Köpfe: Dr. Annemarie Renger

Tochter eines sozialdemokratischen Arbeitersportfunktionärs, Verlagskauffrau, Kriegswitwe, Sekretärin und Vertraute Kurt Schumachers, Parlamentarische Geschäftsführerin und vier Jahre Präsidentin des Bundestages: Annemarie Renger, geboren am 07.10.1919 in Leipzig, gehörte dem Bundestag von 1953 bis 1990 an. Sie starb am 03.03.2008 in Remagen-Oberwinter.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. Oktober 1919 in Leipzig
  • Gestorben: 3. März 2008
  • Beruf: Präsidentin DBT a. D., Vizepräsidentin DBT a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1953 bis 1990 (2. bis 11. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: verwitwet, 1 Kind

Wildung

Renger war nach verfügbaren Angaben eines von sieben Kindern des Tischlers und Sportfunktionärs Fritz Wildung. 1934 musste sie das Augustagymnasium in Berlin verlassen, weil ihr das Stipendium entzogen wurde, und machte eine Verlagslehre. Ihr Mann Emil Renger fiel 1944 in Frankreich. Die Stammdaten führen sie als Bundestagspräsidentin außer Dienst, verwitwet, ein Kind.

Schumacher

Ab dem 1. Oktober 1945 war Renger Privatsekretärin von Kurt Schumacher (SPD), dessen enge Vertraute und Lebensgefährtin sie bis zu seinem Tod 1952 blieb; daneben leitete sie das Büro des Parteivorstands in Hannover und Bonn. Von 1962 bis 1973 saß sie im Bundesvorstand der SPD, 1974 gehörte sie zu den Gründern des Seeheimer Kreises.

Präsidentin

Von 1969 bis 1972 war Renger Parlamentarische Geschäftsführerin der Fraktion. Am 13. Dezember 1972 wurde sie als erste Frau Präsidentin des Bundestages, nach verfügbaren Angaben weltweit die erste an der Spitze eines frei gewählten Parlaments. Nach der Wahl 1976 folgte ihr Karl Carstens (CDU), sie wurde Vizepräsidentin und blieb es bis 1990. 1979 unterlag sie Carstens bei der Wahl des Bundespräsidenten.

Oberländer

Ihr Mandat umfasste 2.162 Sitzungen; die Protokolle zählen 77 Reden mit 48.910 Wörtern,. In der ersten Rede am 10. Februar 1956 widersprach sie Minister Theodor Oberländer (CDU), der die jugendlichen Flüchtlinge aus der Sowjetzone aus der Debatte herausnehmen wollte; seine optimistische Darstellung zwinge zu einigen Worten.

Nikolaikirche

Die letzte Rede am 21. Juni 1990 hielt sie zum Staatsvertrag über die Währungsunion. Sie gehe nicht ohne Bewegung an dieses Pult, sagte sie. Ende Dezember sei sie, aus der Nikolaikirche kommend, mit einer Kerze in der Hand bei den Menschen auf der Straße gestanden, still, aber entschlossen, etwas Neues zu beginnen.

Abstimmungen

Die Abstimmungen bis 1957 werten wir nicht aus. In den 593 namentlichen Abstimmungen danach wich Renger 17-mal von der SPD ab, zehnmal von 1983 bis 1987 und siebenmal danach; im November 1983 enthielt sie sich mit Helmut Schmidt beim Antrag der SPD zur Nachrüstung. Ab 1985 war sie Präsidentin des Arbeiter-Samariter-Bundes. Sie starb mit 88 Jahren.

Mandate im Überblick

Renger kam zehnmal über die Landesliste der SPD in den Bundestag, bis 1965 in Schleswig-Holstein, ab 1969 in Nordrhein-Westfalen:

  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 06.10.1957): Landesliste Schleswig-Holstein, SPD-Fraktion
  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Schleswig-Holstein, SPD-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Landesliste Schleswig-Holstein, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Schleswig-Holstein, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Nordrhein-Westfalen, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Georg Leber

Maurer, Vorsitzender der IG Bau-Steine-Erden, Bundesminister für Verkehr, Post und Verteidigung und Vizepräsident des Bundestages: Georg Leber, geboren am 07.10.1920 in Obertiefenbach, gehörte dem Bundestag von 1957 bis 1983 an. Er starb am 21.08.2012 in Schönau am Königssee.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. Oktober 1920 in Obertiefenbach
  • Gestorben: 21. August 2012
  • Beruf: Vizepräsident DBT a. D., Bundesminister a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1957 bis 1983 (3. bis 9. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 1 Kind

Maurer

Leber war Sohn des Maurers Jakob Leber. Er besuchte bis 1935 die Volksschule, machte eine kaufmännische Ausbildung und eine Maurerlehre. Von 1939 bis 1945 war er Funker bei der Luftwaffe, zuletzt Unteroffizier. Nach dem Krieg arbeitete er im Baugewerbe und trat 1947 der IG Bau-Steine-Erden bei.

