Köpfe: Günter Pauli

Arbeitsamtsinspektor, Beamter im Beschaffungsamt der Bundeswehr, Bürgermeister seiner Heimatstadt und Verkehrspolitiker: Günter Pauli, geboren am 01.12.1929 in Koblenz, gehörte dem Bundestag von 1980 bis 1990 an. Er starb am 18.07.2010 nach verfügbaren Angaben in Koblenz.

Kurzprofil

  • Geboren: 1. Dezember 1929 in Koblenz
  • Gestorben: 18. Juli 2010
  • Beruf: Beigeordneter a. D.
  • Partei: SPD
  • Bundestag: 1980 bis 1990 (9. bis 11. Wahlperiode), über die Landesliste
  • Religion/Familie: katholisch, verheiratet, 2 Kinder

Beamter

Pauli besuchte bis 1944 die Volksschule und fing 1946 beim Arbeitsamt Koblenz an. 1951 legte er die Inspektorprüfung für den gehobenen Dienst ab, berufsbegleitend studierte er an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie. Von 1958 bis 1972 arbeitete er beim Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung, zuletzt als Regierungsoberamtmann. Die Stammdaten führen ihn als Beigeordneten a. D., katholisch, verheiratet, zwei Kinder.

Falken

Von 1945 bis 1947 gehörte Pauli den Koblenzer Falken an, 1946 trat er der SPD bei. Er führte den Unterbezirk und saß im Bezirks- und im Landesvorstand. Ab 1949 war er Mitglied der ÖTV und der Arbeiterwohlfahrt. Von 1964 bis 1972 saß er im Stadtrat, ab 1969 als Vorsitzender der SPD-Fraktion; zuletzt war er Ehrenvorsitzender der Koblenzer SPD.

Rathaus

1970 rückte Pauli für ein Jahr in den Landtag von Rheinland-Pfalz nach. Von 1972 bis 1980 war er Bürgermeister und Beigeordneter von Koblenz, zuerst für Soziales, ab 1975 für das Bauwesen. Im Bundestag gehörte er durchgehend dem Verkehrsausschuss an; von 1984 bis 1989 saß er nebenher wieder im Stadtrat.

Fragestunde

Sein Mandat umfasste 634 Sitzungen. Die Protokolle zählen 80 Reden mit nur 6.940 Wörtern, im Schnitt keine 90 Wörter, und sechs Zwischenrufe: Pauli arbeitete vor allem mit Fragen. Die ersten am 22. Oktober 1981 galten dem Zoll; nach einer Grenzbereisung fragte er nach fehlenden Rauschgiftspürhunden, nach Stellenkürzungen und danach, ob Transporte nur noch nach Papieren abgefertigt würden.

Postamt

Seine letzten Fragen am 13. Dezember 1989 galten wieder seiner Stadt: Die Erweiterung des Postamts Koblenz sei fertig geplant, nun fürchte er um 80 Arbeitsplätze und ein kleineres Bauvorhaben am Bahnhofsvorplatz. Außerdem wollte er wissen, ab wann Beschäftigte die Zahlungen nach der geänderten Erschwerniszulagenverordnung erhielten.

Abstimmungen

An 418 von 420 namentlichen Abstimmungen nahm Pauli teil, 143-mal mit Ja, 256-mal mit Nein und 19-mal mit Enthaltung. Sechs Stimmen wichen von der Mehrheit der SPD ab, fünf davon am 26. April 1990, als er mehrfach mit Nein stimmte, wo die Fraktion zustimmte. 1990 schied er mit 61 Jahren aus und starb mit 80 Jahren.

Mandate im Überblick

Pauli zog 1980, 1983 und 1987 über die Landesliste der SPD Rheinland-Pfalz in den Bundestag ein:

  • 9. Wahlperiode (04.11.1980 bis 29.03.1983): Landesliste Rheinland-Pfalz, SPD-Fraktion
  • 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Landesliste Rheinland-Pfalz, SPD-Fraktion
  • 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Landesliste Rheinland-Pfalz, SPD-Fraktion

Stand: 18.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.