Midterms 2026: Ergebnisse der Nördlichen Marianen – klarer Sieg und zwei Stichwahlen

Abstrakte Illustration pazifischer Inseln, eines Latte-Steins, gefalteter Papierflächen und einer Wahlurne.

Für Washington fällt die Entscheidung auf den Nördlichen Marianen deutlich aus: Die Republikanerin Kimberlyn King-Hinds verteidigt ihr Delegiertenmandat. Wer künftig die Regierung des Commonwealth führt, bleibt dagegen offen. Ralph Torres liegt vorn, verpasst aber knapp den direkten Sieg – und muss noch einmal antreten.

Stand: 4. November 2026, 08.26 Uhr MEZ. Die Wahlkommission meldet das Ende der Auszählung des ersten Wahlgangs; die amtliche Zertifizierung steht noch aus.

Die Nördlichen Marianen bilden ein eigenes US-Außengebiet im westlichen Pazifik mit Saipan als Verwaltungszentrum und 47.329 Einwohnern bei der Volkszählung 2020. Das Commonwealth ist politisch von Guam getrennt und wählt ebenfalls einen Kongressdelegierten ohne Stimmrecht bei der endgültigen Verabschiedung von Gesetzen im House-Plenum; auch dieses Mandat zählt nicht zu den 435 voll stimmberechtigten Sitzen.

King-Hinds gewinnt mit fast zwei Dritteln

Nach der Auszählung der Commonwealth Election Commission erhält Kimberlyn King-Hinds 8.194 Stimmen und 63,7 Prozent. Ihr Herausforderer Galvin Sablan Deleon Guerrero kommt auf 4.675 Stimmen und 36,3 Prozent. Er trat laut zertifizierter Kandidatenliste als Unabhängiger an.

3.519 Stimmen Vorsprung sind in diesem kleinen Wahlgebiet ein deutliches Polster. Bemerkenswert ist der Vergleich mit der Gouverneurswahl: King-Hinds liegt gut 14 Prozentpunkte über dem republikanischen Regierungsteam. Der Erfolg beim Kongressmandat lässt sich also nicht einfach auf jedes andere Rennen übertragen.

Torres verpasst die absolute Mehrheit knapp

Die drei Teams für Gouverneur und Stellvertreter erreichen:

  • Ralph Torres / Benjamin Jones, Republikaner: 6.437 Stimmen, 49,5 Prozent.
  • BJ Attao / Edmund Villagomez, unabhängig: 5.043 Stimmen, 38,7 Prozent.
  • Lawrence Camacho / Edith Deleon Guerrero, unabhängig: 1.537 Stimmen, 11,8 Prozent.

Für den direkten Sieg verlangt die Verfassung des Commonwealth mehr als die Hälfte der ausgezählten Stimmen. Deshalb treten Torres/Jones und Attao/Villagomez in einer Stichwahl gegeneinander an, wie auch Public Radio Guam berichtet.

Torres geht mit einem klaren Vorsprung in die nächste Runde. Entschieden ist damit noch wenig: Die 1.537 Stimmen für das ausgeschiedene Team sind mehr als sein Abstand von 1.394 Stimmen zu Attao. Für Attao liegt hier eine rechnerische Chance. Ob die Wähler des dritten Teams erneut teilnehmen und wen sie dann unterstützen, ist offen; die beiden unabhängigen Teams bilden keine gemeinsame Partei.

Eine belastbare Aufschlüsselung des Wahlverhaltens nach Alter, Geschlecht oder Herkunft liegt uns nicht vor. Die Ergebnisse zeigen jedoch, wie wichtig die unabhängigen Kandidaturen vor Ort sind: Zusammen erreichen die beiden unabhängigen Gouverneursteams 50,5 Prozent. Das ist eine Beschreibung des ersten Wahlgangs, keine Prognose für die Stichwahl.

18 Stimmen entscheiden über den zweiten Stichwahlplatz

Auch beim Attorney General wird eine zweite Runde nötig. Joaquin Torres liegt mit 5.073 Stimmen vorn; Michael Evangelista erreicht 3.854 und Jonathan Glass 3.836 Stimmen. Nur 18 Stimmen trennen damit die beiden Bewerber um den zweiten Stichwahlplatz. Gerade bei diesem knappen Abstand bleibt die Prüfung vor der Zertifizierung bedeutsam.

Der Vorschlag für einen Verfassungskonvent scheitert trotz Mehrheit: 7.602 Ja-Stimmen stehen 4.324 Nein-Stimmen gegenüber. Das sind rechnerisch rund 63,7 Prozent Zustimmung – zu wenig für die verfassungsrechtlich erforderlichen zwei Drittel. Ein deutlicher Zuspruch reicht hier also noch nicht zum Erfolg.

Die Auszählung dieses Wahlgangs ist beendet, zwei wichtige Ämter bleiben zu vergeben. Nach der Verfassung folgen die Stichwahlen am 14. Tag nach der Zertifizierung der jeweiligen Ergebnisse.

Zum Hintergrund: unser Wahlvorbericht zu den Nördlichen Marianen und 10 Fakten über das Gebiet.

Alle bisherigen Berichte: Ergebnisse der Midterms 2026. Ebenfalls im Pazifik: Ergebnisse auf Guam.

Quellen: Commonwealth Election Commission, zertifizierte Kandidatenliste, Verfassung des Commonwealth und die im Text verlinkten Berichte. Abstände und Konventsanteil sind aus den veröffentlichten Stimmenzahlen berechnet.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.

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