Wahlkreis 2 (Nordfriesland – Dithmarschen Nord) bei der Bundestagswahl 2025

Im Wahlkreis 2 (Nordfriesland – Dithmarschen Nord) in Schleswig-Holstein lag bei der Bundestagswahl am 23. Februar 2025 Leif Erik Bodin (CDU) mit 32,7 Prozent der Erststimmen vorn. Bei den Zweitstimmen lag die CDU mit 29,6 Prozent vorn. Auf dieser Seite finden Sie Gebiet, Ergebnisse, Wahlbeteiligung und die demografischen Besonderheiten des Wahlkreises.

Gebiet des Wahlkreises

Der Wahlkreis 2 umfasst 64 Gemeinden des Kreises Dithmarschen; 133 Gemeinden des Kreises Nordfriesland. Am 31. Dezember 2023 gehörten 197 Gemeinden mit zusammen 2.777,9 Quadratkilometern und 239,1 Tausend Einwohnern zum Wahlkreis. Damit ist das Gebiet größer als ein durchschnittlicher Bundestagswahlkreis (1.196 Quadratkilometer) und hat weniger Einwohner als der Durchschnitt (279,1 Tausend). Zur Bundestagswahl 2025 waren hier 186.019 Menschen wahlberechtigt.

Karte: Lage des Wahlkreises 2 Nordfriesland – Dithmarschen Nord in Deutschland und Zweitstimmenergebnis 2025
Lage des Wahlkreises und Zweitstimmen 2025. Daten und Geometrie: © Die Bundeswahlleiterin, Wiesbaden 2025, dl-de/by-2-0

Ergebnis der Erststimmen

Kandidat/in Partei Erststimmen Anteil Anteil 2021*
Leif Erik Bodin CDU 49.866 32,7 % 30,4 %
Truels Reichardt SPD 31.169 20,4 % 27,8 %
Kurt Kleinschmidt AfD 24.474 16,0 % 5,7 %
Denise Loop GRÜNE 16.628 10,9 % 14,3 %
Lukas Knöfler SSW 14.254 9,3 % 6,5 %
Lars Thiele-Kensbock Die Linke 7.920 5,2 % 2,8 %
Gyde Jensen FDP 5.750 3,8 % 9,7 %
Maiken Vester FREIE WÄHLER 1.484 1,0 % 1,0 %

Leif Erik Bodin setzte sich mit einem Vorsprung von 12,2 Prozentpunkten (18.697 Stimmen) gegen Truels Reichardt (SPD) durch. Auf Platz drei kam Kurt Kleinschmidt (AfD) mit 16,0 Prozent. Insgesamt bewarben sich 9 Kandidatinnen und Kandidaten um das Direktmandat. Bei der Wahl 2021 hatte die CDU im heutigen Gebiet des Wahlkreises (umgerechnet) 30,4 Prozent der Erststimmen erhalten.

Ein Blick auf das Stimmensplitting: Die CDU erreichte bei den Zweitstimmen 29,6 Prozent. Die Erststimme lag damit um 3,0 Prozentpunkte über dem Zweitstimmenergebnis – ein Hinweis darauf, dass auch Wählerinnen und Wähler anderer Parteien für die Kandidatur stimmten.

Ergebnis der Zweitstimmen

Partei Zweitstimmen Anteil 2025 Anteil 2021* Bund 2025
CDU 45.302 29,6 % 24,6 % 22,6 %
SPD 26.639 17,4 % 26,3 % 16,4 %
AfD 24.564 16,1 % 6,1 % 20,8 %
GRÜNE 18.764 12,3 % 15,7 % 11,6 %
SSW 12.264 8,0 % 6,6 % 0,2 %
Die Linke 9.442 6,2 % 3,1 % 8,8 %
FDP 7.618 5,0 % 12,7 % 4,3 %
BSW 4.907 3,2 % – 5,0 %
FREIE WÄHLER 1.099 0,7 % 0,7 % 1,5 %

* Ergebnisse 2021 umgerechnet auf das Gebiet des Wahlkreises 2025 (Bundeswahlleiterin).

