritz Rößler gewesen zu sein. Er selbst sei ledig und wolle dessen Witwe heiraten und die Kinder adoptieren. Ferner machte er Angaben zu seiner Person: Dr. Franz Richter, geboren am 6. Juni 1911 in Smyrna (İzmir) in der Türkei, Studium der Philologie in Prag, Studienrat für Geschichte im Sudetenland, von 1940 bis 1945 Soldat und außerdem nie Mitglied der NSDAP gewesen zu sein.

Diese Angaben waren schwer zu überprüfen, da die Unterlagen des Standesamtes von İzmir während des Griechisch-Türkischen Krieges 1922 verbrannt waren und auch die meisten Akten der deutschen Verwaltung im Sudetenland kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges vernichtet worden waren.

So konnte Rößler am 7. November 1946 vor dem Standesamt in Luthe seine – angeblich verwitwete – Frau unter seinem neuen Namen erneut heiraten. Die Kinder behielten den Namen Rößler.

Mit den gefälschten Personalien trat Rößler am 2. April in Idensen und ab 5. Oktober 1946 in Luthe als Volksschullehrer in den niedersächsischen Schuldienst ein. Nach rechtsradikalen und antisemitischen Äußerungen wurde er jedoch am 20. Mai 1949 entlassen.

Karriere als Abgeordneter

Als Mitglied der Deutschen Konservativen Partei – Deutsche Rechtspartei (DKP-DRP) kandidierte er – unterstützt von der Sudetendeutschen Landsmannschaft, die ihn aufgrund seiner Lügengeschichte für einen der ihren hielt – bei der Bundestagswahl 1949 erfolgreich für den Deutschen Bundestag und wurde einer von fünf Abgeordneten der Partei.

Am 28. August 1949 setzte er sich gegen Adolf von Thadden als neuer Landesvorsitzender der DKP-DRP in Niedersachsen durch und wurde auch Mitglied des Bundesvorstandes. Bereits 1949 setzte er sich für eine Generalamnestie für alle NS-Verbrechen ein. Rößler war 1950 auch an der Vereinigung von DKP-DRP und NDP zur Deutschen Reichspartei beteiligt. Er wurde Vorstandsmitglied der neuen Partei, musste dieses Amt aber am 30. April 1950 wegen seiner Kontakte zur SRP-Führung niederlegen.

Im September 1950 wurde er deshalb auch aus der DRP ausgeschlossen und trat der Sozialistischen Reichspartei bei, die er fortan gemeinsam mit dem Bundesvorsitzenden Fritz Dorls im Parlament vertrat.

Vom 13. Dezember 1950 bis zum 26. September 1951 gehörten beide der WAV-Fraktion an, ohne ihre eigene Partei zu verlassen, weshalb er auch als Mitglied der WAV-Fraktion geführt wird – siehe oben.

Im Mai 1951 beteiligte sich Rößler in Malmö (Schweden) an der Gründung der faschistischen Europäischen Sozialen Bewegung. Unter Führung der italienischen MSI schlossen sich Organisationen aus Deutschland, Italien, Österreich, Schweden und der Schweiz zusammen.

Als Abgeordneter „Richter“ fiel er im Bundestag durch seine aggressive Wortwahl auf:

  • Wegen Beleidigung von vier Ministern der niedersächsischen Landesregierung wurde er am 20. Juli 1951 zu vier Monaten Gefängnis verurteilt, wogegen er Berufung einlegte.
  • Während der Debatte über ein erstes Abkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel hielt er Mitte November 1951 eine antisemitische Rede, die ihm einen Ordnungsruf des Bundestagspräsidenten Hermann Ehlers einbrachte. Am 10. Januar 1952 schloss ihn Bundestagsvizepräsident Hermann Schäfer wegen unparlamentarischen Verhaltens für drei Sitzungstage aus.

Die Enttarnung

Anfang 1952 wurde Richters wahre Identität den Behörden bekannt.

