Kann man Hyänen essen?

Ja, Hyänen sind essbar. Lange Zeit galt die Hyäne – die ja auch ein Aasfresser ist – als besonders unreines Tier und der Verzehr war schon im Altertum verpönt.

Eine Änderung hat sich erst in den letzten Jahren entwickelt. So erklärten somalische islamische Geistliche Hyänen 2012 als halal und Hyäne wird in somalischen Restaurants seitdem öfter serviert. Auch in Saudi Arabien und Marokko wird Hyäne inzwischen als Delikatesse geschätzt.

Das Fleisch der Hyäne habe einen sehr intensiven Geschmack und wirke wie ein Aufputschmittel. Allerdings muss es – wie auch das Fleisch anderer Fleisch- und Aasfresser – besonders gut durchgegart werden.

Hier finden Sie eine Liste mit mehr mehr oder weniger exotischen essbaren Tieren.

 

 

Kann man Krähen essen?

Krähen sind grundsätzlich essbar und wurden in verschiedenen Kulturen und Epochen verzehrt. In Teilen Asiens, Europas und Nordamerikas war der Verzehr von Krähen Teil der lokalen Küche und diente teils als Delikatesse, teils als Nahrungsquelle in Notzeiten. In einigen Regionen gibt nach wie vor es traditionelle Rezepte, wie zum Beispiel Krähenpastete.

Besonders in der europäischen Küche wurden Krähen früher gejagt und gegessen, sind jedoch heute weniger verbreitet.

Während der Weltwirtschaftskrise in den 1930er Jahren wurde in den USA Krähenfleisch verzehrt, um Nahrungsmittelknappheit zu überbrücken. Rezepte für „Crow Stew“ (Kräheneintopf) erschienen in dieser Zeit in verschiedenen Publikationen.

Obwohl der Verzehr von Krähen nicht per se gesundheitsschädlich ist, können sie Träger von Krankheiten wie der Vogelgrippe oder dem West-Nil-Virus sein. Daher ist es wichtig, das Fleisch vollständig durchzugaren, um potenzielle Krankheitserreger abzutöten.

Geschmacklich wird Krähenfleisch als eine Mischung aus Huhn und Wildvogel beschrieben, mit zarter Textur und reichem, erdigem Geschmack.

Hier finden Sie mehr zu mehr oder weniger ausgefallenen mehr oder weniger gut essbaren Tieren.

Kann man Axolotl essen?

Axolotl essen? Rein theoretisch ja, aber in der Praxis eher ein klares Nein. Die putzigen Wasserbewohner, bekannt für ihre Regenerationsfähigkeit und ihr unverwechselbares Aussehen, stehen unter strengem Artenschutz. In ihrer Heimat Mexiko sind sie in freier Wildbahn so gut wie ausgestorben, und weltweit gelten sie als bedroht. Sie auf den Teller zu bringen, würde ihren Schutz nicht gerade erleichtern.

Zudem gibt es keine kulinarische Tradition, die Axolotl als Delikatesse sieht. Ihr Fleisch ist weder besonders ergiebig noch soll es geschmacklich überzeugen. Und Hand aufs Herz: Wer würde das Herz haben, so ein niedliches Tier zu verspeisen, das in vielen Haushalten eher als exotisches Haustier bewundert wird?

Außerdem gibt es Gesetze, die den Handel und Konsum von Axolotln in vielen Ländern verbieten.

Hier haben wir mehr über den Verzehr exotischer Tiere.

Kann man Dachs essen?

Ja, Dachs ist essbar und war in ganz Europa ein beliebter Braten.

Wer Dachsfleisch probieren möchte, muss sicherstellen, dass das erlegte Tier zuvor auf Trichinen untersucht wird. Diese Vorsichtsmaßnahme ist gesetzlich vorgeschrieben, da Dachse als Allesfresser wie Schwarzwild behandelt werden müssen, um gesundheitliche Risiken auszuschließen. Vor allem das Fleisch junger Dachse wird geschätzt, da es zart und genießbar ist. Ältere Tiere hingegen gelten als zäh und unangenehm im Geschmack.