Gewerkschaft

1949 wurde Leber Gewerkschaftssekretär in Limburg an der Lahn, drei Jahre später Redakteur der Zeitung Der Grundstein. Von Oktober 1957 bis 1966 war er Bundesvorsitzender der IG Bau-Steine-Erden, die früh auf Sozialisierungsforderungen verzichtete und Sozialkassen mit den Arbeitgebern schuf. 1984 schlichtete er im Metallstreit um die 35-Stunden-Woche; sein Kompromiss sah durchschnittlich 38,5 Stunden vor.

Minister

Am 1. Dezember 1966 wurde Leber Verkehrsminister; sein Leber-Plan wollte Massengüter von der Straße auf die Bahn verlagern. Er setzte Tempo 100 auf Landstraßen und die 0,8-Promille-Grenze durch. Ab 1969 leitete er auch das Postministerium. Am 7. Juli 1972 übergab er beide Ressorts an Lauritz Lauritzen und wurde Verteidigungsminister, bis zum Rücktritt 1978. Am 12. September 1979 wurde er als Nachfolger von Hermann Schmitt-Vockenhausen Vizepräsident.

Frankfurt

1957 kam Leber über Platz 6 der hessischen Liste. Den Wahlkreis Frankfurt I gewann er 1961 mit 45,4, 1965 mit 48,3, 1969 mit 55,3 und 1972 mit 54,8 Prozent; 1976 und 1980 kam er wieder über die Liste. Vom 27. Februar 1958 bis 25. Februar 1959 saß er auch im Europäischen Parlament.

Reden

Die Protokolle zählen 429 Reden mit 203.276 Wörtern in 1.443 Sitzungen, die meisten als Minister. Die erste am 23. April 1958, 2.616 Wörter lang, griff einen erregten Satz von Wirtschaftsminister Erhard auf, wer Deutschland aufgebaut habe. Die letzte am 14. Dezember 1982, 131 Wörter lang, hielt er Kanzler Kohl vor, die Sozialdemokraten Sozialisten genannt und ihnen Klassenkampf unterstellt zu haben. Blüm antwortete dem großen Gewerkschafter Schorsch Leber.

Stammdaten

An allen 129 namentlichen Abstimmungen nahm Leber teil, zweimal gegen seine Fraktion: am 14. Dezember 1962 mit einer Enthaltung und am 26. April 1974 mit Nein. Die Stammdaten nennen ihn Vizepräsident und Bundesminister außer Dienst, katholisch, verheiratet, ein Kind. Den Parteieintritt datiert das Handbuch auf 1947, die Biografie auf 1951.

Mandate im Überblick

Leber kam viermal direkt und dreimal über die Landesliste der SPD Hessen in den Bundestag:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Landesliste Hessen, SPD-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Landesliste Hessen, SPD-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Hessen, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Alo Hauser (Bad Godesberg)

Rechtsanwalt aus Bad Godesberg, Landesvorsitzender der Jungen Union Rheinland, fast drei Jahrzehnte Kreisvorsitzender der CDU in Bad Godesberg und Bonn, Landtagsabgeordneter und Vorsitzender der Senioren-Union: Alo Hauser, geboren am 07.10.1930 in Bonn-Bad Godesberg, saß von 1965 bis 1983 für die CDU im Bundestag. Er starb am 29.10.1997 in Düsseldorf.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. Oktober 1930 in Bad Godesberg
  • Gestorben: 29. Oktober 1997
  • Beruf: Rechtsanwalt
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1965 bis 1983 (5. bis 9. Wahlperiode), teils direkt, teils über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 4 Kinder

Jurist

Johannes-Aloysius Hauser, genannt Alo, machte 1950 das Abitur und studierte Rechts- und Staatswissenschaften sowie Volks- und Betriebswirtschaft. 1954 legte er das erste, 1959 das zweite juristische Staatsexamen ab und wurde Rechtsanwalt in Bad Godesberg. Er gehörte der katholischen Studentenverbindung KStV Arminia Bonn im KV an. Sein jüngerer Halbbruder Norbert Hauser gewann 1998 den Wahlkreis Bonn für die CDU, sein Sohn Benedikt saß von 2010 bis 2012 im Landtag.