Er wurde am 20. Februar 1952 in der Wandelhalle des Bundestages verhaftet. Dies war trotz seiner parlamentarischen Immunität möglich, da er auf frischer Tat bei einer Urkundenfälschung ertappt wurde, als er sich als „Dr. Richter“ in die Anwesenheitsliste eintrug.

Bundestagspräsident Ehlers hatte daraufhin kurzfristig eine Dringlichkeitssitzung des Ausschusses für Geschäftsordnung und Immunitätsangelegenheiten einberufen, in der dieser nach Kenntnisnahme des Sachverhalts einstimmig die Aufhebung der Immunität Richters für den Deutschen Bundestag beantragte.

Noch am selben Tag, dem 20. Februar 1952, folgte der Bundestag einstimmig der Beschlussempfehlung des Ausschusses und machte damit den Weg für eine Verhaftung und Strafverfolgung frei.

Bereits am nächsten Tag legte Rößler sein Bundestagsmandat nieder.

Am 2. Mai 1952 verurteilte ihn das Landgericht Bonn wegen Urkundenfälschung und anderer Delikte zu 18 Monaten Gefängnis.

Späteres Leben

Nach seiner Haftentlassung zog er zunächst nach Kairo, wo er erneut unter falschen Namen wie Achmed Rössle lebte. Von 1953 bis 1957 trat Rößler auch auf internationalen rechtsextremen Kongressen auf.

1966 kehrte er nach Deutschland zurück und wurde Geschäftsmann in Essen.

Am 11. Oktober 1987 verstarb Richter bei Salzburg.

Bild: Wie sich die Midjourney AI seine Festnahme vorstellt.

Der Text wurde unter Zuhilfenahme von Wikipedia Informationen geschrieben.

Köpfe: Moritz-Ernst Priebe

Aus Westpreußen ausgewiesen, Theologe aus Berlin, Pastor in Argentinien, Soldat und Kriegsgefangener, dann Pastor in Uelzen und Bürgermeister von Bodenteich: Moritz-Ernst Priebe, geboren am 17.01.1902 in Boguschau im Kreis Graudenz, gehörte dem Bundestag von 1949 bis 1965 an. Er starb am 26.01.1990 in Bodenteich.

Kurzprofil

  • Geboren: 17. Januar 1902 in Boguschau (Krs. Graudenz)
  • Gestorben: 26. Januar 1990
  • Beruf: Pastor a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1949 bis 1965 (1. bis 4. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet

Stargard

Nach dem Abitur in Preußisch Stargard wurde Priebe nach verfügbaren Angaben 1919 aus Westpreußen ausgewiesen und ging nach Stargard in Pommern, wo er beim Landratsamt volontierte. Von 1921 bis 1925 studierte er Philosophie und Theologie in Berlin. Die Stammdaten führen ihn als Pastor außer Dienst, verheiratet.

Eldorado

Nach Auslandsreisen ging Priebe nach verfügbaren Angaben 1928 nach Argentinien. Laut Handbuch war er von 1934 bis 1939 Pfarrvikar und Pastor in Eldorado, nach verfügbaren Angaben in einer lutherischen Gemeinde. Zum 1. August 1935 trat er der NSDAP bei. 1939 kehrte er nach Deutschland zurück; von 1940 bis 1946 war er Soldat und Kriegsgefangener.

Bodenteich

1946 wurde Priebe Pastor im Kreis Uelzen und trat der SPD bei, deren Kreisverband er ab 1948 führte. Er saß im Gemeinderat von Bodenteich und im Kreistag, war stellvertretender Bürgermeister und ab 1960 laut Handbuch Bürgermeister des Ortes.

Grenzgänger

Sein Mandat umfasste 875 Sitzungen; die Protokolle zählen 22 Reden mit 8.003 Wörtern. In der ersten am 27. März 1950 sprach er zur Notaufnahme von Deutschen aus der Ostzone für den Landkreis Uelzen, der vom Zustrom der Grenzgänger wohl am stärksten belastet sei. Die Bevölkerung des Kreises habe sich mehr als verdoppelt, seine finanzielle Lage nannte er trostlos.

