Job in Bonn: Social Media Crack (w/m)

Du bist Social Media Crack (w/m)? Du willst bei einem der bekanntesten Frühphasen-Investoren Deutschlands mit dem Fokus auf Technologie- und Design-getriebenen Startups arbeiten. In zwei Dekaden erreichten die entwickelten oder finanzierten Produkte über 100 Millionen Konsumenten weltweit.

Zu Deinen Aufgaben gehören u.a.:

  • Verwaltung und Betreuung von Social-Media-Kanälen
  • Content-Planung & Erstellung
  • Sichtung von Interviewanfragen
  • Texterstellung und Korrektur
  • Unterstützung bei Foto-Shootings und anderen Medien-Auftritten

Was Du mitbringen musst:

  • Social-Media-Affinität und Erfahrung in diesem Bereich
  • Erfahrungen im Erstellen von Texten (Blogs oder ähnliches)
  • Organisationstalent
  • Freude an effizienten Prozessen
  • Exzellente Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift
  • Flexibilität
  • Zuverlässigkeit

Was geboten wird

  • eine Stelle auf Freelancer Basis oder Festanstellung
  • enge Zusammenarbeit innerhalb des Teams
  • enge Zusammenarbeit mit unserer “StartUp-Family”

Neugierig? Dann melde Dich bei mir über stapublic@live.de oder – wenn Du mich kennst – über die bekannten Social Media Kanäle per PM.

Der Fall Dennis Cooper – und warum es wichtig ist, Blogs selber zu hosten

blog-selber-hosten-google

Jahrelang hat der Schriftsteller Dennis Cooper einen Blog auf Googles Plattform Blogger.com betrieben – bis Google plötzlich alle Inhalte löschte, anscheinend sogar aus dem Google Cache, wie die F.A.Z. berichtet.

Und auch Coopers Bemühungen, den Blog wiederherzustellen, scheinen bislang erfolglos gewesen so sein. Kein Wunder, wer schon einmal eine speziellere Anfrage bei Google, Apple, Facebook oder Microsoft rund um deren Webdienste hatte, wird sich sehr schnell wie bei Kafka fühlen.

Über die Hintergründe im konkreten Fall will an dieser Stelle gar nicht weiter schreiben, spekulieren oder diskutieren – das tun genug andere Seiten. Vielleicht war die Löschung nach den Blogger AGB berechtigt, vielleicht Zufall, vielleicht Willkür. Ja es mag sogar sein, dass aufgrund der großen medialen Aufmerksamkeit Coopers Blog bald wiederhergestellt wird. Dann hätte er Glück.

Denn jeden Tag verschwinden auf den großen Blog-Plattformen Blogs aus vielfältigen Gründen. Echte oder vermeintliche Pornographie, Urheberrechtsverletzungen oder Anschwärzungen durch Wettbewerber. Die Inhalte sind dann weg, die Google Rankings auch.

Zudem kann es einem passieren, dass ein Dienst einfach eingestellt wird, so geschehen z.B. bei den Live Blogs von Microsoft.

Daher mein dringender Rat: Wer wirklich etwas mit seinem Blog vor hat und wem seine Inhalte lieb sind, der setzt von Anfang an auf eine selbst gehostete Lösung, kümmert sich also mehr oder weniger selbst um die Technik. Zu den verschiedenen Möglichkeiten habe ich schon mal was geschrieben.

Und in jedem Fall gilt: regelmäßig seine Inhalte sichern.

Was brauche ich technisch zum Bloggen?

wordpress-bloggen

Was brauche ich zum Bloggen?

Immer mal wieder werde ich gefragt, was man zum Bloggen braucht. In der Tat habe ich mich mit diesem Thema früher hier an dieser Stelle immer mal wieder beschäftigt, es aber etwas aus den Augen verloren. Aus gegebenem Anlass hier jetzt endlich die Antwort aus technischer Sicht, insbesondere auf welche Plattformen man setzen kann und setzen sollte.

Verschiedene Möglichkeiten

Man grundsätzlich (mindestens) fünf Möglichkeiten:

  • bei einem anderen Blog mitschreiben (oder bei mehreren)
  • alles selber machen
  • auf spezielle Bloghosting Angebote setzen
  • Blogging Plattformen
  • andere Blog-ähnliche Plattformen

Ich will die verschiedenen Möglichkeiten etwas genauer vorstellen:

Bei anderen Blogs mitschreiben

Warum eigentlich nicht? Warum ganz von vorne anfangen, wenn es schon gut etablierte Blogs zu einem Thema gibt, bei denen man mitmachen kann. Sicher, das passt nicht zu einem persönlichen Blog wie diesem hier, aber bei themenspezifischen Blogs kann das sinnvoll sein. Warum z.B. seine Kochrezepte nicht in einem bestehenden Food Blog veröffentlichen? Schaut man sich viele Blogs an, stellt man fest, dass sehr viele von mehreren Autoren bestückt werden.

