Diplompolitologe, Gewerkschaftsreferent und energiepolitischer Sprecher der SPD-Fraktion: Volker Jung, geboren am 24.02.1942 in Berlin, vertrat den Wahlkreis Düsseldorf II von 1983 bis 2002 im Bundestag.
Kurzprofil
- Geboren: 24. Februar 1942 in Berlin
- Beruf: Beigeordneter
- Partei: SPD
- Bundestag: 1983 bis 2002 (10. bis 14. Wahlperiode), stets direkt gewählt
- Religion/Familie: verheiratet
Ausbildung
Nach dem Wirtschaftsabitur 1962 studierte Jung bis 1969 Politische Wissenschaften und Volkswirtschaftslehre an der Freien Universität Berlin, die er als Diplompolitologe verließ. Seit 1963 ist er Mitglied der SPD.
Gewerkschaft und Verband
Von 1970 bis 1972 arbeitete Jung als Referent beim Wirtschaftswissenschaftlichen Institut der Gewerkschaften. Nach weiteren Stationen wurde er 1983 Referatsleiter beim Bundesvorstand des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Düsseldorf. Von 1994 bis 2002 war er stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Verbands kommunaler Unternehmen. Als Arbeitnehmervertreter saß er in mehreren Aufsichtsräten. In der Düsseldorfer SPD war er stellvertretender Vorsitzender.
Energiepolitik
Seit 1987 sprach Jung für die SPD-Fraktion zur Energiepolitik. Seine letzte Rede hielt er am 17. Mai 2002, einen Beitrag von 1.084 Wörtern, in dem er dem FDP-Abgeordneten Walter Hirche widersprach und auf einen Kohleantrag der Liberalen einging.
Reden und Abstimmungen
Die Plenarprotokolle verzeichnen 63 Reden: fünf in der zehnten, 19 in der elften, 16 in der zwölften und sieben in der dreizehnten Wahlperiode. An 719 von 724 namentlichen Abstimmungen nahm er teil, mit 312 Ja-, 357 Nein-Stimmen und 50 Enthaltungen. 39-mal, also in 5,4 Prozent der Fälle, stimmte er anders als die Mehrheit der SPD-Fraktion. Seine erste Rede hatte er am 24. Juni 1983 in der 17. Sitzung der zehnten Wahlperiode gehalten, die letzten 16 fielen in die vierzehnte. Zu seinen längsten Beiträgen gehören eine Rede von 2.170 Wörtern am 3. März 1994 und eine von 2.082 Wörtern am 17. April 1997, die das Protokoll mit 18 Beifallsbekundungen verzeichnet. Am 28. November 1997 sprach er 1.974 Wörter lang, im Jahr 2001 hielt er vier Reden von jeweils mehr als 800 Wörtern.
Familie
Jung ist mit Karin Jung verheiratet, einer pensionierten Lehrerin, die für die SPD dem Landtag von Nordrhein-Westfalen angehörte. 2002 schied er nach fünf Wahlperioden aus dem Bundestag aus.
Stammdaten
Die Stammdaten führen Jung als Beigeordneten; dieser Beruf ist in den übrigen Quellen nicht belegt, die ihn als Diplompolitologen, DGB-Referatsleiter und Verbandsgeschäftsführer beschreiben. Zur Konfession machen sie keine Angabe, zur Familie verheiratet.
Mandate im Überblick
Jung gewann den Wahlkreis Düsseldorf II fünfmal direkt, zuerst 1983 mit 48,6 Prozent der Erststimmen:
- 10. Wahlperiode (29.03.1983 bis 18.02.1987): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 11. Wahlperiode (18.02.1987 bis 20.12.1990): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 12. Wahlperiode (20.12.1990 bis 10.11.1994): Direktmandat, SPD-Fraktion
- 13. Wahlperiode (10.11.1994 bis 26.10.1998): Direktmandat im Wahlkreis Düsseldorf II, SPD-Fraktion
- 14. Wahlperiode (26.10.1998 bis 17.10.2002): Direktmandat im Wahlkreis Düsseldorf II, SPD-Fraktion
Stand: 17.10.2026
Quellen: Deutscher Bundestag: Stammdaten aller Abgeordneten seit 1949 (Open Data); ergänzende biografische Angaben aus Nachschlagewerken (abgerufen 17.10.2026).