Den größten Zugewinn gegenüber 2021 verzeichnete die AfD mit 10,0 Prozentpunkten, die größten Verluste die SPD mit 8,9 Prozentpunkten. Im Vergleich zum Bundesergebnis schnitt der SSW hier besonders stark ab, die AfD blieb am deutlichsten unter dem Bundeswert. In ganz Schleswig-Holstein kam die CDU auf 27,6 Prozent der Zweitstimmen. Parteien unter fünf Prozent erhielten im Wahlkreis zusammen 10,4 Prozent der Zweitstimmen.

Wahlbeteiligung

Von 186.019 Wahlberechtigten gaben 153.755 ihre Stimme ab. Die Wahlbeteiligung lag damit bei 82,66 Prozent und über dem Bundeswert von 82,51 Prozent; in Schleswig-Holstein lag sie bei 83,52 Prozent. 2021 hatten sich im heutigen Wahlkreisgebiet (umgerechnet) 77,22 Prozent beteiligt.

Die Zahl der Wahlberechtigten hat sich gegenüber 2021 um 1,2 Prozent verringert. Ungültig waren 1.038 Erststimmen (0,68 Prozent) und 840 Zweitstimmen (0,55 Prozent).

Demografische Besonderheiten

Die Strukturdaten der Bundeswahlleiterin zur Bundestagswahl 2025 zeigen, wo sich der Wahlkreis vom Bundesdurchschnitt abhebt:

  • In der Land- und Forstwirtschaft arbeiten 2,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Bund: 0,7 Prozent).
  • Der Ausländeranteil ist mit 9,4 Prozent deutlich niedriger als im Bundesdurchschnitt (14,5 Prozent, am 31. Dezember 2023).
  • Nur 26,8 Prozent der Schulabgänger allgemeinbildender Schulen erreichten im Jahr 2022 die (Fach-)Hochschulreife (Bund: 33,8 Prozent).
  • Nur 58,6 von 1.000 Einwohnern bezogen im August 2024 Leistungen nach SGB II (Bund: 69,1).

Zur Altersstruktur: 15,7 Prozent der Einwohner sind jünger als 18 Jahre (Bund: 16,9 Prozent), 33,4 Prozent sind 60 Jahre oder älter (Bund: 29,9 Prozent). Der Geburtensaldo lag 2023 bei -7,1 je 1.000 Einwohner, der Wanderungssaldo 2022 bei 16,3 je 1.000 Einwohner.

Auf 1.000 Einwohner kamen am 30. Juni 2023 367 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (Bund: 416). Die meisten von ihnen arbeiteten in Handel, Gastgewerbe und Verkehr (32,6 Prozent); bundesweit sind es in diesem Bereich 21,9 Prozent. Je 1.000 Einwohner sind 56,4 Unternehmen registriert, darunter 9,1 Handwerksunternehmen.

Beim Wohnen stehen jedem Einwohner im Schnitt 57,2 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung (Bund: 46,7). Im Jahr 2023 wurden 6,5 Wohnungen je 1.000 Einwohner fertiggestellt. Von den Pkw im Wahlkreis haben 5,9 Prozent einen Elektro- oder Hybridantrieb (Bund: 6,9 Prozent).

Direkt gewählt: Leif Erik Bodin

Das Direktmandat und damit den Sitz im 21. Deutschen Bundestag errang Leif Erik Bodin (CDU) mit 49.866 Erststimmen.

Über die Landesliste in den Bundestag eingezogen sind außerdem folgende Direktkandidatinnen und -kandidaten aus diesem Wahlkreis: Kurt Kleinschmidt (AfD), Denise Loop (GRÜNE), Truels Reichardt (SPD).

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Quellen

Stand: 1. November 2026

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