Entscheidet man sich dafür, sollte einem aber auch klar sein, dass es eben nicht der eigene Blog ist. Was passiert z.B. mit den Texten, wenn der eigentliche Bloginhaber kein Interesse mehr an seinem Projekt hat? Was, wenn dem Inhaber ein Text missfällt? Wie sieht es mit Kosten und Einnahmen aus? Wenn man auf solche Fragen jedoch gute Lösungen gefunden hat, kann das Mitbloggen eine gute Alternative sein.

Wer konkret auf der Suche nach einem Blog ist, bei dem das Mitschreiben möglich ist, kann auf bloggerjobs.de nach solchen Kooperationsmöglichkeiten Ausschau halten. Und auch hier sind Gastautoren immer willkommen und es gibt viele Möglichkeiten zum Mitmachen.

Blog Plattformen

Soll es hingegen doch ein eigenes Projekt sein, das aber möglichst keinen Aufwand verursachen soll, kann man auf Blogplattformen setzen. Die beiden bekanntesten sind sicher WordPress.com und das zu Google gehörende blogger.com. Bei beiden kann man direkt nach der Anmeldung losbloggen. Persönlich bevorzuge ich WordPress, es muss ja nicht immer alles Google sein.

Wer es ganz einfach mag, kann sich für eine kostenfreie Subdomain entscheiden – z.B. umstellung.wordpress.com (damit fing es bei mir richtig an); eine eigene Domain kann man für eine übliche Jahresgebühr dazu buchen. Entscheidet man sich für die kostenfreie Variante “WordPress Anfänger”, hat man 3 GB Webspeicher (was für die meisten ausreichend sein sollte), eine sehr gute technische Plattform und die Auswahl aus verschiedenen Designs und zusätzlichen Funktionen (Umfragen…). Allerdings behält sich WordPress bei der kostenfreien Variante vor, Werbung einzublenden. Wenn man das nicht will, entscheidet man sich für WordPress Premium. Das kostet derzeit 80 EUR pro Jahr und beinhaltet dann auch gleich mehr Speicher, die eigene Domain und mehr Individualisierungsmöglichkeiten.

Wenn ich wirklich vorhabe zu bloggen, würde ich nach meinen bisherigen Erfahrungen auch beim Einsatz von WordPress.com auf jeden Fall von Anfang an auf eine eigene Domain setzen; den Premium Service kann man bei Bedarf später immer noch dazu buchen, am Anfang kommt man auch ohne aus.

Neben WordPress und Blogger gibt es natürlich noch viele weitere Plattformen, darunter auch die deutschen Gewächse blogger.de und blog.de. International ist Ghost ganz interessant, das von ehemaligen WordPress Entwicklern gegründet wurde.

Egal, für welche man sich entscheidet: Die Blog-Plattformen machen es einem sehr leicht und man muss sich (fast) nicht um die Technik kümmern. Auf der anderen Seite sind einem technische Grenzen gesetzt. Immerhin – hat man sich für WordPress.com entschieden, ist es später bei Bedarf sehr leicht, seinen Blog auf eine selbst gehostete Lösung umzuziehen.

Alles selber machen

Will man die volle Kontrolle über seinen Blog, kann man ihn auch komplett selber aufsetzen – auch hier gehe ich davon aus, dass man WordPress einsetzt. Es gibt zwar Alternativen wie z.B. Serendipity, das bereits erwähnte Ghost als selbst gehostete Lösung oder Anchor. Die Anforderungen sind hier ähnlich wie bei WordPress. Da es derzeit für kein anderes System so viele Plugins, Themes und weitere Unterstützung im Netz gibt wie für WordPress, würde ich mich für diese Plattform entscheiden.

Dazu braucht man zunächst ein Hostingpaket, das PHP sowie eine MySQL Datenbank unterstützt. Damit man schöne URLs hat – also z.B. www.umstellung.info/ernaehrung/ statt www.umstellung.info/index.php&p=565 – sollte das gewählte Paket noch .htaccess Features erlauben, zumindest Rewrite Rules. Entsprechende Angebote gibt es z.B. bei Hosteurope (Basic) oder 1&1 (Starter) für 3,99 Euro im Monat – die Kosten für die eigene Domain sind dabei inklusive. Man kann sich aber für jeden Anbieter entscheiden, der die technischen Voraussetzungen erfüllt.

Als nächstes benötigt man einen FTP Client, mit dem man Zugriff auf den Server hat, am besten finde ich Filezilla. Dort werden dann die entsprechenden FTP Zugangsdaten eintragen, man verbindet sich mit dem Webspace und erstellt dort ein Verzeichnis für den Blog. In der Konfiguration des Hosters lässt man dann die entsprechende Domain auf das Verzeichnis verweisen.

Dann lädt man sich die aktuelle WordPress Version herunter. Diese entpackt man dann und lädt sie mittels Filezilla in das vorher erstellte Verzeichnis. Domain aufrufen und man wird Schritt für Schritt durch die Installation geführt (dazu erstelle ich bei Gelegenheit einen eigenen Artikel) und kann sein WordPress nach Wunsch einrichten und mit Themes und Plugins erweitern.

