Midterms 2026 in South Carolina: Graham gegen Andrews, alle Kandidaten und Umfragen

Abstrakte Illustration mit Palmettopalme, Mondsichel, Küstenlandschaft, Brücke und Wahlurne in Marineblau, Türkis und Ocker.

Stand: 30. Oktober 2026. South Carolina ist bei diesen Midterms spannender, als sein Ruf als republikanischer Staat vermuten lässt: Im Senatsrennen liegen Darline Graham und Annie Andrews in mehreren aktuellen Umfragen eng beieinander. An der Küste ist außerdem der erste Kongresswahlkreis umkämpft. Dort hat der Cook Political Report seine Bewertung am 30. Oktober auf Toss-up geändert – also ein Rennen ohne klaren Favoriten. Bericht von The Hill über die neue Einstufung.

Worüber wird in South Carolina gewählt?

Am 3. November 2026 werden ein US-Senatssitz für eine reguläre sechsjährige Amtszeit und alle sieben Sitze im US-Repräsentantenhaus für zwei Jahre vergeben. Der zweite Senator, Tim Scott, steht diesmal nicht zur Wahl. Zugleich entscheidet der Staat über das Gouverneursamt, weitere Landesämter und sein Repräsentantenhaus. Zu South Carolinas Hintergrund: 10 Fakten über South Carolina.

Senat: Darline Graham gegen Annie Andrews

Die ungewöhnliche Vorgeschichte prägt dieses Rennen. Nach dem Tod Lindsey Grahams am 11. Juli ernannte Gouverneur Henry McMaster dessen Schwester Darline Graham am 13. Juli zur Senatorin; am folgenden Tag wurde sie vereidigt. Anschließend gewann sie die republikanische Ersatznominierung in einer Stichwahl gegen Ralph Norman. Die zusätzliche Vorwahl im August darf nicht mit einer Sonderwahl im November verwechselt werden: Jetzt geht es um die reguläre neue Amtszeit. Offizielle Biografie der Senatorin; Wahlverlauf bei Ballotpedia.

Das amtliche Kandidatenregister führt vier aktive Kandidaten auf dem gedruckten Senatsstimmzettel:

  • Darline Graham – Republikaner, amtierende Senatorin: Sie kommt aus der beruflichen Rehabilitation und leitete South Carolinas Commission for the Blind. Ihre Kandidatur wird von Donald Trump unterstützt. Wahlkampfwebsite.
  • Annie Andrews – Demokraten: Die Kinderärztin aus Charleston stellt Gesundheitskosten, reproduktive Selbstbestimmung, den Schutz vor Waffengewalt und öffentliche Schulen in den Mittelpunkt. Wahlkampfwebsite.
  • Kasie Whitener – Libertarian Party: Die Autorin und Hochschullehrerin wirbt für weniger Staatsschulden, einen ausgeglichenen Bundeshaushalt und freiere Märkte. Ihre Rede von unabhängiger Vertretung macht sie nicht zur parteilosen Kandidatin: Sie tritt für die Libertarians an. Wahlkampfwebsite.
  • Mark Hackett – Constitution Party: Er fordert unter anderem ein Ende amerikanischer Finanzierung für Israel, die Ukraine und die Vereinten Nationen sowie einen Austritt aus der NATO. Nach seiner eigenen Erklärung will er nur Gesetzen zustimmen, die die Staatsverschuldung verringern. Erklärung auf der Website seiner Partei.

Hinzu kommt die angekündigte Write-in-Kandidatur von Catherine Fleming Bruce. Ihr Name ist nicht vorgedruckt und muss eingetragen werden. Ballotpedia führt sie als Demokratin; die reguläre Kandidatin der Demokratischen Partei ist Andrews. Bruce erschien nicht auf dem demokratischen Vorwahlstimmzettel. Kandidatenprofil und Status.

Was sagen die aktuellen Senatsumfragen?

Institut / Feldzeit Graham (R) Andrews (D) Weitere Angaben
East Carolina University, 19.–24. Oktober; veröffentlicht am 29. Oktober 51 % 47 % 955 wahrscheinliche Wähler; Unsicherheitsintervall ±3,7 Prozentpunkte; zusammen 2 % für übrige Kandidaten und Write-ins. Originalveröffentlichung.
New York Times / Siena, 19.–26. Oktober; veröffentlicht am 28. Oktober 48 % 48 % 707 wahrscheinliche Wähler; ±4,3 Punkte. Dokumentation der Erhebung.
Targoz / South Carolina Policy Council, 16.–25. Oktober; veröffentlicht am 27. Oktober 47 % 46 % 895 wahrscheinliche Wähler; ±3,21 Punkte. Whitener 2 %, Hackett 1 %, unentschieden 4 %. Originalveröffentlichung.

