Köpfe: Walter Brookmann

In Rostock wurde Walter Brookmann am 23.04.1901 geboren. Der Buchhändler aus Stettin war Generalsekretär der DVP und nach dem Krieg der CDU in Schleswig-Holstein und vertrat den Wahlkreis Kiel bis zu seinem Tod im Bundestag. Am 07.09.1949 wurde Brookmann Mitglied des Deutschen Bundestages (MdB) für die CDU. Als Beruf führte die Bundestagsverwaltung Kaufmann, als Religion evangelisch. Brookmann ist am 31.08.1957 in Kiel gestorben.

Kurzprofil

  • Geboren: 23. April 1901 in Rostock
  • Gestorben: 31. August 1957
  • Beruf: Kaufmann
  • Partei: CDU
  • Bundestag: 1949 bis 1957 (1. bis 2. Wahlperiode), stets direkt gewählt
  • Religion/Familie: evangelisch

Studentenbewegung und Buchhandel

Brookmann kam in der Hafenstadt Rostock an der Warnow zur Welt und machte in Stettin Abitur. Nach einer kaufmännischen Lehre studierte er Volkswirtschaft in Berlin und Greifswald. Er engagierte sich in der Berliner Studentenbewegung, leitete die Bücherstelle im Auslandsamt der Deutschen Studentenschaft und wurde Mitinhaber des Verlages Hochschule und Ausland. 1932 übernahm er eine Buchhandlung in Stettin. Von 1939 bis 1945 war er Soldat, bis 1946 in britischer Gefangenschaft.

Generalsekretär der Volkspartei

In der Weimarer Republik schloss sich Brookmann der Deutschen Volkspartei an, der Partei des industrienahen Bürgertums, die mit Gustav Stresemann von 1923 bis 1929 den Außenminister stellte. Ab 1923 war er zweiter stellvertretender Vorsitzender ihres Reichsjugendausschusses und stellvertretender Vorsitzender des Nationalen Jugendringes in Pommern. Von 1927 bis 1931 war er Generalsekretär der DVP, in den Jahren, in denen die Partei nach Stresemanns Tod 1929 rasch an Bedeutung verlor.

CDU in Schleswig-Holstein

Da Stettin nach dem Krieg polnisch geworden war, blieb Brookmann nach der Entlassung im Norden. 1946 trat er der CDU bei und war von August 1946 bis Oktober 1949 ihr Generalsekretär in Schleswig-Holstein; daneben gab er die Zeitschrift Union im Norden heraus. Das Land war damals das Bundesland mit dem höchsten Anteil an Flüchtlingen und Vertriebenen, deren Eingliederung die Politik bestimmte.

Der Wahlkreis Kiel

1949 und 1953 gewann Brookmann den Wahlkreis Kiel direkt, die Landeshauptstadt an der Förde, deren Werften und Marinehafen im Krieg schwer zerstört worden waren. Er war von 1949 bis 1953 stellvertretender Vorsitzender des Ausschusses für gesamtdeutsche Fragen, danach bis zu seinem Tod des Ausschusses für gesamtdeutsche und Berliner Fragen. Brookmann starb am 31.08.1957 mit 56 Jahren in Kiel. Sein Sitz blieb unbesetzt, weil die nächste Bundestagswahl am 15. September nur wenige Tage später stattfand. Brookmann gehörte der evangelischen Kirche an; Angaben zu einer Familie fehlen.

Mandate im Überblick

Er war 48 Jahre alt, als er in den Bundestag einzog, und 56 beim Ausscheiden. Die Mandate ergeben zusammen rund 8 Jahre in 2 Wahlperioden. Die Bundestagsverwaltung verzeichnet im Einzelnen:

  • 1. Wahlperiode (07.09.1949 bis 07.09.1953): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion
  • 2. Wahlperiode (06.10.1953 bis 31.08.1957): Direktmandat, CDU/CSU-Fraktion

Stand: 17.10.2026

Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).

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