In der Folge muss man seine Installation natürlich auch pflegen: Updates von WordPress einspielen, Datensicherungen erstellen, auf korrekte Verzeichnisrechte achten… So gesehen macht diese Variante also auch etwas Arbeit und erfordert grundlegendes IT Know-How. Dafür hat man die volle Kontrolle und kann seine Installation sehr individuell anpassen.

Spezielles WordPress Hosting

Ein Mittelweg sind spezielle WordPress Hosting Pakete, die z.B. von HostEurope und 1&1 angeboten werden. WordPress ist hierbei direkt vorinstalliert und die Firmen kümmern sich auch um die Sicherheitsupdates – es ist also sozusagen eine Mischung aus der WordPress.com Plattform und einem selbst gehosteten WordPress.

Bei 1&1 geht es derzeit bei rund 4 Euro im Monat los – man erhält zu diesem Preis bereits eine eigene Domain und 10 GB Webspace. Das Einstiegspaket bei HostEurope ist mit knapp 10 Euro teurer, bietet jedoch gleich 30 GB und sogar eine Testumgebung, bei der man gefahrlos mit seinem Blog herumexperimentieren kann.

Sicherheitsupdates werden automatisch eingespielt, man muss sich also um nichts kümmern. Im Gegenzug ist man dadurch bei der Anpassung der Installation etwas eingeschränkt. Wenn man “normal” bloggt, ist das kein Problem. Will man WordPress als angepasstes CMS nutzen, kann man hingegen auf Probleme stoßen.

Übrigens, gerade lokale Hostinganbieter wie z.B. tops.net aus Bonn bieten im Rahmen auch individuelle Unterstützung bei der WordPress Installation an.

Andere Plattformen

Daneben gibt es noch andere Möglichkeiten, wenn man gerne im Internet schreiben will.

Interessant ist tumblr, das einer klassischen Blogplattform sehr nahe kommt. Loslegen kann man noch einfacher als mit WordPress.com, die Verwendung einer eigenen Domain ist möglich. Der Vorteil von tumblr ist, dass man sehr gut mit anderen Blogs interagieren und Inhalte, die einem gefallen, leicht einbinden kann.

Besonders für lange Einzeltexte ist Medium geeignet, eine grafisch ansprechend sehr schön gemachte Plattform bei der die Themen und nicht die jeweiligen Autoren im Vordergrund stehen.

Jux überzeugt mit interessanten Post-Formaten, Soup ist eine Mischung aus erweitertem persönlichem Profil und Blog.

Daneben gibt es sicher noch hunderte Dienste, von denen ich noch nicht gehört habe…

Welche Plattform also wählen?

Welche Plattform man wählen soll, hängt also wesentlich von den eigenen Zielen ab.

Will man nur ein bisschen in die Welt des Bloggens hineinschnuppern und WordPress ausprobieren, kann man sich einen kostenlosen Account unter WordPress.com anlegen. Hat man das Ziel, dauerhaft zu bloggen, sollte man sich gleich eine passende Domain dazu ordern.

WordPress Premium finde ich hinsichtlich Preis/Leistung nicht so interessant, da sind die vorgestellten speziellen WordPress Hosting Lösungen meist besser geeignet. Für einen mehr oder weniger ambitionierten Standardblog wie diesen hier würde ich mich für das Angebot von HostEurope entscheiden.

Will man sehr individuelle Projekte realisieren und an der WordPress Installation sehr viel anpassen, kommt man an einer komplett selbst verwalteten Lösung nicht vorbei. Dies ist natürlich auch mit dem meisten Aufwand verbunden und in den meisten Fällen nicht notwendig.

Interessant finde ich noch tumblr, was für einige eine sehr gute Alternative zum nicht selbst gehosteten WordPress sein kann.

Medium sehe ich eher als Ort für ausgewählte Texte – und gerade nicht als klassische Blogplattform. Gleiches gilt für die meisten anderen Blog-Alternativen.

Und was braucht man sonst noch?

Ansonsten braucht man nicht viel – eigentlich nur einen Computer mit Internet Zugang.

Da ein Blog auch von Bildern lebt, sollte man ein Smartphone mit ordentlicher Kamera oder eine Digitalkamera zur Hand haben. Auch ein Bildbearbeitungsprogramm kann nicht schaden – für grundlegende Aufgaben sind kostenlose Tools wie Adobe Photoshop Express geeignet. Allerdings würde ich ein wenig Geld in die Hand nehmen und Adobe Photoshop Elements kaufen (knapp 80 Euro).

Früher habe ich zum Schreiben der Blogbeiträge noch den Microsoft Live Writer verwendet, verwende jetzt aber nur noch den WordPress Editor.

Mehr braucht es eigentlich nicht – außer gute Ideen und Ausdauer.