Junge Union

1952 trat Hauser der CDU bei. In der Jungen Union wurde er 1956 in den Landesvorstand gewählt, von 1962 bis 1968 war er Landesvorsitzender der JU Rheinland, von 1965 bis 1969 gehörte er dem Bundesvorstand an. Von 1963 bis 1992 führte er den CDU-Kreisverband Bad Godesberg, nach der Eingemeindung ab 1970 den Kreisverband Bonn. Er saß auch im Landesvorstand der CDU Rheinland.

Kommunalpolitik

Von 1956 bis 1970 saß Hauser im Rat der Stadt Bad Godesberg, danach bis 1972 im Rat der Stadt Bonn. Von 1956 bis 1961 gehörte er zugleich dem Kreistag des Landkreises Bonn an. Seit 1958 war er Abgeordneter im nordrhein-westfälischen Landtag und dort Mitglied des Jugendausschusses.

Wahlkreis Bonn

1965 wurde Hauser über die Landesliste in den Bundestag gewählt; das Landtagsmandat legte er am 25.10.1965 nieder. Von 1969 bis 1983 gewann er den Wahlkreis Bonn viermal direkt: 1969 mit 37,9 Prozent, 1972 mit 51,8, 1976 mit 54,1 und 1980 mit 49,3 Prozent. 1983 trat Hans Daniels für die CDU an und gewann mit 55,1 Prozent. Hauser schied nach achtzehn Jahren aus dem Bundestag aus.

Senioren-Union

Von 1988 bis zu seinem Tod war Hauser Vorsitzender der Senioren-Union Nordrhein-Westfalen, der Vereinigung älterer Mitglieder der CDU. Seine Zeit als Kreisvorsitzender in Bonn endete 1992. Er starb im Oktober 1997 mit 67 Jahren in Düsseldorf.

Stammdaten

Die Stammdaten nennen Hauser Rechtsanwalt, katholisch, verheiratet mit vier Kindern. Sie verzeichnen fünf Mandate vom 19.10.1965 bis zum 29.03.1983. Der Bundestagsbeginn am 19.10.1965 liegt sechs Tage vor dem Ende des Landtagsmandats am 25.10.1965, das die Stammdaten nicht erwähnen.

Mandate im Überblick

Hauser vertrat von 1969 bis 1983 den Wahlkreis Bonn direkt im Bundestag:

  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Landesliste Nordrhein-Westfalen, CDU/CSU-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 22.09.1972): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 7. Wahlperiode (13.12.1972 bis 13.12.1976): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 8. Wahlperiode (14.12.1976 bis 04.11.1980): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Dr. Sissy Geiger (Darmstadt)

Kunsthistorikerin aus der Steiermark, Mitarbeiterin am Werkverzeichnis Oskar Kokoschkas, Vorsitzende der Frauenvereinigung und der CDU in Darmstadt und langjährige Stadtverordnete: Sissy Geiger, geboren als Sissy Gierke am 07.10.1938 in Graz, saß von 1992 bis 1994 für die CDU im Bundestag. Sie starb am 26.10.2025.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. Oktober 1938 in Graz
  • Gestorben: 26. Oktober 2025
  • Beruf: Kunsthistorikerin
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1992 bis 1994 (12. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: römisch-katholisch, verheiratet, 3 Kinder

Graz und Innsbruck

Geiger machte Abitur am Gymnasium Sacré Coeur in Graz und studierte Kunstgeschichte und Archäologie an den Universitäten Graz und Innsbruck. Nach der Promotion arbeitete sie im Kinobetrieb ihrer Eltern mit. Später beschäftigte sie sich mit einem Werkverzeichnis des österreichischen Malers Oskar Kokoschka; von 1985 bis 1987 arbeitete sie in einer Galerie. Die Stammdaten nennen sie Kunsthistorikerin, den Doktortitel führen sie im Namen. Kokoschka, der im Ersten Weltkrieg schwer verwundet worden war und lange im Exil lebte, galt als einer der bedeutendsten Expressionisten Österreichs.