Spielautomaten

Die letzte Rede hielt Priebe am 26. Oktober 1956, 1.344 Wörter lang, zu einer Novelle der Union zum Jugendschutzgesetz. Am guten Willen der Antragsteller zweifle die SPD nicht, die Bedenken wüchsen aber mit jeder Prüfung. Es gebe kaum noch ein Gasthaus ohne Spielautomaten; wer Jugendlichen den Zutritt zu solchen Räumen verbiete, verbiete ihnen fast allgemein den Zutritt zum Gasthaus.

Ohne Abweichung

Die Daten bis 1957 werten wir nicht aus. Von 1957 bis 1965 verzeichnen sie 70 namentliche Abstimmungen, in keiner wich Priebe von der SPD ab. 1965 schied er nach vier Wahlperioden mit 63 Jahren aus dem Bundestag aus. Er starb mit 88 Jahren in Bodenteich, dem Ort, dessen Bürgermeister er gewesen war.

Mandate im Überblick

Priebe gewann 1949 den Wahlkreis Uelzen direkt für die SPD, danach kam er dreimal über die Landesliste Niedersachsen:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Alwin Kulawig

Optiker, Bergmann, Sozialdemokrat in der verbotenen DSP und Rechnungsprüfer des Bundestages: Alwin Kulawig, geboren am 17.01.1926 in Krughütte an der Saar, gehörte dem Bundestag von 1961 bis 1976 an. Er starb am 19.10.2003 in Saarlouis.

Kurzprofil

  • Geboren: 17. Januar 1926 in Klarenthal-Krughütte
  • Gestorben: 19. Oktober 2003
  • Beruf: Optiker
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1961 bis 1976 (4. bis 7. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet, 1 Kind

Krieg

Kulawig besuchte Schulen in Klarenthal, Saarbrücken und Bamberg. Seine Lehre als Optiker unterbrachen Arbeits- und Wehrdienst; aus der Kriegsgefangenschaft kehrte er 1946 heim. Danach arbeitete er als Landarbeiter, Maurer und Bergmann, ab 1950 wieder als Optiker.

Saar

Ab 1953 gehörte Kulawig der im Saarland damals verbotenen Deutschen Sozialdemokratischen Partei an. Sie wurde im Sommer 1955 zugelassen und nannte sich nach der Ablehnung des Saarstatuts SPD Saar. Im Dezember 1955 zog Kulawig in den Landtag ein, 1960 verteidigte er sein Mandat und legte es 1961 nach der Wahl in den Bundestag nieder. Von 1960 bis 1973 war er Stadtrat und Vorsitzender des Unterbezirks Saarlouis.

Bonn

Von 1964 bis Januar 1970 gehörte Kulawig auch dem Europäischen Parlament an, 1964 und 1969 der Bundesversammlung. Ab 1972 leitete er den Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestages, ein Unterausschuss des Haushaltsausschusses. Bei der Wahl 1961 kandidierte er im Wahlkreis 245 auf Platz 2 der Landesliste, 1965 und 1969 im Wahlkreis 246, jeweils ebenfalls auf Platz 2.

Reden

Die Protokolle zählen 39 Wortmeldungen mit 17.403 Wörtern und einen Zwischenruf in 903 Sitzungen. In der ersten am 15. Mai 1963, 857 Wörter lang, begründete er einen Änderungsantrag der SPD, der den Besitzstand saarländischer Grenzgänger bei einer ergänzenden Fürsorgeleistung sichern sollte; Franz antwortete für die Union. In der letzten am 24. Juni 1976, 1.039 Wörter lang, sprach er über Haushaltskontrolle und Rechnungsprüfung, ein Anliegen der Opposition auf der Spur des Bundesrechnungshofs; Althammer antwortete.