Sonst noch lesenswert zum Thema

Behörden weiten Verbot von Aprilscherzen aus

handbuch-presserechtBerlin und München 1.4.2014 – Das Bundesinnenministerium hat angekündigt, das bereits 2013 eingeführte Verbot von Aprilscherzen entgegen den Planungen nun doch beizubehalten. 2013 war das Verbot sogenannter Aprilscherze in den Medien noch damit begründet worden, dass der 1. April auf den Ostermontag fiel und Aprilscherze mit der Würde des Feiertags nicht vereinbar seien. Eine gemeinsame Sitzung von Vertretern des Bundesinnenministeriums, der Innenministerien der Länder sowie unabhängigen Medienexperten hat aber nun überraschend zu einer Beibehaltung des Scherzverbots geführt.

Begründet wird dies mit der Aufgabe der Medien, die Bundesbürger verlässlich und seriös zu informieren. “Und das ist am 1. April eben nicht mehr gegeben.” so der Bayerische Innenstaatssekretär Faktlhuber, der als treibende Kraft hinter der Maßnahme gilt: “Es kann nicht sein, dass die Menschen verunsichert sind, ob die Meldung, die sie gerade lesen, wahr ist oder nur ein sogenannter Aprilscherz. Mit dem Anspruch, den wir an deutsche Medien stellen, ist diese Verunsicherung nicht zu vereinbaren.” Der Jurist machte aber klar, dass im Gegensatz zum Vorjahr private Aprilscherze diesmal zulässig seien: “2013 ging es um die Würde des Feiertags, weswegen auch Privatleute von dem Verbot betroffen waren. Schutzgut der Regelungen ist diesmal das Vertrauen in die Presse, weswegen die Ahndung von Scherzen innerhalb der Familie nicht haltbar ist – auch wenn einige Kollegen das für angebracht hielten. Ich persönlich finde aber auch, dass ein bißchen Spaß immer noch möglich sein muss.”

Die Umsetzung des Verbots ist Ländersache, weswegen es im Detail von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen gibt. So müssen in Bayern auch Blogger das Verbot beachten, während diese in Nordrhein-Westfalen ausdrücklich von den Regelungen ausgenommen sind – solange sie nicht mehr als 100 Besucher pro Tag haben. Und während sich im Saarland das Bußgeld nach Anzahl der Leser bemisst (je 10 Leser zwei Euro), werden in Sachsen pauschale Summen fällig: 1.000 Euro für Blogs, 5.000 Euro für kommerzielle Websites, 15.000 Euro bei gedruckten Zeitungen und 50.000 Euro bei Radio und Fernsehen.

Fein raus sind hingegen Medien mit Sitz in Berlin. Das Abgeordnetenhaus hat es nicht geschafft, die entsprechenden gesetzlichen Regelungen rechtzeitig auf den Weg zu bringen. Der “Regierende” Klaus Wowereit dazu: “Bei uns dauert eben alles etwas länger. Kann also durchaus 2016 werden. Oder vielleicht auch 2019. Sie kennen das.”

Hans Zimmerfeld vom Bundesverband Digitale Wirtschaft warnt wie im Vorjahr, dass kommerzielle Blogs und Seitenbetreiber besonders vorsichtig sein müssten. “Eigentlich gingen wir davon aus, dass es ein einmaliges Verbot sei und haben es nicht besonders ernstgenommen. Doch jetzt ist sogar davon auszugehen, dass staatliche Stellen gezielt nach Aprilscherzen suchen – wegen der hohen Bußgelder. Zudem müssen auch Shopbetreiber vorsichtig sein, die Blogs haben. Denn Wettbewerber können gegen deren Aprilscherze mit Abmahnungen vorgehen. Denn diese bringen erfahrungsgemäß besonders viele Besucher und verschaffen den Seitenbetreibern, die gegen diese gesetzliche Vorgabe verstoßen, einen Wettbewerbsvorteil. Eine teure Abmahnung kann die Folge sein.” Zimmerfeld betont, dass von den Abmahnungen möglicherweise auch Berliner Medien betroffen sein könnten, die sich an ein bundesweites Publikum richten.

Wie im Vorjahr gilt also auch diesmal: Finger weg von Aprilscherzen – denn die können teuer werden.

Bild: Handbuch des Presserechts (c) Ch. Beck, Amazon (Affiliate Link)

Getty Images im eigenen Blog einbetten

Gutes Bildmaterial für den eigenen Blog zu erhalten, ist eine schwierige Sache. Sicher, es gibt viele Stock-Image Datenbanken, die einem Standardbilder günstig oder gar umsonst zur fügung stellen, doch wer Bilder zu aktuellen Ereignissen oder von Prominenten sucht, kommt damit nicht weiter.

Und wenn ich als kleiner Blogger legal ein Bild von Angelina Jolie bei der 86. Oscar Verleihung veröffentlichen will, habe ich eigentlich keine Chance. Bis jetzt:

Denn Getty Images gibt Bloggern und kleinen Websites jetzt die Möglichkeit, Bildmaterial in die eigene Seite einzubetten. Klar, die Bilder sind gebrandet, was in der Praxis aber nicht stört, sondern sogar ganz gut aussieht. Und eine (c) Angabe muss man regelmäßig auch so machen.

