Die Nördlichen Marianen sind das jüngste Mitglied der US-Familie. Sie kamen nicht durch Krieg oder Kauf, sondern per Abstimmung zu den Vereinigten Staaten. Zehn Fakten über eine Inselkette im Westpazifik, die viele für einen Teil Guams halten.
- Nicht Guam. Die Commonwealth of the Northern Mariana Islands (CNMI) liegen direkt nördlich von Guam. Trotz der Nachbarschaft sind beide getrennte US-Gebiete: Guam kam 1898 als Kriegsbeute an die USA, die Nördlichen Marianen erst Jahrzehnte später auf eigenen Wunsch.
- 14 Inseln, drei bewohnte Zentren. Die Kette umfasst 14 Inseln. Fast alle Menschen leben auf Saipan, Tinian und Rota. Verwaltungssitz ist Saipan.
- Gut 47.000 Einwohner beim Zensus. Die Volkszählung 2020 zählte 47.329 Menschen, 12,2 Prozent weniger als 2010. Jährliche amtliche Schätzungen gibt es nicht; die Zahl ist daher nur der Stand vom April 2020.
- Viele Herren. Die Inseln waren spanisch, wurden 1899 an Deutschland verkauft und nach dem Ersten Weltkrieg japanisches Mandatsgebiet. 1944 eroberten US-Truppen Saipan und Tinian in schweren Kämpfen. Von Tinian aus starteten 1945 die Bomber, die Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki warfen.
- Treuhandgebiet der UN. Ab 1947 verwalteten die USA die Inseln als Teil des Treuhandgebiets Pazifische Inseln im Auftrag der Vereinten Nationen, wie das US-Innenministerium beschreibt.
- Per Abstimmung zu den USA. 1975 stimmten 78,8 Prozent der Wähler in einem Plebiszit für den „Covenant“, einen Vertrag über eine politische Union mit den USA. Am 24. März 1976 wurde er als Public Law 94-241 Bundesrecht. Die eigene Verfassung trat am 9. Januar 1978 in Kraft.
- US-Bürger seit 1986. Mit dem Ende der Treuhandschaft 1986 wurden die meisten Einwohner nach den Regeln des Covenant US-Staatsbürger. Heute gilt: Wer dort geboren wird, ist in der Regel US-Bürger. Viele Bewohner sind allerdings Zuwanderer mit anderer Staatsangehörigkeit.
- Eigener Gouverneur, eigene Wahlen. Das Commonwealth hat einen Gouverneur und ein Parlament mit zwei Kammern. Derzeit amtiert David M. Apatang, der 2025 nach dem Tod von Arnold Palacios nachrückte. Am 3. November 2026 wird ein Gouverneur gewählt; zuständig ist die Wahlkommission der Inseln.
- Erst seit 2009 im Kongress. Lange hatten die Inseln keinen Sitz in Washington. Seit 2009 entsenden sie einen Delegierten, derzeit Kimberlyn King-Hinds (laut Abgeordnetenliste des Repräsentantenhauses) (Republikanerin). Sie kann Gesetze einbringen und in Ausschüssen abstimmen, hat aber kein Stimmrecht bei abschließenden Abstimmungen im Plenum. Senatoren gibt es nicht, und bei der allgemeinen Präsidentschaftswahl wählen die Einwohner nicht mit.
- Drei Sprachen, Tourismus aus Asien. Neben Englisch sind Chamorro und Karolinisch verbreitet, die Sprachen der beiden indigenen Gruppen. Die Wirtschaft lebt stark vom Tourismus, vor allem aus Ostasien. Lange hatten die Inseln eigene Regeln für Mindestlohn und Einwanderung; seit 2007 und 2008 gilt hier weitgehend Bundesrecht.
Stand: 31. Oktober 2026
AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von Grok recherchiert und verfasst. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt.