Rezept: Dukan Brötchen mit Hefe

Brot fehlt vielen in der Dukan-Diät am meisten. Diese kleinen Brötchen aus Hafer- und Weizenkleie werden mit Hefe locker und lassen sich wie normale Brötchen belegen.

Zutaten

Für etwa sechs kleine Brötchen:

  • 3 Esslöffel Haferkleie
  • 2 Esslöffel Weizenkleie
  • 3 Esslöffel Maisstärke
  • 1 Ei
  • 8 g frische Hefe
  • 5 Esslöffel Magermilch
  • 50 g Magerquark
  • Salz
  • je eine Prise Zucker und Mehl für die Hefe

Zubereitung

  1. Hafer- und Weizenkleie, zum Beispiel mit dem Pürierstab oder einer Kaffeemühle, zu feinem Pulver mahlen.
  2. Die Milch lauwarm erwärmen, Hefe, Zucker und Mehl darin auflösen und etwa 15 Minuten stehen lassen.
  3. Das Ei schaumig schlagen und mit der Hefemilch zur gemahlenen Kleie geben. Maisstärke, Quark und eine Prise Salz zufügen und alles zu einem glatten Teig verrühren. Abgedeckt 30 Minuten gehen lassen.
  4. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen.
  5. Den Teig auf sechs Mulden einer Muffinform verteilen, am besten aus Silikon, und 15 bis 20 Minuten backen.

Tipps

  • Etwas Kümmel oder getrocknete Kräuter im Teig machen die Brötchen herzhafter.
  • Die Brötchen lassen sich gut einfrieren und kurz im Ofen aufbacken.

Für welche Phase?

Wegen der Maisstärke passen die Brötchen ab der Aufbauphase. Speisestärke gehört dort zu den tolerierten Lebensmitteln, vorgesehen ist ein Esslöffel am Tag. Zwei Brötchen enthalten genau diese Menge und dazu einen Esslöffel Haferkleie.

Für die Angriffsphase eignet sich stattdessen die Galette. Alle Rezepte stehen unter Dukan Rezepte.

Das Kaiserbrötchen von McDonalds – oder „ein schlechter Start in den Tag“

Man mag darüber streiten, ob es für Erwachsene sinnvoll ist, überhaupt zu frühstücken (wohl eher nicht, wenn man abnehmen will, wie eine Frühstücks-Studie zeigt), doch gehört das „Brötchen auf die Hand“ für viele Menschen am morgen einfach dazu.

Das hat auch McDonalds erkannt und bietet nunmehr auch „Kaiserbrötchen“ – in der im süddeutschen Raum beliebten Semmel-Form – an. Nach Wahl sind diese mit Käse, Schinken oder auch beidem belegt und werden in einer Kunststofffolie verkauft.

Im Dienste der Aufklärung und der Verbraucherinteressen habe ich also solch ein Käse-Schinken-Kaiserbrötchen gekauft und sogar aufgegessen.

Die Semmel selbst ist blass gebacken und hat einen dezenten Geschmack nach Backtriebmitteln.

Statt Butter findet man darauf sog. „Sandwichcreme“. Das scheint nichts anderes als eine verflüssigte überwürzte Mayonnaise zu sein, die dazu neigt, großtropfig vom Brötchen zu fließen – also auf die Kleidung achtgeben.

Der Fettgeschmack dieser Creme wird von dem ansonsten geschmacklose Käse deutlich unterstrichen.

Statt Schinken verwendet McDonalds „Schinkenstiftel“ – ein Wort, zu dem es derzeit gerade einmal 38 Google Treffer gibt. Dabei handelt es sich um nichts anderes als längliche Schinkenwürfel aus Formfleisch, die gleichfalls dazu neigen, vom Brötchen zu fallen und den Geschmack der Sandwichcreme gut aufnehmen.

Die auf den offiziellen McDonalds Pressefotos angepriesene Tomate fehlte – wohl zum Glück, denn sie hätte das Brötchen sonst wohl noch mehr durchgeweicht.

Dafür gab es reichlich kleingeschnittenen Salat, der an den Stellen, an denen er Kontakt mit der Verpackungsfolie hatte, nass-bräunlich war:

Mein persönlicher Rat – wenn Sie zu den Frühstückern gehören, machen Sie sich lieber selbst ein Butterbrot oder kaufen Sie sich ein Brötchen beim Bäcker um die Ecke.

Denn das McDonalds Kaiserbrötchen liegt mir jetzt noch schwer im Magen und war ein schlechter Start in den Tag.

Hier noch die Nährwerte:

kcal: 260
Kohlenhydrate: 36g
Eiweiß:  11g
Fett: 8g
Salz: 1,8g

Hilfe, mein Bäcker verschwindet

Sonntag, 10h beim Bäcker meines Vertrauens. Nachdem ich die Brötchen bezahlt habe, meint die immer nette Verkäuferin: „Übrigens, der Laden macht zu.“ Ich: „Welcher Laden?“ „Ja wir, Ende November schon. Es geht wohl einfach nicht mehr.“

Upps – das sitzt. Zwar ist einige Meter weiter ein „Kamps“, aber mit den Broten und Vollkornbrötchen von meinem Handwerker-Bäcker kann der einfach nicht mithalten. Und auch mit der Leidenschaft, der Herzlichkeit und dem persönlichen Touch beim Dorfbäcker können die mit immer wechselnden Bäckereifachverkäuferinnen bei der anscheinend übermächtigen Konkurrenz nicht aufwarten.

Kein Einzelfall, denn überall verschwinden die traditionellen Bäcker – verdrängt von den Backautomaten bei Aldi und Lidl und Ketten wie Kamps und Backwerk: Einheitsware mit Mehlbehandlungsmitteln statt Sauerteigbrot. Na gut, letzteres kann ich mittlerweile selber backen (hier z.B. mein Einsteiger-Sauerteigbrot-Rezept), doch fehlt mir dazu oft die Zeit.

Allerdings sind viele Bäcker an der Entwicklung auch nicht ganz unschuldig. Auch mein Dorfbäcker nicht. Bei den normalen hellen Brötchen (Rundstücke, Semmeln, Schrippen…) hat er zuletzt die fertige Mischung von Bäko genommen – wahrscheinlich, um beim Preis mithalten zu können.

Dabei sollten die Bäcker auf Ihre Stärken konzentrieren: handwerklich gefertigte Brote und andere Backwaren mit möglichst wenig Zusatzstoffen, bei denen auf regionale/lokale Besonderheiten und Kundenwünsche eingegangen wird. Dann sind die meisten Verbraucher auch bereit, mehr für Ihre Brötchen zu bezahlen. Also liebe Bäcker, nutzt Eure Stärken.

Und liebe Kunden – sagt was Ihr wollt: rheinische Malzkrusten, fränkische Bauernbrote, Dinkelbrötchen mit Körnern – und kauft diese dann auch.

Und dann sind beide Seiten glücklich und solche Schilder muss es seltener geben:

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