Das ganze ist ziemlich einfach und wird auf der Embed Seite von Getty selbst sehr gut erklärt. Kurz zusammengefasst: Man sucht in der Getty Datenbank nach dem gewünschten Bild, fährt mit der Maus drüber und ganz rechts darunter wird dann das “Einbetten” Symbol < / > eingeblendet:

getty-images-einbetten

Anklicken, Code kopieren, einbinden, fertig. An sich passiert nichts anderes, als dass ein iFrame eingebunden wird, das Bild kommt also von den Getty Servern und Getty behält die Kontrolle über das, was ausgeliefert wird; rein theoretisch könnte Getty also auch zusätzliche Werbung ausliefern, was aber unwahrscheinlich ist. Wie man unter Angelina sieht, haben die eingebetteten Bilder gleich Buttons fürs Teilen auf twitter, tumblr und zum ReEmbedden (oh, ein neues Wort).

Getty hat die Zeichen der Zeit jedenfalls erkannt – die Fotos werden von vielen kleinen Blogs ohnehin illegalerweise veröffentlicht, manchmal unbewusst, oft bewusst. Dem nachzugehen ist eine Sisyphos-Arbeit, die einen zudem (Abmahnung) nicht unbedingt zum Sympathieträger macht. Warum die Bilder also nicht direkt legal gebrandet anbieten?

Gerade für Blogger, die sich mit Themen wie Politik, Wirtschaft, Boulevard etc. beschäftigen, gibt es jetzt endlich eine kostenlose Möglichkeit, den eigenen Blog mit erstklassigem Bildmaterial aufzuwerten.

Warum ich die deutsche Huffington Post zunächst kritisch sehe

huffpo-de-loginZugegeben, wenn ich jemanden kennen lerne, kann denjenigen anfangs nicht leiden. Seltene Ausnahmen bestätigen die Regel.

Und so wie im Regelfall verhält es sich auch bei der deutschen Huffington Post, die heute am 10. Oktober um 10:10h starten soll. Die habe ich also noch gar nicht kennengelernt. Aber man hört ja so einiges… und das reicht mir.

Grundsätzlich kein Problem habe ich übrigens damit, dass “normale” Blogger hier ohne Honorar schreiben werden. “Bezahlt” werden Sie mit Ruhm und Reichweite und dementsprechend mit mehr Traffic auf ihrem Blog. Damit könnt ich gut leben. Und wer es nicht kann oder will, der muss ja auch nicht für die #HuffPo schreiben.

Was ich aber kritisch sehe sind folgende Punkte, auf die ich hier nur in aller Kürze eingehen möchte:

  • Zu viel geklaut? – Ein nicht geringer Teil des Contents wird aus aggregierten Artikeln aus anderen online-Medien bestehen – schnelle Aufbereitung der Arbeit anderer – hm, vielleicht ist das LSR doch keine so schlechte Idee gewesen?
  • Zu wenig Anspruch? – Cherno Jobatey als Anchorman/Editorial Director? Boris Becker soll einen der ersten prominenten Blogbeiträge schreiben? Ja bin ich denn hier bei bild.de?
  • Zu konservativ? – Am ersten Tag direkt Doro Bär (CSU) und Ursula von der Leyen (CDU) als prominente Autoren. Naja, immerhin ist Jimmy Schulz von der FDP dabei…
  • Zu viel Burda? Irgendwie erinnert mich das alles an das Burda-Prinzip: Behaupteter Anspruch, aber nichts dahinter. Doch viele fallen drauf rein. Ist ja auch beim Focus nicht anders.

Alles in allem gehe ich also davon aus, dass ich mit der Huffington Post nicht warm werden werde. Aber warten wir mal ab, bis ich sie wirklich kennengelernt habe. Denn dass ich meine Meinung durchaus ändern kann, können meine Freunde bestätigen.

Zur Vervollständigung des Bildes hier noch einige…

…lesenswerte Links zum Thema Huffington Post Deutschland

Eher negativ

Eher positiv

Und sonst so

Liste: eingestellte Google Dienste und Produkte

eingestellte-google-dienste

Hinweis: diese Seite ist noch nicht vollständig und daher – um mit Googles Worten zu sprechen – im Beta Stadium. Ich selbst werde auf sie erst aufmerksam machen, wenn die Liste eine “kritische Größe” erreicht hat.

Google hat in der Vergangenheit schon viele Dienste gestartet – aber auch schon viele eingestellt. Hier finden Sie einen kleine Auswahl, absteigend sortiert nach der Lebensdauer des Dienstes. Ist ein Datum mit einem * versehen, konnte der genaue Tag nicht ermittelt werden.

Inbox by Gmail

eingestellt: 2. April 2019
gestartet: 22. Oktober 2014

Mail Client mit innovativen Funktionen.