Die ECU-Studie kombiniert Telefonbefragungen und Onlineantworten. Die dritte Erhebung stammt aus einer Untersuchung im Auftrag des wirtschaftsliberalen South Carolina Policy Council. Ihre größere Gesamtstichprobe umfasst 1.200 registrierte Wähler mit ±2,77 Punkten Fehlerspanne. Für die hier verwendeten Wahlabsichten gilt jedoch die kleinere Gruppe der 895 wahrscheinlichen Wähler und damit ±3,21 Punkte.

Das Gesamtbild reicht von Gleichstand bis zu einem knappen republikanischen Vorsprung. Die Zahlen rechtfertigen keine sichere Siegerprognose. Unterschiedliche Befragungsverfahren, die Auswahl wahrscheinlicher Wähler und die tatsächliche Beteiligung können das Ergebnis beeinflussen. Auch ist die Unsicherheit eines Abstands nicht identisch mit der Fehlerspanne eines einzelnen Kandidatenwerts.

Repräsentantenhaus: Der Küstenwahlkreis SC-01 steht im Mittelpunkt

Der bisher von Nancy Mace gehaltene Sitz ist offen. Für die Republikaner tritt Jenny Costa Honeycutt an, eine Rechtsanwältin und Kommunalpolitikerin aus dem Lowcountry. Die Demokratin Nancy Lacore war 35 Jahre bei der US Navy und zuletzt Drei-Sterne-Admiralin sowie Chefin der Navy Reserve. Mit Bill Reeside steht zudem ein Libertarian auf dem Stimmzettel. Honeycutts Selbstdarstellung; Lacores Biografie.

Eine Befragung von Public Policy Polling vom 21.–22. Oktober sieht Lacore mit 47 zu 45 Prozent vor Honeycutt; 8 Prozent waren unentschieden. Befragt wurden 770 wahrscheinliche Wähler, die angegebene Fehlerspanne beträgt ±3,5 Punkte. Auftraggeber war der demokratische Super PAC House Majority PAC. Die veröffentlichte Gegenüberstellung weist Reeside und den Write-in-Bewerber Cuteri nicht gesondert aus. Umfragedokumentation.

Eine ältere co/efficient-Erhebung vom 30. September bis 1. Oktober ermittelte dagegen 46 Prozent für Honeycutt, 40 Prozent für Lacore und 4 Prozent für Reeside; 9 Prozent waren unentschieden. Sie umfasste 837 wahrscheinliche Wähler, ±3,37 Punkte, und wurde für den PAC Thank You For Your Attention To This Matter erstellt. Originalerhebung; Auftraggeber und Vergleich. Wegen des zeitlichen Abstands, unterschiedlicher Auftraggeber und Frageformate lässt sich daraus keine exakte Verschiebung der Wählerstimmung berechnen.

Die neue Cook-Einstufung vom 30. Oktober berücksichtigt die gewachsene Unsicherheit. Sie ersetzt das dort zuvor geltende Lean Republican, bedeutet aber ebenfalls keine rechnerische Gewinnwahrscheinlichkeit.

Alle Kandidaten in den sieben Kongresswahlkreisen

Die folgende Tabelle enthält sämtliche 18 aktiven, vorgedruckten House-Kandidaten des amtlichen Registers. R steht für Republikaner, D für Demokraten, L für Libertarian Party. Ein Stern kennzeichnet ein amtierendes House-Mitglied. Die gesondert recherchierten Write-ins folgen darunter.

Wahlkreis Republikaner Demokraten Weitere gedruckte Kandidaten
SC-01 Jenny Costa Honeycutt Nancy Lacore Bill Reeside (L)
SC-02 Joe Wilson* Zyon Khalifa Dayna Alane Smith (Workers Party)
SC-03 Sheri Biggs* Eunice Lehmacher Brian Corriea (L)
SC-04 William Timmons* Courtney McClain Jessica Ethridge (L)
SC-05 Wes Climer Mallory Dittmer –
SC-06 John Peterson James E. „Jim“ Clyburn* –
SC-07 Russell Fry* John Gregory Vincent –

Quelle: South Carolina State Election Commission, aktive Kandidaten der General Election. Namen und Parteizugehörigkeit wurden am 30. Oktober abgeglichen.

Die übrigen Rennen haben klarere Favoriten: SC-02, SC-03, SC-04, SC-05 und SC-07 werden als sicher republikanisch eingeordnet; SC-06 als sicher demokratisch. Das sind qualitative Bewertungen, keine Ersatzwerte für nicht vorliegende aktuelle Umfragen. SC-05 ist dabei ebenfalls ein offener Sitz: Wes Climer kandidiert für die Nachfolge Ralph Normans.