Abstimmungen

An allen 106 namentlichen Abstimmungen nahm Kulawig teil, 67-mal mit Ja, 38-mal mit Nein und einmal mit Enthaltung. Keine seiner Stimmen wich von der Mehrheit der SPD ab.

Ehrung

Am 25. April 1977 erhielt Kulawig den Saarländischen Verdienstorden. In seinen letzten Jahren zog er sich aus der Politik zurück.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen ihn Optiker, ohne Angabe der Religion, verheiratet, ein Kind, und den Geburtsort Klarenthal-Krughütte. Landtag und Europaparlament fehlen dort. Das Handbuch datiert seinen stellvertretenden Landesvorsitz auf 1956, die Biografie auf 1968 bis 1974; es nennt als Nachkriegsberuf nur Bergmann von 1947 bis 1950.

Mandate im Überblick

Kulawig kam viermal über die Landesliste der SPD Saar in den Bundestag:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Saarland, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Saarland, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Saarland, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Landesliste Saarland, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Hugo Karpf

Schneider, christlicher Gewerkschafter, Reichstagsabgeordneter der BVP und Vater der Heimarbeiter: Hugo Karpf, geboren am 17.01.1895 in Wüstenzell bei Marktheidenfeld, vertrat den Wahlkreis Aschaffenburg von 1949 bis 1957 für die CSU im Bundestag. Er starb am 19.07.1994 in Aschaffenburg, im Alter von 99 Jahren.

Kurzprofil

  • Geboren: 17. Januar 1895 in Wüstenzell (Unterfranken)
  • Gestorben: 19. Juli 1994
  • Beruf: Gewerkschaftssekretär
  • Partei: CSU
  • Bundestag: 1949 bis 1957 (1. bis 2. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet

Gewerkschafter

Karpf war gelernter Schneider und schloss sich schon vor dem Ersten Weltkrieg der christlichen Gewerkschaftsbewegung an. Im Krieg geriet er in britische Gefangenschaft. Danach arbeitete er beim Verband christlicher Arbeitnehmer und trat der Bayerischen Volkspartei bei. Im Juli 1933 rückte er in den Reichstag nach und war damit an der Zustimmung der BVP zum Ermächtigungsgesetz nicht beteiligt.

NS-Zeit

Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften erhielt Karpf Berufsverbot und arbeitete als Hilfsarbeiter, später als Zuschneider. Mit dem Sozialdemokraten Jean Stock gründete er einen Freundeskreis, der bedrängten Bürgern in Aschaffenburg Hilfe bot. 1939 wurde er als politisch unzuverlässig zur Pferdebeschaffungskommission am Untermain eingezogen, 1945 als Feldwebel entlassen.

Neuanfang

1945 gründete Karpf die Christlich Demokratische Partei Aschaffenburg mit, die im Januar 1946 in der CSU aufging, und baute mit Bernhard Junker und Benno Lehmann den DGB in Aschaffenburg auf. Er saß im Stadtrat, 1946 in der Verfassunggebenden Landesversammlung und von 1947 bis 1949 im Wirtschaftsrat der Bizone. Von 1954 bis 1966 war er Richter am Bundesarbeitsgericht in Kassel, von 1957 bis 1960 stellvertretender Vorsitzender der Gewerkschaft Textil und Bekleidung.

Heimarbeit

Im Wirtschaftsrat wie im Bundestag setzte sich Karpf für die Heimarbeiter ein, die in seinem Gewerbe besonders zahlreich waren. Seine erste Rede am 20. Oktober 1949 beklagte den langen Leidensweg der Heimarbeitergesetzgebung. Insgesamt verzeichnen die Plenarprotokolle acht Reden mit 4.388 Wörtern, sechs in der ersten und zwei in der zweiten Wahlperiode. In der letzten, nur 53 Wörter lang, lehnte er am 31. Mai 1957 eine Fassung mit 2 vom Hundert ab, weil sie nach den beschlossenen Änderungen keine Gleichstellung mit den übrigen Arbeitnehmern mehr bedeute. Von 240 abgegebenen Stimmen wichen 30 von der Mehrheit der Unionsfraktion ab, ein Anteil von 13,2 Prozent.