Google plus

eingestellt 2. April 2019
gestartet: 28. Juni 2011

Soziales Netzwerk.

goo.gl

eingestellt: 30. März 2019
gestartet: 14. Dezember 2009

URL Shortener.

Google Allo

eingestellt: 14 März 2019
gestartet: 21. September 2016

Messaging Service, einer der zahlreichen gescheiterter Versuche.

Google Notification Widget

eingestellt: 2019
gestartet: 2015

Auch Mr. Jingles genannt

Youtube Video Annotations

eingestellt: 2019
gestartet: 2008

Chromecast Audio

eingestellt: 2019
gestartet: 2015

Google Search Appliance

eingestellt: 2018
gestartet: 2002

Enterprise Search Service.

Google Nearby Notifications

eingestellt: 2018
gestartet: 2015

Google News and Weather App

eingestellt: 2018
gestartet: 2016

Reply

eingestellt: 11. Oktober 2018
gestartet: Februar 2018

App für smarte Antworten in Messengern.

Tez

eingestellt: 2018
gestartet: 2017

Mobile Payment in Indien. In Google Pay aufgegangen.

Google Goggles

eingestellt: 2018
gestartet: 2010

Save to Google Chrome Extension

eingestellt: 2018
gestartet: 2016

Encrypted Search

eingestellt: 2018
gestartet: 2010

qpx-Express API

eingestellt: 2018
gestartet: 2010

Google Site Search

eingestellt: 2018
gestartet: 2008

Project Tango

eingestellt: 2017
gestartet: 2014

Augmented und Virtual Reality, aufgegangen in ARCore.

Google Chrome Apps

eingestellt: 2017
gestartet: 2010

Google Portfolios

eingestellt: 2017
gestartet: 2006

YouTube Video Editor

eingestellt: 2017
gestartet: 2010

Trendalyzer

eingestellt: 2017
gestartet: 2007

GlassOS

eingestellt: 2017
gestartet: 2013

Google MapMaker

eingestellt: 2019
gestartet: 2015

Chromebook Pixel

eingestellt: 2017
gestartet: 2013

High End Chromebook mit Intel i5 Prozessor und 12,85″ Display.

Google Spaces

eingestellt: 2017
gestartet: 2016

Google Hands Free

eingestellt: 2017
gestartet: 2016

Kontaktloses Bezahlen

Panoramio

eingestellt: 2016
gestartet: 2005

Google Showtimes

eingestellt: 2016
gestartet: 2005

Pixate

eingestellt: 2016
gestartet: 2012

Google Nexus Familie

eingestellt: 2016
gestartet: 2010

Google Hangouts on Air

eingestellt: 2016
gestartet: 2012

Project Ara

eingestellt: 2016
gestartet: 2013

Moduares Smartphone Konzept

Web Hosting in Google Drive

eingestellt: 2016
gestartet: 2012

 

Reader

eingestellt: zum 1. Juli 2013
gestartet: 7. Oktober 2005
Lebensdauer: 2.824 Tage

webbasierter Reader für RSS Feeds, eingestellt wegen rückläufiger Nutzerzahlen. Ein direkter Ersatz seitens Google wird nicht angeboten, andere Dienste wie z.B. feedly bieten sich aber als Alternativen an.

Wave

eingestellt: 30. April 2012
gestartet: 27. Mai 2009
Lebensdauer: 1.069 Tage

Wave sollte E-Mails ersetzen und sinnvolles Zusammenarbeiten an Informationen ermöglichen. Der Dienst wurde ohne Begründung eingestellt. Bestehende “Waves” konnten immerhin in Google Docs übernommen werden. Die Idee wird von der Apache Foundation in anderer Form als “Wave in Box” fortgeführt.

Checkout

eingestellt: 19. September 2011
gestartet: 28. Juni 2006
Lebensdauer: 1.909 Tage

Bezahlservice der zum 19. September 2011 in Google Wallet integriert wurde.

Aardvark

eingestellt: 02. September 2011
gestartet: 01. April 2009
Lebensdauer: 1.249 Tage

Komplexe soziale Frage-/Antwort-/Suchplattform, am 11. Februar 2010 von Google gekauft. Einen direkten Nachfolger gab es nicht, Aardvark Techniken sind wahrscheinlich in die normale Google Suche und in Google+ aufgegangen.

Base

eingestellt: 01. September 2009
gestartet: 01. November 2005
Lebensdauer: 1.400 Tage

Dienst, mit der strukturierte Daten an die Google Suche übergeben werden konnten. Anfangs bestand eine eigene Suchseite, die jedoch aufgegeben wurde. Der Dienst ist verschiedenen Services aufgegangen.

Answers

eingestellt: 28.November 2006
gestartet: 18. April 2002
Lebensdauer: 1.702 Tage

Dienst, bei dem Fragen gestellt werden konnten, die dann von anderen Nutzern gegen Bezahlung beantwortet wurden. Bestehende Fragen und Antworten können noch eingesehen werden.