„Kann man Dachs essen?“ weiterlesen

Vergiftung: Ciguatera

Ciguatera: Eine gefährliche Fischvergiftung

Ciguatera ist eine Lebensmittelvergiftung, die durch den Verzehr von Fischen verursacht wird, die mit Ciguatoxin kontaminiert sind. Dieses Toxin wird von bestimmten Algenarten (Gambierdiscus spp.) produziert, die in tropischen und subtropischen Gewässern vorkommen. Fische nehmen das Gift auf, indem sie die Algen direkt fressen oder indem sie kleinere, bereits kontaminierte Fische jagen. Besonders betroffen sind Raubfische wie Barrakudas, Muränen, Zackenbarsche und Makrelen.

Symptome

Die Symptome treten oft wenige Stunden nach dem Verzehr auf und können von Person zu Person variieren. Sie umfassen:

  • Gastrointestinale Beschwerden: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall.
  • Neurologische Symptome: Kribbeln, Taubheit, Muskelschwäche und paradoxe Temperaturempfindungen (Kälte fühlt sich heiß an und umgekehrt).
  • Kardiovaskuläre Effekte: Herzrhythmusstörungen und niedriger Blutdruck.

Die Symptome können mehrere Tage bis Wochen andauern und in einigen Fällen chronisch werden.

Diagnose und Behandlung

Die Diagnose basiert auf der Anamnese und den Symptomen, da es keinen spezifischen Test für Ciguatera gibt. Eine Behandlung des Toxins selbst existiert nicht; die Therapie konzentriert sich auf die Linderung der Symptome. Antihistaminika und Schmerzmittel können helfen, neurologische Beschwerden zu mildern. In schweren Fällen wird intravenöse Flüssigkeitszufuhr benötigt.

Vorbeugung

Da das Toxin hitzestabil ist, schützt weder Kochen noch Einfrieren vor einer Vergiftung. Die effektivste Prävention besteht darin, den Verzehr von großen Raubfischen in tropischen Regionen zu vermeiden, insbesondere in Gebieten, die für Ciguatera-Ausbrüche bekannt sind.

Fazit

Ciguatera ist eine ernste, oft unterschätzte Gesundheitsgefahr in tropischen Gebieten. Bewusstsein und Vorsicht beim Fischkonsum sind essenziell, um das Risiko zu minimieren. Wer in tropischen Regionen Fisch isst, sollte sich über lokale Warnungen informieren und bevorzugt kleinere Fische wählen.

Flutkatastrophe: Sankt Felix Flut

Die Sankt-Felix-Flut von 1530 war eine Sturmflutkatastrophe im Einzugsgebiet der Westerschelde, die am Samstag, den 5. November, stattfand – dem Namenstag des Heiligen Felix (eigentlich am 4. November). Dieser Tag wurde später als „quade saterdach“ (= schlechter Samstag) bekannt. Es gab zahlreiche Opfer, die genaue Zahl ist unbekannt, die meisten Quellen gehen aber von rund 100.000 Toten aus.

„Flutkatastrophe: Sankt Felix Flut“ weiterlesen

Allerheiligenflut 1532

Die Allerheiligenflut von 1532 ereignete sich zwischen dem 31. Oktober und dem 2. November.

Die Sturmflut überschwemmte große Teile der Küsten von Belgien, den Niederlanden, Deutschland und Dänemark. Überlieferungen zufolge verloren in Nordfriesland mehrere Tausend Menschen ihr Leben. In Ostfriesland wurden die Ortschaften Osterbur und Ostbense vollständig zerstört. An der St.-Nikolaus-Kirche in Klixbüll ist die von 1532 erhaltene Hochwassermarke (NN+4,16 m) die älteste, die an eine Nordseesturmflut erinnert. Auf der Insel Fanø wurde die östlichste Siedlung Albo zerstört. Für die Insel Strand, die 1634 auseinandergerissen wurde, zählt die Allerheiligenflut von 1532 zu den schwersten Überschwemmungen des 16. Jahrhunderts. Chronisten berichten von elf Deichbrüchen und etwa 1.500 ertrunkenen Menschen allein dort.