Ehrungen und Familie

Karpf erhielt 1965 das Große Verdienstkreuz und 1991 den Stern mit Schulterband dazu; 1985 wurde er Ehrenbürger Aschaffenburgs. Er gehörte dem Dritten Orden der Franziskaner an und war Ehrenmitglied des Kolpingwerks. 1923 heiratete er Klara Maria Zahn, mit der er acht Kinder hatte.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Karpf Gewerkschaftssekretär, katholisch, verheiratet, ohne die acht Kinder zu erwähnen. Sein Reichstagsmandat für die BVP und die Jahre am Bundesarbeitsgericht führen sie nicht auf.

Mandate im Überblick

Karpf gewann den Wahlkreis Aschaffenburg 1949 mit 46,8 und 1953 mit 54,8 Prozent der Erststimmen:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Werner Hilpert

Syndikus des Leipziger Einzelhandels, sächsischer Landesvorsitzender des Zentrums, fünfeinhalb Jahre Häftling im KZ Buchenwald, Gründungsvorsitzender der hessischen CDU, Finanzminister und Präsident der Bundesbahn: Werner Hilpert, geboren am 17.01.1897 in Leipzig, gehörte 1949 wenige Wochen für die CDU dem Bundestag an. Er starb am 24.02.1957 in Oberursel.

Kurzprofil

  • Geboren: 17. Januar 1897 in Leipzig
  • Gestorben: 24. Februar 1957
  • Beruf: Minister a. D.
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1949 (1. Wahlperiode), über die Landesliste

Leipzig

Hilpert war der älteste Sohn eines Kupferstechers, der sich bei Giesecke & Devrient zum Abteilungsleiter hocharbeitete. Nach dem Nicolaigymnasium begann er 1916 mit einem Stipendium das Studium der Nationalökonomie, der Rechte und der Philosophie, das der Kriegsdienst in Rumänien und Frankreich unterbrach. Im Juli 1920 wurde er promoviert. Er war Mitglied der katholischen Verbindung Teutonia Leipzig im KV.

Einzelhandel

Nach kurzer Zeit bei der Sächsischen Staatsbank ging Hilpert zum Leipziger Verband des Einzelhandels, dessen Syndikus er Ende 1922 wurde. Mit Otto Kitzinger gab er die Zeitschrift Der Einzelhandelsdienst heraus. Bis Ende 1932 führte er zudem den Verband deutscher Linoleumhändler. Von 1926 bis 1933 war er Stadtverordneter in Leipzig, 1932 wurde er Landesvorsitzender des Zentrums in Sachsen.

Buchenwald

Von 1932 bis 1937 leitete Hilpert die Katholische Aktion in Sachsen und stand offen gegen den Nationalsozialismus. Mit Carl Goerdeler beriet er jüdische Bürger bei Arisierungen. In der Pogromnacht 1938 verbrannte sein Büro. Danach saß er fünfeinhalb Jahre im KZ Buchenwald und gehörte dem Volksfrontkomitee an; dort begann seine Freundschaft mit Eugen Kogon. Nach der Befreiung war er einer von fünf Deutschen im Internationalen Lagerkomitee.

Hessen

Auf Empfehlung der amerikanischen Militärregierung wurde Hilpert Hauptgeschäftsführer der IHK in Frankfurt am Main. Er gründete die hessische CDU mit und war bis 1952 ihr erster Landesvorsitzender. Vom 01.11.1945 bis zum 05.01.1947 war er stellvertretender Ministerpräsident im Kabinett Geiler, 1946 und 1947 Minister für Wirtschaft und Verkehr, danach im Kabinett Stock bis 1950 Finanzminister. Er investierte große Summen in das Bildungswesen.