Buzz

eingestellt: 15. Dezember 2011
gestartet: 9. Februar 2009
Lebensdauer: 674 Tage

Versuch Googles, eine Kombination aus s a sozialem Netzwerk, Mikroblogging-Dienst und Messaging Tool mit enger Gmail Anbindung zu schaffen. Ansätze von Buzz finden sich in google+ wieder.

Browser Sync

eingestellt: 1. Juni 2008
gestartet: 8. Juni 2006
Lebensdauer: 724 Tage

Firefox Extension, die es ermöglicht Bookmarks, Passwörter etc. zwischen verschiedenen Firefox Installationen auch zwischen verschiedenen Plattformen zu synchronisieren. Zugunsten von Chrome aufgegeben.

Audio Ads

eingestellt: 12. Februar 2009
gestartet: 15. Mai 2007
Lebensdauer: 609 Tage

Plattform für die Vermarktung von Radio-Werbespots.

google-xX

eingestellt: 16. Mai 2005
gestartet: 15. Mai 2005
Lebensdauer: 1 Tag

Google Suche mit Design-Elementen von Apples OS X.

Questions and Answers (2001)

eingestellt: August 2001*
gestartet: August 2001*
Lebensdauer: 1 Tag

Service, bei dem Fragen gestellt werden konnten, die dann kostenpflichtig von Agents beantwortet wurden. Wurde wegen des übergroßen Ansturms nach 24 Stunden eingestellt.

Blogger Web Comments

Plugin für Firefox, das den Nutzern verwandte Blogbeiträge von Googles Blogger Plattform anzeigte.

Catalogs

Suchmöglichkeit über rund 6.600 eingescannte und per OCR ausgewertete Kataloge. 2007 eingestellt.

Click-to-Call

Dienst, der es ermöglichte, sich direkt über eine Adwords Anzeige mit dem Werbetreibenden zu verbinden. 2007 eingestellt.

City Tours

Erweiterung zu Google Maps mit “Stadtführungen” zu interessanten Plätzen in Städten.

Docs

Ganz in Google Drive aufgegangen.

Google auf Speed

“Day-to-day adult supervision no longer needed” – mit diesem tweet kündigte Eric Schmidt seinen Abschied aus dem Google Tagesgeschäft an.

Und es scheint, als wäre Google seit Schmidts Abgang wie befreit – was zu vielen positiven Dingen führt, einen aber auch manchmal fragen lässt, ob in 1600 Amphitheatre Parkway Mountain View zu viele bewusstseinserweiternde Drogen konsumiert werden… aber der Reihe nach.

Ganz klar das dominierende Thema z.Zt.sind natürlich Google+ und der +1 Button. Beides in Kombination der erste erfolgversprechende Versuch von Google, facebook anzugreifen. Zu Google+ habe ich mir aber einige Tage Schweigen auferlegt und dazu wird von anderen ohnehin genug geschrieben und gesagt.

Für die meisten Nutzer aber erst einmal auffälliger ist das neue Aussehen der Google Suche u.a. mit der oben eingeblendeten Leiste, die viele Google-Dienste besser zusammenführt. Und auch Google Mail wird umfassend redesigned, was auch bitter nötig war. Blogger soll bald Google Blogs heißen und Picasa Google Photos, während bei youtube der Name bleiben darf. Außerdem: viel neues rund um den Chrome-Browser, Android ist sowieso eine Erfolgsgeschichte und ChromeOS kommt, bei dem ich aber skeptisch bin.

Auch eigenartig ist die Art und Weise, wie die Google Echtzeitsuche verschwunden ist – einfach so nur noch eine 404er Seite. Hauptgrund ist, dass der Vertrag mit twitter ausgelaufen ist – als sicher gilt, dass es wieder eine Realtime-Suche geben wird, dann eben nur mit Google+ Ergebnissen. Während der Wegfall der Echtzeitsuche ein echter Verlust ist, wird dem “Google Wonder Wheel” wohl kaum ein Hahn nachkrähen.

Google stellt sich jedenfalls neu auf und möchte weiter erste und möglichst alleinige Anlaufstelle im Netz sein – und legt dabei ein beeindruckendes Tempo vor – ein Konzern auf Speed eben.

Dass dabei aber auch einiges schief gehen kann und dass das Unternehmen im Herzen noch ziemlich nerdig ist, zeigt der gescheiterte Versuch, die Nortel-Patente zu ersteigern. Mathematische Insider-Scherze (wie Gebote mit Bezug zu Pi, der Brunschen Konstante oder der Meissel-Mertens Konstante abzugeben) sind bei so etwas eben nicht gerade förderlich…  Da fragte sich so einige, ob in dem Fall bei Google alle stoned waren.

