„Meiensäß“ ist ein Begriff aus dem alemannischen Sprachraum, insbesondere in der Schweiz, Vorarlberg (Österreich) und im Schwarzwald (Deutschland). Er bezeichnet eine saisonale Siedlung oder Alm, die im Frühling oder Frühsommer (Mai) bezogen wird.
Im traditionellen Alpwirtschaftssystem gibt es verschiedene Stufen der Bewirtschaftung abhängig von der Jahreszeit. Der „Meiensäß“ ist eine Zwischenstufe zwischen dem Winterquartier im Tal und der höher gelegenen Sommeralm. Die Kühe und andere Nutztiere werden im Frühling auf diese mittlere Höhenlage getrieben, wo sie frisches Gras finden, bevor sie im Sommer weiter auf die höher gelegenen Almen oder „Alpen“ gebracht werden.
Der Begriff leitet sich von „Mai“ und „Säß“ (von „Sitz“, also eine Art Aufenthaltsort oder Ansiedlung) ab. Es handelt sich also um einen Ort, an dem sich Hirten und Vieh im Mai oder Frühsommer aufhalten.
Das Wort wurde 2024 aus dem gedruckten Duden gestrichen.