Unabhängige, kleinere Parteien und Write-ins

Unter den 22 gedruckten Kandidaten für Senat und Repräsentantenhaus befindet sich kein parteiloser Bewerber. Die Vertreter der Libertarian Party, Constitution Party und Workers Party sind Kandidaten kleinerer Parteien. Außerhalb dieser gedruckten Auswahl sind folgende House-Write-ins relevant:

  • SC-01: Clayton Cuteri. Ballotpedia ordnet ihn als unabhängig ein; auf seiner eigenen Website bezeichnet er sich als Mitgründer und Generalsekretär der American Congress Party. Er wirbt ausdrücklich um Write-in-Stimmen und fordert unter anderem bezahlbarere Versicherungen und Wohnungen sowie kostenlose Bildung und Medikamente. Das sind seine Wahlkampfpositionen; auf dem gedruckten Stimmzettel steht keine entsprechende Parteizeile. Kampagne.
  • SC-07: Carter Gibson-Grossmann. Er ruft auf seiner eigenen Wahlkampfseite zum Eintragen seines Namens auf und betont die Interessen von Arbeitnehmern sowie wirtschaftliche Gleichheit. Write-in-Aufruf.
  • SC-07: Branden Brown. Ballotpedia führt ihn als republikanischen Write-in-Bewerber. Nach seiner öffentlichen Selbstdarstellung richtet er seine eigentliche Kampagne auf 2028 aus, nimmt aber schon 2026 Write-in-Stimmen an. Er ist deshalb getrennt vom regulären republikanischen Kandidaten Russell Fry zu betrachten. Kandidatenstatus; eigene Erklärung.

Für den Senat kommt die oben genannte Catherine Fleming Bruce hinzu. South Carolina verlangt für Write-ins keine förmliche Anmeldung mit Gebühr, empfiehlt aber die schriftliche Information der Wahlbehörde. Deshalb ist die Liste angekündigter Write-in-Bewerbungen keine abschließende amtliche Liste aller Namen, die jemand eintragen könnte. Wer eine Vorwahl verloren hat, darf nach den Regeln der Wahlbehörde bei der anschließenden Wahl nicht aktiv als Write-in antreten. Ein in einer Umfrage hypothetisch getesteter Name ist folglich noch keine Kandidatur.

Gouverneur, Landesparlament und weitere Abstimmungen

Gouverneur Henry McMaster kann wegen der Amtszeitbegrenzung nicht erneut antreten. Gouverneur und Vizegouverneur werden gemeinsam gewählt. Die vier Teams sind:

  • Alan Wilson / Mike Reichenbach – Republikaner;
  • Jermaine Johnson / Sam Skardon – Demokraten;
  • Walid Hakim / Arnold Karr – Green Party;
  • Michael Addison / Candace Brewer – United Citizens Party.

Kandidatenübersicht zur Gouverneurswahl. Die Targoz/SCPC-Erhebung vom 16.–25. Oktober sieht Wilson bei 51 Prozent und Johnson bei 41 Prozent; Hakim und Addison erreichen jeweils 1 Prozent, 5 Prozent sind unentschieden. Hier gilt dieselbe Teilstichprobe von 895 wahrscheinlichen Wählern und ±3,21 Punkten. Rundungen erklären die nicht exakt 100 Prozent ergebende Summe. Originalquelle.

Außerdem werden unter anderem Attorney General, Secretary of State, Treasurer, Comptroller General, Superintendent of Education und Commissioner of Agriculture gewählt. Im Landesparlament stehen alle 124 Sitze des Repräsentantenhauses zur Wahl. Eine reguläre Neuwahl des Staatssenats findet nicht statt; es gibt aber eine Sonderwahl im 15. Senatswahlkreis. Hinzu kommen örtliche Ämter und Schulverwaltungen. Wahlüberblick; amtlicher Sonderwahlkalender.

Eine landesweite Sachabstimmung steht diesmal nicht auf dem Stimmzettel. Lokal kann das anders aussehen: In Anderson County findet beispielsweise am selben Tag das Broadview Zoning Referendum zur örtlichen Gebietsplanung statt. Welche kommunalen Fragen eine Person tatsächlich vorgelegt bekommt, hängt von ihrem Wohnort ab. Die Wahlbehörde bietet dafür eine Referendumsuche zur Novemberwahl an.


AI-Transparenz: Dieser Artikel wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz recherchiert und verfasst. Auch das Artikelbild wurde mit KI erstellt. Die verwendeten Quellen sind im Text verlinkt; der Stand der Informationen ist oben angegeben.

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.