10 Fakten zum Tag der Pressefreiheit

  1. Der von der UNO eingeführte Internationale Tag der Pressefreiheit (World Press Freedom Day) wird seit 1994 jeweils am 03. Mai begangen.
  2. Der 03. Mai wurde aufgrund der 1991 an diesem Tag bei einer UNESCO Konferenz verabschiedeten “Deklaration von Windhoek” gewählt. In der Erklärung wird “die Schaffung einer unabhängigen, pluralistischen und freien Presse” als “Eckstein für Demokratie und wirtschaftliche Entwicklung” bezeichnet und gefordert.
  3. Seit 1997 wird an diesem Tag der UNESCO/Guillermo Cano World Press Freedom Prize verliehen. Dies erfolgt im Gedenken an den am 17. Dezember 1986 vor seiner Zeitung “El Espectador” in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ermordeten Journalisten Guillermo Cano Isaza.
  4. Pressefreiheit bezeichnet das Recht der Medien auf freie Ausübung ihrer Tätigkeit, insbesondere das unzensierte Veröffentlichen von Informationen und Meinungen.
  5. In Deutschland schützt Artikel 5 Abs.  I die Pressefreiheit: “Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.”
  6. Reporter ohne Grenzen erstellt jedes Jahr eine Rangliste der Pressefreiheit nach Ländern (Press Freedom Index). Auf den ersten drei Plätzen liegen 2019 Norwegen, Finnland und Schweden. Die Schweiz liegt auf Platz 6 (Vorjahr 5), Österreich auf der 16 (Vorjahr 11) und Deutschland hat sich auf Platz 13 verbessert (Vorjahr 15). Weitere interessante Positionen: Großbritannien auf Platz 33 (vorher 40), USA auf Platz 48 (45), Ungarn auf 87 (73) und Schlusslichter sind wie Nordkorea und Turkmenistan (179 bzw. 180).
  7. 2018 wurden weltweit 80 Journalisten in Ausübung/aufgrund ihrer Tätigkeit getötet. 60 sind entführt, 348 inhaftiert und drei werden vermisst.
  8. 2019 wurden bislang 11 Journalisten und andere Medienschaffende getötet. 191 Journalisten und Medienschaffende und 176 Blogger, Bürgerjournalisten und Online-Aktivisten sind in Haft.
  9. Im Jahr 2008 waren erstmals Online-Journalisten und Blogger am stärksten von staatlichen Repressionsmaßnahmen betroffen.
  10. Ob Blogs nach deutschem Recht unter die Pressefreiheit fallen ist umstritten und dürfte letztlich auch vom jeweiligen Blog abhängen.

Dieser Beitrag wurde am 3. Mai 2019 aktualisiert.

Kann man mit einem Blog reich werden?

Viele stellen sich die Frage, ob man mit einem Blog reich werden oder zumindest davon leben kann.

Aufschlussreich ist ein Blick auf Thema, Seitenzugriffe, Gesamteinnahmen und Einnahmen je 1.000 Seitenzugriffe einiger deutscher Blogs im Januar 2010. Alle diese Blogs haben ihre Einnahmen für den betreffenden Monat veröffentlicht. Die Daten habe ich im wesentlichen vom SIN-Blog (Selbständig im Netz), der auch gleichzeitig Spitzenreiter der folgenden Liste ist.

Thema PIs Einnahmen je 1.000 PIs
Selbständigkeit im Netz     180.919            3.533 €         19,53 €
Selbständigkeit       21.056               862 €         40,94 €
Gemischt/Technik       41.113               466 €         11,33 €
Sprachen lernen       12.000               401 €         33,42 €
Internet       13.279               250 €         18,83 €
Gemischt       28.151               249 €           8,85 €
Selbständigkeit im Netz          4.527               215 €         47,49 €
Internet       11.725               200 €         17,06 €
Boulevard       63.562               186 €           2,93 €
Handwerk       32.678               170 €           5,20 €
Sozialleistungen       40.000               161 €           4,03 €
Gemischt       24.339               157 €           6,45 €
Internet          7.136               149 €         20,88 €
Literatur       51.090               141 €           2,76 €
Internet          8.320               130 €         15,63 €
Ernährung       44.898                  59 €           1,31 €

Das Ergebnis des Spitzenreiters ist schon ganz ordentlich. Zieht man Kosten für Hosting und sonstige Spesen (alles in allem geschätzte 200 EUR/Monat) ab und rechnet man die Einkommenssteuer heraus, landet man bei 2.500 Euro/netto. Zu bedenken sind dazu noch freilich Krankenversicherung, Altersvorsorge und andere allfällige Versicherungen. Trotzdem: damit könnte man als Alleinstehender schon über die Runden kommen.

Als Haupternährer einer vierköpfigen Familie mit leicht gehobenem Standard sollte man als Blogger angesichts der Abzüge mindestens 6.000 Euro (exkl. MWSt.) aus Werbung etc. erlösen.

Die oben aufgeführten Blogs haben im Mittel abgerundet ca. 15 Euro je 1.000 Page Impressions im Monat erlöst – was schon ein sehr guter Wert ist. Um unter diesen Voraussetzungen auf 6.000 Euro zu kommen, braucht man also rund 400.000 PIs im Monat.

Fazit: es ist machbar, nur vom bloggen zu leben, es ist aber auch gleichzeitig ein sehr ambitioniertes Ziel.