Hier sind mehr Allerheiligenfluten.

Allerheiligenflut 1510

Die Allerheiligenflut vom 1. November 1510 war eine verheerende Sturmflut, die die gesamte Nordseeküste von Flandern bis Eiderstedt heimsuchte. Sie folgte auf die St.-Magnus-Flut, die bereits am 5./6. September 1510 schwere Schäden verursacht hatte. Diese Flut traf auf Deiche, die bereits durch die Zweite Cosmas- und Damianflut vom 26. September 1509 erheblich beschädigt und nur notdürftig repariert worden waren. Erneut brachen viele Deiche, und weite Küstenregionen wurden überflutet. Der Wasserstand erreichte dabei 3,80 Meter über dem mittleren Tidehochwasser (MThw).

Nur zehn Wochen später, am 16. Januar 1511, folgte die sogenannte Antoniflut oder „Eisflut“. Diese Sturmflut traf Ostfriesland und Butjadingen mit starkem Eisgang und vervollständigte das Zerstörungswerk der vorangegangenen Fluten von 1509 und 1510. Der Dollart und der Jadebusen erreichten ihre größte Ausdehnung, es kam zu erheblichen Landverlusten zwischen Jade und Weser, und ein Durchbruch entstand zwischen diesen beiden Flussmündungen.

Hier sind mehr Fluten, die an Allerheiligen stattfanden.

Allerheiligenflut 1436

Die Allerheiligenflut am 1. November 1436 war eine Sturmflut, die die gesamte Nordseeküste der Deutschen Bucht schwer traf.

In der Nacht zum Allerheiligentag fegte ein ungewöhnlich heftiger Sturm über die Region und ließ das Wasser auf eine nie zuvor erreichte Höhe steigen. An vielen Stellen brachen die Deiche, und die Wassermassen verursachten besonders in Dithmarschen große Zerstörungen, wobei zahlreiche Menschen und Tiere ums Leben kamen. Im Kirchspiel Lunden stieg das Wasser bis an die Grundmauern der St. Laurentiuskirche.

Allein im nordfriesischen Tetenbüll kamen 180 Menschen ums Leben, nach anderen Quellen sogar 280. Die Siedlung Eidum auf Sylt wurde vollständig zerstört, woraufhin die Bewohner ins Landesinnere zogen und Westerland gründeten. Auch der Ort List auf Sylt wurde nach der Flut aufgegeben und weiter östlich neu aufgebaut. Durch die Flut wurde Pellworm von der Insel Strand getrennt; erst 1550 konnte die Verbindung durch die Neulandgewinnung eines neuen Kooges wiederhergestellt werden.

Infolge des Sturms fiel zudem ungewöhnlich viel Schnee, sodass die Menschen mehrere Tage lang in ihren Häusern eingeschlossen waren und die Wege unpassierbar wurden. Es folgte eine strenge Kälte, die bis zur Fastenzeit andauerte, und viele Reisende kamen unterwegs ums Leben. Erst im späten Frühjahr des folgenden Jahres konnten die Schäden der Sturmflut beseitigt werden.

Auch in der Region an der Oste und in Kehdingen führten Deichbrüche zu weiteren Zerstörungen.

Hier finden Sie weitere Allerheiligenfluten.

Allerheiligenflut 1170

Die Allerheiligenflut von 1170 richtete am 1. und 2. November 1170 schwere Verwüstungen entlang der Küsten der Niederlande und Ostfrieslands an. Diese Flut zählt zu den bedeutendsten Sturmfluten der Nordsee, die historisch überliefert sind.

„Allerheiligenflut 1170“ weiterlesen