Bundestag und Bundesbahn

1949 zog Hilpert über die hessische Landesliste in den Bundestag ein, legte das Mandat aber schon am 10.10.1949 nieder; am 03.11.1949 rückte Heinrich Hohl nach. Dem Hessischen Landtag gehörte er 1946 bis 1947 und 1950 bis 1952 an. Von 1952 bis zu seinem Tod war er Präsident und Finanzdirektor der Deutschen Bundesbahn. 1956 erhielt er das Große Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Er starb im Februar 1957 mit 60 Jahren und liegt in Oberursel in einem Ehrengrab.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hilpert Minister a. D., ohne Angaben zur Religion und zur Familie, und verzeichnen das Listenmandat vom 07.09.1949 bis zum 10.10.1949. Sie führen ihn nur unter der CDU; seine Zeit als Landesvorsitzender des Zentrums in Sachsen geht daraus nicht hervor.

Mandate im Überblick

Hilpert zog 1949 über die Landesliste Hessen der CDU in den Bundestag ein:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 10.10.1949): Landesliste Hessen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Fritz Gautier

Chemiker aus Ostfriesland, Biotechnologieforscher in Braunschweig, Europaabgeordneter, Beigeordneter der Stadt Köln und Energiemanager: Fritz Gautier, geboren am 17.01.1950 in Norden, saß von 1987 bis 1994 für die SPD im Bundestag. Er starb am 10.08.2017 in Köln.

Kurzprofil

  • Geboren: 17. Januar 1950 in Norden (Ostfriesland)
  • Gestorben: 10. August 2017
  • Beruf: Dipl.-Chemiker
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1987 bis 1994 (11. bis 12. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: verheiratet, 1 Kind

Chemiker

Gautier machte 1968 Abitur in Emden und studierte Chemie an der Technischen Universität Braunschweig. Nach dem Diplom wurde er 1977 promoviert und arbeitete als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung in Braunschweig, dem heutigen Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Gewerkschaftlich war er Mitglied der IG Chemie-Papier-Keramik, der Gewerkschaft seiner Branche.

Partei

In seiner Jugend gehörte Gautier den Falken an, der Sozialistischen Jugend Deutschlands, die der SPD nahesteht und aus der Arbeiterjugendbewegung hervorgegangen ist. 1973 trat er der SPD bei und arbeitete zeitweise im Bezirksvorstand Braunschweig und im Landesvorstand Niedersachsen mit.

Europa

Von 1980 bis 1987 gehörte Gautier dem Europäischen Parlament an, in der ersten und zweiten direkt gewählten Wahlperiode. Das Parlament in Straßburg hatte damals noch wenig Gesetzgebungsbefugnisse; erst die Einheitliche Europäische Akte von 1987 stärkte seine Rolle. Im selben Jahr wechselte Gautier nach Bonn.

Bundestag

1987 zog Gautier in den Bundestag ein. Seine Wahlperioden waren von der Debatte über die Folgen von Tschernobyl, den Ausstieg aus Fluorchlorkohlenwasserstoffen und die Energieversorgung geprägt, Themen, für die ein naturwissenschaftlich ausgebildeter Abgeordneter Sachverstand mitbrachte. Dazu kam nach 1990 die deutsche Einheit mit dem Umbau der ostdeutschen Energiewirtschaft, deren Braunkohlekraftwerke und Netze modernisiert werden mussten. 1994 schied er aus dem Bundestag aus.

Köln

Schon ab 1989, noch während seines Bundestagsmandats, war Gautier Beigeordneter der Stadt Köln und blieb es bis 2000. Als Beigeordneter gehörte er zur hauptamtlichen Verwaltungsspitze der Stadt. Danach wechselte er endgültig in die Energiewirtschaft und wurde Manager: stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen, Vorstand der Kölner Gas-, Elektrizitäts- und Wasserwerke, Vizepräsident der Vereinigung Deutscher Elektrizitätswerke, Präsident des europäischen Dachverbands der kommunalen Energieversorger und ab 2001 Vorstand der Ruhrgas AG.