Darmstadt

Durch ihre Ehe mit einem gebürtigen Kaiserslauterer, der in Darmstadt arbeitete, kam Geiger nach Südhessen. 1970 trat sie der CDU bei, 1975 wurde sie Vorsitzende der CDU-Frauenvereinigung Darmstadt, später auch Kreisvorsitzende ihrer Partei. Von 1977 an war sie Stadtverordnete, seit 1990 stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Stadtparlament in einer Stadt, in der die SPD traditionell stark war und seit Jahrzehnten den Oberbürgermeister stellte. Zugleich engagierte sie sich in der Frauenpolitik ihrer Partei, die in den siebziger Jahren verstärkt um Wählerinnen warb.

Bundestag

Nach dem Tod des Abgeordneten Franz-Hermann Kappes rückte Geiger am 29.09.1992 in den Bundestag nach. Sie gehörte dem Ausschuss für Frauen und Jugend und dem Petitionsausschuss an, der Eingaben von Bürgern prüft. Für die Wahl 1994 nominierte die Partei sie nicht erneut, und so endete ihr Mandat nach gut zwei Jahren mit der Wahlperiode im November 1994. In diese Zeit fielen die Debatten über die Neuregelung des Schwangerschaftsabbruchs nach der Wiedervereinigung und über die Änderung des Asylrechts.

Rückkehr nach Graz

Geiger blieb in der Darmstädter Kommunalpolitik aktiv. 2006 erhielt sie das Bundesverdienstkreuz. 2009 legte sie alle Ämter nieder und zog zurück in ihre Geburtsstadt Graz. Aus ihrer Ehe gingen drei Kinder hervor, wie auch die Stammdaten verzeichnen. Ihr Leben spannte damit einen Bogen von der Steiermark über Südhessen zurück in die Steiermark.

Stammdaten

Sissy Geiger starb im Oktober 2025, wenige Tage nach ihrem 87. Geburtstag. Die Stammdaten nennen sie römisch-katholisch, verheiratet und Mutter dreier Kinder und vermerken das Todesdatum; der frühere Text dieser Seite enthielt es noch nicht. Ihr Geburtsname Gierke erscheint in den Stammdaten nicht.

Mandate im Überblick

Geiger rückte im September 1992 über die hessische Landesliste der CDU nach und blieb bis zum Ende der zwölften Wahlperiode:

  • 12. Wahlperiode (29.09.1992 bis 10.11.1994): Landesliste Hessen, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Wilhelm Dröscher

Man nannte ihn den guten Menschen von Kirn, und er starb mitten auf einem Parteitag: Wilhelm Dröscher, geboren am 07.10.1920 in Kirn, Amtsbürgermeister an der Nahe, saß von 1957 bis 1971 für die SPD im Bundestag und führte danach die rheinland-pfälzische SPD gegen Helmut Kohl. Er starb am 18.11.1977 in Hamburg.

Kurzprofil

  • Geboren: 7. Oktober 1920 in Kirn
  • Gestorben: 18. November 1977
  • Beruf: Amtsbürgermeister a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1957 bis 1971 (3. bis 6. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch, verheiratet, 6 Kinder

Sohn einer jüdischen Mutter

Dröschers Vater, ein evangelischer Kirner, hatte im Ersten Weltkrieg als Besatzungssoldat in Polen ein Sägewerk geleitet und 1919 in Suwałki eine Jüdin geheiratet. Im Nationalsozialismus galten die vier Kinder als Halbjuden; die Mutter überlebte, weil sie mit einem Nichtjuden verheiratet war. Wilhelm machte eine kaufmännische Lehre und arbeitete bei den Kirner Hartsteinwerken. In der Wehrmacht, in der er ab 1939 diente, blieb er wegen seiner Herkunft zunächst von Führungsaufgaben ausgeschlossen, bis er 1943 mit einer Sondergenehmigung zum Offizier befördert wurde. Er wurde mehrfach verwundet und geriet in Gefangenschaft.

Von der KPD zur SPD

Nach dem Krieg arbeitete Dröscher in einem Sägewerk. 1946 trat er der KPD bei und saß für sie im Kirner Stadtrat, 1949 wechselte er zur SPD. Im selben Jahr wurde er Amtsbürgermeister von Kirn-Land und blieb es bis 1967; an der Verwaltungsakademie bildete er sich nebenher weiter. Er führte den Kreisverband Kreuznach, den Unterbezirk Nahe-Hunsrück und ab 1967 den Bezirk Rheinland-Hessen-Nassau.