Stammdaten

Gautier starb im August 2017 mit 67 Jahren in Köln, der Stadt, in der er seit seiner Zeit als Beigeordneter lebte. Er wurde auf See bestattet. Seine Geburtsstadt Norden liegt an der ostfriesischen Nordseeküste, gegenüber den Inseln Norderney und Juist. Die Stammdaten nennen ihn Diplomchemiker, verheiratet und Vater eines Kindes und machen keine Angabe zur Religion.

Mandate im Überblick

Zweimal zog Gautier über die niedersächsische Landesliste der SPD in den Bundestag ein, nach sieben Jahren im Europäischen Parlament:

  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion
  • 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Landesliste Niedersachsen, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Elfriede Eilers (Bielefeld)

Buchhalterin, Fürsorgerin und Arbeiterwohlfahrt-Frau aus Ostwestfalen: Elfriede Eilers, geboren am 17.01.1921 in Bielefeld, gehörte von 1957 bis 1980 für die SPD dem Bundestag an. Sie starb am 04.06.2016 in Bielefeld.

Kurzprofil

  • Geboren: 17. Januar 1921 in Bielefeld
  • Gestorben: 4. Juni 2016
  • Beruf: Sozialarbeiterin
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1957 bis 1980 (3. bis 8. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste

Vom Kontor in die Fürsorge

Eilers stammte aus einer sozialdemokratischen Familie, ihre Eltern waren schon in der Weimarer Republik in der SPD aktiv. Nach der Realschule machte sie eine kaufmännische Lehre und arbeitete ab 1941 als Buchhalterin bei den Stadtwerken Bielefeld. Von 1950 bis 1952 besuchte sie in Mannheim das Seminar für Sozialberufe der Arbeiterwohlfahrt. Danach war sie zunächst Fürsorgerin für die AWO in Lippe und ab 1954 Jugendfürsorgerin der Stadt Bielefeld, bis sie in den Bundestag wechselte.

Falken und Parteispitze

Nach dem Krieg engagierte sich Eilers bei den Falken und trat 1945 der SPD bei. Von 1966 bis 1977 gehörte sie dem Bundesvorstand an, ab 1973 auch dem Präsidium; im selben Zeitraum führte sie als Bundesvorsitzende die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen, die damals gerade gegründet worden war, um Frauen in der Partei mehr Gewicht zu geben. Später saß sie in der Kontrollkommission und war Beauftragte des Parteivorstandes für Seniorenarbeit.

Sozialpolitik im Bundestag

Eilers‘ Zeit im Bundestag reichte von Adenauers absoluter Mehrheit bis zur Kanzlerschaft Helmut Schmidts. Als ausgebildete Sozialarbeiterin befasste sie sich vor allem mit Jugend- und Familienpolitik und den Reformen der sozialliberalen Jahre, etwa dem neuen Ehe- und Familienrecht. Dass sie 1972 den Bielefelder Wahlkreis direkt gewann, war für eine Frau jener Zeit noch eine Ausnahme: Die meisten weiblichen Abgeordneten kamen über Listen.

Arbeiterwohlfahrt und Stiftung

Der AWO gehörte Eilers seit 1950 an, von 1972 bis 1990 war sie ihre stellvertretende Bundesvorsitzende. Im Dezember 2004 gründete sie in Bielefeld eine Stiftung, die neue Projekte der Kinder-, Jugend-, Alten- und Behindertenhilfe fördert. Der SPD-Bezirk Ostwestfalen-Lippe ernannte sie 2005 zum Ehrenvorsitzenden. Bei ihrer Trauerfeier auf dem Sennefriedhof sprachen Franz Müntefering, der AWO-Vorsitzende Wolfgang Stadler und Oberbürgermeister Pit Clausen. Ihr Nachlass liegt im Stadtarchiv Bielefeld und im Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung. Sie wurde 95 Jahre alt, erlebte also noch die Kanzlerschaft Angela Merkels, und blieb ihrer Heimatstadt ihr Leben lang verbunden.

Mandate im Überblick

Dreiundzwanzig Jahre saß Eilers im Parlament, viermal über die NRW-Landesliste, 1972 und 1976 als Siegerin im Wahlkreis Bielefeld-Stadt:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Walter Arendt (Wattenscheid)

Als Sohn eines Bergmanns, der früh an einer Staublunge starb, kam Walter Arendt am 17.01.1925 in Heessen bei Hamm zur Welt. Er fuhr selbst ein, stieg zum Vorsitzenden der IG Bergbau und Energie auf und war von 1969 bis 1976 Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung unter Willy Brandt und Helmut Schmidt. Für die SPD saß er von 1961 bis 1980 im Bundestag; er starb am 07.03.2005 in Bornheim.

Kurzprofil

  • Geboren: 17. Januar 1925 in Heessen, Krs. Beckum (Westfalen)
  • Gestorben: 7. März 2005
  • Beruf: Bundesminister a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1961 bis 1980 (4. bis 8. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Regierungsamt: Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung 1969–1976
  • Religion/Familie: verheiratet, 1 Kind

Unter Tage und in der Gewerkschaftspresse

Nach Volks- und Berufsschule lernte er auf der Zeche Sachsen das Bergmannshandwerk und arbeitete bis 1947 im Bergbau, unterbrochen von Arbeitsdienst, Kriegsdienst und Gefangenschaft. 1946 trat er in die SPD ein. Es folgten je ein Jahr an der Akademie der Arbeit in Frankfurt am Main und an der Akademie für Gemeinwirtschaft in Hamburg. Ab 1948 arbeitete er in der Pressestelle der IG Bergbau in Bochum, die er ab 1954 kommissarisch führte.

An der Spitze der Bergarbeiter

1955 kam Arendt in den geschäftsführenden Vorstand seiner Gewerkschaft, 1964 wurde er als Nachfolger von Heinrich Gutermuth ihr Vorsitzender, 1967 zusätzlich Präsident des Internationalen Bergarbeiterverbandes. Das Schicksal seines Vaters prägte seine Politik: Schon 1962 setzte er im Bundestag durch, dass Bergleute unter Tage mit 55 statt mit 60 Jahren in Rente gehen konnten. Von 1961 bis 1970 gehörte er auch dem Europäischen Parlament an.

Arbeitsminister der sozialliberalen Koalition

Am 22.10.1969 berief Willy Brandt ihn ins Kabinett, Arendt legte seine Gewerkschaftsämter nieder. In seine Amtszeit fielen die Rentenreform von 1972 mit der flexiblen Altersgrenze und 1973 der Anwerbestopp für ausländische Arbeitskräfte. Nach einem Streit zwischen Regierung und Fraktion über eine Rentenerhöhung trat er unmittelbar nach der Wahl 1976 zurück und schied am 14.12.1976 aus. Im Bundestag blieb er bis 1980, zuletzt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender, im SPD-Präsidium bis 1979.

Ehrungen

1974 erhielt Arendt die Marie-Juchacz-Plakette der Arbeiterwohlfahrt, 1975 das Große Bundesverdienstkreuz mit Stern und Schulterband. Er war verheiratet und hatte ein Kind. Die alte Fassung dieses Beitrags nannte weder Todesdatum noch Ministeramt; beides ist hier nach den Stammdaten des Bundestages ergänzt.

Mandate im Überblick

Arendt vertrat die SPD fast zwei Jahrzehnte ohne Unterbrechung, zweimal über die nordrhein-westfälische Liste und dreimal mit einem Wahlkreis im Ruhrgebiet; die Ministerzeit fiel in die Mitte dieser fünf Wahlperioden:

  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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Stand: 17.10.2026

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Stand: 17.10.2026