Bonn und Straßburg

Nach zwei Jahren im Landtag kam Dröscher 1957 in den Bundestag. Ab Dezember 1965 gehörte er zugleich dem noch indirekt gewählten Europäischen Parlament an. 1970 übernahm er den Vorsitz der SPD Rheinland-Pfalz. Bei den Landtagswahlen 1971 und 1975 unterlag er als Spitzenkandidat Helmut Kohl, bis Ende 1975 führte er die Opposition im Landtag.

Schatzmeister und Europäer

1973 kam Dröscher in Vorstand und Präsidium der SPD, 1974 wurde er Präsident des Bundes der Sozialdemokratischen Parteien der Europäischen Gemeinschaft, 1975 Schatzmeister der Bundespartei. Er starb mit 57 Jahren während des Hamburger Parteitags. Eine Woche später gründete die SPD die Wilhelm-Dröscher-Stiftung, 1982 stiftete sie auf Anregung von Willy Brandt und Peter Glotz den Wilhelm-Dröscher-Preis. Mit seiner Frau Lydia hatte er sechs Kinder; sein Sohn Peter Wilhelm saß später im Landtag. Die Stammdaten nennen ihn evangelisch.

Mandate im Überblick

Viermal gewann Dröscher seinen Wahlkreis an der Nahe direkt; im Oktober 1971 legte er das Mandat nieder, um in den Mainzer Landtag zu wechseln:

  • 3. Wahlperiode (15.10.1957 bis 15.10.1961): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 4. Wahlperiode (17.10.1961 bis 17.10.1965): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 5. Wahlperiode (19.10.1965 bis 19.10.1969): Direktmandat, SPD-Fraktion
  • 6. Wahlperiode (20.10.1969 bis 12.10.1971): Direktmandat, SPD-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Köpfe: Kurusu-Kate

Kate Kurusu (japanisch 来栖ケイト) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Hokkaido. Ältere Angaben nennen als Geburtstag den 7. Oktober 1990, eine verlässliche Quelle dafür haben wir allerdings nicht gefunden.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 157 Zentimetern und Körbchengröße E, die Oberweite misst 86, die Taille 60 und die Hüfte 93 Zentimeter.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Ayaka Sawajiri

Ayaka Sawajiri (japanisch 沢尻アヤカ) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Kanagawa. Sie wurde am 7. Oktober 1987 geboren. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand fälschlich der 10. Juli 1987.

Im Februar 2007 debütierte sie.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 150 Zentimetern und Körbchengröße D, die Oberweite misst 82, die Taille 59 und die Hüfte 82 Zentimeter. Ihre Hobbys sind Karaoke, Haare und Make-up, Darts.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Nana Kunimi

Nana Kunimi (japanisch 国見奈々) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Tokio. Sie wurde am 7. Oktober 1986 geboren. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand fälschlich der 10. Juli 1986.

2008 debütierte sie als Darstellerin.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 147 Zentimetern und Körbchengröße G, die Oberweite misst 95, die Taille 58 und die Hüfte 85 Zentimeter. Als Hobby nennt sie Mädchen-Manga, ihr Profil nennt Musikhören, Stricken, Schwimmen und Singen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Azumi Inamori

Azumi Inamori (japanisch 稲森あずみ) ist eine japanische Pornodarstellerin. Laut ihrem Profil wurde sie am 7. Oktober 1986 geboren, eine zweite unabhängige Bestätigung dafür gibt es nicht. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 10. Juli 1986, vermutlich ein Zahlendreher.

Laut Profil ist sie seit 2007 aktiv.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 160 Zentimetern und Körbchengröße C, die Oberweite misst 82, die Taille 55 und die Hüfte 84 Zentimeter. Ihr Profil nennt Golf und Lesen.

Stand: 17.10.2026

Köpfe: Tomomi Takahara

Tomomi Takahara (japanisch 高原智美) ist eine japanische Pornodarstellerin aus Chiba. Sie wurde am 7. Oktober 1984 geboren. In einer früheren Fassung dieses Beitrags stand der 10. Juli 1985.

2007 debütierte sie, im Mai 2009 beendete sie ihre Karriere.

Ihr Profil nennt eine Körpergröße von 155 Zentimetern und Körbchengröße C, die Oberweite misst 86, die Taille 57 und die Hüfte 90 Zentimeter. Als Hobbys nennt ihr Profil Reisen und Kochen.

Stand: 17.10.2026